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Die Heiligkeit unserer KriegführungDer Wachtturm 1955 | 15. Januar
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der zwölf Stämme Israels. Um diese Nachkommen seines Freundes Abraham von der Bedrückermacht Ägyptens zu befreien, ließ sich Jehova nicht nur in einen Krieg gegen Pharao und seinen ausgezeichneten Kriegsapparat jener Tage ein, sondern auch in einen Krieg der Götter, einen Krieg gegen die Dämonengötter, die die Ägypter anbeteten. Er sagte: „An allen Göttern Ägyptens werde ich Gerichte üben. Ich bin Jehova.“ Nachdem alle Erstgeborenen der Ägypter, die den Göttern geweiht waren, von Jehovas Vernichtungsengel in der ersten Passahnacht des Jahres 1513 v. Chr. erschlagen worden waren, gab Pharao seine Niederlage zu, und die Israeliten zogen aus. Darüber steht geschrieben: „Unterdessen begruben die Ägypter jene, die Jehova unter ihnen geschlagen hatte, nämlich alle Erstgeborenen; und an ihren Göttern hatte Jehova Gerichte geübt.“ (2. Mose 12:12; 4. Mose 33:4, NW) Während all der vierzig Jahre, da sein von ihm auserwähltes Volk durch die Wüste ins Verheißene Land zog, kämpfte er sodann für dieses Volk. Nachdem er es ins Verheißene Land hineingebracht hatte und alle Tage ihrer Richter, die Jehova als Befreier erweckte, und während die Königreiche Israel und Juda bestanden, kämpfte der einzig wahre Gott für seine heilige Nation, so daß der klassische Ausspruch entstand: „Jehova stritt für Israel.“ — Jos. 10:14, 42; 23:3, 10, NW; 2. Mose 14:14; 5. Mose 1:30; Neh. 4:20.
12. (a) Weshalb ist die Teilnahme an solch einer Kriegführung gerechtfertigt, und worin konnte man in Verbindung damit sündigen? (b) Wie unterstützte Jehova diese Kriegführung?
12 Gott, der Höchste, besaß das volle Recht, alle diese Schlachten für sein Volk zu kämpfen, denn er ist gerecht in allen seinen Taten. Daß er seinen Feinden und den Feinden seines Volkes eine Niederlage bereitete und sie vernichtete, bedeutete einen Vollzug des Gerichts an diesen Gegnern, die den Tod verdienten. Er gebot, daß sein Volk bei dieser Ausrottung der verurteilten Sünder Hand mit anlege, und er machte die Kriegführung dieses Volkes theokratisch und bediente sich seiner als Scharfrichter. Daß es an einer solchen Kriegführung teilnahm, war weder Sünde noch ein sittliches Unrecht, denn es geschah im Gehorsam gegen den Willen und das Gebot ihres Gottes. Gleichwie beim König Saul hätte die Sünde darin bestanden, daß sie die Anordnungen nicht nach dem Wohlgefallen Gottes ausgeführt hätten. So steht in Jeremia 48:10 geschrieben: „Verflucht sei, wer das Werk Jehovas lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blute zurückhält!“ Jehova ermächtigte sein erwähltes Volk nicht, Weltangriffshandlungen zu beginnen und eine Weltmacht aufzurichten, aber er gebot ihm, die unsittlichen, dämonenanbetenden Heiden aus dem Lande zu vertilgen, das er ihnen zu geben verheißen hatte. Viele waren der Wunder, die er für sie wirkte, während sie gehorsam diesen Befehlen zu theokratischer Kriegführung nachkamen. Er stützte sie im Kampfe.
13. Aus welchem militärischen Grunde litten die Israeliten auf verschiedene Weise, und wieso wurde ein gehorsamer Kriegsteilnehmer eine begünstigte Person?
13 Die Israeliten litten in körperlicher, religiöser und geistiger Hinsicht und auch als Volk an einem Mangel an Liebe und mutigem Gehorsam, um diese theokratische Kriegführung vorantreiben zu können, bis das Land von den befleckenden Dämonenanbetern vollständig gereinigt und Gottes Wille geschehen war. Von den gehorsam am Kampfe teilnehmenden Israeliten wurde gesagt, daß sie Jehovas Schlachten kämpften. Als König Saul zu David, der den Riesen tötete, sagte: „Nur sei ein tapferer Mann und streite die Streite [Kämpfe, Kautzsch] Jehovas!“, waren dies keine leeren Schmeichelworte, sondern es war die wirkliche Wahrheit. (1. Sam. 18:17) Mit gutem Verständnis sprach Abigail, ein Weib von der Stadt Karmel, ebenfalls zu David die Worte: „Denn gewißlich wird Jehova meinem Herrn ein beständiges Haus machen, weil mein Herr die Streite [Schlachten, AS] Jehovas streitet.“ (1. Sam. 25:28) Ein Streiter oder Kämpfer für Jehova zu sein ist eine hohe Ehre und ein Segen, und Jehova ist mit jedem theokratischen Kämpfer. Gottes Segen ruht auf einem solchen. Heute gibt es christliche Kämpfer für Jehova, und in einem gewissen Sinne bekunden sie größeren Mut als die israelitischen Streiter für Jehova, weil diese christlichen Zeugen Jehovas nicht zu todbringenden, fleischlichen Waffen greifen, wie die israelitischen Kriegsleute es taten, und sie werden solche Waffen der Gewalttat weder gebrauchen noch dazu Zuflucht nehmen, noch werden sie in der Schlacht von Harmagedon, im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, private Militärtrupps bilden. Warum verhält sich dies so, was diese christlichen Streiter für Jehova betrifft? Wir werden es sehen.
