Bericht über „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“ in Europa und Lateinamerika
AM 3. April 1954 zeigte man in New York anläßlich einer Kreisversammlung vor 1100 Personen den ersten Streifen des Films „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“. Diese erste Vorführung unterbrachen die begeisterten Zuschauer mehr als vierzigmal mit Beifall — ein Vorgeschmack der Begeisterung, mit der der Film aufgenommen worden ist.
Der Film vermittelt ein wahres Bild der theokratischen Organisation und zeigt, daß die Neue-Welt-Gesellschaft keine kleine, unbedeutende Denomination ist, sondern eine weltumfassende Predigerorganisation, die erdenweit die gute Botschaft des Königreiches Gottes verkündet. Bis jetzt sind 177 Kopien dieses Films hergestellt worden. Sie wurden Zuhörerschaften in mehr als 75 Ländern vorgeführt, die zusammen über 1 290 745 Personen ergeben.
Aus Frankreich schreibt der Zweigdiener der Watch Tower: „Sogar viele Brüder erkannten noch nicht die Großartigkeit der sichtbaren Organisation Jehovas. Auch erkannten sie nicht, wie die Organisation arbeitet durch Brüder, die eingeteilt sind, für die kleinsten Einzelheiten zu sorgen — für die verschiedenen Maschinen in der Druckerei, die Radiostation WBBR, die Wachtturm-Bibelschule Gilead usw. Die Menschen guten Willens sind erstaunt über die Vision der Organisation Jehovas, über ihren Zweck, und all dies bewirkt eine Auferbauung ihres Glaubens und bringt sie der Neuen-Welt-Gesellschaft näher.“
Der niederländische Zweig berichtet: „Die Vorführung des Films hat bei den Brüdern das Verständnis über die Organisation bereichert. Viele unserer Brüder, die in die Untätigkeit versunken waren, wurden dadurch zur Tätigkeit ermuntert. Vielen Interessierten half der Film, fester für die Wahrheit Stellung zu nehmen. Viele Fremde, die den Film sahen, kehrten mit einer völlig verschiedenen Ansicht über die Neue-Welt-Gesellschaft nach Hause zurück.“
Aus Italien berichtet man: „Dieses Mittel, das Jehovas Organisation jetzt weltweit gebraucht, bewirkt, daß die Stimme des Hirten von vielen weiteren seiner ‚anderen Schafe‘ gehört wird. Die gute Wirkung des Films ist jetzt bereits bemerkenswert. Jene, die den Film sahen, anerkennen, daß das Volk und die darin gezeigte Organisation durch die Gebote und Grundsätze Jehovas geführt werden.“
ERFAHRUNGEN AUS FRANKREICH
Ja, der Film hat eine gute Wirkung auf jene, die ihn sehen. In Frankreich gelang es einem Bruder, dessen Familie und Freunde die Wahrheit lächerlich machten, seine Frau und seinen Schwager zur Filmvorführung mitzubringen. Sie kamen nicht aus Interesse, sondern aus Neugierde. Als sie aber den Film gesehen hatten, bemerkten sie: „Die Sache ist ernster und mächtiger als wir dachten. Wir müssen unsere Stellung prüfen.“
Selbst jene, die schon lange in der theokratischen Organisation sind, wurden mächtig gestärkt, als sie mit eigenen Augen das Ausmaß ihrer Tätigkeit sahen. Ein 75 Jahre alter französischer Bruder, der schon seit fünfzig Jahren in der Wahrheit ist, drückte seine Freude wie folgt aus: „Meine Ohren vernahmen, wie Menschen von der Macht Jehovas, vom Glanz seiner Organisation und von der Fruchtbarkeit Zions sprachen, meine Seele wünschte, all diese Dinge zu sehen. Während ich jetzt merke, wie das Ende meines Laufes näher kommt, zweifelte ich immer noch daran, ob ich wohl die Erfüllung meiner Wünsche sehen würde. Jetzt aber sahen meine Augen mehr, als ich je zu sehen erhoffte. Jetzt kann ich mit frohem Herzen und innerem Frieden gehen. Nichts kann den siegreichen Marsch der Neuen-Welt-Gesellschaft dem neuen Leben jenseits von Harmagedon entgegen aufhalten.“
