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Jehovas Anforderungen an alle, die das Leben suchenDer Wachtturm 1961 | 15. März
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seines Vaters kennenzulernen, sondern er sagte, daß er gekommen sei, „den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat“. (Joh. 4:34, NW) Was von dem Anführer und Vorbild gilt, gilt auch von seinen Nachfolgern. Viele Menschen werden sagen: „Ich kann kein Prediger sein. Ich kann nicht von Tür zu Tür gehen und den Menschen so predigen, wie Jesus oder die Apostel es taten und wie Jehovas Zeugen predigen.“ Wir mögen sagen, daß wir das nicht können, aber Gott weiß, daß wir es können. Er hat die Anforderungen niedergelegt, und sie gelten allen Menschen, ungeachtet ihrer Rasse, ihrer Nationalität, ihrer Sprache, ihrer Schulung oder ihres Berufes.
21. Welches Ziel, das wir uns im Leben stecken, wird uns Segnungen des Friedens, des Glücks und des ewigen Lebens eintragen?
21 Du magst schwer arbeiten, und es mag dir gelingen, Präsident, Staatsmann, Rechtsgelehrter, Landwirt, Arzt oder Krankenpfleger zu werden. Willst du aber dein Ziel nicht noch höher stecken, ja so hoch, wie es überhaupt möglich ist, und dein Leben um viele Jahre verlängern, so daß du sogar ewig leben kannst? Das kannst du, wenn du die Anforderungen kennenlernst, die Jehova Gott an dich stellt, und wenn du als ein Nachfolger Christi Jesu den Predigtdienst aufnimmst. Irgend jemand, der sich der Segnungen des Glücks, des Friedens und des ewigen Lebens erfreuen möchte, muß den Anforderungen Gottes, Jehovas, entsprechen und ein Zeuge und Prediger sein, gleichwie es seine Diener in vergangenen Zeiten waren. Nur so können wir die große Gabe des Lebens von Jehova Gott in seiner neuen Welt der Gerechtigkeit erhalten und leben und ihm immerdar dienen.
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Der Zweck unseres PredigtdienstesDer Wachtturm 1961 | 15. März
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Der Zweck unseres Predigtdienstes
„Ich bin gerade zu dem Zweck geboren worden und zu dem Zweck in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen.“ — Joh. 18:37, NW.
1, 2. (a) Was hat Jehova in vergangenen Zeiten gebraucht, um seinen Willen zu erfüllen? (b) Was soll nach Jehovas Vorhaben vor dem Ende dieser bösen Welt getan werden, und durch wen?
WENN Jehova, der lebendige Gott, darangeht, sein Vorhaben zu verwirklichen, so ist er in bezug auf Mittel, es durchzuführen, niemals in Verlegenheit. In seiner unendlichen Weisheit hat er viele Kräfte und Geschöpfe dazu gebraucht, sein ewiges Vorhaben durchzuführen und die Besonderheiten seines göttlichen Willens zu verwirklichen. In vergangenen Jahrhunderten hat er sich tobender Feuerflammen bedient, sturmgepeitschter Meere, eines großen Fisches, wildlebender Tiere, der Vögel, der Insekten, der Engel und der Menschen. Alle haben ihrerseits dem göttlichen Vorhaben ihres Schöpfers gedient. — 1. Mose 19:1, 24; Jona 1:4; 2:1; 2. Kön. 2:24; 4. Mose 11:31-33; 2. Mose 8:16, 17.
2 Heute nähert sich die Zeit eilends, in der Jehova diese böse Welt ihr vollständiges Ende erfahren lassen will. Bevor aber dieses alte System unter Satan, dem Teufel, sein Ende erreicht, um der bleibenden neuen Welt Jehovas Platz zu machen, hat Jehova beschlossen, ein überaus dringendes und wichtiges Werk durchzuführen. Wird sich Jehova Gott des Feuers und der Stürme bedienen, um dieses dringende Werk zu vollenden? Wird er die Tiere des Feldes und die Vögel der Luft dazu einladen? Nein! Auch wird dieses einzigartige Vorrecht nicht den Engeln des Himmels zuteil. Er hat dieses Werk gottesfürchtigen Menschen auf Erden vorbehalten, treuen Männern, Frauen und Kindern, die diese böse alte Welt verlassen und seine Diener werden. — Matth. 24:14.
3. Was ist der vornehmste Zweck aller Diener Jehovas gewesen, und welche Anzeichen gibt es dafür, daß Jehova ihren Predigtdienst heute segnet?