GEHEILIGTE KRIEGER
14. Wie wurden jene, die an theokratischer Kriegführung teilnahmen, wegen deren Heiligkeit darauf vorbereitet, und welche Worte, die David mit Ahimelech austauschte, stehen mit dieser Frage im Zusammenhang?
14 Die theokratische Kriegführung ist etwas Heiliges, und die das Vorrecht haben, daran teilzunehmen, sind wegen seiner Heiligkeit dafür geheiligt. An diese Kriegführung muß als an einen heiligen Dienst in einem geheiligten Zustand herangeschritten und daran teilgenommen werden. Dies wird aus Davids Gespräch mit dem Hohenpriester Ahimelech in der Stadt Nob, wohin die heilige Bundeslade Jehova Gottes verbracht worden war, ersichtlich. König Saul war auf David eifersüchtig geworden, weil Jehovas Segen auf diesem jungen Mann, einem Kämpfer für Jehova, ruhte. Schließlich war David genötigt, der Reichweite Sauls zu entfliehen, um dem Tode zu entgehen. Auf einer Strecke des Weges von treuen Jünglingen begleitet, kam er nach Nob, ohne Waffen und hungrig. Er wünschte Speise zu erhalten für sich und die Jünglinge, die er an einem gewissen Ort gelassen hatte. David sagte zum Hohenpriester Ahimelech: „Und nun, hast du vielleicht fünf Brote zur Hand? So gib sie mir, oder was sich sonst vorfindet. Der Priester antwortete David: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, es ist bloß heiliges Brot da. Wenn sich nur die Leute der Weiber enthalten haben! David erwiderte dem Priester: Bewahre! schon seit einiger Zeit waren uns Weiber versagt. Als ich auszog, waren die Leiber der Leute rein [Wie immer, wenn ich mich auf eine Expedition begebe, sind die Gefäße der Jünglinge heilig, RS], und doch handelt es sich nur um ein gewöhnliches Unternehmen; wie viel mehr werden sie heute rein sein am Leibe! Da gab ihm der Priester heiliges Brot, weil kein andres da war als das Schaubrot, das man vor dem Angesicht des Herrn wegnimmt, um frisches [warmes, PB] Brot aufzulegen an dem Tage, wo man das alte wegnimmt.“ — 1. Sam. 21:1-7, ZB.
15. Wie zeigte Jesus, daß Heiligkeit etwas ist, was in diesem Zusammenhang in Betracht gezogen werden muß?
15 Der Herr Jesus zeigte, als er dieses historische Ereignis bestätigte, daß Heiligkeit etwas ist, was hier in Betracht gezogen werden muß, und sagte: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die Männer bei ihm hungerte? wie er in das Haus Gottes ging und sie die Brote der Darbringung aßen, Speise, die zu essen ihm nicht erlaubt war, noch denen bei ihm, sondern nur den Priestern?“ (Matth. 12:3, 4, NW) Dies war der Grund, weshalb Ahimelech zuerst fragte, ob David und seine Jünglinge sich wenigstens einen Tag lang der Frauen enthalten hätten, und David erwiderte, dies sei der Fall. Doch wieso kam hier Heiligkeit in Frage? Und was war mit Bezug auf eine Kriegsexpedition in Davids Antwort enthalten?
16. Weshalb hätte die Berührung mit Frauen durch David und seine Männer sie untauglich gemacht, das Schaubrot zu essen, und warum legte David Nachdruck auf ihre Reinheit durch einen Vergleich mit einer Militärexpedition?
