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Jehovas Zeugen erdulden neuerdings totalitären HassDer Wachtturm 1951 | 1. Februar
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ihren Glauben verkündigen. So wie sie sich vor 1945 zu weigern pflegten, Hitlers Hakenkreuzfahne zu grüssen und ‚Heil Hitler‘ zu sagen, so weigern sie sich nun, die Abzeichen der Roten zu salutieren. Für die Widerstandsbewegung wider das Kommunistenregime in der Ostzone sind sie wegen ihrer kompromisslosen Haltung der Sammelpunkt geworden. Für die Massen der Deutschen in der Ostzone sind die schlichten Zeugen Jehovas in ihrem rückhaltlosen Glauben zu einem grossen Vorbild geworden, und deswegen sind sie für das kommunistische Regime eine grosse Gefahr.
„Die Kommunisten haben leichtes Spiel, Jehovas Zeugen zusammenzutreiben auf Grund des neuen Fragebogens: ‚Bist du willens, den Stockholmer Friedensappell wider die Atombombe zu unterzeichnen oder zu unterschreiben?‘ . . . Bisher haben sich alle von ihnen zu unterzeichnen geweigert, und wegen dieser Weigerung kommen nun alle ins Gefängnis. Angesichts der fast übernatürlichen Unnachgiebigkeit der Zeugen Jehovas kann man es für selbstverständlich halten, dass sie, wenn das Kommunistenregime in der Ostzone noch viel länger an der Macht bleiben sollte, nicht mehr lebendig aus den Gefängnissen zurückkehren werden.“
Zu diesem vielsagenden Bericht kommt noch die United Press-Meldung vom 4. Oktober aus Berlin: „Neun Mitglieder der Sekte der Zeugen Jehovas wurden heute vom Obersten Gericht im kommunistischen Ostdeutschland zu langfristigen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie in der russischen Zone für die Vereinigten Staaten spioniert hätten. Willi Heinicke und Friedrich Adler erhielten lebenslängliche Strafen. Die andern Strafen lauteten auf acht bis fünfzehn Jahre. Alle wurden der Anklage, ‚einem Spionage-Zentrum in Brooklyn‘ militärische und andere Angaben gesandt zu haben, als schuldig erklärt. Auch wurden sie in Verbindung mit der kommunistischen Aktion zur Ächtung der Atombombe der Sabotage angeklagt sowie der ‚Beschimpfung der Volkswahlen‘, die programmgemäss am 15. Oktober in der Sowjetzone stattfinden sollen.“
Durch all die Prüfungen hindurch halten sich Jehovas Zeugen heute standhaft an die inspirierte Überzeugung des Apostels Paulus: „Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Trübsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder Schwert? Im Gegenteil, aus all diesem gehen wir vollständig siegreich hervor durch ihn, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Regentschaften, weder gegenwärtige noch kommende Dinge noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe noch irgendeine andere Schöpfung uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm. 8:35, 37-39, NW) Der Kommunismus kann nicht Erfolg haben, wo der Nazismus versagte. Menschliche herrschende Ismusse werden spätestens in Jehovas Schlacht von Harmagedon enden. Jenen, die den Hass und die Verfolgung von allen Nationen um des Namens Christi willen erdulden, gilt die Verheissung: „Wer ausgeharrt hat bis zum Ende, dieser wird errettet.“ — Matth. 24:13, NW.
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Lobpreis dem Gründer der Neuen WeltDer Wachtturm 1951 | 1. Februar
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Lobpreis dem Gründer der Neuen Welt
„Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“ — Off. 19:6, NW.
1. Weswegen können wir Hallelujah! sagen, und was bedeutet es?
HALLELUJAH! Jehova hat seine rechtmässige Macht über unsere Erde angetreten und als deren König zu herrschen begonnen. Das ist eine Tatsache, von der alle Völker der Erde während des Jahres 1951 ernstlich Kenntnis nehmen sollten. Sie bedeutet, dass eine gerechte neue Welt an der Türe steht und bestimmt durch die Macht Gottes des Allmächtigen beginnen wird. Sie ist etwas, worüber man jauchzen kann! Ein wunderbarer Wechsel wird sicherlich auf diesem ganzen Erdenrund folgen und wird eine Ehre sein für Gottes Herrschaft, die allen Menschen guten Willens ein Leben in Ruhe, Sicherheit und Wohlfahrt bringen wird. Nicht mehr werden die Menschen denken, Gott habe die Erde verlassen, noch werden sie fragen, warum er zugelassen habe, dass während der vergangenen sechstausend Jahre die Bosheit über die Erde herrschte. Seine bestimmte Zeit ist gekommen, das grosse Geheimnis zu lüften und den um die Oberherrschaft tobenden Streit über das Universum zu erledigen.
2. Was zu tun geziemt sich jetzt jedem Unterrichteten?
2 Welch winziger Teil des grenzenlosen Universums ist unsere Erde! Und doch ist sie jetzt die eine heisse Stelle, wo dieser Streit um die universelle Oberherrschaft endgültig entschieden werden muss. Und er wird entschieden werden, nein, nicht zugunsten der Vereinigten Nationen oder anderer Elemente dieser alten Welt, sondern zugunsten Jehovas, des Gerechten. Das ist der Grund, weshalb er seit dem von ihm selbst bestimmten Jahre, 1914 n. Chr., mit einer ganz neuen Weltregierung für diese Erde als König zu herrschen begonnen hat. Das liegt allerdings sechsunddreissig Jahre zurück, doch ist dies ein um so triftigerer Grund, weshalb jeder Unterrichtete seinen Lauf im Leben und seine künftigen Pläne überprüfen sollte, um zu sehen, ob sie mit dem unvermeidlichen Wechsel, der eilends näherkommt, im Einklang seien. Auch geziemt es jedem Unterrichteten, den herzerfreuenden Aufschluss an so viele andere als möglich weiterzugeben, damit sie sich selbst auf das Leben in Gottes neuer Welt vorbereiten können.
3. Was zu tun, ist jetzt für uns die gelegene Zeit?
3 Wir leben in der wunderbarsten Zeit der ganzen Geschichte der Menschheit, der Zeit, da wir das Vorrecht haben, Zeugen zu sein vom Übergang von dieser todbringenden alten Welt in die lebengebende neue Welt, von der inspirierte Propheten in solch inhaltsreichen Worten geredet haben. Jetzt ist die gelegene Zeit, dem Gründer, Bildner und Herrscher der neuen Welt unsere ewige Treue zu schwören und die Mitmenschen zu erleuchten und anzuspornen, dasselbe zu tun, denn so zu handeln führt uns zum Leben in der neuen Welt. All die Strahlen der Prophezeiungen vereinigten sich im Brennpunkt dieser überaus wichtigen Übergangszeit, um deren grosse Bedeutung anzuzeigen, damit wir unserm Lauf die rechte Richtung geben möchten. Das letzte Buch der Bibel veranschaulicht die folgenschweren Ereignisse, welche diese Zeit gekennzeichnet haben oder noch kennzeichnen, und es weist uns an, was wir tun sollen, wenn wir uns des Lebens in der kommenden Welt erfreuen möchten. Es sagt voraus, was eine grosse Menge Menschen in dieser Richtung tun wird. Es liegt nun an uns, uns zu entscheiden, um zu dieser grossen Menge zu gehören, die am Erfüllen der Prophezeiung teilhat. In Offenbarung 19:6 lesen wir gemäss dem Neuen Testament des Zwanzigsten Jahrhunderts (1901, engl. Ausgabe): „Dann hörte ich, was gleich den Stimmen einer grossen Menge schien und gleich dem Schall vieler Wasser und gleich dem Schall starken Donnerrollens, die alle sprachen — ‚Lobpreiset den Herrn (Lobsingt Jehova, Griesinger)! Der Herr ist König, unser Gott, der Allmächtige.‘ “ Das Neue Testament in vereinfachtem Englisch (engl. Ausgabe 1941) lautet: „Und an meine Ohren drang die Stimme eines grossen Heeres gleich dem Schall von Wassern und dem Schall von lauten Donnern, die sagte: ‚Lobpreiset dem Herrn: denn der Herr, unser Gott, Herrscher von allen, ist König.‘ “
4. Was bedeutet hier „Hallelujah“, und wo wird es am besten wiedergegeben?
4 Im griechischen Originaltext der Bibel kommt im obigen Verse das Wort „Hallelujah“ vor. Im allgemeinen haben die Übersetzer dieses Wort unübersetzt ins Deutsche hinübergenommen, wie zum Beispiel in der Elberfelder und Zürcher Bibel: „Hallelujah! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“ Doch werdet ihr oben bemerkt haben, dass das Neue Testament des Zwanzigsten Jahrhunderts und Das Neue Testament in vereinfachtem Englisch das Wort übersetzen, so dass es entsprechend heisst: „Lobpreiset den Herrn“ und „Lobpreis dem Herrn“. Doch ist „Hallelu-Jah“ ein hebräisches Wort und bedeutet buchstäblich „Lobpreiset Jah“, als Befehl an eine Anzahl Personen. Daher macht die Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften die direkteste Übersetzung, wenn sie Offenbarung 19:6 wie folgt wiedergibt: „Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer grossen Menge und wie einen Schall vieler Wasser und wie einen Schall schwerer Donner. Sie sprachen: ‚Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.‘ “ Diese Übersetzung zeigt auch klar, dass Jehova nicht nur als König regiert oder herrscht, sondern dass er ferner an einem bestimmten Zeitpunkt als König zu herrschen begonnen hat. Dies stimmt überein mit der Wiedergabe von Rotherhams Betonter Bibelübersetzung (engl.): „Hallelujah! Weil der Herr [unser] Gott, der Allmächtige, König geworden ist.“ Seine Regierung, die er angetreten hat, ist die Ursache zu seiner Lobpreisung.