Wenn man die theokratische Ordnung der Dinge sieht, hilft dies Christen, eine reifere Erkenntnis ihrer Stellung in der Organisation zu entwickeln. Ein junger französischer Verkündiger bekannte: „Ich glaubte immer, durch meine Studien nütze ich der Organisation etwas, und darauf war ich gewissermaßen stolz. Jetzt aber kann ich erkennen, daß die Organisation ohne mich auskommt. Ich aber kann nicht ohne die Organisation auskommen. Das demütigte mich.“
Es ist auch gut, wenn jeder sieht, daß die Arbeit der christlichen Organisation von Personen getan wird, die sich Jehova hingegeben haben. Nachdem ein interessierter Techniker die Fabrik der Watch Tower in Brooklyn gesehen hatte, sagte er: „Ihr seid bestimmt die einzige Organisation, in der alle Mitarbeiter die gleiche Ideologie besitzen. Ich arbeite in einer Druckerei, die eine Zeitung katholischer Tendenz herausgibt. Aber unter ihren Angestellten findet man gute Katholiken und auch Protestanten und sogar Kommunisten. Auch in anderen Druckereien ist es so. Aber eure Organisation ist anders.“
ITALIEN UND HOLLAND
„Aber Sie sollten diesen Film im größten Theater Turins zeigen“, sagte eine Italienerin. „Gern werde ich zu den Ausgaben beitragen. Jeder sollte diesen Film sehen, dann würde er bestimmt erkennen, wie Christen leben und sich benehmen sollten.“ Ein gutgebildeter älterer Herr hatte die Veröffentlichungen der Gesellschaft gelesen, wollte aber nie fest für die Wahrheit Stellung nehmen. Nachdem er den Film gesehen hatte, sagte er: „Mein ganzes Leben lang suchte ich eine Organisation, die die Menschen moralisch und geistig hebt, und jetzt habe ich sie schließlich gefunden. Ich habe etwas Gutes gefunden, und ich werde mich bestimmt daran halten.“
Sogar Gegner haben die Wichtigkeit der Tätigkeit der Neuen-Welt-Gesellschaft gesehen. Ein Wachtturm-Missionar hatte ungefähr acht Monate lang bei einer Italienerin ein Bibelstudium geleitet. Ihr Mann war eindeutig gegen ihr Studium und Predigen. Jedoch zur Überraschung des Missionars nahm er die Einladung für den Film an. Durch das, was er sah, und durch die Funktionsweise der Organisation war er so beeindruckt, daß er seither immer die Zusammenkünfte besucht hat. Er stellte sogar seine Wohnung für ein Versammlungsbuchstudium zur Verfügung.
Ein anderer Mann kam zum Bezirksdiener und sagte, er wolle von nun an auch studieren, wenn die Zeugen mit seiner Frau studieren, denn er erkenne jetzt, daß er viel zu lernen habe. Seine frühere Handlungsweise? Er spottete über die Botschaft und über die Neue-Welt-Hoffnung so sehr, daß seine Frau entmutigt wurde und im Sinn hatte, das Studium einzustellen.
Der Eindruck, den ein solcher christlicher Film auf die Besucher macht, könnte gut demonstriert werden durch die Ansicht eines dreijährigen Italieners, der „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“ gesehen hatte. Als er später eingeladen wurde, ins Kino zu gehen, erwiderte er: „Nein, Mama, wir möchten in den Königreichssaal gehen, wo man diese netten Leute sieht, nicht die, welche immer töten.“
In etwas mehr als sieben Monaten zeigte man die Kopie des Films „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“, die man dem Zweig der Watch Tower in Holland gesandt hatte, 106mal vor 24 306 Personen, und weiterhin wird der Film dort regelmäßig vorgeführt. Eine ungewöhnliche Vorführung veranstaltete man vor dem Personal und den Insassen des Landeslagers für Dienstverweigerer aus Gewissensgründen. Gewöhnlich erscheinen im Lager ungefähr 45 der 75 Personen bei einem Film oder einem kulturellen Programm. Aber dieses Mal waren bis auf drei alle anwesend. Der Lagerführer und andere sprachen sich über den Film gut aus, und dadurch entstanden viele Zeugnisgelegenheiten.