16 Sich der Frauen enthalten zu haben bedeutete, sich den Geschlechtsverkehr mit den Ehefrauen oder Nebenfrauen versagt zu haben. Zu normalen Zeiten war an einem solch richtigen Verkehr nichts Unrechtes noch etwas, wodurch jemand zum Dienste untauglich geworden wäre. Wenn aber ein Anlaß oder ein Dienst Reinheit gemäß dem Zeremonialgesetz verlangte, dann waren solche Beziehungen zwischen einem Israeliten und seinem Weibe außer Ordnung. Warum? Weil nach einem solchen Verkehr beide, der Mann und sein Weib, bis zum folgenden Abend zeremoniell unrein waren. Im theokratischen Gesetz, das den Israeliten durch Mose gegeben wurde, stand geschrieben: „Sollte einem Manne ein Samenerguß entgehen, dann soll er sein ganzes Fleisch in Wasser baden und unrein sein bis zum Abend. Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguß kommt, soll mit Wasser gewaschen werden und unrein sein bis zum Abend. Und in bezug auf eine Frau, der ein Mann beiwohnen mag mit einem Samenerguß, sie sollen sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.“ (3. Mose 15:16-18, NW) Demzufolge hätte Geschlechtsverkehr an jenem Tage David und seine Männer untauglich gemacht, das nicht verwendete heilige Schaubrot zum Essen zu erhalten. Nun behauptete David, er befinde sich auf einer gewöhnlichen Mission im Dienste des Königs, doch sagte er, daß er und seine Männer zeremoniell rein seien von geschlechtlicher Berührung mit ihren Frauen und Nebenfrauen, gleichwie sie es seien, wenn sie auf eine „Expedition“ zögen, nämlich auf eine Militärexpedition. Zu einer militärischen Expedition oder zum Krieg auszuziehen, erforderte Heiligung durch zeremonielle Reinigung ihrer „Gefäße“ oder Körper. Die theokratische Natur der Kriegführung forderte eine Heiligkeit von dieser Art, wenn Gottes Segen auf dem Heer ruhen und wenn denen, die für Jehova kämpften, der Sieg gewährt werden sollte. Es war ein heiliger Dienst.
17. Wie sollte ein israelitisches Heerlager rein bewahrt werden, und weshalb?
17 Reinheit gemäß dem Zeremonialgesetz in moralischer und körperlicher Beziehung wurde vom israelitischen Lager verlangt, das sich in einem theokratischen Kriegszuge befand. Jehovas Gesetz sagte zu den Israeliten: „Solltest du wider deine Feinde ins Lager ausziehen, so sollst du dich vor allem Schlechten hüten. Sollte ein Mann in deiner Mitte sein, der nicht rein bleibt zufolge einer Pollution, die bei Nacht eintritt, so muß er aus dem Lager hinausgehen. Er darf nicht in das Lager hineinkommen. Und es soll geschehen, wenn der Abend sich neigt, sollte er sich mit Wasser waschen, und beim Untergang der Sonne darf er in das Lager hineinkommen. Und ein privater Ort sollte zu deinen Diensten sein außerhalb des Lagers, und du sollst dort hinausgehen. Und ein Pflock sollte unter deinen Geräten zu deinen Diensten sein, und es soll geschehen, wenn du draußen niederkauerst, so sollst du damit ein Loch graben und dich umkehren und deine Exkremente zudecken. Denn Jehova, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um dich zu befreien und deine Feinde dir preiszugeben, und dein Lager soll sich als heilig erweisen, damit er nichts Schamwürdiges bei dir sehe und sich gewißlich davon abwende, dich zu begleiten.“ (5. Mose 23:9-14, NW) Wenn Gottes Gegenwart, wie sie durch den Engel Jehovas dargestellt wurde, das Heer direkt bis zum endgültigen Siege begleiten sollte, so mußte das Lager gemäß theokratischen Maßstäben rein erhalten bleiben.
18. Inwiefern waren die Heiden im Lagerleben und bei Eroberungen von den Israeliten verschieden, und wie wurde dieser Unterschied durch die Handlungsweise Urijas, des Hethiters, des Kriegers König Davids veranschaulicht?
18 Das Lager der theokratischen Nation Jehovas war somit von demjenigen der heidnischen Heere verschieden. Die Heiden pflegten Weiber mitzunehmen, damit die Krieger ihren Lüsten frönen könnten, oder wenn sie einen Ort eroberten, wurde den Soldaten freie Hand gegeben, sich der Frauen zu bemächtigen und sie zu schänden. (Jes. 13:16; Klagel. 5:11; Sach. 14:2) Es besteht etwas Ähnliches bis auf diesen Tag, denn wir lesen oder hören von Prostituierten, die den Kriegslagern nachziehen, und von Offizieren, die in deren Nähe absichtlich Prostitutionsstätten für die geschlechtliche Befriedigung ihrer Soldaten vorsehen. Im theokratischen Lager Israels war dies verboten, weil der Krieg, in dem sie eingesetzt wurden, theokratisch und daher heilig war und die Heiligkeit der Kämpfenden verlangte. Daher war ihnen die geschlechtliche Berührung mit Frauen, auch mit den eigenen Gattinnen und Nebenfrauen, verboten, und sie standen freiwillig davon ab. Deshalb ging Urija, ein Hethiter guten Willens, als er durch König David vom Schlachtfeld heimgerufen wurde, nachts nicht in sein Haus in Jerusalem, um bei seiner Frau zu sein. Als König David die heiligen Vorschriften über den Kriegszug außer acht ließ und Urija fragte, weshalb er jene Nacht nicht heimgegangen sei, gab der loyale Soldat die theokratische Antwort: „Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue!“ (2. Sam. 11:6-11) Urija wollte für den Kampf heilig bleiben. Somit blieb er für eine Zeit so, als ob er kein Weib hätte. Dies erinnert uns an das, was der Apostel Paulus zu Christen sagte: „Ferner sage ich dies, Brüder: die verbleibende Zeit ist verkürzt. Fortan seien jene, die Frauen haben, so, als hätten sie keine.“ (1. Kor. 7:29, NW) Bisweilen rufen theokratische Pflichten einen Christen von der Seite seiner Frau, und er muß Folge leisten.