5. Warum ergeht dieser Aufruf, ihn zu lobpreisen, und in welcher Reihe von Aufrufen?
5 Der Name „Jah“ ist eine Abkürzung für „Jehova“ oder „Jahweh“. Der Aufruf hier, ihn zu lobpreisen, ist der letzte von einer Reihe von fünf Aufrufen, ihn wegen der erstaunlichen Ereignisse zu lobpreisen, die er herbeiführt, Ereignisse, die wir heute in Erfüllung gehen sehen. Um diese Reihe von Aufrufen in ihrem Rahmen zu sehen, führen wir die ganze Stelle (Offenbarung 19:1-6) aus der Neuen-Welt-Übersetzung an: „Nach diesen Dingen hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer grossen Menge im Himmel. Sie sprachen: ‚Lobpreiset Jah [Randbemerkung: Sie sprachen: ‚Hallelujah‘]! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, denn seine Gerichte sind wahrhaft und gerecht. Denn er hat Gericht geübt an der grossen Hure, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.‘ Und sogleich sprachen sie zum zweiten Mal: ‚Lobpreiset Jah [Hallelujah]! Und der Rauch von ihr steigt auf in alle Ewigkeit.‘ Und die vierundzwanzig Personen vorgerückten Alters und die vier lebendigen Geschöpfe fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Throne sitzt, und sprachen: ‚Amen! Lobpreiset Jah [Hallelujah]!‘ Auch ging eine Stimme vom Throne aus, die sprach: ‚Lobpreiset [fortwährend] unsern Gott, alle seine Sklaven, die ihr ihn fürchtet, die kleinen und die grossen.‘ Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer grossen Menge und wie einen Schall vieler Wasser und wie einen Schall schwerer Donner. Sie sprachen: ‚Lobpreiset Jah [Hallelujah], denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.‘ “
6. Angesichts welcher Tatsache ist es bestimmt recht, ihn jetzt zu lobpreisen?
6 Für Tausende von Jahren haben treue Menschen der alten Zeit von Johannes dem Täufer an bis zurück auf Abel, den ersten Märtyrer, der Aufrichtung des Reiches Gottes, das den Händen des Messias oder Christus, des göttlichen Samens, anvertraut würde, entgegengeschaut. Während neunzehnhundert Jahren haben die christlichen Nachfolger des Messias, Jesu Christi, das Gebet gebetet, das er uns gelehrt hat: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.“ (Matth. 6:9, 10, NW) Und nun, da der himmlische Vater in Erfüllung seiner ehemaligen Verheissung und in Erhörung der christlichen Gebete als König zu herrschen begonnen hat, ist es da nicht recht, ihn zu lobpreisen? Doch, ganz bestimmt! Denn seine königliche Herrschaft bedeutet unsere Befreiung von dieser bedrückenden Welt und unaussprechliche Segnungen in der freien, neuen Welt. Doch wie ist es zu verstehen, dass wir in unseren ersten Abschnitten sagen, er habe im Jahre 1914 n. Chr. als König zu herrschen begonnen? Hier folgt die Erklärung:
GEBURT DER KÖNIGREICHE DER ALTEN WELT
7. In Verbindung mit seiner Herrschaft als König wird wessen Sturz ausgerufen? Wen setzt dies in Erstaunen?
7 Wir sehen in Offenbarung, Kapitel 19, dass die Proklamation, wonach Jehova, unser Gott, der Allmächtige, als König zu herrschen begonnen hat, in Verbindung mit seiner Niederwerfung des grossen, mystischen Babylon erfolgt. Offenbarung 19:2 (NW) beschreibt es als die „grosse Hure, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte“. Der Engel, der dem Apostel Johannes die Offenbarung brachte, spricht von Babylon als der „grossen Hure, die auf vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hurerei trieben, während jene, welche die Erde bewohnen, trunken gemacht wurden von dem Weine ihrer Hurerei“. Johannes sagt uns: „Auf ihrer Stirne war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: ‚Babylon die Grosse, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde.‘ “ (Off. 17:1, 2, 5, NW) Dies geschah mehr als sechshundert Jahre, nachdem gemäss der Verordnung Gottes Jehovas die buchstäbliche Stadt Babylon am Euphrat von den Königen Darius und Kores im Jahre 539 v. Chr. gestürzt worden war. Als jenes alte Babylon als dritte Weltmacht der biblischen Geschichte aus seiner Stellung gestürzt wurde, tat Gott damit seine Allmacht kund, begann aber damals nicht über die ganze Erde zu regieren. Das mystische Babylon, Satans Weltorganisation, blieb noch bestehen. Erst zur Zeit, da Gott tatsächlich als König zu herrschen begonnen hat, stürzt und vernichtet er das grosse mystische Babylon, das weltweite Macht und Einfluss ausübt. Dieser Akt Gottes der Neuzeit wird, wenn vollendet, die ganze Erde weit mehr in Erstaunen setzen, als es durch seine Niederwerfung des alten Babylon geschah.
8. Warum ist es angebracht, dass er bei diesem Ereignis als herrschender König angekündigt werde?
8 Wie passend ist es doch, dass Jehova Gott zur Zeit, da er das gegenwärtige mystische Babylon stürzt und vernichtet, als herrschender König angekündet werde! Der erste Ort, an welchem nach der Flut der Tage Noahs ein Anti-Jehova-Königreich aufgerichtet wurde, war Babylon oder Babel. Der erste König jener Stadt war Nimrod, der rebellische Feind des wahren Gottes. 1. Mose 10:8-10 unterrichtet uns: „Kusch [der Enkel Noahs] zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger zu sein auf der Erde. Er war ein gewaltiger Jäger vor [oder: im Widerstand gegen] Jehova; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger vor Jehova! Und der Anfang seines Reiches [Königreiches, AS] war Babel und Erek und Akkad und Kalne im Lande Sinear.“ (Elberf.; McClintock & Strong’s Cyclopaedia, engl.) Nimrods Königreich in Babel oder Babylon wurde nie von Jehova autorisiert, sondern wurde aus Trotz gegen ihn aufgerichtet und um seinen Namen und seine universelle Oberherrschaft herabzusetzen. Viele Jahrhunderte später, als Babylon eine Weltmacht wurde, die mächtiger war als Ägypten und Assyrien, bekundete sie unverfroren ihre Feindseligkeit gegen Jehova Gott, indem sie Jerusalem vernichtete und sein Volk in die Verbannung führte.
9, 10. Wer war der erste König der Menschen, den Jehova anerkannte? Warum?
9 Gott der Höchste versagte den babylonischen Königen seine Segnungen, erweckte aber Melchisedek und anerkannte ihn, den König von Salem, welches später Jerusalem wurde. Sein Name enthüllt den Grund hierfür, denn er bedeutet „König der Gerechtigkeit“, und der Name seiner Stadt Salem bedeutet „Frieden“. Melchisedek ererbte sein Königtum weder von seinem irdischen Vater noch durch seine Mutter, und er hatte keinen Thronfolger. Deswegen wurde er in der prophetischen Geschichte gebraucht, um den gerechten König der neuen Welt, Jehovas Sohn Jesus Christus, vorzuschatten.
