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„Diener unseres Gottes“ und ihre Gehilfen heuteDer Wachtturm 1978 | 15. September
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Menschen, die nicht nur Recht und Gerechtigkeit, sondern auch die Wahrheit liebten, traten hervor. Besonders seit dem Frühling des Jahres 1935 schlossen sie sich dem gesalbten Überrest, den „Dienern unseres Gottes“, an. Sie, die keine geistigen Israeliten sind und somit nicht zu der „Nachkommenschaft ..., die Jehova gesegnet hat“, gehören, bilden nun eine „große Volksmenge“. Auf dem Kongreß der Zeugen Jehovas, der 1935 in Washington (D. C.) stattfand, wurde gezeigt, daß diese zahllose „Volksmenge“ dem prophetischen Bild aus Offenbarung 7:9-17 entsprach. Da diese Personen keine geistigen Israeliten waren, waren sie für den gesalbten Überrest „Fremde“ und „Ausländer“ (Jes. 61:5). Sie sahen, daß der Überrest in einem geistigen Paradies lebte, in dem es „große Bäume der Gerechtigkeit“ und mit Städten vergleichbare Versammlungen gab. Sie wünschten ebenfalls, in einem solchen geistigen Paradies zu leben und Gott zu dienen. (Siehe Auch du kannst Harmagedon überleben und in Gottes Neue Welt gelangen, S. 297—299, Abs. 14—16; S. 368, Nr. 30.)
28. Welche Handlungsweise der „großen Volksmenge“ läßt den gesalbten Überrest erkennen, daß sich an ihm die Worte aus Jesaja 61:5 erfüllen?
28 Nachdem sie sich überlegt hatten, was ihre Entscheidung und ihre Handlungsweise für sie mit sich bringen würde, kehrten sie dem verunreinigten und verfallenden Weltsystem den Rücken und schlossen sich Jehovas sichtbarer Organisation an. Sie konnten Gott natürlich nicht als geistige Israeliten dienen, aber sie hatten den ehrlichen Wunsch, dem gesalbten Überrest bei der Verkündigung der guten Botschaft von Jehovas messianischem Königreich zu helfen. Sie ließen sich daher als Gott hingegebene Nachfolger Jesu Christi taufen und begannen, zusammen mit den geistigen Israeliten Gott zu dienen. Demzufolge sieht der gesalbte Überrest zu seiner Freude, wie sich an ihm die Worte aus Jesaja 61:5 erfüllen: „Und Fremde werden tatsächlich dastehen und eure Kleinviehherden hüten, und die Ausländer werden eure Landwirte und eure Winzer sein.“
29. Was tun die Glieder der „großen Volksmenge“ in ihrer Demut freudig für die „Diener unseres Gottes“, und wie wirkt sich dies aus?
29 Die Glieder der „großen Volksmenge“ betrachten es demütig als eine Ehre und ein Vorrecht, mit denen, die in Jesaja 61:6 als die „Priester Jehovas“ und die „Diener Gottes“ bezeichnet werden, gemeinsam im geistigen Paradies zu dienen. Sie wissen, daß sich die von Jehova Gott so bezeichneten gesalbten Christen in seinem geistigen Tempel auf geistige Dinge spezialisieren müssen. Sie freuen sich daher, den gesalbten Überrest zu entlasten, indem sie ihm Hilfe leisten und mit ihm zusammenarbeiten, damit er sich auf die wichtigeren geistigen Dinge spezialisieren kann. Das alles trägt zur Verschönerung des geistigen Paradieses bei und bewirkt, daß darin Früchte zur Ehre Gottes hervorgebracht werden.
30. Welche Arbeiten verrichten diese „Fremden“ und „Ausländer“ gemäß Jesaja 61:5, doch was wird in Offenbarung 7:14, 15 über ihren Dienst gesagt?
30 Die sinnbildlichen „Fremden“ und „Ausländer“ unterstützen also heute die Glieder des Überrestes, damit sie den Verpflichtungen nachkommen können, die sie aufgrund ihrer Salbung mit Jehovas Geist haben. In Jesaja 61:5 wird die Arbeit dieser Gehilfen mit der Arbeit eines Viehhüters, eines Landwirts und eines Winzers verglichen. Doch in der in der Offenbarung beschriebenen Vision von den „Ausländern“ aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Zungen heißt es von ihnen: „Sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht. Darum sind sie vor dem Throne Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar“ (Offb. 7:14, 15).
