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  • Beschränkungen der christlichen Freiheit
    Der Wachtturm 1952 | 1. September
    • bekommen und werden tüchtigere Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft werden. Indem wir uns dem gegenwärtigen, christlichen organisatorischen Vorgehen und Verfahren anpassen, werden wir um so besser geschult, um nach Harmagedon Neue-Welt-Verwalter zu werden. So fahret denn fort, eure Lauterkeit als Diener der guten Botschaft zu beweisen, damit euer Ziel, die geliebte Gabe ewigen Lebens in einem endlosen Erdenparadies zu erlangen, gesegnete Wirklichkeit werde. Möget ihr denn alle, jung und alt, eure christliche Freiheit als ein Juwel von hohem Werte schätzen! Lasset nicht zu, dass jemand sie euch raube. Haltet sie fest!

  • Das wahre Israel jetzt wiederhergestellt
    Der Wachtturm 1952 | 1. September
    • Das wahre Israel jetzt wiederhergestellt

      GOTT handelt heute nicht mit zwei Völkern Israel, einem fleischlichen und einem geistlichen. Welches von den zweien sammelt er denn, um es mit Wiederherstellung zu segnen? Ist es die Republik Israel, die nun über die 1 400 000 Einwohner Palästinas regiert, oder ist es das geistliche Israel, das nur aus 144 000 besteht? Die nachfolgend dargelegten Tatsachen beantworten diese wichtigen Fragen.

      Ein oft übersehener, aber wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass keiner von den beiden grössten jüdischen Propheten, Mose und Jesus, dem natürlichen Volk Israel irgendwelche Hoffnung auf eine Wiederherstellung machte. Jene Nation konnte wählen: entweder Treue und Leben, oder Untreue und Tod. Sie wählte letzteres, und ihr Haus wurde preisgegeben. (5. Mose 11:26-28; 30:15-19; Matth. 23:38) Die so oft angeführten Wiederherstellungsverheissungen finden sich in den Schriften der Propheten wie Hesekiel, Jeremia und anderer. (Hes. 34:1-31; 36:1-38; Jer. 32:27-42) Doch unter welchen Umständen erfolgten jene Verheissungen?

      Dieser Punkt verdient besondere Beachtung. Die Verheissungen, dass Jehova sein Bundesvolk Israel in dessen Land versammeln und zurückführen werde, ergingen, bevor es im Jahre 607 v. Chr. in die Gefangenschaft nach Babylon kam. Genau zur Zeit, da das Land Juda 70 Jahre lang öde gelegen hatte, kehrte ein Überrest Israels an die Aufgabe zurück, den Tempel und die Mauern wiederaufzubauen und wiederum an der reinen Anbetung Jehovas teilzunehmen. — Esra 1:1-8; 3:1-13.

      Jene Rückkehr jedoch war nur eine Erfüllung der Prophezeiungen im Kleinen, nur ein Bild oder Schatten einer viel grösseren und wichtigeren Rückkehr, die folgen sollte. (1. Kor. 10:6, 11) So entsteht denn die Frage: War sie ein Musterbild für die Kolonisierung der natürlichen Juden in Palästina heute, oder veranschaulichte sie die Wiederherstellung des geistlichen Israel der Gegenwart?

      Damals stürzte Jehova Gott das böse Babylon und erweckte Kores, den Perser, der die Rückkehr der Juden förderte. Das Britische Reich jedoch, das Macht über Palästina ausübte, nachdem im Ersten Weltkrieg die türkische Herrschaft darüber gebrochen war, war kein Gegenstück zu Kores. England widersetzte sich der Aufrichtung eines jüdischen Staates und verfehlte, der von ihm selbst herausgegebenen Balfour-Deklaration nachzuleben. England war nicht die erste Macht (wie damals Persien unter Kores), welche den neuen jüdischen Staat anerkannte, sondern die dreiunddreissigste Nation. Jehova gab dem alten Israel das Land ohne Kampf zurück, aber die neuzeitlichen Zionisten kämpften einen wilden Krieg, und was sie an Gebiet nicht durch Eroberung gewannen, kauften sie arabischen Landbesitzern ab.