10 Melchisedek traf mit dem treuen Abraham nach seinem Siege über den König des babylonischen Sinear und dessen Verbündete zusammen. Darüber lesen wir: „Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt! Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! — Und er [Abraham] gab ihm den Zehnten von allem.“ (1. Mose 14:18-20, Fussn.) Über die Frage, weshalb Melchisedek Jesus Christus vorschattete, lesen wir: „Jesus, welcher Hoherpriester geworden ist nach der Gleichheit Melchisedeks ewiglich. Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der mit Abraham zusammentraf, als er von der Schlachtung der Könige zurückkam und ihn segnete, und dem Abraham auch einen Zehnten von allem zuteilte, ist fürs erste in Übersetzung ‚König der Gerechtigkeit‘ und dann auch König von Salem, das heisst ‚König des Friedens‘. Als Vaterloser, Mutterloser, der ohne Geschlechtsregister ist und weder einen Anfang der Tage noch ein Ende des Lebens hat, sondern dem Sohne Gottes gleich gemacht ist, bleibt er Priester immerdar.“ (Heb. 6:20 bis 7:3, NW) Melchisedek vertrat Jehova als König.
11. Über welche Nation trat Jehova das Königtum an? Wie wird dies bestätigt?
11 Jahrhunderte später begann Jehova Gott über eine Nation, die Nation Israel, zu regieren. Die Stadt Jerusalem wurde ihre Hauptstadt, und der König David war der erste, der dort regierte. Doch schon Jahrhunderte vorher war Gott, wenn auch unsichtbar, ihr wirklicher König gewesen. Der Prophet Mose bezeugte diese Tatsache am Roten Meere, als Gott die Ägypterheere, welche die entkommenden Israeliten hitzig verfolgten, im Meere ertrinken liess. Mose sang damals: „Jehova wird König sein immer und ewiglich! — Denn die Rosse des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern sind ins Meer gekommen, und Jehova hat die Wasser des Meeres über sie zurückgeführt; und die Kinder Israel gingen auf dem Trockenen mitten durchs Meer.“ Und als sie gerade den Grenzen des Verheissenen Landes gegenüberstanden, sang Mose, wobei er Israel als „Jéschurun“ oder „Gerechten“ bezeichnete: „Und er ward König in Jéschurun, als sich versammelten die Häupter des Volkes, die Stämme Israels allzumal.“ (2. Mose 15:18, 19 und 5. Mose 33:5) Gideon, der die Israeliten von midianitischen Angreifern befreite, anerkannte diese wichtige Tatsache. Als ihn daher das Volk zu seinem sichtbaren, menschlichen König machen wollte, sagte Gideon: „Nicht ich will über euch herrschen, und nicht mein Sohn soll über euch herrschen; Jehova soll über euch herrschen.“ — Richt. 8:23.
12. Was zeigt, dass es jetzt weise ist, ihn als König anzuerkennen?
12 Ist es nun weise für uns, Jehova, unsern Gott, als König anzuerkennen? Jawohl. Allerdings inmitten dieser Welt menschlicher Könige und fürstlicher Herrscher ist Glauben erforderlich, um anzuerkennen, dass er jetzt der herrschende König über sein Volk ist, und dass ihm als solchem gehorcht werden muss. Aber das Bild der Israeliten zeigt uns, dass wir bestimmt dafür zu leiden haben, wenn wir diesen Glauben verwerfen oder davon abfallen. In den Tagen Samuels, des Propheten, baten sie ihn, einen sichtbaren König über ihre Nation zu setzen, der den Königen dieser Welt entspräche. In seinem Kummer legte Samuel die Sache im Gebet Gott dar. „Und Jehova sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.“ (1. Sam. 8:7) Ihre Erfahrungen mit menschlichen Königen sind in folgenden markanten Worten Jehovas an die Israeliten zusammengefasst: „Wo ist nun dein König, dass er dich rette in allen deinen Städten, und wo deine Richter, von welchen du sagtest: Gib mir einen König und Fürsten? Ich gab dir einen König in meinem Zorn und nahm ihn weg in meinem Grimm.“ (Hos. 13:10, 11) Ihr letzter menschlicher König wurde in Gottes Zorn weggenommen, als Babylons Heere Jerusalem im Jahre 607 v. Chr. zerstörten. Gleich ihm werden die letzten Könige und fürstlichen Herrscher der Christenheit in Gottes Zorn in der Schlacht von Harmagedon mitten in einer Drangsal weggenommen, die durch die Zerstörung von Jerusalem vorgeschattet worden ist.
13. Wie kam es, dass Jerusalem die „Stadt des grossen Königs“ wurde?
13 Der zweite König, den Jehovas Prophet über Israel salbte, war ein Mann nach Gottes eigenem Herzen, David, der Hirte von Bethlehem. König David war es, der Zion, Jerusalems Zitadelle, seinen heidnischen Besitzern entriss und es zur Hauptstadt von Israel machte. Er brachte die heilige Arche des Bundes, das Symbol von Jehovas Gegenwart bei seinem Volke, in die Hauptstadt und in die Nähe seines Palastes. Er traf Vorbereitungen zum Bau eines herrlichen Tempels, um sie dort unterzubringen. Wegen dieses Eifers für die Anbetung des lebendigen und wahren Gottes schloss Jehova mit David einen Bund für ein ewiges Königreich, wonach einer von Davids Nachkommen immerdar König sein sollte. Dieser Nachkomme oder „Sohn Davids“ sollte Jesus Christus sein, der von einer Jungfrau geboren wurde, die ihre Abstammung von König David herleitete. Die Könige der Linie Davids herrschten als sichtbare Vertreter des eigentlichen Königs von Israel, Jehovas Gottes, und daher hiess es von ihnen, dass sie auf seinem Throne sassen. So steht es vom Sohn und Nachfolger des Königs David geschrieben: „Und so setzte sich Salomo auf den Thron Jehovas als König an seines Vaters David Statt, und er hatte Gedeihen; und ganz Israel gehorchte ihm.“ David, der dem Thron zugunsten Salomos entsagte, betete und anerkannte Gott als König mit den Worten: „Dein, Jehova, ist die Grösse und die Stärke und die Herrlichkeit und der Glanz (Sieg, Al) und die Majestät; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, Jehova, ist das Königreich, und du bist über alles erhaben als Haupt; und Reichtum und Ehre kommen von dir, und du bist Herrscher über alles.“ (1. Chron. 29:23, 10-12) Im Einklang mit Psalm 48:1, 2 sagte Jesus selbst von Jerusalem: „Sie ist des grossen Königs Stadt.“ (Matth. 5:34, 35) So herrschte denn Jehova Gott als König durch seinen regierenden gesalbten König in Jerusalem über Israels Gebiet.
KÖNIG DER WELT, SEIT WANN?
14. Was für eine Züchtigung versprach der Königreichsbund? Wie wurde diese schliesslich auferlegt?
14 In seinem Bunde mit David für ein ewiges Königtum, durch den er verheissen hatte, das Königtum der Linie Davids niemals wegzunehmen, sagte Gott von Davids Thronfolgern: „Wenn er verkehrt handelt, [werde] ich ihn züchtigen . . . mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder; aber meine Güte soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen liess, den ich vor dir weggetan habe. Und dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig, dein Thron soll fest sein auf ewig.“ (2. Sam. 7:14-16) So züchtigte denn Gott von 621 bis 607 v. Chr. Davids untreue Nachfolger, von Jojakim an bis zu Zedekia, mit der Rute der babylonischen Imperialisten. Die Könige Jojakin und Zedekia wurden genötigt, den Thron zu verlassen und wurden von Babylon gefangengenommen, und Jerusalem samt seinen Palästen und seinem Tempel wurde zerstört.
15. Wie wurde Gottes Königtum unterbrochen, und welche Zeitspanne begann damals?
15 Auf diese Weise erfüllte sich die Prophezeiung an König Zedekia: „So spricht der Herr, Jehova: Hinweg mit dem Kopfbund, und fort mit der Krone! Dies wird nicht mehr sein. Das Niedrige werde erhöht und das Hohe erniedrigt! Umgestürzt, umgestürzt, umgestürzt will ich sie machen; auch dies wird nicht mehr sein — bis der kommt, welchem das Recht gehört: dem werde ich’s geben.“ (Hes. 21:31, 32) So hörte denn Jehova durch seine eigene Entscheidung als König über Israel und dessen Gebiet zu herrschen auf. Sich der heidnischen Heere bedienend, stürzte er die sichtbare Vertretung seines Königreiches auf Erden im Jahre 607 v. Chr. Im Herbst jenes Jahres begannen mit der vollständigen Verödung von Jerusalem und Juda die Zeiten der Heiden oder die „bestimmten Zeiten der Nationen“ für die Dauer von „sieben Zeiten“ oder 2520 Jahren. (Dan. 4:16, 23, 25, 32) Gottes Königreich über irgendeinen Teil der Erde wurde damit unterbrochen.