19. Welches Vorgehen wurde erforderlich wegen der Heiligkeit des israelitischen Lagers in Verbindung mit den gefangengenommenen Töchtern, die sich die Krieger zu Frauen nehmen wollten, und wie und warum wurde ein Mann, der mit einer Jungfrau verlobt war, vom Militärdienst befreit?
19 Wenn den Israeliten geboten wurde, einen Ort einzunehmen und die Männer und Frauen, die nicht Jungfrauen waren, umzubringen, so besaßen sie nicht die Freiheit, die Töchter zu schänden, die am Leben blieben. Dadurch wäre das Heer befleckt worden, denn es hätte das Begehen von Hurerei, von Unsittlichkeit bedeutet. Wenn ein Israelit eine gefangengenommene Jungfrau haben wollte, durfte er nicht sogleich Beziehungen mit ihr pflegen, nachdem sie gefangengenommen worden war. Nein, er mußte sich geheiligt halten für die theokratische Kriegführung, indem er das Gesetz befolgte, das besagte: „Solltest du wider deine Feinde ausziehen zur Schlacht, und Jehova, dein Gott, hat sie in deine Hand gegeben, und du hast sie gefangen weggeführt, und du hast unter den Gefangenen ein Weib gesehen, schön von Gestalt, und du hängst nun an ihr und nimmst sie zu deiner Frau, so sollst du sie in das Innere deines Hauses führen. Sie soll jetzt ihr Haupt scheren und ihre Nägel herrichten und die Kleider ihrer Gefangenschaft von sich ablegen und in deinem Hause wohnen und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat lang beweinen, und danach solltest du Beziehungen mit ihr haben und du sollst sie als deine Braut in Besitz nehmen, und sie soll deine Frau werden.“ (5. Mose 21:10-13, NW) Bis der Feldzug vorüber und seine Heiligkeit bewahrt worden war, konnten diese sexuellen Beziehungen nicht mit Gottes Anerkennung erfolgen. Wenn ein Mann, der zum Heer einberufen wurde, mit einer Jungfrau verlobt war, wurde er für ein Jahr von seinen Heerespflichten befreit, damit er heimgehen und die ihm Anverlobte ehelichen und ein Kind von ihr haben könne, um durch einen Nachkommen seinen Namen am Leben zu erhalten, so daß er in der Schlacht nicht kinderlos umkäme. — 5. Mose 20:7; 24:5.
20. Was war für das Lager von umfassenderer Bedeutung als etwas, wodurch man eine zeremonielle oder sittliche Unreinheit begangen hätte?
20 Die Rechtfertigung Jehovas, des siegenden Gottes, stand auf dem Spiele. Das Lager in Gottes Augen vor Schmähung zu behüten und es durch Jehovas fortwährende Gunst als des Sieges würdig zu bewahren, war von umfassenderer Wichtigkeit als etwas, wodurch man gemäß dem Zeremonial- oder Sittlichkeitsgesetz eine Unreinheit begangen und die Heiligkeit der Militärexpedition verletzt hätte. Dies trifft auch heutzutage auf den heiligen Kriegszug christlicher Kämpfer für Jehova zu. Natürlich bezieht sich der gesetzliche Bund, den Jehova Gott mit den alten Israeliten durch Mose schloß, heute nicht auf die Christen, und daher wird von den christlichen Kämpfern nicht verlangt, daß sie vom Verkehr mit ihren Frauen abstehen, weil sie sich an einer heiligen Kriegführung beteiligen. Nichtsdestoweniger muß ihr Verhalten in moralischer und geistiger Hinsicht rein sein. Daß sie sich von Unsittlichkeit und auch von geistigem Ehebruch fernhalten, indem sie keinen Teil dieser Welt bilden, muß der Heiligkeit dieser christlichen Kriegführung entsprechen. (Jak. 4:4) Ihr Anteil an der Rechtfertigung Jehovas ist auf dem Spiele, und dieser Gedanke übt einen reinigenden Einfluß auf sie aus und ist ein Ansporn zu moralischer und geistiger Reinheit.