      Im Vorbild kehrten die jüdischen Gefangenen in ein verödetes Land zurück, das weder von Menschen noch Tieren bewohnt war; die modernen Kolonisatoren jedoch fanden Palästina bewohnt vor; die Stadt Jerusalem war eine gedeihende Stadt. Im Vorbild kehrten die Juden zurück, um den Tempel Jehovas wiederaufzubauen. Die heutigen Juden fanden an der alten Tempelstätte eine mohammedanische Moschee vor, und sie haben keine Anstrengung gemacht, sie zu entfernen. Und selbst wenn sie es täten, hätten sie doch keine beglaubigte Priesterschaft, da keiner seine Abstammung von Aaron nachweisen kann. Mit jenen, die aus Babylon zurückkehrten, verhielt es sich anders.

      ISRAEL NICHT THEOKRATISCH

      Der überzeugendste Beweis, dass die Rückkehr der natürlichen Juden nach Palästina nichts mit Bibelprophezeiungen zu tun hat, ist die Tatsache, dass der neue Staat in keinem Sinne des Wortes theokratisch ist. Seine Verfassung erklärt deutlich, dass der „Staat Israel eine … demokratische Republik“ sei, also keine Theokratie. Sie ist in jeder Hinsicht ein Teil von dieser Welt. Kommerziell gesehen, treibt sie Geschäfte auf demselben tiefen Niveau wie die übrige Welt. Sozial und moralisch ist sie nicht besser daran als die andern Nationen. Militärisch vertraut sie nicht auf den Arm Jehovas; die Häupter ihres Staates beraten sich mit militärischen Sachverständigen der Westmächte. Religiös gibt es dort verschiedene Sekten und Kulte — orthodoxe, Reformbewegung, konservative, atheistische —, wovon keine die Behauptung erheben könnte, Jehovas Zeugen zu sein. (Jes. 43:10-12) Politisch hat sie ihre „Linke“ und „Rechte“ und die „Zentrums“-Partei, die einander zur Erlangung der Vorherrschaft bekämpfen.

      Israel hat die Vereinigten Nationen — jenes „abscheuliche Ding, das Verödung verursacht“ (Matth. 24:15, NW) — gebeten, „dem jüdischen Volke beim Aufbau seines Staates beizustehen und Israel in die Völkerfamilie aufzunehmen“. Dies ist geschehen, und Israel wurde am 11. Mai 1949 das neunundfünfzigste Mitglied, alles in Übertretung des Gesetzes Gottes, wonach sein Bundesvolk keinen Bund eingehen sollte mit andern Nationen. (5. Mose 7:2; Richt. 2:1, 2; Jes. 31:1) Wenn Jerusalem vor neunzehnhundert Jahren „mit seinen Kindern in Knechtschaft“ war, wieviel mehr ist heute Israel in Knechtschaft gegenüber dieser Welt Babylons! Israel hat sich auf jegliche Weise zu einem Teil von dieser alten Welt gemacht und ist daher zur Vernichtung bestimmt, die binnen kurzem in Harmagedon kommen wird, so wie der jüdische Prophet Daniel es vor langem vorausgesagt hat. — Gal. 4:25; Dan. 2:44.

      Hört man jemanden gegen das hier Gesagte protestieren, mit der Behauptung, die Republik Israel verfolge gewisse theokratische Tendenzen? Irgendwelche solche Behauptungen erweisen sich, wenn geprüft, als nicht stichhaltig. Es stimmt allerdings, dass ein Religionsgeistlicher einen Kabinettsposten innehat, dass es strenge Speisegesetze gibt, die nur koscheres Fleisch für die Armee vorschreiben, und dass es strikte Sabbatgesetze gibt, die das bürgerliche Leben fast zum Stillstand bringen. Doch alle diese Dinge sind von rein menschlicher Anordnung und werden in gar keinem Sinne von Jehova Gott oder von seinem messianischen König autorisiert. William Zukerman, der Redaktor des „Jüdischen Nachrichtenbriefes“ (engl.), erklärte in der Zeitschrift Harper (Nov. 1950), dass solch „theokratische“ Massnahmen nur die Glaubensanschauungen einer Sekte darstellen, die in der Minderheit sei, sich aber zufällig an der Macht befinde. Besucher berichten, dass die Mehrheit des Volkes irreligiös sei. Am 31. Mai. 1951 hiess es in der New Yorker Times unter dem Titel „Theokratischer Staat in Israel gehemmt“: „Premier David Ben-Gurion von Israel versicherte gestern, dass seine Nation unter keinen Umständen ein theokratischer Staat werde.“