16. Wie verhielt sich Jesus, und wie handelte er hinsichtlich der „bestimmten Zeiten der Nationen“?
16 Als die jüdische Geistlichkeit Jesus im Jahre 33 n. Chr. vor Pontius Pilatus in Jerusalem mit dem Ruf „Wir haben keinen König als nur den Kaiser“ verwarf, mussten die Zeiten der heidnischen Beherrschung weitergehen. Jesus wies es zurück, in die von Gott zugelassenen „sieben Zeiten“ der Heidenherrschaft einzugreifen. Somit ‚stellte er nicht in jener Zeit dem Israel das Königreich wieder her‘. Er prophezeite, dass sie weiterlaufen würden, bis sie ihre volle Länge erreicht hätten, nämlich bis zum Herbst des Jahres 1914 n. Chr. (Joh. 19:15; Apg. 1:6; Luk. 21:24) „Dieser aber brachte ein einziges Opfer für Sünden dar für immer, und setzte sich nieder zur Rechten Gottes, fortan wartend, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füsse gemacht würden.“ (Heb. 10:12, 13, NW; Ps. 110:1, 2) Dies bedeutete, dass Jesus bis 1914 zur Rechten Gottes warten musste, denn Jehova Gott ändert sich nicht, sondern hält die von ihm bestimmten Zeiten und Zeitpunkte treulich ein. Im Jahre 1914 war für Gott die Zeit gekommen, das Königreich seinem treuen Sohne zu geben, „dessen Recht es ist“, und die Zeit für den Sohn, das Königtum in Erfüllung des Bundes mit seinem Vorfahren David anzutreten. In jenem Jahre war die Zeit für ihn gekommen, auf die Einladung seines himmlischen Vaters hin zu handeln: „Fordere von mir, und ich will dir zum Erbteil geben die Nationen, und zum Besitztum die Enden der Erde. Mit eisernem Zepter wirst du sie zerschmettern, wie ein Töpfergefäss sie zerschmeissen.“ (Ps. 2:7-9) Da er die Nationen der Erde empfangen hat, um sie zu zerschmettern, wie man Töpfergefässe mit eisernem Stabe zerschmeisst, würde dies anzeigen, dass die „bestimmten Zeiten der Nationen“ geendet hatten.
17. Warum war im Jahr 1914 n. Chr. für Jehova die rechte Zeit gekommen, die Herrschaft anzutreten?
17 Im Jahre 1914, am Ende jener „bestimmten Zeiten“, begann Jehova als König zu herrschen. Wie wissen wir das? Nun, zu Anfang dieser Zeiten, 607 v. Chr., hörte er zu regieren auf, als er die Herrschaft des Königs Zedekia in Jerusalem stürzte. Er vertrieb ihn vom „Throne Jehovas“ und liess Jerusalem durch die babylonischen Heiden zerschlagen und es durch die Nationen niedertreten. Das Ende jener Zeiten im Jahre 1914 bedeutete somit gerade das Umgekehrte. Damals nahm Gott, der Allmächtige, seine grosse Macht wieder an sich. Er begann, als König zu herrschen, nicht im irdischen Jerusalem noch über das frühere verheissene Land Palästina, sondern über die ganze Erde und all ihre Nationen in und ausserhalb der Christenheit. Dies tat er in Erinnerung an seinen Königreichsbund mit David und indem er den würdigen Sohn Davids, Jesus Christus, als König der neuen Welt einsetzte. Nicht als König auf einem buchstäblichen Throne in einem irdischen Jerusalem, sondern auf dem „Throne Jehovas“, der im Himmel ist und wo Jesus gesessen hatte in der Erwartung, dass alle seine Feinde zu seinem Fussschemel gemacht würden. „Der Himmel ist mein Thron, und die Erde der Schemel meiner Füsse“, sagt Jehova. (Apg. 7:49, NW; Jes. 66:1) So ist denn seit 1914 für die Heiden-Nationen die Zeit gekommen, da sie nicht mehr oben auf, sondern unten sind, um von den himmlischen Herrschern zertreten zu werden, bis sie in der Schlacht von Harmagedon zu Staub geworden und weggeblasen sind.
18. Welche Ankündigung und welcher Dank wurden im Himmel dargebracht? Welche Geburt fand dort statt?
18 Die Engel im Himmel waren dieser Ereignisse im Jahre 1914 vollkommen gewahr: „Und laute Stimmen geschahen im Himmel, welche sprachen: ‚Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen als König in alle Ewigkeit.‘ Und die vierundzwanzig Personen vorgerückten Alters, die vor Gott auf ihren Thronen sassen, fielen auf ihre Angesichter und beteten Gott an und sprachen: ‚Wir danken dir, Jehova Gott, Allmächtiger, der da ist, und der da war, weil du deine grosse Macht angenommen und als König zu herrschen begonnen hast. Doch die Nationen wurden zornig und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit . . . um die zu verderben, welche die Erde verderben.‘ “ (Off. 11:15-18, NW) Von Jehovas himmlischer Organisation wird im Sinnbilde als von Jerusalem gesprochen. Sie hat Jesus Christus als den hervorgebracht, der den Thron als König der neuen Welt Jehovas einnehmen musste. Folglich wird dies in Kapitel zwölf der Offenbarung als die Geburt eines männlichen Kindes dargestellt: „Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der bestimmt ist, alle Nationen mit eisernem Stabe zu weiden. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Throne.“ — Off. 12:1-5, NW.
19. Wie haben die Nationen auf die Geburt des Königreiches reagiert?
19 Sein eiserner Stab oder sein Zepter bedeutete Zorn für die Nationen, deren bestimmte „sieben Zeiten“ abgelaufen waren. Somit bedeutete 1914 für die Heiden-Nationen nicht die Zeit, sich darüber zu freuen, dass Jehova seine Herrschermacht über die Erde angenommen hatte und dass das Königreich seines Christus geboren worden war. Sie wurden zornig. Die Ereignisse der Geschichte zeigen, dass dies gerade im kritischen Jahre 1914 geschah. Sie verwickelten sich miteinander in einen Weltkrieg um die Weltherrschaft, statt wie Christen zu handeln und ihre irdische Macht Jehovas inthronisiertem König zu überlassen. In den siebenunddreissig Jahren seit jener Zeit ist ihr Zorn nicht geringer geworden, sondern hat zugenommen, was bewiesen wird durch ihre vermehrte Verfolgung der Zeugen Jehovas, die das von seinem Christus geleitete Königreich ankündigen und es als Gesandte vertreten.
DAS MYSTISCHE BABYLON KOMMT ZU FALL
20. Wie kam das neuzeitliche Babylon zu Fall? Was wird sein Schicksal noch sein?
20 Das babylonische Reich wurde dazu gebraucht, Jerusalem im Jahre 607 v. Chr. zu zerstören und die „bestimmten Zeiten der Nationen“ einzuleiten. Es ist somit ganz passend, dass am Abschluss der bestimmten Zeiten im Jahre 1914 das neuzeitliche Babylon, die Weltorganisation des Teufels, als ein Ergebnis des Gerichtes Jehovas wider sie zu Fall und unter die Füsse gelegt wurde. Wie geschah dies? Indem der unsichtbare König des mystischen Babylon, Satan der Teufel, und seine Dämonenorganisation aus den himmlischen Höhen, aus der Gemeinschaft mit den heiligen Engeln, hinaus- und zu Gottes Fussschemel, zur Erde, hinabgeworfen wurde. Die Aktion, wodurch dies herbeigeführt werden sollte, begann gleich nachdem das Königreich 1914 geboren worden war. „Hinab denn wurde der grosse Drache gestürzt, die uralte Schlange, er, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde verführt; hinabgestürzt wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgestürzt. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: ‚Nun ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Autorität seines Christus gekommen, denn der Verkläger unserer Brüder ist hinabgestürzt . . . Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnet! Wehe der Erde und dem Meere! denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat grosse Wut, da er weiss, dass er eine kurze Zeitperiode hat.‘ “ (Off. 12:7-12, NW) In der Schlacht von Harmagedon, nach dieser „kurzen Zeitperiode“, wird das neuzeitliche Babylon oder Satans Weltorganisation vernichtet, und die neue Welt wird vollständig eingeführt werden.
21-23. a) Wessen Weltbekanntheit zeigt diesen Sturz an? b) Welchen Spruch nehmen sie wider ihn auf, und zu wessen Lobpreisung?