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Priester beim theokratischen HeereDer Wachtturm 1955 | 15. Januar
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Priester beim theokratischen Heere
1. Durch wessen Gegenwart wurde das israelitische Lager geheiligt, und warum war ihre Gegenwart erforderlich?
DIE Heiligkeit der theokratischen Kriegführung verlangte eine Heiligung der israelitischen Männer für diesen Dienst Gottes als Unterstützer seiner universellen Souveränität und als Vollzieher seines gerechten Zorns an den Anbetern falscher Götter. Daher war es nötig, daß Priester des Stammes Levi das israelitische Heer begleiteten. Ihre Gegenwart trug zur Heiligkeit des Heeres Jehovas bei. In den Tagen, da seine heilige Bundeslade in der Stiftshütte oder dem Zelte untergebracht war, war es Brauch, die Lade in das Heerlager zu nehmen, da sie die Gegenwart Gottes Jehovas bei seinen Streitkräften versinnbildlichte. (1. Sam. 4:4-6; 14:18, 19; 2. Sam. 11:11) Dies erforderte notwendigerweise die Gegenwart der Levitenpriester im Lager, denn sie allein waren befugt, die Lade Gottes Jehovas zu tragen. Einmal wurde ein nichtpriesterlicher Israelit getötet, weil er die Lade berührt hatte in dem Gedanken, er müsse sie vor dem Sturz von einem Wagen bewahren. Hätten die levitischen Priester die Lade getragen, so wäre dies nicht geschehen. (5. Mose 31:9; Jos. 3:17; 6:4-11; 1. Sam. 4:4; 2. Sam. 6:6, 7; 1. Chron. 15:2-15, 26) Auch wenn das israelitische Heer vor einer Schlacht stand, war es üblich, daß Jehova Gott ein Opfer dargebracht wurde, und dies erforderte die Gegenwart des Propheten Jehovas oder seiner Levitenpriester. (1. Sam. 7:9; 13:9) Ferner pflegte ein gottesfürchtiger militärischer Oberbefehlshaber, bevor er eine gewisse Schlachttaktik einschlug, Jehova mittels der Bundeslade zu befragen oder durch ein priesterliches Ephod oder durch die heiligen Urim und Thummim, die der Hohepriester trug. Die Heiden, wie Nebukadnezar, der König von Babylon, nahmen Zuflucht zu verschiedenen Formen der Wahrsagung, aber Jehovas Volk befragte ihn, den wahren Gott, um Leitung in einer Schlacht. (Richt. 1:1; 20:27, 28; 1. Sam. 14:37; 23:2, 6, 9-14; 28:6; 30:8; 2. Sam. 5:19, 23; Hes. 21:26) Auch dies erforderte die Gegenwart des Propheten oder Priesters Jehovas in seinem theokratischen Lager.
2. Für welchen Zweck wurden die Priester vor der Schlacht direkt an die Front gewiesen? wurde aber von ihnen verlangt, zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen?
2 Jehova wies seine Priester ausdrücklich an die Front, als er den Israeliten für ihre Schlachten im heiligen Lande, im Verheißenen Lande, folgendes Gebot gab: „Wenn du zur Schlacht wider deine Feinde ausziehst und siehst Pferde und Kriegswagen, ein Volk, zahlreicher als du, so sollst du dich nicht vor ihnen fürchten, denn Jehova, dein Gott, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, ist mit dir. Und es soll geschehen, wenn ihr zur Schlacht heranrückt, so soll der Priester herzutreten und zu dem Volke reden. Und er soll zu ihnen sagen: ‚Höre, o Israel! ihr rückt heute zur Schlacht heran wider eure Feinde. Euer Herz verzage nicht. Fürchtet euch nicht, und rennt nicht in panischem Schrecken davon, noch laßt euch vor ihnen grauen, denn Jehova, euer Gott, zieht mit euch, um für euch zu kämpfen wider eure Feinde, um euch zu retten.“ (5. Mose 20:1-4, NW) Es war höchst angebracht, daß jene, die Jehovas Kriege kämpften, durch seinen direkten Vertreter, seinen geweihten Priester, diese Ermutigung direkt dort an der Schlachtfront erhielten. Doch wurde von den Priestern nicht verlangt, selbst zu den Waffen zu greifen und am Kampfe irgendwie teilzunehmen.
3. Warum erforderte das Schlachtsignal die Gegenwart der Priester im Heere, und was war in Wirklichkeit dieses Schlachtsignal?