3 Von der Zeit Abels, seines ersten menschlichen Zeugen, an hat Jehova immer Diener auf Erden gehabt, und obwohl sie zu verschiedenen Zeiten verschiedene Dienstaufgaben erhielten, verfolgten sie alle gemeinsam doch einen vornehmsten Zweck: sie nahmen an der Rechtfertigung des Namens Jehovas teil, indem sie seinen Namen und seine Vorsätze bekanntmachten. Dieses Ziel verfolgte Christus Jesus, als er hier auf Erden war. Das war auch das Ziel der treuen Apostel. Auch ist es das Ziel von Tausenden und aber Tausenden der Jehova hingegebenen Diener von heute, die die Neue-Welt-Gesellschaft bilden. Für seinen großen und heiligen Namen hat Jehova Gott diese Neue-Welt-Gesellschaft auf Erden gegründet, und deren Glieder erweisen sich als produktive Diener Gottes. Heute ist die stets wachsende Zahl der Menschen guten Willens, die auf dieses lebenrettende Werk des Volkes Jehovas reagieren und sich mit der Neuen-Welt-Gesellschaft verbinden, ein positiver Beweis dafür, daß Jehova den Predigtdienst seines Volkes in Wahrheit segnet. — Spr. 14:25.
4. Wie betrachtet Jehova seine Diener, und wie widerstrahlen sie das Licht?
4 Um uns erkennen zu helfen, wie Jehova seine Diener von seiner erhöhten Stellung aus ansieht, schrieb Petrus: „Ihr seid … ein Volk zum besonderen Besitztum, damit ihr die Vortrefflichkeiten dessen weithin verkündigt, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“ (1. Pet. 2:9, NW) Durch den christlichen Predigtdienst wird dieses Licht der guten Botschaft von Gottes Königreich weit und breit zurückgestrahlt, so daß „jeder, der den Namen Jehovas anruft“, errettet werden wird. — Röm. 10:13, NW.
DIE RECHTFERTIGUNG JEHOVAS VON ERSTER WICHTIGKEIT
5, 6. (a) Wer ist der Hauptgegner des Lebens? (b) Wie halten falsche religiöse Hirten das Volk in Finsternis und befürworten die Freundschaft mit der Welt?
5 Jahrhundertelang hat sich Satan, der Widersacher Gottes, verzweifelt bemüht, dieses wunderbare Licht auszuschalten und ganz auszulöschen und die Erdbevölkerung in Finsternis zu halten. Vor nahezu sechstausend Jahren, als dieses ehrgeizige Geschöpf die rechtmäßige Souveränität Jehovas Gottes antastete, ging es im Garten Eden auf gesetzlose Weise daran, das ganze Menschengeschlecht von dem Schöpfer wegzulocken. Satan hat sich dazu vieler böser Mittel bedient. Das erfolgreichste von allen ist die falsche Religion gewesen, in der ihre Hirten die Führung übernommen haben. Obwohl sich diese religiösen Führer als Gottes Diener bezeichnet und ihren Lebensunterhalt unter diesem Vorwand verdient haben, zeigen doch die Tatsachen, daß sie, statt dem Namen Jehovas Ehre zu bereiten, seinen Namen verhehlt und gelästert und ihn aus ihren modernen Bibelübersetzungen entfernt haben. Wie in alten Zeiten die unehrlichen Kaufleute, die den Wein verwässerten, damit er länger reiche und so mehr Geld einbringe, sind Geistliche gleichsam Kaufleute der falschen Religion geworden und haben Gottes Wort verwässert und verfälscht, indem sie etwas von der Bibelwahrheit mit einer großen Menge menschlicher Traditionen, heidnischer Lehren und wissenschaftlicher Philosophien vermischten. Sie haben die biblischen Lehren durch ein Mischmasch von heidnischen Lehren von einem Fegefeuer, von Dreieinigkeiten, von einer Hölle und von der Unsterblichkeit der Seele ersetzt, und dafür, daß sie diesen religiösen Mischtrank ausgeschenkt haben, erhalten sie von ihrer Herde materielle Unterstützung.
6 Diese religiösen Führer befürworten es auch, daß die Menschen mit der bösen alten Welt Freundschaft pflegen. Über vierzig Jahre haben sie den Völkerbund und seinen Nachfolger — die Vereinten Nationen — unterstützt. Statt sich vor Gottes inthronisiertem König, Christus Jesus, niederzubeugen, dessen Namen ihre Lippen immer und immer
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