      Während einige wenige Stimmen nach einer Reorganisierung des Sanhedrins (des alten obersten Gerichts, bestehend aus Rabbis) schreien, während einige vorschlagen, dass eine rabbinische Hierarchie in Jerusalem aufgerichtet werde, vermutlich nach dem Muster der Vatikan-Hierarchie, und während gewisse religiöse Fanatiker, die sich selbst „Hüter der Stadt“ nennen, das Land terrorisieren in dem Bemühen, die orthodoxen Ansichten durchzusetzen, übertönen sie doch viele viele andere mit dem Ruf: ‚Wir wollen keine theokratische Herrschaft über uns!‘ Dr. Abraham J. Feldman, Präsident der Zentralkonferenz amerikanischer Rabbiner, „warnte vor dem Versuch, irgendeine Form einer Theokratie in Israel einzuführen“. Dr. William F. Rosemblum sagte: „Es wäre nichts als eine internationale Kalamität, wenn die fanatischen und extremistischen Elemente in Israel im Errichten einer Theokratie Gelingen haben sollten.“ Und unter der Überschrift „Widerstand gegen die theokratische Herrschaft in Israel“ berichtete die New York Times (30. März 1951): „Moshe Shapiro vom Israeli-Ministerium des Innern, der Gesundheit und der Einwanderung … versicherte, dass sich alle religiösen Parteien irgendwelchen theokratischen Tendenzen in seinem Lande kräftig widersetzten.“ Es ist so, wie dreitausend Jahre früher, als „Jehova sprach: … mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll“. (1. Sam. 8:7) Und es ist so wie vor neunzehnhundert Jahren, als sie den Messias um einer weltlich-politischen Herrschaft willen mit dem Ruf zurückwiesen: „Wir haben keinen König ausser dem Cäsar.“

      WIEDERHERSTELLUNG DES WAHREN ISRAEL IM GROSSEN

      Die offenkundigen Beweise sind schlagend: Jehova handelt nicht mit dem natürlichen Israel als Nation. Vielmehr ist es der Überrest des geistlichen Israel, der zu einer wunderbaren Gunststellung in Jehovas Dienst wiederhergestellt ist. Dieser Überrest der Zeugen Jehovas wurde während des Ersten Weltkrieges sehr geschmäht und verfolgt und vom grossen gegenbildlichen Babylon, der Weltorganisation des Teufels, gewaltsam in Bande geschlagen. (Off. 14:8; 16:19; 17:5 bis 18:21) Im Jahre 1919 aber befreite sie der grössere Kores, Christus Jesus, aus ihrer Gefangenschaft und führte sie zurück zu ihrem Erbteil der reinen Anbetung und des Dienstes.

      Ungleich der Republik Israel wurde dieser gesalbte Überrest des geistlichen Israel von dieser alten Welt getrennt und wurde gereinigt von selbstischer Politik, habgierigem Handel und dämonischer Religion, den offiziellen Elementen dieser Welt. (Jes. 52:11) Da diese ergebenen Diener Gottes es ablehnten, mit dem abscheulichen Völkerbund oder den Vereinigten Nationen in Teilhaberschaft zu treten, begannen sie und fahren fort, zu proklamieren, dass Gottes theokratisches Königreich die einzige Hoffnung der Menschheit ist. Sie heissen Gottes gesalbten König, Christus Jesus, willkommen und kündigen an, dass er nun auf den Thron erhoben worden ist und auf dem himmlischen Berg Zion regiert. (Heb. 12:22-24) Die Zeit ist daher gekommen, da sich die Prophezeiung Sacharjas 8:20-23 erfüllt.

      Angesichts der Tatsachen ist es hohe Zeit, dass alle Menschen guten Willens zur Erkenntnis dieser Wahrheiten aufwachen. Gleichwie Sacharja es vorausgesagt hat, ergreifen nun alle Menschen guten Willens die Rockzipfel solcher, die innerlich Juden sind und in Wahrheit Jehova preisen. Als „zehn Männer aus allerlei Sprachen der Nationen“ sagen sie: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.“ Mögen daher alle natürlichen Juden, die leben und Jehova preisen wollen, herbeikommen und sich mit dem Überrest des geistlichen Israel, dem wahren Samen Abrahams, verbinden, und mögen sie ihre Hoffnung und ihr Vertrauen eher in Gottes messianisches Königreich setzen als in die von Menschen gemachte Republik Israel. Mögen Juden und Nichtjuden in gleicher Weise aus allen Nationen herbeieilen und sagen: „Lasst uns doch [eilends] hingehen, um Jehova anzuflehen und Jehova der Heerscharen zu suchen!“ (Sach. 8:20-23) Dies bedeutet für sie ewiges Leben im Paradies der neuen Welt der Gerechtigkeit unter der glorreichen, nie endenden theokratischen Herrschaft.