3 Auch das Erschallenlassen des Schlachtsignals erforderte die Gegenwart der Priester mitten im Lager. Niemand anders als sie konnte das Schlachtsignal für einen siegreichen Ansturm gegen den Feind geben. Jehovas Anweisungen durch Mose lauteten: „Mache dir zwei Trompeten von Silber. In gehämmerter Arbeit wirst du sie machen; und sie sollen dir dienen zur Einberufung der Versammlung und zum Aufbruch der Lager. Und wenn ihr in eurem Lande in den Krieg zieht wider den Bedrücker, der euch bedrängt, so wird, wenn ihr mit den Trompeten einen Ruf zum Krieg geblasen habt, sicherlich euer gedacht werden vor Jehova, eurem Gott, und ihr werdet von euren Feinden gerettet werden … und ihr Gebrauch soll euch zur Erinnerung dienen vor eurem Gott. Ich bin Jehova, euer Gott.“ (4. Mose 10:2, 9, 10, NW) Der Bibelbericht über die Verwendung dieser zwei Silbertrompeten zeigt, wer es war, der sie blies. Es waren die Levitenpriester. Wenn sie das Schlachtsignal bliesen, so belebten die Trompetenstöße das ganze Heer, und die ganze Mannschaft rückte ins Treffen. Der Trompetenstoß war ein flehentlicher Ruf um Hilfe aus der Höhe. Er war gleich einem Alarmruf zu Gott, mit ihnen ins Treffen zu ziehen und ihnen den Sieg zu geben, denn es war ein priesterlicher Ruf.
4. Welcher Umstand verhalf den Israeliten zum Siege über die Midianiter?
4 Gegen das Ende der vierzig Jahre der Wüstenwanderung kamen die Israeliten auf die öden Ebenen von Moab und lagerten sich dort, jenseits des Jordan, von Jericho, einer Stadt im Verheißenen Lande, aus gesehen. Von hier aus entsandte Mose eine Militärmacht von zwölftausend Mann, damit sie gegen die dämonenanbetenden Midianiter Krieg führe. Der Bericht besagt: „Dann entsandte Mose sie, tausend von jedem Stamme, zum Heere, sie und Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum Heere; und die heiligen Geräte und die Trompeten zum Lärmblasen waren in seiner Hand. Und sie gingen hin und führten Krieg wider Midian, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.“ (4. Mose 31:1-7; 22:1, NW) Die an Jehova ergangenen Trompetenrufe wurden mit Sieg beantwortet!
5. Unter welchen militärisch ungünstigen Verhältnissen sah sich König Abija von Juda dem König Jerobeam gegenüber, doch welch besonders wichtige Hilfe empfing Abija?
5 Hunderte von Jahren nach diesem theokratischen Krieg gegen Jehovas Feinde wurde das Zwölfstämmereich Israel im Verheißenen Lande in zwei Königreiche geteilt, in das Königreich Juda und das Königreich Israel. Bei einem Anlaß standen die Heere ihrer beiden Könige auf dem Schlachtfelde einander gegenüber. König Abija vom Königreiche Juda, der Gott treu war, hatte vierhunderttausend Mann im Felde wider zweimal so viele, achthunderttausend Götzenanbeter, die unter dem König Jerobeam vom Königreiche Israel standen. Aber König Abija von Juda hatte mehr als vierhunderttausend Kriegsleute bei sich, und diese besonders wichtige Hilfe erwähnte er in seinem Aufruf an das gegnerische Heer: „Wir aber — Jehova ist unser Gott; und wir haben ihn nicht verlassen; und Priester, Söhne Aarons, dienen Jehova, und die Leviten sind in ihrem Geschäft … Und siehe, Gott ist mit uns an unserer Spitze und seine Priester und die Lärmtrompeten, um Lärm zu blasen wider euch. Kinder Israel! streitet nicht wider Jehova, den Gott eurer Väter; denn es wird euch nicht gelingen.“
6. Wie bekundeten die Streitkräfte des Königs Abija in der gefahrvollen Lage, die sich ergab, daß sie sich auf Jehova verließen, und wie zeigte er, daß sie recht getan hatten?
6 Dieser Aufruf erreichte nichts beim Feinde. Die Schlacht begann, und König Abijas Heer fand sich von einem Hinterhalt umzingelt. Die Lage wurde gefährlich. Aber als Antwort auf die Trompetenstöße kam göttliche Hilfe. Der Bericht sagt: „Und als Juda sich umsah, siehe, da hatten sie den Streit vorn und hinten. Da schrien sie zu Jehova, und die Priester bliesen mit den Trompeten, und die Männer von Juda erhoben ein Kriegsgeschrei. Und es geschah, als die Männer von Juda das Kriegsgeschrei erhoben, da schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda. Und die Kinder Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hand.“ Weshalb denn kam es zu diesem heiligen Sieg? Jehova antwortet im Bericht mit den Worten: „Und die Kinder Israel wurden gedemütigt zu selbiger Zeit; aber die Kinder Juda wurden stark, weil sie sich auf Jehova, den Gott ihrer Väter, gestützt hatten.“ Der priesterliche Trompetenstoß durch die heiligen Silbertrompeten erdröhnte als eine Mahnung, eine Erinnerung daran, ihr Vertrauen auf Jehova zu setzen. Ein vereinter Schrei des Vertrauens in ihn, ein Halleluja donnerte von den Lippen seiner Kämpfer, und getrieben von göttlichem Mut, griff das Heer Judas den Feind vorn und hinten an, und Jehova zeigte, daß sie recht getan hatten, ihr Vertrauen gänzlich in ihn zu setzen, indem er ihnen den Sieg verlieh. — 2. Chron. 13:3, 10-18.
