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  • Ein Platzregen überraschte uns in einem Wadi
    Erwachet! 1970 | 22. Juli
    • Ein Platzregen überraschte uns in einem Wadi

      VOM „AWAKE!“-KORRESPONDENTEN IN ISRAEL

      IN Israel wurde das alljährlich wiederkehrende Passahfest gefeiert. Da das für uns einige arbeitsfreie Tage bedeutete, beschlossen wir, eine Fahrt nach dem Süden zu machen, durch Beerseba, quer durch den nördlichen Teil des Negebs, eines Wüstengebietes, bis ans Tote Meer und nach Masada. Wir — unsere Reisegesellschaft füllte zwei Personenautos — freuten uns auf die interessante Fahrt.

      Am Morgen des Passahs regnete es stark; das dämpfte etwas unsere Freude, aber wir dachten, das Wetter würde sich schnell ändern, da im April die Regenzeit gewöhnlich vorüber ist. Diese Niederschläge bildeten offenbar den Abschluß des „Frühjahrsregens“. (5. Mose 11:14, New World Translation) Als wir südwärts fuhren, begann sich das Wetter zu bessern.

      Das Land um Gath, jetzt als Kirjath-Gath bekannt, war saftig grün und eine Augenweide. Die alten Philister wußten schon, wo es sich gut wohnen ließ! Auf der Straße nach Beerseba kamen wir an Beduinenzelten vorbei, die aus schwarzem Ziegenhaar verfertigt waren, und wir dachten daran, daß vor fast 4 000 Jahren Abraham in diesem Gebiet „in Zelten“ wohnte. (Hebr. 11:9) Als wir Beerseba erreichten, schien die Sonne.

      Die Fahrt ging weiter südwärts, die Straße hatte immer eine gewisse Steigung. Wie farbenprächtig doch die Wüste war! Die Gesteinsschichten leuchteten in vielen Schattierungen — violett, grün, gelb, scharlachrot und blau, um nur einige zu nennen.

      Plötzlich wurde unsere Fahrt durch eine Reifenpanne unterbrochen. Da gleich zwei Reifen defekt waren, gab es nur eine Lösung. Jemand mußte mit dem anderen Wagen ins nächste Dorf fahren und die Reifen reparieren lassen. Wie überrascht waren wir, als sich der Himmel plötzlich mit dunklen Regenwolken überzog und ein Unwetter losbrach. Das war gerade in dem Augenblick, wo wir ein Wadi oder Trockental erreichten, durch das die Straße führte. Es muß etwa achthundert Meter breit gewesen sein. Wir beobachteten, daß sich bereits ein Bach gebildet hatte. Der Himmel wurde immer dunkler, und es goß in Strömen, so daß die Scheibenwischer nichts mehr nützten.

      Man hatte das Gefühl, das ganze Tal würde von den Wassermassen, die es rasch füllten, erschüttert. Überall entstanden plötzlich Bäche, und das Wasser wurde immer reißender. Wir versuchten, die andere Seite des Tales zu erreichen, um auf höher gelegenen Boden zu kommen. Als wir fast am Ziel waren, wurde das Wasser unvermittelt sehr tief. Ein Beduine winkte uns umzukehren. Es gelang uns, den Wagen zu drehen und zurückzufahren.

      Aber etwa in der Mitte des Talbodens stießen wir wieder auf tiefes Wasser. Es gelang uns nicht mehr, die andere Seite zu erreichen. Bald war die Straße vollständig überschwemmt. Wir stellten den Wagen auf einer großen Sandbank am Rande der Straße, auf der bereits mehrere Straßenbaumaschinen standen, ab. Alle Arbeiter waren zu Hause bei ihren Familien und feierten das Passah. Ein paar Meter von uns entfernt, hatte das reißende Wasser eine Bauhütte umgestürzt. Im ganzen Tal herrschte ein wirres Durcheinander. Große Benzintanks tanzten auf den Wellen des wilden Wassers und stießen zusammen, wobei ihr Inhalt herausfloß. Auch andere Geräte schwammen talabwärts.

      Ein Beduine, der als Wächter diente, hatte sein Zelt in der Nähe einer Sandbank aufgeschlagen. Wir staunten, daß sein Zelt nicht fortgeschwemmt wurde. Seine Anwesenheit wirkte auf uns beruhigend.

      Nach einer Stunde ließ der Regen etwas nach, und wir konnten unsere Umgebung besser sehen. Gewaltige Wassermassen, die vom Himmel herabgeströmt waren, füllten das Tal. Nur zwei Stellen lagen über der Wasseroberfläche: die Sandbank, auf der wir geparkt hatten, und die Stelle, wo das Zelt des Beduinen stand.

      Als das Wasser etwas zurückging, watete der freundliche Beduine zu uns herüber und sagte uns, daß wir noch ein paar Stunden warten müßten, bevor wir es wagen könnten weiterzufahren. Doch das spielte für uns keine Rolle, wir waren dankbar, noch am Leben zu sein!

      Etwa nach drei Stunden konnte man die Straße wieder sehen. Sie war mit Geröll übersät. Es war schwierig, darauf zu fahren, doch wir erreichten die andere Seite des Tales und trafen schließlich mit den Insassen des anderen Autos zusammen.

      Wir wußten nun aus eigener Erfahrung, was die Bibel mit dem Ausdruck „Wildbachtal“ und „ein Wildbach“, der „nicht zu durchschreiten“ ist, meint. — 5. Mose 2:24; Hes. 47:5, NW.

  • Blitzschnelle Nachrichtenübermittlung
    Erwachet! 1970 | 22. Juli
    • Blitzschnelle Nachrichtenübermittlung

      Versuche haben ergeben, daß gewisse Botschaften vom menschlichen Nervensystem mit einer Geschwindigkeit von über 426 Kilometern in der Stunde übermittelt werden.

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