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  • Die Auflehnungen des Volkes Israel
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1980
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1980
w80 15. 1. S. 30

Die Auflehnungen des Volkes Israel

„Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ,Wegen drei Auflehnungen von Israel und wegen vier werde ich es nicht abwenden, weil sie einen Gerechten um bloßes Silber verkauften und einen Armen um den Preis von einem Paar Sandalen. Sie lechzen nach dem Staub der Erde auf dem Kopf der Geringen; und den Weg Sanftmütiger biegen sie ab; und ein Mann und dessen eigener Vater sind zu demselben Mädchen gegangen, um meinen heiligen Namen zu entweihen. Und auf gepfändeten Kleidern strecken sie sich neben jedem Altar aus; und den Wein derer, denen eine Geldbuße auferlegt worden ist, trinken sie im Hause ihrer Götter‘“ (Amos 2:6-8).

In der Bibel kann die Zahl Drei gebraucht werden, um etwas besonders zu betonen oder Nachdruck darauf zu legen. Unter den ‘drei und sogar vier Auflehnungen’ des Zehnstämmereiches Israel gegen Jehova ist daher alles zu verstehen, was sich dieses untreue Königreich zuschulden kommen ließ.

Gerechte wurden um „bloßes Silber“ verkauft. Das mosaische Gesetz sah vor, daß ein Dieb, der für die Dinge, die er gestohlen hatte, keinen Ersatz leisten konnte, verkauft werden sollte (2. Mose 22:3). Es kann daher sein, daß die einflußreiche herrschende Klasse noch darüber hinausging und arme Leute aus Gewinnsucht verkaufte und nicht etwa, weil diese einen Ersatz zu leisten gehabt hätten. Oder der Hinweis, ‘daß ein Gerechter für bloßes Silber verkauft wurde’, mag auch so zu verstehen sein, daß Richter, die mit Silber bestochen wurden oder denen ein solches Geschenk versprochen wurde, gerechte Personen verurteilten.

Wenn ein Armer ein Paar Sandalen nicht bezahlen konnte, verkaufte ihn sein Gläubiger wahrscheinlich herzloserweise in die Sklaverei. Oder ein einflußreicher Mann verkaufte einen Armen, um ein Paar Sandalen oder etwas anderes nicht besonders Wertvolles bekommen zu können. Gefühllose Männer ‘lechzten’ danach oder warteten begierig darauf, daß die Armen in eine so hoffnungslose Lage gerieten, daß diese Staub auf ihr Haupt werfen würden. (Vergleiche Hiob 2:12.) Die „Sanftmütigen“ konnten ganz einfach nicht darauf hoffen, daß ihnen Gerechtigkeit widerfuhr.

Götzendienerische Israeliten aus ein und derselben Familie suchten als eine Form der Anbetung die gleiche Tempelprostituierte auf und entweihten dadurch Jehovas heiligen Namen. Sie zeigten schamlose Mißachtung vor dem Höchsten, indem sie auch andere seiner Gesetze übertraten. Ein Kleidungsstück, das als Pfand genommen worden war, sollte zum Beispiel vor Einbruch der Nacht zurückgegeben werden (2. Mose 22:26). Aber diese bösen Männer behielten solche Kleidungsstücke und benutzten sie dann als Decken, auf denen sie sich bei einem Opfermahl im Tempel niederließen. Außerdem kauften sie von den Geldbußen, die den Armen auferlegt worden waren, den Wein, den sie bei Zeremonien im Tempel ihrer Götter tranken. So verwandten sie also das, was sie durch ihre bedrückenden Maßnahmen einstrichen, für die falsche Anbetung. Welch eine Schmach doch untreue Israeliten auf Jehovas Namen brachten!

Die Gerechtigkeit verlangte, daß das Zehnstämmereich für seine Auflehnungen zur Rechenschaft gezogen wurde. Die Zeit des Gerichts kam, als im 8. Jahrhundert v. u. Z. die Assyrer in das Land eindrangen und Samaria, die Hauptstadt des Nordreiches Israel, einnahmen.

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