7. Wen gebrauchte Jehova dazu, seine Botschaft auszurichten, und wie lautete sie, als Jerusalem vom Heere der Moabiter, Ammoniter und der Männer vom Gebirge Seir bedroht wurde?
7 Ein weiteres Bild von der Heiligkeit theokratischer Kriegführung und darüber, wie Jehova den ihm ergebenen Stamm der Leviten in Verbindung mit dem Heere verwendete, ergab sich zu einer Zeit großer Spannung im Königreich. Die verbündeten Heere der Dämonenanbeter, die Moabiter, die Ammoniter und die Männer vom Gebirge Seir, befanden sich unterwegs durch die Wüste Judäas, um zu einem Angriff gegen die heilige Stadt Jerusalem zu schreiten. König Josaphat ließ im ganzen Königreich ein Fasten ausrufen und alles Volk im Tempel zu Jerusalem versammeln. In feierlichem Aufruf an alle Männer, Frauen und Kinder, die da waren, richtete König Josaphat ein Gebet an Jehova. Dann erwählte sich Jehova sein Werkzeug, wodurch er Trost und Anweisungen geben wollte, damit sie der kritischen Lage gewachsen seien. Er erwählte einen heiligen Mann, einen levitischen Sänger namens Jachasiel. Auf diesen legte er seinen heiligen Geist und trieb ihn an, zu sagen: „So spricht Jehova zu euch: Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor dieser großen Menge; denn nicht euer ist der Streit, sondern Gottes! Morgen ziehet wider sie hinab … Ihr werdet hierbei nicht zu streiten haben; tretet hin, stehet und sehet die Rettung Jehovas an euch, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht; morgen ziehet ihnen entgegen, und Jehova wird mit euch sein!“
8. Wie trat die Heiligkeit hervor, mit der sie dieser Lage begegneten, und weshalb war der Nachdruck, der auf Heiligkeit gelegt wurde, nicht unangebracht?
8 Am darauffolgenden Morgen verließen sie gehorsam die schützenden Mauern der Stadt und marschierten dem herankommenden Feinde entgegen. Doch wie? Die zwei Silbertrompeten in Priesterhand gingen nicht mit, um Alarm zu blasen. Es gab keinen Infanterieangriff mit Geschrei wider die Moabiter, die Ammoniter und die vom Gebirge Seir. Sie brauchten in dieser Schlacht nicht zu kämpfen; es war eine heilige Schlacht; es war nicht ihr Streit, sondern Gottes. Als sie auszogen, trat König Josaphat, der oberste Heeresoffizier, hin und ermahnte die Marschierenden im Gehorsam gegenüber 5. Mose 20:5-9 wie folgt: „Glaubet an Jehova, euren Gott, und ihr werdet befestigt werden; glaubet seinen Propheten [z. B. einem Jachasiel], und es wird euch gelingen!“ Um ihren Glauben und ihr Vertrauen in Jehova zu stärken, stellte König Josaphat Jachasiel und seine levitischen Mitsänger in ihrem heiligen Schmuck direkt an die Spitze der Marschkolonne. Statt eines Kriegsgeschreis, das dem Alarm durch die Trompeten gefolgt wäre, marschierten diese heiligen Leviten voran und sangen: „Danket Jehova, denn seine Güte währt ewiglich!“ (Fußn.) König Josaphat und das Heer folgten an zweiter Stelle. Dieser Nachdruck auf die Heiligkeit des Krieges war nicht unangebracht, denn wir lesen: „Und zur Zeit, als sie begannen mit Jubel und Lobgesang, stellte Jehova einen Hinterhalt wider die Kinder Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, welche wider Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen. Und die Kinder Ammon und Moab standen auf wider die Bewohner des Gebirges Seir, um sie zu vernichten und zu vertilgen; und als sie mit den Bewohnern von Seir fertig waren, half einer den anderen verderben.“ Beim Wachtturm in der Wüste ankommend, kam dem theokratischen Zuge die Schlachtung zu Gesicht, die vor sich gegangen war.
