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Das wahre Buch der FreiheitDer Wachtturm 1956 | 15. November
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durch ihre selbstische Handlungsweise, noch durch die Ängste versklaven lassen. Du wirst der Anweisung folgen: „Formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet dadurch umgewandelt, daß ihr euren Sinn neugestaltet, damit ihr euch selbst von dem guten, annehmbaren und vollständigen Willen Gottes überzeugen mögt.“ — Röm. 12:2, NW.
Was du denkst, leitet dich zu Taten an, und wenn du Gutes denkst und tust, wirst du deine Freiheit dazu gebrauchen, ein reines, aufrichtiges, sittlich einwandfreies Leben zu führen. Du wirst dich abgesondert halten vom Wege Satans, des Hauptversklavers der Menschheit, der bald vernichtet werden soll, und wirst die Zeit seiner Vernichtung überleben und in die nachfolgenden, gerechten, neuen Zustände hineingelangen können. Unter diesen neuen Verhältnissen des gerechten Reiches Gottes wird es keine ungerechten Herrscher mehr geben, keine Furcht vor Kriegen, keine Störungen des Geistes, keine religiösen Irrtümer, keinen Spott und Hohn über den wahren Quell der Freiheit. Alle diese Probleme werden durch die Anwendung rechter Grundsätze unter der Führung Christi Jesu, des Königs des neuen Systems, gelöst worden sein.
Indem du also die Bibel, das wahre Buch der Freiheit, annimmst und ihr glaubst, indem du sie studierst und ihr gehorchst, kannst auch du jetzt geistige Freiheit erlangen und dazu vollständige körperliche Freiheit unter dem segensreichen, gerechten Königreich Gottes, das dieser Erde und allen gottgefälligen Menschen, die darauf leben werden, bald dauernden Frieden bringen wird.
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Betrachte die TatsachenDer Wachtturm 1956 | 15. November
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Betrachte die Tatsachen
Die Verschiedenheit ein Segen?
● Über die verschiedenen Religionen in Amerika sprechend, sagte Walter Donald Kring, Geistlicher von der Unitarierkirche Allerseelen, New York, gemäß der New York Times vom 17. Oktober 1955: „Es scheint mir, einer der größten Beiträge Amerikas an die Welt ist die Auffassung gewesen, daß tatsächlich eine bessere Gelegenheit geschaffen werde, die Wahrheit zu finden, wenn sie auf so vielen Wegen als möglich gesucht wird.“ Wenn die Verschiedenheit der Religionen solch ein Segen ist, so wußte der Apostel Christi nichts davon. Oder weiß vielleicht jener Geistliche, Mr. Kring, nicht, was der Apostel Christi schrieb: „Nun ermahne ich euch, Brüder, auf Grund des Namens unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß ihr keine Spaltungen unter euch aufkommen laßt, sondern im gleichen Sinn und im gleichen Gedankengang fest vereint seid.“? — 1. Kor. 1:10, NW.
Agnostizismus in Israel
● Die Menschen nehmen oft an, daß von allen Staaten der Neuzeit die Herrscher Israels zu denen gehören, die am religiösesten wären. Ein Korrespondent einer berühmten Zeitung stellte vor kurzem etwas anderes fest. In seinem Artikel „Das Volk Israel“ schrieb der Reporter John Beavan im britischen Manchester Guardian Weekly vom 8. Dezember 1955: „Trotz der Zugeständnisse, die der Staat den orthodoxen Parteien machte, ist er auffallend weltlich geblieben, und von Männern in öffentlichen Ämtern wird weder der Glaube noch die Ausübung des Glaubens verlangt. In der Tat zollen sie der organisierten Religion weniger Lippendienst, als von Engländern in offiziellen Stellungen, die Agnostiker sind, verlangt wird. Häufiger aber sind sie in einem weiteren Sinne religiös. Ansichten der Agnostiker, Humanisten oder Rationalisten werden mit einer Inbrunst und Überzeugung geäußert, wie ich sie in den jüngsten Jahren nirgends gefunden habe. Irgendwo in einem Gespräch ist es stets nötig, von der „Menschenwürde“ zu sprechen.“ Zerschlagen also sind irgendwelche Behauptungen, daß die neuzeitliche Nation Israel irgendwie mit der Erfüllung biblischer Prophezeiungen in Verbindung stehe! Die prophezeite Rückkehr sollte dem Zwecke dienen, die wahre Anbetung Jehovas wiederherzustellen. Dies hat sich am geistigen, nicht am natürlichen Israel erfüllt.
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