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Stärke dich, damit du deine Lauterkeit bewahrstDer Wachtturm 1971 | 1. Dezember
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19. Welche fünf Möglichkeiten haben wir also, um uns zu stärken, damit wir unsere Lauterkeit bewahren können?
19 Zusammenfassend könnten wir also fragen: Was sollten wir tun, um uns zu stärken, damit wir unsere Lauterkeit bewahren können? Wir sollten die Bibel und die bibelerklärenden Schriften, die uns Jehova durch seine Organisation zukommen läßt, lesen und studieren. Wir sollten schlechte Gesellschaft meiden. Wir sollten den Zusammenkünften derer beiwohnen, die an Jehovas Willen und Vorhaben interessiert sind. Wir sollten uns an der für unsere bösen Tage vorhergesagten Predigt- und Lehrtätigkeit beteiligen. Auch sollten wir regelmäßig zu Jehova beten, um mit ihm eng verbunden zu bleiben und uns unserer Abhängigkeit von ihm stets bewußt zu sein. Doch wie wirkt sich die Bewahrung der Lauterkeit aus? Der nächste Artikel beantwortet diese Frage.
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Die Bewahrung der Lauterkeit bringt FreudeDer Wachtturm 1971 | 1. Dezember
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Die Bewahrung der Lauterkeit bringt Freude
1. Wie bestätigt die Bibel, daß David ein Mann war, der seine Lauterkeit bewahrte?
„SO WAR David, mit der Schleuder und mit dem Steine, stärker als der Philister, und er schlug den Philister und tötete ihn; und David hatte kein Schwert in der Hand.“ (1. Sam. 17:50) David muß sich über seinen Sieg, den er wegen seiner Lauterkeit, seiner ganzherzigen Ergebenheit gegenüber Jehova, über den Philisterriesen Goliath errungen hatte, sehr gefreut haben. Einige Zeit nach seiner Begegnung mit Goliath betete er zu Jehova: „Lauterkeit und Geradheit mögen mich behüten.“ (Ps. 25:21) Der Bibelschreiber Asaph spricht in Verbindung mit David von der „Lauterkeit seines Herzens“. (Ps. 78:72) Gemäß 1. Könige 9:4 (NW) ermunterte Jehova Salomo, die Handlungsweise seines Vaters nachzuahmen, indem er zu ihm sagte: „[Wandle vor mir] so, wie David, dein Vater, wandelte, mit unversehrter Herzenslauterkeit und mit Geradheit, indem du nach allem tust, was ich dir geboten habe.“ David bewies trotz seiner Unvollkommenheit und seiner Fehler in seinem Leben mehrmals, daß er ein Mann war, der seine Lauterkeit bewahrte.
2. (a) Warum war Jesus bereit, so zu sterben wie er starb? (b) Wie wurde Jesus gemäß Philipper 2:5-11 für die Bewahrung seiner Lauterkeit belohnt?
2 Zur festgesetzten Zeit kam Jesus, der größere David, auf die Erde. Jesus war vollkommen und hielt während seines ganzen irdischen Lebens unerschütterlich an seiner Lauterkeit gegenüber Jehova fest, wodurch er uns ein gutes Beispiel gegeben hat. (1. Petr. 2:21-23) Können wir sagen, die Bewahrung seiner Lauterkeit gegenüber Jehova habe ihn glücklich gemacht? Gottes Wort beantwortet uns die Frage wie folgt: „Für die vor ihm [Jesus] liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes niedergesetzt.“ (Hebr. 12:2) Ja, Jesus war bereit, den schimpflichen Tod zu erleiden, den er wegen der Bewahrung seiner Lauterkeit zu erwarten hatte, aber es stand ihm eine Belohnung in Aussicht, auf die er sich freuen konnte. In Philipper 2:5-11 lesen wir darüber: „Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der, obwohl er in Gottes Gestalt existierte, keine gewalttätige Besitzergreifung in Betracht zog, um nämlich Gott gleich zu sein. Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam, selbst bis zum Tode, ja zum Tode an einem Marterpfahl. Gerade aus diesem Grunde hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem anderen Namen ist, so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel und derer, die auf der Erde und derer, die unter dem Erdboden sind, und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“
3. Was haben in der heutigen Zeit ebenfalls viele getan?
3 Heute, im 20. Jahrhundert, gibt es in der ganzen Welt Menschen, die an ihrer Lauterkeit festhalten, die Tag für Tag beweisen, daß sie ehrlich sind und den Wunsch haben, auch in kleinen Dingen so zu handeln, daß sie von Jehova als rechtschaffen betrachtet werden und viele mußten schon Entscheidungen von großer Tragweite treffen, durch die ihre Lauterkeit geprüft wurde.