9. Wie feierten sie Jehovas Sieg, und was wurde der alten Welt durch seinen Sieg zu erkennen gegeben?
9 Alles, was sie nun zu tun hatten, war, die Leichname zu plündern. Nachdem sie dies drei Tage lang getan hatten, versammelten sie sich im Tale von Beraka und priesen Jehova, und kehrten dann unter den Klängen heiliger Musik voller Freude nach Jerusalem und seinem Tempel zurück, „denn Jehova hatte ihnen Freude an ihren Feinden gegeben“. Was war das Ergebnis der heiligen Schlacht Jehovas wider die gottlosen Angreifer? Der Bericht antwortet: „Und der Schrecken Gottes fiel auf alle Königreiche der Länder, als sie hörten, daß Jehova mit den Feinden Israels gestritten hatte.“ (2. Chron. 20:1-29) Jener Welt des Altertums wurde zu erkennen gegeben, daß Jehova kein Pazifist, sondern ein Kämpfer ist, ein Kämpfer, der stets gewinnt und der daher zu fürchten ist. Wehe denen, die wider Gott streiten! Sie stehen in einem Kampf, den sie verlieren! Nicht so aber jene, die Jehovas Schlachten kämpfen. Diese sind es, die sich rückhaltlos christlicher theokratischer Kriegführung widmen. Ausschließlich für diese Kriegführung sind sie geheiligt, denn diese ist heilig, da sie dazu von dem großen Heiligen des Universums ermächtigt und von ihm, der den Sieg vor Augen hat, gestützt werden.
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Heiraten religiöse Führer?Der Wachtturm 1955 | 15. Januar
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Heiraten religiöse Führer?
● Glaubt ihr, daß es euren religiösen Führern verboten sei, zu heiraten? Viele Leute sind heute dieser Meinung, aber der Apostel Paulus zeigte, daß dies nicht die rechte Ansicht ist. Er schrieb in 1. Timotheus 4:1-3 (NW): „Die inspirierte Äußerung sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie achten auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen, durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, gebrandmarkt in ihrem Gewissen wie mit einem Brenneisen, indem sie verbieten, zu heiraten, gebieten, sich von Speisen zu enthalten, welche Gott geschaffen hat, damit jene, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen, davon mit Danksagung genießen.“
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„Auf der anderen Seite der Elbe“Der Wachtturm 1955 | 15. Januar
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„Auf der anderen Seite der Elbe“
● Die ersten acht Abschnitte eines Artikels in der Zeitung Il Tempo, Rom, Italien, vom 8. August 1954 handeln von dem Fall Otto John, der in die russische Zone floh. Im neunten Abschnitt heißt es: „Mittlerweile geht die Verhaftungswelle auf der anderen Seite der Elbe weiter. Die Religionsorganisation ‚Jehovas Zeugen‘, eine evangelische Sekte, die die Russen seit mehreren Monaten verfolgt haben, gibt bekannt, daß sie 1334 ihrer Mitglieder verloren habe, die alle verhaftet und insgesamt zu 8466 Jahren Gefängnis verurteilt worden seien. Von 24 der Verhafteten wird gesagt, daß sie im Gefängnis gestorben seien. Es wird berechnet, daß sich in den politischen Gefängnissen auf der anderen Seite der Elbe zur Zeit 23 000 Personen befinden, fast alles Deutsche, während sich die Zahl der Verurteilten und nach Rußland oder anderen Ländern des Eisernen Vorhangs Deportierten auf 28 000 belaufe.“
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Europäische Kongresse im Jahre 1955Der Wachtturm 1955 | 15. Januar
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Europäische Kongresse im Jahre 1955
Am Schlusse des internationalen Kongresses der Zeugen Jehovas vom Jahre 1953 im Yankee-Stadion, New York City, wurde eine Reihe internationaler Kongresse angekündet, die in Kanada, den Vereinigten Staaten und Europa während des Jahres 1955 stattfinden sollen. Bereits haben viele Tausende außerhalb Europas ihre Absicht bekanntgegeben, einen oder mehrere der europäischen Kongresse zu besuchen. Delegierte werden nicht nur aus den Vereinigten Staaten, sondern auch aus Südamerika und Afrika und anderen Kontinenten herbeikommen, um diese Kongresse wahrhaft international zu gestalten.
Hier folgen die Städte und Daten der Kongresse: London (England), 27.-31. Juli; Paris (Frankreich), 3.-7. August; Rom (Italien), 5.-7. August; Nürnberg (Deutschland), 10.-14. August; Stockholm (Schweden), 17.-21. August; und Den Haag (Holland), 17.-21. August. Viele der Delegierten aus noch anderen Ländern werden den Anlässen beiwohnen, nicht nur e i n e m, sondern zwei bis drei dieser Kongresse, und einige werden sogar alle mitmachen, indem sie etwas Zeit auf jeden der Kongresse verwenden.
Im Yankee-Stadion erschienen Vertreter aus 97 Ländern, und am letzten Tage schnellte ihre Zahl auf über 165 000 hinauf! Es war ein gewaltiges Zeugnis, nicht nur für die Stadt New York, sondern für das ganze Land und die Welt. Es war ein Schauspiel, dessen man sich immer noch erinnert und worüber man immer noch spricht. Warum nicht die kommenden europäischen Kongresse gleich bemerkenswert machen wegen ihres internationalen Charakters, indem wir den Menschen vor Augen führen, daß die Neue-Welt-Gesellschaft keine nationalen Schranken kennt? Jehova wird sicherlich alle segnen, die sich bemühen werden, dabei zu sein. Wirst du unter den Zehntausenden anwesend sein?
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