In der Stadt Doorn brachte der Versammlungsdiener seine Hausnachbarin zur Filmvorführung mit. Danach sagte diese 75jährige Dame, die verschiedene Male Bibelstudien hatte, aber nie erkannt hatte, wie wichtig es ist, sich dem Werk anzuschließen: „Man sieht, daß das die wahre Kirche Gottes ist; es gibt hier so viel Liebe und Einheit, daß es Gottes Organisation sein muß.“ Sie nahm ihr Studium wieder auf, besuchte die Kreisversammlung, nahm am Dienst teil und möchte diesen Sommer getauft werden.
Eine andere Dame wurde vor zehn Jahren besucht, aber sie hatte nicht die Wichtigkeit erkannt, im Königreichsdienst aktiv zu werden. Nachdem sie den Film gesehen hatte, übernahm sie die Initiative und bat einen reifen Verkündiger darum, er möchte sie in den Felddienst mitnehmen. Mit großer Freude erzählte sie den Menschen an den Türen, sie hätte zehn Jahre lang gewußt, daß dies die Wahrheit ist, aber noch nie zuvor sei sie so entschlossen gewesen, gemäß der Wahrheit zu leben — bis sie den Film gesehen hatte. Sie erzählte ihnen, wie Menschen aus allen Teilen der Welt, Farbige und Weiße, harmonisch im Interesse reiner Anbetung Zusammenarbeiten. Sie sagte: „Ich bin fest entschlossen, die Wahrheit nie wieder aufzugeben.“
KUBA
Wie überall, so beeindruckt dieser Film mit dem festen christlichen Hintergrund der Tätigkeit der Zeugen Jehovas auch in Kuba seine Besucher. Beim Verlassen des Saales in Havanna sagte ein Mensch guten Willens: „Dieser Film beweist, daß dies die wahre Organisation Gottes ist.“ Ein junger Mann sagte nach dem Film: „Ich möchte ein Teil der Neuen-Welt-Gesellschaft sein.“ Neulinge wurden dadurch gestärkt, zum erstenmal den Dienst von Tür zu Tür aufzunehmen. Eine Frau sagte zum Bezirksdiener: „Ich weiß jetzt, daß ich ein richtiger Zeuge für Jehova werde.“ Viele Zeugen Jehovas brachten den Wunsch zum Ausdruck, im Königreichsdienst noch viel mehr zu tun, seitdem sie gesehen haben, wie ihre Brüder in der Fabrik und in Gilead so fleißig dienen.
Bei einer Kreisversammlung in Kuba waren am Freitag abend 400 anwesend. Aber am Sonnabend abend kamen von den 5000 Bewohnern dieser Stadt (Cumanayagua, Las Villas) 1600 zum Film — in der Tat ein beträchtlicher Prozentsatz der Bevölkerung! Den Leuten der Stadt gefiel der Film so gut, daß alle in der Gemeinde wußten, was sich ereignete, und der Film war der allgemeine Gesprächsgegenstand. Einige Leute kamen sogar am anderen Tag wieder, in der Hoffnung, sie könnten den Film sehen. Den öffentlichen Vortrag am Sonntag hörten 769 Personen.
Von Kuba aus brachte man den Film auf die nahe gelegene Insel Pinos, auf der man kürzlich eine neue Versammlung von nur fünf Verkündigern organisiert hatte. Ein Theater wurde für 5 Dollar gemietet, und ohne viel Bekanntmachungsarbeit füllten dann 420 Menschen den Saal — 412 mehr als die anwesenden Zeugen Jehovas! Von Mitte Mai bis Mitte Dezember zeigte man den Film in Kuba 79mal vor 25 233 verschiedenen Personen.
CHILE, URUGUAY UND BRASILIEN
In Chile nahm der Zweigdiener der Watch Tower den Film nach La Serena zum Nutzen der vier dort zugeteilten Missionare mit. Man hatte dieses Gebiet als schwierig für die Zeugnisarbeit betrachtet. Doch an fünf verschiedenen Abenden wurde der Film vorgeführt. Die Gesamtanwesenden? 762 Personen! Für eine Vorführung brachte eine halbtägige Bekanntmachung von Haus zu Haus durch fünf Verkündiger, einige in Läden aufgehängte Handzettel und ein Plakat, das man an dem Gebäude angebracht hatte, in dem der Film vorgeführt wurde, 300 Leute zusammen, die den Film sehen und die Tätigkeit der Neuen-Welt-Gesellschaft kennenlernen wollten!