31. Was sind die Glieder der „großen Volksmenge“ in den Augen Gottes, ganz gleich, als was die Welt sie betrachtet?
31 Demnach bringen die Glieder der „großen Volksmenge“ dem auf dem Thron sitzenden Souveränen Herrn des Universums heiligen Dienst dar. Sie sind seine Diener, ganz gleich, als was die Welt sie betrachtet.
32. Wie werden sich die Worte aus Jesaja 61:5, 6 während der Tausendjahrherrschaft am Überrest und an der „großen Volksmenge“ buchstäblich erfüllen?
32 Diese aus „Fremden“ und „Ausländern“ bestehende „große Volksmenge“ wird die kommende „große Drangsal“ überleben. Wie treffend wird doch in Jesaja 61:5 beschrieben, was sie danach, während der Tausendjahrherrschaft Christi, tun werden! Die „Priester Jehovas“, die „Diener unseres Gottes“, werden dann mit dem Hohenpriester, Jesus Christus, vereint sein. Sie werden mehr denn je damit beschäftigt sein, der ganzen Menschheit als Priester zu dienen (Offb. 20:6). Die „große Volksmenge“ dagegen wird hier auf der gereinigten Erde sein, die in ein buchstäbliches Paradies umgewandelt werden wird. Wer wird in der Wiederherstellung und Verschönerung der Erde — des Fußschemels Gottes — bahnbrechend vorangehen? Die Überlebenden der Drangsal, die „große Volksmenge“, die mit dem gesalbten Überrest im geistigen Paradies geblieben ist.
33. Wie wird sich die „große Volksmenge“ dann der Bedürfnisse der Menschen annehmen und dafür sorgen, daß die Hungrigen satt werden, und wem wird sie im Dienst und in der Anbetung Jehovas bahnbrechend vorangehen?
33 Werden Kleider hergestellt werden müssen? Die Herden, die von Gliedern der „großen Volksmenge“ gehütet werden, werden zu diesem Zweck genügend Wolle liefern. Werden Getreide und andere Feldfrüchte gewünscht? Die „Landwirte“ werden dafür sorgen, daß die Hungrigen satt werden. Die Winzer werden die besten Weine liefern, um das Herz der Menschen zu erfreuen. Die Fortschritte, die die „große Volksmenge“ in der Wiederherstellung des Paradieses dann gemacht haben wird, werden alle entzücken, die von den Toten auferstehen. Sie werden auch erkennen lassen, wie liebevoll der Hohepriester im voraus für diese Erlösten gesorgt hat. Dennoch wird die „große Volksmenge“ nicht aufhören, Jehova Gott durch Jesus Christus regelmäßig im irdischen Vorhof seines geistigen Tempels heiligen Dienst darzubringen. Sie wird darin führend vorangehen und denen, die von den Toten auferstehen, ein gutes Beispiel geben (Luk. 23:43).
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Freudig sein und ‘in Gott frohlocken’ — Warum?Der Wachtturm 1978 | 15. September
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Freudig sein und ‘in Gott frohlocken’ — Warum?
1. Warum strömt das Herz der Glieder des Überrestes der geistigen Israeliten heute vor Freude über, wodurch sich Jesaja 61:10 erfüllt?
AUS der Gefangenschaft Groß-Babylons, des Weltreiches der falschen Religion, befreit worden zu sein bringt unaussprechliche Freude mit sich. Wer die Gunst und das Wohlwollen des Gottes der wahren Religion wiedererlangt, hat bestimmt Grund zur Freude. Wenn die Glieder des gesalbten Überrestes der geistigen Israeliten über ihre Befreiung und ihre Wiederherstellung durch Gott nachdenken, so strömt ihr Herz vor Freude über. Der inspirierte Prophet Jesaja legt ihnen die Worte in den Mund, indem er sagt: „Ganz gewiß werde ich in Jehova frohlocken. Meine Seele wird freudig sein in meinem Gott. Denn er hat mich bekleidet mit den Kleidern der Rettung; mit dem ärmellosen Obergewand der Gerechtigkeit hat er mich umhüllt gleich dem Bräutigam, der nach Priesterart einen Kopfschmuck aufsetzt, und gleich der Braut, die sich ihre Schmucksachen anlegt“ (Jes. 61:10).
