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Wir beobachten die WeltErwachet! 1985 | 22. August
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Theorie — sie war bereits der x-te Versuch der Astronomen, ein alltägliches Phänomen zu erklären — wurde nicht etwa ergänzt oder leicht modifiziert, nein, man hat sie kurzerhand über Bord geworfen und durch eine völlig neue ersetzt. So etwas kommt in der Wissenschaft, die landläufig oft als letzte Bastion der Wahrheit gilt, häufiger vor, als den Forschern lieb ist.“
Eine neue Theorie, die des Astronomen Edward R. Harrison, besagt, daß es einfach zuwenig Sterne gibt. „Die Zahl der Sterne, die nötig wäre, um den Himmel flächenfüllend zu überdecken, liegt in der Größenordnung von 1060 — das sind eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million mal eine Million Sterne.“ In Wirklichkeit „gibt es aber nur etwa 1020 (100 Millionen mal eine Million mal eine Million) Sterne“. Der Autor kommt zu dem Schluß: „Das Sternenlicht ist einfach zu schwach, um das dunkle Universum zu erfüllen.“ Wird diese neue Theorie Licht auf die Frage werfen, warum es abends dunkel wird?
Das Flüchtlingsproblem weitet sich aus
Auf der Weltbevölkerungskonferenz der Vereinten Nationen in Mexiko im vergangenen Jahr nahm die Situation der Flüchtlinge breiten Raum ein. Neben den rund 10 Millionen Flüchtlingen auf der Erde gibt es die 5 Millionen Palästinenser, die als Sonderfall gelten. Die Lage der Menschen, die ihre Heimat aus politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Gründen verlassen mußten, hat sich, so sagte gemäß einer Meldung der Süddeutschen Zeitung ein Vertreter des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlingsfragen vor den Delegierten aus 158 Ländern, „zu einem ernsthaften Problem für die gesamte Welt entwickelt“. Von der Flüchtlingsfrage besonders hart betroffen seien Ostasien, Afrika und Mittelamerika. Den aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen fehle es häufig an medizinischer Versorgung sowie an ausreichender Nahrung und Bildung. Dazu komme der Verlust kultureller und historischer Bindungen. Zahlreiche Delegierte vertraten die Ansicht, daß die Situation der Flüchtlinge und der Arbeitslosen unmittelbar mit der Bevölkerungsproblematik zusammenhängt.
Deutsche Nonne seliggesprochen
Im April dieses Jahres hat Papst Johannes Paul II. die deutsche Ordensschwester Pauline von Mallinckrodt (1817—1881) seliggesprochen. Die Nonne widmete ihr Lebenswerk der Fürsorge von Blinden, Waisen und unversorgten Kleinkindern und wurde, wie der deutsche Bundeskanzler rühmte, zur „bedeutenden deutschen Frau“. Welchen Zweck verfolgt jedoch die katholische Kirche mit ihrer Seligsprechung? Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Ausdruck brachte, kommt ihr nun in der katholischen Kirche „die Ehre der Altäre“ zu, und „sie kann von den Gläubigen verehrt werden als Fürsprecherin im Himmel und als herausragendes Beispiel dafür, wie der christliche Glaube in einer bestimmten Zeit gelebt werden kann“. Ist ein solcher Brauch christlich? Offensichtlich nicht, denn der Kult entstand erst lange nach der Gründung des Christentums. Außerdem findet man in der Bibel keine Grundlage für die Anrufung von „Heiligen“. Christen sollten nur im Namen Jesu zu Gott beten (Johannes 15:16).
Experten ratlos
Noch immer sind die Ursachen für den mysteriösen „Öltod“ in Spanien unklar. Vor vier Jahren machte die Meldung Schlagzeilen, daß in Spanien über 20 000 Menschen nach dem Genuß von gepanschtem billigen Speiseöl erkrankt und 340 gestorben waren. Der Zeitschrift Weltgesundheit ist zu entnehmen, daß nun der Untersuchungsbericht einer 40köpfigen Expertengruppe unter der Leitung von Professor Grandjean von der dänischen Universität Odense vorliegt. Sein Fazit: Bis jetzt ist die Substanz oder sind die Substanzen in dem Speiseöl, das zu Billigpreisen von fliegenden Händlern auf der Straße angeboten wurde und als Krankheitsursache in Frage kommen könnte, noch nicht identifiziert. Kommentar des spanischen Ministers für Gesundheit und Verbraucherschutz: „Das ist vielleicht einer der bittersten Restposten des Problems.“ Beobachter fragen sich, ob die Krankheit überhaupt durch den Genuß von Speiseöl ausgelöst worden ist. Eine gezielte Therapie ist derzeit nicht möglich, weil die Ursachen und ihre Wirkungsweise nicht bekannt sind.