      [Bild auf Seite 270]

      OMAR-MOSCHEE

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1952 | 1. September
    • Fragen von Lesern

      ● In Matthäus 9:14-17 wurde Jesus gefragt, warum seine Jünger nicht fasteten wie jene der Pharisäer und Johannes des Täufers, und nach einer Erklärung kam er auf den Punkt zu sprechen, dass ein neuer Lappen nicht auf ein altes Kleid genäht und neuer Wein nicht in einen alten Weinschlauch getan werde. Dies scheint mit dem Gespräch in keiner Beziehung zu stehen. Warum brachte er dies bei diesem Anlass vor? — B. Z., Washington.

      Christus Jesus schwenkt hier vom Gesprächsgegenstand nicht plötzlich ab, wie dies auf den ersten Blick der Fall zu sein scheinen mag. Der entsprechende Bericht in Lukas 5:33-38 (NW) zeigt, dass es zu dem Zweck geschah, den strittigen Punkt hervorzuheben: „Sie sprachen zu ihm: ‚Die Jünger des Johannes fasten häufig und bringen Flehen dar und ebenso die der Pharisäer, die deinigen aber essen und trinken.‘ Jesus sagte zu ihnen: ‚Ihr könnt doch nicht die Freunde des Bräutigams fasten machen, während der Bräutigam bei ihnen ist, oder? Doch werden Tage kommen, wann der Bräutigam in der Tat von ihnen weggenommen sein wird; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.‘ Ferner fuhr er fort, in einem Bild zu ihnen zu sprechen: ‚Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Oberkleid ab und näht es auf ein altes Oberkleid; doch wenn jemand es tut, dann reisst auch das neue Stück ab, und das Stück vom neuen Kleid passt nicht zum alten. Überdies tut niemand neuen Wein in alte Weinschläuche; doch wenn jemand es tut, so wird der neue Wein die Weinschläuche zerreissen, und er wird verschüttet werden, und die Weinschläuche werden verdorben sein. Sondern neuen Wein muss man in neue Weinschläuche tun.‘“

      Jesus wies hier durch dieses Bild darauf hin, dass er ein ganz neues System der Dinge einführte und dass dieses neue System der Dinge nicht an die Gruppe geknüpft war, die Johannes dem Täufer oder der Gruppe folgte, welche Anhänger der Pharisäer waren. Die Jünger Jesu brauchten nicht mit diesen oder andern religiösen Gruppen verbunden zu sein, noch sich an solche Gruppen zu hängen oder ihren Bräuchen des Fastens zu folgen noch irgendeiner andern religiösen Zeremonie, die diese Gruppen gepflegt haben mögen. Jesus kam nicht, um alte, abgenutzte Systeme der Anbetung, die zur Verabschiedung reif waren, zu flicken und weiter aufrechtzuerhalten. Er errichtete etwas ganz Neues, und irgendwelche Personen, die das Leben wünschten und immer noch in den alten Systemen steckten, mussten zu dem neuen kommen und durften nicht versuchen, das neue lediglich als einen Flicken zu gebrauchen, um ihre versagenden Religionssysteme, die zum Wegtun reif waren, zu flicken. Folglich sollte die neue christliche Organisation, die Jesus bildete, nicht wie ein neues Stück auf einem alten Kleid oder wie neuer Wein in einem alten Weinschlauch sein. Es sollte nicht mit früheren religiösen Gruppen verknüpft noch an sie gebunden noch von ihnen verschlungen werden. Diese alten Systeme konnten das neue System der Dinge nicht fassen, sie waren unzulänglich für dieses neue System, konnten nicht zusammen mit dem neuen System bestehen, sondern wurden durch dieses neue System zu Ende gebracht. Selbst das Gesetz Moses sollte als erfüllt und abgetan an den Marterpfahl genagelt werden.

      Folglich passten sich die Nachfolger Christi nicht den Bräuchen des Fastens an, während Christus da war. Jesus sagte, dass sie fasten werden, wenn der Bräutigam hinweggenommen sei. Indes wollte er damit nicht sagen, dass sie dies tun müssten; gemäss den Tatsachen aber taten sie es wirklich. Nach seinem Tode am Marterpfahl trauerten seine Jünger und waren sehr bestürzt, weil sie erwartet hatten, dass er sein Königreich um jene Zeit auf Erden aufrichten werde, und als er zu Tode gebracht war, verstanden sie nicht, warum dies hatte geschehen können, und wegen dieses Mangels an Verständnis verfielen sie auf ihre

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