21 Ein Anzeichen vom Sturz des neuzeitlichen Babylon aus den himmlischen Höhen ist die Befreiung des treuen geweihten Überrests Jehovas und seiner Gefährten guten Willens von dieser Weltorganisation. Das ist der Grund, weshalb Jehovas Zeugen seit 1919 so weltbekannt geworden sind. Als das ehemalige Babylon selbst als Weltmacht im Jahre 539 v. Chr. vernichtet worden war, wurde der israelitische Überrest von seiner Macht befreit. Diese Überrestglieder durften an die Stätte Jerusalems zurückkehren und auf Grund der Verordnung des babylonischen Eroberers, des Perserkönigs Kores, den heiligen Tempel wieder aufbauen. So wie damals kann jetzt der befreite Überrest der geistlichen Israeliten samt seinen Gefährten guten Willens den Spruch wider Satan, den Gott und König des mystischen Babylon, aufnehmen und singen:
22 „Es wird geschehen an dem Tage, an welchem Jehova dir Ruhe schafft von deiner Mühsal und von deiner Unruhe und von dem harten Dienst, welchen man dir auferlegt hat, da wirst du diesen Spruch anheben über den König von Babel und sprechen: . . . Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen! Und du, du sprachst in deinem Herzen: ‚Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äussersten Norden. Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleich machen dem Höchsten.‘ — Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.“ „Und ich werde wider sie aufstehen, spricht Jehova der Heerscharen, und werde von Babel ausrotten Namen und Überrest, und Sohn und Nachkommen, spricht Jehova . . . Ich werde es ausfegen mit dem Besen der Vertilgung.“ — Jes. 14:3-23.
23 Während dies ein Schmähspruch auf den erniedrigten Gott des mystischen Babylon ist, ist es zugleich ein Loblied auf den Gründer der neuen Welt, die auf die Vernichtung Babylons folgt. Er zeigt an, dass Jehova Gott regiert und gerechtfertigt über seine Feinde dasteht.
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Die Neue-Welt-Menge von LobpreisendenDer Wachtturm 1951 | 1. Februar
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Die Neue-Welt-Menge von Lobpreisenden
1. Durch wen schwillt der Lobpreis für Jehova nun immer mehr an, und wozu?
GESPREIZT sass das alte Babylon auf dem Euphrat und dehnte seine imperialistische Macht über die Völker, Nationen und Sprachen aus. So hat Satans Weib, das mystische Babylon, seine bedrükkende Macht über die ganze Menschheit ausgeübt. Nur Jehova, unser Gott, der Allmächtige, konnte ihre Befreiung herbeiführen, indem er seine grosse Macht an sich genommen hat und als universeller König wieder zu herrschen beginnt und Babylon in der kommenden Schlacht von Harmagedon vernichtet. Die Lobpreisung, die Gott dafür dargebracht wird, dass er sein Reich durch Christus im Jahre 1914 begonnen und jene bereits befreit hat, die seinen Namen anrufen, nimmt bei einer Volksmenge, welche mit jedem weiteren Jahre grösser wird, schon mehr und mehr zu.
2. Was hören wir jetzt in Erfüllung von Offenbarung 19:6?
2 Die zornerfüllten Nationen können unmöglich die Lobpreisung Jehovas ersticken, auch wenn sie zu totalitären Methoden Zuflucht nehmen. In Erfüllung von Offenbarung 19:6 können unsere Ohren etwas hören, was gleich ist der „Stimme einer grossen Menge und wie ein Schall vieler Wasser und wie ein Schall schwerer Donner“. Ja, wir können sie sagen hören: „Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“ (NW) Der Schall ihrer Stimmen ist so mächtig, dass er mit dem Schall vieler Wasser und mit Donnerrollen verglichen wird, also mit irdischen und himmlischen Tönen. Dies deutet daraufhin, dass eine irdische und eine himmlische Klasse die mächtige Verkündigung herbeiführen. Die Tatsachen stimmen damit überein. Der Überrest geistlicher Israeliten, der für das himmlische Königreich bereitsteht, hat Jah oder Jehova seit 1919 n. Chr., als er von der Macht Babylons erlöst wurde, öffentlich gepriesen. Seitdem haben sich ihm Hunderttausende von Gläubigen angeschlossen, deren Hoffnung ein irdisches Geschick in der neuen Welt ist.
3. Wieso sind wir seine Sklaven, und warum sind sie verpflichtet, ihn zu preisen? Wie lobpreisen sie ihn?
3 Indem sie sich Gott durch Christus Jesus, unsern Erlöser, rückhaltlos weihten, sind sie Sklaven Gottes geworden und schulden ihm ihren ungeteilten Dienst. Die Tatsache, dass die Prophezeiung sagt, die grosse Volksmenge, deren Stimme zu hören ist, werde Jehova lobpreisen, macht es für sie bindend, sein Lob auszurufen. Die Prophezeiung muss erfüllt werden. In der Tat, der an sie ergehende Befehl, ihn zu loben, kommt von Gott, der auf seinem Throne sitzt, und durch seinen Sohn, das Lamm, der „in der Mitte des Thrones steht“. So lesen wir: „Auch ging eine Stimme vom Throne aus, die sprach: ‚Lobpreiset [fortwährend] unsern Gott, alle seine Sklaven, die ihr ihn fürchtet, die kleinen und die grossen.‘ “ (Off. 5:6, 7; 19:5, NW) Jesus sprach von ihm als von „meinem Vater und eurem Vater“ und „meinem Gott und eurem Gott“; und Jesus und all die Schafe, die ihm folgen, fürchten Gott mehr als Menschen oder Dämonen. Ihre Furcht vor ihm ist keine krankhafte Angst, wie sie erweckt wird durch die babylonische Fälschung darüber, wer und was Jehova ist; sondern ihre wahrheitsgemässe Erkenntnis Gottes enthüllt ihnen seine lobenswerten Eigenschaften. Es ist ihre Wonne, ihn vor allen zu rühmen, und die Missverständnisse, die andere von ihm haben, zu berichtigen. „Öffentlich und von Haus zu Haus“ lassen sie ihr Lob über ihn hören. Sie halten keine Lobreden über das „goldene Kalb“, welches das kommerzielle Element dieser Welt aufrichtet, noch über die politischen und militärischen Götter der Nationen noch über die religiösen Götter und Götzen, welche die Christenheit und das Heidentum anbetet. Sie haben der babylonischen Anbetung für immer den Rücken gekehrt.
4, 5. Welchen Ruf erheben sie, und was lobpreisen sie also?
4 „Lobpreiset Jah!“ ist ihr Ruf über die ganze Erde hin. Sie kennen den Namen, den nur Gott, der Höchste, hat, und allen, die ihn nicht kennen, zeigen sie, wer er ist. Sie tun all die Herrlichkeit, den Ruhm und die guten Verheissungen kund, die mit seinem heiligen Namen verbunden sind. Seitdem sie diesen Ruf aufnahmen, haben die Weltpolitiker und Staatsmänner, unterstützt von der Religionsgeistlichkeit, ein Symbol der Weltherrschaft aufgerichtet. Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand es in Form des Völkerbundes, nun aber hat es die Form der Vereinigten Nationen. Auf politischem und religiösem Gebiet werden Anstrengungen gemacht, zu veranlassen, dass alle Völker dieses Bildnis vergöttern und ihre Hoffnung auf Rettung darauf setzen. Erst kürzlich, am 7. September 1950, sagte der höchste ausführende Beamte der Vereinigten Staaten: „Die Vereinigten Nationen sind unsere eine Hoffnung, von der wir eine friedvolle Welt erwarten dürfen.“ — INS-Meldung.
5 Dennoch kann die grosse Menge der Sklaven, die Gott fürchtet, nicht von seiner Lobpreisung abgelenkt werden. Sie wissen, wer ihr Befreier, ihr Schöpfer, ihre Hoffnung auf ewiges Leben in der neuen Welt ist. Sie führen keine täuschenden Lobreden für die von Menschen gemachten politischen Systeme und Herrschaften dieser Welt, nein, für keinen Teil des modernen Babylon. Ihr Lob gilt dem Königreich Jehovas, das durch Christus geleitet wird. Sie haben kein Herz für die Weltpolitik. Sie besudeln sich nicht durch Einmischung in menschliche Politik. In dieser Hinsicht halten sie sich an die wahre Erklärung der reinen Anbetung Gottes: „Die Form der Anbetung, die rein und unbefleckt ist vom Standpunkte unseres Gottes und Vaters aus, ist diese: für Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sorgen und sich selbst ohne Flecken von der Welt zu bewahren.“ (Jak. 1:27, NW) Als Gesandte für Gottes Königreich lobpreisen sie die theokratische Regierung, die sie vertreten. — 2. Kor. 5:20, NW.
WARUM
6. Was zu tun, rufen sie nun die Menschen auf? Warum besonders jetzt?
6 Die Sklaven Gottes stehen ehrfurchtsvoll unter dem Befehl, alle Menschen aufzurufen, sich von der Lobpreisung der Götter, Götzen und Mächtigen dieser Welt weg — und der Lobpreisung des Schöpfers, Gründers und Bildners der bleibenden neuen Welt zuzuwenden. Hierfür besteht nun ein überaus dringender Grund, und sie erklären ihn den Menschen in den Worten: „Denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“ (Off. 19:6, NW) Diese Erklärung rückt die hervorragendste Streitfrage aller Zeiten, die Frage über die universelle Oberherrschaft Gottes, des Höchsten, allen Menschen und ihren irdischen Regierungen vor Augen. Das heisst: Wer wird als rechtmässiger Souverän über das Universum herrschen?