2. Ist der gesalbte Überrest immer noch mit den „Kleidern der Rettung“ bekleidet, und warum wird er nie aus dem geistigen Paradies vertrieben werden?
2 Seit dem Nachkriegsjahr 1919 hat Jehova für den gesalbten Überrest der geistigen Israeliten „Rettung“ bewirkt, indem er ihn von Groß-Babylon und dessen weltlichen Liebhabern befreit hat. Obwohl von religiöser Seite verfolgt, ist der gesalbte Überrest immer noch mit den „Kleidern der Rettung“ bekleidet. Er ist auch entschlossen, diese ihn kennzeichnenden Kleider anzubehalten, bis Babylon die Große und ihre unmoralischen Liebhaber in der bevorstehenden „großen Drangsal“ vernichtet werden. Darum wird er nie aus dem geistigen Paradies vertrieben und verbannt werden, in das Jehova ihn vom Jahre 1919 an gebracht hat.
3. Warum mußte der gesalbte Überrest in ein „ärmelloses Obergewand der Gerechtigkeit“ gehüllt werden?
3 Das „ärmellose Obergewand der Gerechtigkeit“ ist etwas Zusätzliches zu den „Kleidern der Rettung“, mit denen Jehova seinen wiederhergestellten Überrest bekleidet hat. In den Augen der Welt war der Überrest der geistigen Israeliten — besonders zufolge der Verleumdungen seitens der Geistlichkeit der Christenheit — in religiöser Hinsicht nicht gerecht. Man bezeichnete diese geistigen Israeliten als Ketzer, als falsche Propheten, falsche Christusse, als Betrüger und als Kinder des Teufels. Die Tatsache, daß sie in der ganzen Welt verfolgt wurden, schien die Anschuldigungen, die vor allem in der Christenheit gegen sie erhoben wurden, zu bestätigen. Doch wie betrachtete Jehova sie?
4. Wie zeigte Jehova, daß er den reumütigen, Gott suchenden Überrest für gerecht hielt, wodurch dieser rehabilitiert wurde?
4 Der große Richter aller verurteilte sie nicht. Er legte ihnen keine Sträflingskleidung an und verbannte sie nicht aus seiner Organisation. Da sie bereuten, ihn suchten und nach seinem Wort verlangten, schenkte er ihnen wieder seine Gunst. Er gewährte ihnen das erhabene Vorrecht, seine Zeugen, seine Gesandten, zu sein und „diese gute Botschaft vom Königreich ... auf der ganzen bewohnten Erde“ zu einem internationalen Zeugnis zu predigen, bevor für das gegenwärtige böse System der Dinge das Ende kommt. Er veranlaßte, daß sie nach seinem Namen, Jehova, genannt wurden (Matth. 24:14; Jes. 43:10). Dann ließ er durch sie seinen Namen und seine Vorsätze bis zu den vier Enden der Erde machtvoll bekanntmachen. Auf diese Weise wurden sie rehabilitiert.
5. Welchen Wechsel erfuhr der Überrest gleichsam in bezug auf die Kleidung, und mit wessen Freude war seine Freude zu vergleichen?
5 Der Überrest stand nun vor der ganzen Welt als gerechtfertigt oder gerechtgesprochen da. Er war gleichsam „mit dem ärmellosen Obergewand der Gerechtigkeit“ umhüllt worden. Auf diese Weise erlebte er einen Wechsel in der Kleidung; anstelle von etwas Schmutzigem wurde ihm etwas Schmückendes angelegt (Jes. 52:1, 2). Seine Freude kam in dem sechsseitigen Leitartikel zum Ausdruck, der im Wacht-Turm vom 1. März 1925 unter dem Titel „Der Mantel der Gerechtigkeit“ erschien und auf Jesaja 61:10 (Elberfelder Bibel) aufgebaut war. Seine Freude glich der Freude eines Bräutigams und seiner Braut an ihrem Hochzeitstag.
6. Wie lange hält diese Freude des gerechtfertigten Überrestes schon an, wer freut sich mit ihm, und wie bringen diese ihre Freude zum Ausdruck?
6 Die Freude entsprach dem, was schon vorher in der Prophezeiung Jesajas gesagt worden war: „Freude auf unabsehbare Zeit ist das, was ihnen zuteil werden wird“ (Jes. 61:7). Heute, 43 Jahre nach dem Jahre 1935, freut sich der gerettete und gerechtfertigte Überrest immer noch, und
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