Die Römer kannten Taschenrechner
Im italienischen Aostatal wurde vor kurzem bei der Ausgrabung eines Urnengrabes aus dem ersten Jahrhundert ein römischer „Taschenrechner“ entdeckt. Es handelt sich dabei um ein Bronzetäfelchen mit Schlitzen, in denen Rechenknöpfe verschoben werden konnten, um ihren Wert in der Rechnung darzustellen. Im Römischen Reich spielte das Rechnen eine große Rolle. Das jetzt entdeckte Rechengerät könnte man als miniaturisierten manuell betriebenen Digitalrechner bezeichnen. Nicht anders als ein moderner Taschenrechner, paßte er mit seinen Maßen, dreizehn mal neun Zentimeter, bequem in eine Hand. Wie die Zeitschrift Antike Welt berichtete, verfügt die Archäologie damit erstmals über einen Originalfund.
Blutdruckstörungen bei Senioren
Bei jedem vierten Menschen über 65 Jahren kann mit zum Teil folgenschweren Blutdruckstörungen gerechnet werden. Wenn Senioren nach ein paar Tagen im Bett oder auch schon nach dem Mittagsschläfchen wieder aufstehen, sei besondere Vorsicht geboten, warnt der Wiener Mediziner Professor Dr. Anton Neumayr gemäß einer Meldung der Salzburger Nachrichten. Neben dem zu raschen Aufstehen gibt es weitere Risikofaktoren: zuviel Alkohol sowie übertriebene Einnahme von Mitteln gegen Bluthochdruck oder von entwässernden Medikamenten. Bei den folgenschweren hypotonen Fehlregulationen (Störungen, die durch niederen Blutdruck bzw. durch plötzlichen Druckabfall hervorgerufen werden) sackt das Blut schlagartig in die Beine ab, wodurch es im Gehirn zu einer relativen Blutleere kommen kann. „Man wird schwindlig, klappt zusammen“, wird berichtet. Schätzungsweise 20 Prozent aller zum Tode führenden Stürze älterer Menschen sind auf plötzlich auftretende hypotone Fehlregulationen zurückzuführen.
„Fett und süchtig“ durch das Fernsehen
„Allzuviel Fernsehen kann Kinder aggressiv, fett und süchtig machen.“ Zu diesem Schluß kam eine Untersuchungskommission der amerikanischen Akademie der Kinderärzte. Amerikanische Kinder verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher als in der Schule — durchschnittlich 25 Stunden in der Woche. Bedenklich erschienen der Kommission die Werbeeinschaltungen für kalorienreiche Leckereien, die die Fettleibigkeit begünstigen, sowie die biertrinkenden und rauchenden TV-Darsteller, die die jungen Zuschauer zum Tabak- und Alkoholkonsum verleiten. Angeprangert wurden außerdem gemäß einer Meldung der Zeitschrift selecta die Bildschirmszenen, in denen es um Sexualität und Gewalt geht, da sie die Gefahr von Schwangerschaften im Teenageralter beziehungsweise die Aggressivität verstärken. Das Ergebnis ihrer Untersuchung wollen die Mediziner jetzt dem Kongreß in Washington vorlegen.
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„Dein Königreich komme“ — Wohin?Erwachet! 1985 | 22. August
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„Dein Königreich komme“ — Wohin?
Was ist das Königreich, worum uns Jesus beten lehrte? Ist es lediglich ein himmlischer Zustand? Oder ist es ein Zustand im Herzen der Menschen? Oder ist es eine buchstäbliche Regierung mit Untertanen und Gesetzen?
Die Antwort auf diese Fragen kann und wird für Ihr Leben von großer Bedeutung sein.
Lassen Sie sich daher das Buch „Dein Königreich komme“ zusenden. Verwenden Sie es dann in Verbindung mit Ihrer Bibel, um zu erfahren, was es mit Gottes Königreich auf sich hat und welche überwältigenden Veränderungen es mit sich bringen wird.
Senden Sie mir bitte das 192seitige illustrierte Buch „Dein Königreich komme“. Ich lege 2,50 DM (50 lfrs; 20 öS) in Briefmarken bei.
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