7. Warum ist es jetzt höchst unangebracht, dass ein jeder weiterhin das tue, was recht ist in seinen eigenen Augen, wie im alten Israel?
7 Während 2520 Jahren, der Dauer der sieben „bestimmten Zeiten der Nationen“, herrschte der rechtmässige universelle Souverän Jehova über keinen Teil dieser Erde, nicht einmal über das sogenannte Heilige Land Palästina. Doch dies ist jetzt seit 1914 nicht mehr der Fall. So ist es nun höchst unangebracht, dass irgendeine Nation oder Person einfach nur das tue, was dem menschlichen Sinn als recht erscheint, gleichwie in den Tagen, als es im Lande Israel keinen sichtbaren menschlichen König gab, sondern als „jeder tat, was recht war in seinen Augen“. (Richt. 21:25) Der nicht von Gottes Wort geleitete Sinn und Geist wird bestimmt von der Welt und ihrem Gott, Satan, dem Teufel, beeinflusst und wird daher den verkehrten Weg gehen. Sprüche 14:12 sagt: „Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes.“ Gott übersah einst die Zeiten der Unwissenheit, doch nun kann Unwissenheit nicht mehr als Entschuldigung vorgebracht werden für verkehrtes Handeln gemäss dem menschlichen Sinn, besonders jetzt nicht, da Gott seine Zeugen in allen Teilen der Erde erweckt hat und sie mit der Botschaft von seinem aufgerichteten Königreich aussendet. (Apg. 17:30) Dies ist die Zeit des Gerichts der Nationen. Diese Welt wird nie mehr zu den Zuständen zurückkehren, die vor 1914 bestanden. Denn Gottes Königreich ist hier, und es ist hier, um zu bleiben!
8. a) Was können die Nationen nicht verbieten, und welcher Streit wird daher bis zum entscheidenden Schluss vorwärtsgedrängt? b) Woraus sollten wir jetzt Nutzen ziehen?
8 Allen menschlichen Regierungen, seien sie von totalitärer, demokratischer oder von irgendeiner andern politischen und sozialen Art, wird kundgetan, dass sie Jehova Gott niemals davon ausschliessen können, bei der künftigen Verfügung über diese Erde seine entscheidende Rolle zu spielen. Er mag zulassen, dass sie Verbote ausgeben wider Jehovas Zeugen und ihren gesetzlichen Diener, die Watch Tower Bible & Tract Society, und ihre Dutzende von Zweigstellen, aber sie können nicht gegen Jehova ein Verbot aussprechen. Aus demselben Grunde können sie weder Jehovas Wort, die Bibel, vernichten noch seine Zeugen ausrotten. Würde zugelassen, dass sie das Zeugnis seiner Zeugen gewaltsam zum Schweigen brächten, so würde er selbst die Steine zum Schreien bringen. (Luk. 19:40; Hab. 2:11) Da Gottes Königreich nun die Feinde zu Recht herausfordert, muss der Streit um das Königreich vorwärtsgedrängt werden bis zum entscheidenden Schluss, und Jehovas regierender König Jesus Christus wird ihn so weit vorandrängen. Dies wird das Ende aller Königreiche und menschlichen Herrschaften dieser Welt im universellen Konflikt von Harmagedon bedeuten: „Kein Friede den Gesetzlosen“, und es wird keinen Frieden geben zwischen dieser Welt und Gottes aufgerichtetem Königreich. In dieser Zwischenzeit, den Jahren seitdem Satan aus dem Himmel hinausgestossen wurde bis zur kommenden Schlacht von Harmagedon, ist keine Stabilisierung der irdischen Verhältnisse durch Menschen oder durch die Vereinigten Nationen zustande gekommen noch irgendeine Wiederherstellung zu „Normalzuständen“, und dies wird auch nicht geschehen. In dieser Zwischenzeit aber, die bald enden soll, übt Gott in Barmherzigkeit Geduld, um Menschen guten Willens zu erretten. Weise handeln daher die Menschen, wenn sie aus seiner Geduld und Barmherzigkeit Nutzen ziehen und seine Königreichsbotschaft beachten, sich zu ihm und seinem König, der einzigen Hoffnung, wenden und dann seinen würdigen Namen loben und verherrlichen. — 2. Pet. 3:15.
SEINE HERRSCHAFT EIN ABSOLUTES KÖNIGREICH
9. Welche Art einer Regierung richtet er auf? Warum ist es für die Menschheit günstig, dass er allmächtig ist?
9 Mögen alle Menschen Kenntnis nehmen von der Proklamation, die alle Gott Lobpreisenden machen müssen, dass nämlich die einzige Regierung, die er aufzurichten verhiess und die er aufgerichtet hat, ein Königreich ist. Dieses ist eine Folge des Bundes für das Königreich, den er mit König David von Jerusalem geschlossen und nie widerrufen hat. Ja, es ist die Erfüllung des Bundes, den er mit seinem Sohne, Jesus Christus, schloss, um ihm dieses ewige Königreich der neuen Welt zu geben, und in welchen Königreichsbund Jesus seine treuen Nachfolger als Miterben aufnimmt. (Luk. 22:29, 30, NW) Es ist ein Königreich mit Jehova Gott als dem absoluten Herrscher, ist also keine Demokratie. Somit ist es eine Theokratie und nicht eine Volksherrschaft. Unter diesem theokratischen Königreich müssen die Menschen auf Erden den grossen Herrscher als Gott anbeten, gleichwie der König Christus Jesus und seine Miterben den höchsten Herrscher als Gott anbeten. Dies ist richtig, denn Jehova ist in der Tat der lebendige und wahre Gott, und alle Menschen verdanken ihm ihr Dasein sowie alle Segnungen des Lebens und besonders ihre Erlösung von Sünde, Verurteilung und Tod durch das Opfer seines Sohnes. Jehova, unser Gott, ist der Allmächtige; und wie gut ist es doch für die Menschheit, dass ein Allmächtiger, wie er es ist, die Zügel der Regierung über die Erde an sich genommen hat! Ein Allmächtiger wie er ist nötig, um die seufzende Menschheit von der zermalmenden Last der babylonischen Organisation des Teufels zu befreien.
10. Was zeigt ferner, dass dies eine theokratische Einrichtung und nicht eine demokratische ist?
10 Wie froh können wir sein, dass die neue Welt von Gott und nicht von den Politikern versprochen wurde, ferner dass ihre Herrschaft ein absolutes Königreich ist, und dass Menschen auf Erden hierzu nichts zu sagen haben, ausgenommen, dass sie dafür beten, es ankündigen und es andern empfehlen, wenn sie dies zu tun wünschen. Gott hat Mitleid mit der Menschheit und wird seine Fähigkeit rechtfertigen, aus der gefallenen Menschheit — dem Teufel zum Trotz — etwas zu seinem Lobe zu machen. Und so hat Gott die menschliche Familie, die vom sündigen Adam und von Eva herstammt, bestehen lassen, hat aber beschlossen, eine neue Herrschaft über sie aufzurichten. Als es mit der gerechten Welt im Garten Eden zufolge des Eindringens der Sünde aus war, beschloss er, eine Welt der Gerechtigkeit wiederherzustellen, eine neue Welt. Zu seiner bestimmten Zeit gründete er diese Welt oder legte vor neunzehnhundert Jahren deren Grund durch den Opfertod und die Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus. Nun hat er die himmlische Regierung für diese neue Welt aufgerichtet und seinen Sohn, der sich selbst als Opfer darstellte, zu ihrem König eingesetzt. Dies hat er getan, obwohl die meisten Menschen auf Erden Jesus Christus als König nicht wünschten, welche Tatsache beweist, dass dies nicht eine demokratische Einrichtung, sondern eine theokratische ist, und dass die Menschen unter der Macht des Widersachers Gottes stehen.
11. Welches ursprüngliche Vorgehen zeigt, dass die volkstümliche Selbstherrschaft nicht der Weg zu guter Herrschaft und zum Leben ist?