In Uruguay hat man ausgezeichnete Resultate erzielt, als der Film im Freien vorgeführt wurde. Man zeigte ihn in Höfen, Parkanlagen, sogar auf den Gehwegen und Straßen. Wenn der Königreichssaal für die Menge zu klein ist, stellt man alles davor auf dem Gehweg auf, und die Nachbarschaft kommt herbei, um zu sehen, was hier vor sich geht — und um den Film zu sehen! An einem Sonnabend wurde der Film auf dem Zentralstadtplatz in San José vor mehr als 300 Personen gezeigt. Als die Taufe von 4640 Personen bei dem Kongreß im Yankee-Stadion gezeigt wurde, rief ein Mann in der Menge laut aus: „Es ist zu schade, daß Padre Fernando [der örtliche Priester] nicht bei dieser Versammlung zugegen war; er wäre reich geworden, wenn er von jedem, der getauft wurde, 5 Dollar erhalten hätte.“ Alle lachten, weil der „padre“ in dieser Hinsicht stadtbekannt ist.
Zwanzigtausend Brasilianer haben den Film gesehen und Kommentare gegeben wie: „Ich lebte wirklich eineinhalb Stunden lang in Gottes neuer Welt.“ Ein Versammlungsdiener im Innern des Landes sagte begeistert: „Dieser Film erweckte mehr Interesse am Werk als alle Ansprachen, die besuchende Diener gehalten haben. Jetzt ist unser Saal voll.“ Ein Soldat in der Stadt Sorocaba sagte: „Wenn ihr nicht Gottes Volk seid, dann ist es niemand in der Welt.“ Das brasilianische Zweigbüro der Watch Tower schreibt, daß sie wirklich darüber überrascht seien, zu sehen, wie der von der Gesellschaft hergestellte Film mehr zur Erreichung von Begeisterung, Eifer und Reife einiger Verkündiger beigetragen hat als Jahre des Rates durch Diener und öffentliche Sprecher. „Mit nur eineinhalb Stunden Projektion“, sagte der Bericht, „haben sich viele entschieden, ihre Stellung zu beziehen und ihre Kräfte zu vervielfältigen, und viele, die den Vorträgen ungern zuhörten, entschlossen sich sogar zu Hingabegelübden, indem sie sich der Taufe unterzogen.“
In einer großen Versammlung in einer Stadt im Innern Brasiliens verursachte innere Uneinigkeit Schwierigkeiten in der Versammlungsorganisation. Es wird berichtet, daß die Brüder, nachdem sie die erdenweite Tätigkeit der Organisation gesehen hatten, ihre Tätigkeit neu organisierten und einen erneuerten Geist und Mut im Dienst Jehovas zeigen. Der Film wurde in einer der Hauptstädte in einer Versammlung gezeigt, in der die Brüder Schwierigkeiten haben, in einen anderen Saal umzuziehen. Die Begeisterung wuchs so, daß viele sofort unterschrieben, für diesen Zweck eine große Geldsumme zur Verfügung zu stellen. Jetzt hat die Versammlung einen der schönsten Säle im Lande.
Der Film „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“ wird weiterhin auf der ganzen Erde verwendet, um den Zweck und das Ausmaß der Tätigkeit der Zeugen Jehovas zu erklären. Wie dieser Bericht zeigt, verwendet man diesen Film unter sehr verschiedenen Umständen und mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das wird noch besser offenbar werden durch einen späteren Bericht über die Verwendung des Films in Asien und Afrika. Hast du diesen Film gesehen? Wenn nicht, so nutze unter allen Umständen die erste Gelegenheit dazu. Und wenn er in deiner Nähe gezeigt wird, so ermuntere jeden, den du kennst, sich den Film anzuschauen, damit alle die erstaunlichen Fortschritte sehen, die im weltweiten Predigen der herrlichen Botschaft von der neuen Welt Jehovas gemacht wurden.