PERSONEN, DIE IN DER HEUTIGEN ZEIT IHRE LAUTERKEIT BEWAHRT HABEN
4. (a) Wie handelte ein Sechzehnjähriger, der bemüht war, seine Lauterkeit zu bewahren? (b) Was tat sein Lehrer schließlich?
4 In einem Land, in dem Kirche und Staat zusammenarbeiten, sagte man einem sechzehnjährigen Jungen, er werde von der Schule verwiesen, wenn er sich nicht bekreuzige und die kirchliche Messe nicht besuche. Er stand kurz vor dem Schulabschluß, und man sagte ihm, er werde kein Abgangszeugnis bekommen, wenn er sich nicht füge. Der Lehrer sagte ihm, er solle doch einfach mitmachen, er brauche ja nicht daran zu glauben, aber der Junge blieb standhaft. Der Lehrer bewunderte den Glauben des Jungen sehr und sorgte dafür, daß dieser während des Schulgebets hinten im Klassenzimmer stehen konnte, damit niemand sah, daß er sich nicht bekreuzigte. (Der Lehrer befürchtete nämlich, er könnte in Schwierigkeiten geraten und vielleicht seine Stelle verlieren, wenn er dem Jungen offiziell gestatten würde, diese religiöse Übung nicht mitzumachen.) Der Lehrer übertrug dem Jungen auch gewisse Aufgaben, die dieser während der Messe zu erledigen hatte, damit er beschäftigt war und den Gottesdienst in der Kirche nicht zu besuchen brauchte. Können wir nicht sagen, daß der Junge für seine Bewahrung der Lauterkeit belohnt wurde?
5. Warum wurde ein Junge in der Schule mißhandelt?
5 Manchmal werden Personen auch mißhandelt, weil sie dem Worte Gottes gehorchen. Auf einer pazifischen Insel weigerten sich zwei Schüler, an einer patriotischen Zeremonie teilzunehmen, die mit einer götzendienerischen Handlung verbunden war. Der Lehrer kümmerte sich nicht um die Religionsfreiheit, die in jenem Land gewährleistet ist; er ging so weit, daß er dem einen Jungen sogar die Hand brach. Der Fall wurde mit dem Lehrer besprochen und dann seinem Vorgesetzten unterbreitet, und dieser wies den Lehrer streng zurecht. Danach war der Lehrer sehr entgegenkommend. Dieser Junge mußte zwar ziemlich viel leiden, aber er blieb standhaft und bewies dadurch, daß er Jehova wirklich treu ergeben war.
6. (a) Wie kam es, daß sich ein dreizehnjähriges Mädchen entscheiden mußte, ob es sich Blut übertragen lassen wollte? (b) Wie bewahrten dieses Mädchen und seine Mutter die Lauterkeit gegenüber Jehovas Gesetzen?
6 In einem anderen Fall bewahrte vor einigen Jahren ein dreizehnjähriges Mädchen in Berlin, das Leukämie hatte, auf beispielhafte Weise seine Lauterkeit. Der Arzt erklärte, daß Blutübertragungen dem Mädchen Linderung verschaffen und den Fortschritt der Krankheit hemmen würden. Die Mutter, eine gottesfürchtige Christin, wußte aber, was die Bibel über den Blutgenuß sagt. (1. Mose 9:4; Apg. 15:28, 29) Sie weigerte sich deshalb, die Einwilligung zu Blutübertragungen zu geben. Auch das Mädchen willigte nicht ein. Es sagte: „Ich möchte lieber Jehova treu bleiben und sterben als sein Gebot übertreten und ein wenig länger leben.“ (Matth. 10:39) Dieses Mädchen starb tatsächlich, aber es ließ seiner Mutter einen Brief zurück. Der Brief war an alle gerichtet, die es gekannt hatten, und es bat darin, man möge seiner Mutter keine Vorwürfe machen, weil sie die Blutübertragungen nicht zugelassen hatte. Es schrieb wörtlich: „Es
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