11 Die Menschen, ja die meisten von ihnen, sind keine sicheren Führer in diesem „gegenwärtigen bösen System der Dinge“, denn Satan ist der „Gott dieses Systems der Dinge“, und er verführt die ganze bewohnte Erde. Die Demokratien hatten ihren Ursprung im heidnischen Griechenland, das Babylons Religion annahm; und wenn Demokratien oder Volksrepubliken zur Bestimmung der Zukunft für die ganze Menschheit das letzte Wort hätten, so würde unsere Erde niemals Jehova als König noch den gesalbten Sohn Jesus Christus als seinen königlichen Vertreter auf dem Throne haben. Ursprünglich bestand die theokratische Herrschaft im Garten Erden. Dann wurde die Bewegung zu volkstümlicher Selbstherrschaft befürwortet und in Gang gesetzt. Adam und Eva traten wider das theokratische Gesetz und in Übereinstimmung mit der grossen Schlange auf, die zum „Gott dieses Systems der Dinge“ wurde. Durch das Beanspruchen einer volkstümlichen Selbstherrschaft wurden Sünde und Tod auf Erden eingeführt. Die Herrschaft Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus bedeutet ewiges Leben in einer sündenlosen neuen Welt. Dem höchsten König über das ganze Universum muss jetzt ein jeder, der Leben und eine vollkommene Herrschaft wünscht, durch Jesus Christus seine Treue darbringen.
12. Welches ist die einzige Hoffnung auf Hilfe für die Menschen, und welche Anbetung ist jetzt völlig unangebracht?
12 Die gefallene Menschheit hat sich der Selbstherrschaft als unfähig erwiesen. Dennoch bedient sich die Christenheit jeglichen Notbehelfs und nimmt dazu Zuflucht, um Jehova Gott Widerstand zu leisten und es zu vermeiden, ihn durch Christus Jesus als König zu haben. Was ist das Ergebnis seit 1914? Allenthalben gehen die Leiden des Volkes weiter, und es ist der Schuld am Weiterbestehen dieser Leiden teilhaftig. Seine Götter verfehlen, ihm Hilfe zu bringen. Die einzige Hoffnung auf Hilfe bietet die göttliche Regierung. Möchten die Menschen aufhören, ihre falschen Götter und Götzen um Hilfe anzurufen. Da unser Gott, Jehova, der Allmächtige, nun als König herrscht, ist es ganz unangebracht, andere Götter und Götzen anzubeten, die von Geschöpfen gemacht worden sind. Er wird in der neuen Welt keine falsche Anbetung dulden. Weshalb daher nicht ohne Verzug ihn als König lobpreisen und ihm dienen? — Ps. 135:1-5, 15-18.
13. Warum ist es Jehova und nicht Satan, der in erster Linie geeignet ist, die Erde und ihre Bewohner zu leiten?
13 Wie befremdend ist es doch, dass die Bewohner der Erde ihn, den Schöpfer der Erde und des Menschen darauf, nicht als ihren König wünschen! Nicht die Menschen dieses Atomzeitalters, sondern Gott ist der Eine, der in erster Linie weiss, wie die Erde zu verwalten ist, und der sie zum Guten der Menschheit regulieren kann, wobei er zwischen allen Kräften in der Erde und um die Erde herum das vollkommene Gleichgewicht bewahrt. Satan, der Teufel, hat alle diese Kräfte missbraucht. Er hat nur das „Mittel, das den Tod verursacht“, angewandt. In ihm ist kein Leben, noch kommt Leben durch irgend etwas, was er aufgerichtet hat. Als „Herrscher dieser Welt“ und als „Gott dieses Systems der Dinge“ hat er versagt. Dies hat weder Leben noch eine gute Regierung für uns, sondern das gerade Gegenteil bedeutet. (Heb. 2:14 und Joh. 12:31 und 2. Kor. 4:4, NW) In Eden ist er gesalbt worden als der „schirmende Cherub“ und war damals „vollkommen in [seinen] Wegen“. Als er sich aber daran machte, unabhängig von Jehovas universeller Oberherrschaft Weltmacht auszuüben, da wurde Unrecht in ihm gefunden. Indem er eine menschliche Selbstherrschaft, getrennt von Gott, befürwortete, führte er Adam und Eva in Rebellion und Sünde hinein. Gott, der Allmächtige, trieb die Rebellen aus Eden hinaus, doch entfernte er den untreuen Cherub, nun Satan der Teufel, nicht aus seiner unsichtbaren Machtstellung über die Menschheit. Gott liess ihn in der falschen Stellung weiterbestehen, die er sich betrügerisch über die Menschheit erschlichen hatte. — Hes. 28:13-19.
14. Wie hat Satan trotz seiner vorteilhaften Stellung versagt?
14 Trotz dieser vorteilhaften Stellung über die Menschheit hat Satan sein Recht und seine Würdigkeit auf die Universalherrschaft oder seine Fähigkeit, alle Männer und Frauen gegen Jehovas universelle Oberherrschaft aufbringen zu können, nicht bewiesen. Er hat verfehlt, zu beweisen, dass er etwas Besseres bieten kann, als was Gott, der Allmächtige, ursprünglich geschaffen und für die Menschheit vorgesehen hat. Nach diesen sechstausend Jahren satanischer Beherrschung der Erde hat sich das, was der Böse in Eden durch die Rebellion Adams und Evas wider Jehovas universelle Oberherrschaft verhiess, nicht verwirklicht. Die Art einer menschlichen Regierung, die er mit Nimrod in Babylon, der Geburtsstätte aller weltlichen Könige in Gang brachte, hat verfehlt, dem Volke eine befriedigende Administration ihrer Angelegenheiten zu verschaffen. Eine Befolgung der Wege Satans, des falschen Gottes, und Trotz gegenüber dem wahren Gott Jehova und seinem Christus sowie deren Ausserachtlassung haben in der Folge herzzerbrechende Trübsal und den Tod gebracht.
ERHEBET DEN UNIVERSELLEN KÖNIG!
15. Warum ist es weise, jetzt Jehovas Gunst zu suchen, und gemäss welchem Ruf von einer grossen Volksmenge sollten alle Hörenden nun handeln?
15 Nun ist ein lebenbringender Wechsel im Gange. Der uralte Streit um die universelle Oberherrschaft wird binnen kurzem in Harmagedon endgültig erledigt werden. Jehova, unser Gott, der Allmächtige, regiert nun als König über Erde und Himmel. Er ist der grosse Eroberer, der den Teufel aus dem Himmel vertrieben hat und binnen kurzem dessen Welt vernichten und eine neue Welt des Lebens und der Freude schaffen wird. Mögen denn alle, die nach Leben, Frieden und einer gerechten Herrschaft Verlangen tragen, die zum Untergang verurteilte Welt verlassen und sich als Jehovas Untertanen erklären. Es ist nur vernünftig, dass alle normalen Personen den Wunsch hegen sollten, die Gunst des neuen Königs zu suchen, besonders da sich doch alle seiner Herrschaft schliesslich unterwerfen oder zugrunde gehen müssen. Der gesunde Menschenverstand schreibt dies als den weisen Lauf vor, weil es den Betreffenden zum Segen gereicht und Gott verherrlicht. Dadurch wird Jehovas universelle Oberherrschaft wider die falschen Anklagen und Angriffe des Teufels unterstützt. Während Jehovas Zeugen das Königreichsevangelium weiterhin predigen werden, hören mehr und mehr Menschen die Stimme der grossen Volksmenge sagen: „Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“ Es ist heute für jeden Hörer hohe Zeit, diesem Aufruf entsprechend zu handeln und ihn als König zu lobpreisen, als seinen persönlichen König, den anzubeten und dem immerdar zu dienen er die Wahl getroffen hat. Mögen alle nun so zu leben und zu sprechen beginnen, wie es sich unter seinem Königreich geziemt. Mögen sie ihn auf der ganzen Erde vereint lobpreisen als eine Gesellschaft von Menschen, die seinem ewigen Königreiche volle Untertanentreue entgegenbringen!
16. Was kündet Psalm 99:1-5 an, und was zu tun ruft dieser Text die Menschen auf?
16 Die Prophezeiungen, die sich auf diese furchterregende Zeit beziehen, erstrahlen vor Ankündigungen über das Reich, das Jehova angetreten hat und vor göttlichen Verordnungen über das, was jetzt zu tun das Richtige ist. In gehobener Sprache kündet Psalm 99:1-5 an: „Jahweh [oder Jehova] ist König geworden, mögen die Völker zittern, er thront über den Cherubim, die Erde erbebe. Jahweh ist gross in Zion, und erhaben ist er über alle Völker. Mögen sie seinem Namen danken — gross und hehr, heilig ist er! Ja, mit der Kraft eines Königs liebt er das Recht; du hast Geradheit aufgerichtet, Recht und Gerechtigkeit hast du in Jakob gewirkt. Erhebet Jahweh, unsern Gott, und beuget euch nieder an seinem Fussschemel, heilig ist er!“ — Ro.
17. Über wem thront Jehova? Wie hat die Tatsache, dass er König geworden ist, die Erde berührt, und was sollen die Menschen jetzt tun?
17 Jehova thront über den Cherubim, die seine Oberhoheit unterstützen. Inmitten dieser Cherubim ist jener nicht zu finden, der als der „gesalbte, schirmende Cherub“ in Eden war. Weil er sich selbst in Satan, den Teufel, umwandelte, ist er aus dem Himmel hinausgestossen worden und unterstützt den göttlichen Thron jetzt nicht. Nein, sondern er ist zum Fussschemel für die Füsse Jesu Christi, des Königs Jehovas, gemacht worden. Die Tatsache, dass Jehova König geworden ist und seinen Sohn inmitten der Cherubim als König der neuen Welt auf den Thron gesetzt hat, ist ein Ereignis, das unsere Erde mächtig berührt. Kein Wunder, dass es, bildlich gesprochen, seit 1914 eine Erschütterung herbeigeführt hat! Die Grundlagen, auf denen ihre menschliche Gesellschaft während sechstausend Jahren geruht hat, sind im Wanken. Gott hat ihre Nationen ins Gericht gebracht, um zu veranlassen, dass sie ihre Einstellung gegen seinen König und sein Königreich kundtun, wofür die Christenheit heuchlerisch zu beten bekannte. Jetzt ist keine Zeit, dass wahrhaft gottesfürchtige Menschen den weltlichen politischen und religiösen Führern folgen und Jehovas Herrschaft als König ausser acht lassen, ja ihr trotzen. Es ist für die Menschen eine Zeit, zu zittern.
18. Was unter den Nationen zu sagen, gebietet uns Psalm 96?
18 Möge die irdische Gesellschaft der Herrschaft Satans sich weiterhin in Angst winden, weil sie widerspenstig die göttliche Herrschaft ablehnt. Wir aber, die wir Hoffnung auf Leben in der neuen Welt haben, sei es im himmlischen Königreich oder auf der neuen Erde, wir wollen uns freuen und so laut frohlocken wie schweres Donnerrollen und wie das Rauschen vieler Wasser. Denn Jehova hat die Grundlage der neuen Welt unerschüttert bewahrt und hat nun die Theokratische Regierung dafür in den starken Händen Jesu Christi aufgerichtet. Als sichere Folge wird binnen kurzem die Beseitigung der alten Welt des Teufels im Kriege der Rechtfertigung von Harmagedon folgen, und die neue Erde wird auf den Grundlagen der ewigen Gerechtigkeit aufgerichtet. Wir freuen uns jetzt, dem prophetischen Befehl für diese glorreiche Zeit zu gehorchen: „Beuget euch nieder vor Jahweh [oder Jehova] im Schmuck der Heiligkeit, seid in Angst bei seiner Gegenwart, ganze Erde! Saget unter den Nationen: Jahweh ist König geworden. Sicherlich hat er die Welt festgestellt, sie wird nicht erschüttert werden, er wird die Völker richten in Geradheit. Mögen sich die Himmel freuen, und möge die Erde frohlocken, möge das Meer brausen und seine Fülle.“ — Ps. 96:9-11, Ro.
19. Was zu tun, sind wir unabänderlich entschlossen, welchen Umständen zum Trotz?
19 Dieser prophetische Befehl bestimmt für uns unsere Botschaft und legt unsern Dienstauftrag dar. So möge denn im Jahre 1951 an politischen, religiösen und andern Wechseln kommen, was da will; ja mögen Verfolgungen und Unterdrückungsmassnahmen gegen Jehovas Volk und seine Botschaft kommen; unser Auftrag und unsere Botschaft bleiben unverändert. Ebenso bleibt unsere Entschlossenheit unverändert. Im Interesse der Mehrung der Theokratie werden wir mit allen uns von Gott gegebenen Mitteln weiterfahren, den Hallelujah-Ruf zu erheben: „Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“
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Schreiben vor der FlutDer Wachtturm 1951 | 1. Februar
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Schreiben vor der Flut
VOR nicht so langer Zeit glaubte man, Mose habe als erster das Schreiben erfunden, und zwar in Erfüllung des göttlichen Gebots: „Jehova sprach zu Mose: Schreibe dieses zum Gedächtnis in ein Buch.“ (2. Mose 17:14) Doch schon vorher hatte Hiob, dieser Mann der Leiden, ausgerufen: „O dass doch meine Verteidigung aufgeschrieben, o dass mein Fall schriftlich aufbewahrt werden könnte, mit eisernem Griffel in Blei eingeschnitten oder bleibend auf Stein eingraviert.“ Ferner sprach er von der „Rolle, welche mein Gegner geschrieben“. (Hiob 19:23, 24, Mo; 31:35, 36, AT) Bisweilen haben Spötter die biblische Erklärung, dass Mose die ersten fünf Bücher geschrieben habe, in Misskredit zu bringen gesucht durch die Behauptung, das Schreiben sei zu seiner Zeit unbekannt gewesen.
Indes haben in den letzten Jahren die Archäologen Beweise zutage gefördert, dass nicht nur das Schreiben zur Zeit Moses und selbst zur Zeit Hiobs bekannt war, sondern dass man sich seiner schon vor dem Dasein dieser zwei Männer bedient hatte, selbst vor der Flut der Tage Noahs, 2370 v. Chr. Es entstehen die Fragen: Wie lange vor der Flut hat man mit Schreiben begonnen? Wo begann man damit? Wie sahen die Schriftzeichen vor der Flut aus? Auf welche Weise schrieb man? Warum liess Jehova vorsintflutliche schriftliche Aufzeichnungen aufbewahren? Gestützt auf massgebende Quellen, die in den Fussnoten angegeben sind, sucht dieser Artikel auf diese Fragen Antwort zu geben.
„Dies ist das Buch von Adams Geschlechtern.“ Die Benutzung des Wortes Buch weist auf etwas Geschriebenes hin. ‚Adams geschriebene Geschichte‘1a (1. Mose 2:5 bis 5:2) behandelt die Zeitspanne von der Erschaffung des Menschen an bis zur Zeit Tubalkains, „des Stammvaters aller derer, die Geräte aus Kupfer und Eisen herstellen“. (1. Mose 4:22, Menge) Da Tubalkain ein Ururur-Enkel Hanochs, des Sohnes Kains, war und Hanoch um die Zeit geboren wurde, da Seth zur Welt kam, war Tubalkain wahrscheinlich ein Zeitgenosse von Seths Ururur-Enkel Henoch, dem Sohne Jereds.2b Da Henoch, der Sohn Jereds, im Jahre 3404 v. Chr. geboren wurde, fiel Tubalkains Arbeit in Metall wahrscheinlich in das vierunddreissigste Jahrhundert v. Chr. oder auf eine etwas spätere Zeit.3c Und da es das späteste Ereignis ist, das in ‚Adams Buch der Geschichte‘ erwähnt wird, wurde dieses Buch wahrscheinlich im vierunddreissigsten Jahrhundert v. Chr. oder später geschrieben; doch nicht später als am Ende des einunddreissigsten Jahrhunderts v. Chr., denn Adam starb 3096 v. Chr. So wurde denn ‚Adams Buch der Geschichte‘ wahrscheinlich zwischen 3350 und 3096 v. Chr.4d geschrieben.
Dieses Buch ist aber nicht das erste, das in der Bibel erwähnt wird. Wir lesen in 1. Mose 2:4: „Dies ist das Buch der Generation des Himmels und der Erde.“ (Bagster’s Septuaginta) Wenn auch dieses Buch der „Geschichte der Himmel und der Erde“ (Confraternity) nicht notwendigerweise in Eden5e geschrieben wurde, ist es wahrscheinlich doch älter als ‚Adams Buch der Geschichte‘.
Somit hat man seit der Zeit Adams auf Erden geschrieben. Da Adam 726 Jahre vor dem Kommen der Flut starb, muss das Schreiben nicht später als ebensoviele Jahre vor der Flut begonnen haben, möglicherweise viel früher.
WO?
Wenn Adam die ‚Geschichte der Himmel und der Erde‘ nicht in Eden schrieb, wissen wir nicht genau, wo mit Schreiben begonnen wurde. Da zwei der Ströme, die aus dem Garten Eden flossen (der Euphrat und der Hiddekel oder Tigris) in oder in der Nähe von Armenien entspringen, lag der Garten wahrscheinlich irgendwo in dem Gebiet, das jetzt als Armenien bekannt ist. Die Stelle in 1. Mose 3:24 deutet daraufhin, dass Adam aus dem Garten Eden nach Osten vertrieben wurde, doch offenbart die Schrift nicht, ob er dann bis zu seinem Todestage an jener Stelle blieb oder ob er umherzog. Sein Sohn Kain zog nach dem Lande Nod, ebenfalls östlich von Eden. (1. Mose 4:16) Wiewohl vorsintflutliche menschliche Überreste in verschiedenen Teilen der Erde zeigen, dass der Mensch vor Beginn der Sintflut nach verschiedenen Gegenden der Erde
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