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    Der Wachtturm 1953 | 1. Februar
    • Die Stimme Jehovas

      „Betet Jehova an im Schmucke heiliger Ordnung!“ — Ps. 29:2, AS.

      1. Welcher Bekanntmachung widmen sich Jehovas Zeugen, und wieso erscheint das Vorgehen der Herausgeber einer neuen Bibelübersetzung sonderbar?

      JEHOVAS Zeugen widmen sich der Bekanntmachung des Namens Jehovas. Sein Name wird in den hebräischen heiligen Schriften deutlich durch das Tetragrammaton יהוה angegeben, wofür die lateinischen Buchstaben JHVH lauten (englisch: YHWH). Während die genaue Aussprache der vier hebräischen Buchstaben für diesen Namen nicht bekannt ist, lautet doch der Name des souveränen Herrschers des Universums so, wie wir ihn seit langem kennen, im Deutschen: Jehova. Jehovas Zeugen wünschen, daß alle Völker von einem bis zum anderen Ende der Erde mit diesem Namen und seinem Sinn vertraut werden. Die Bewohner aller Länder sollten den göttlichen Namen in ihren eigenen Sprachen kennen. Dem überlegenden Sinn kommt es aber sonderbar vor, daß die religiösen Führer in der Christenheit danach trachten, diesen Namen zu verbergen, ja zunichte zu machen. Dies haben sie in der kürzlich herausgegebenen Revised Standard Version der Bibel [Revidierten Standard-Bibel, engl.] getan, weil die Abteilung für christliche Erziehung des Nationalrats der Kirchen Christi in den Vereinigten Staaten von Amerika ihn entfernt haben will und so das Verdienst beansprucht und die Verantwortung auf sich nimmt, den Namen Jehova in ihrem neurevidierten englischen Text auszumerzen.

      2. Wie haben sie den Namen Gottes erniedrigt, doch warum können sie ihn nicht zunichte machen?

      2 Man fragte sich, welchen Wortlaut sie wohl dem Text in Psalm 83:18 gäbe, wo die King-James-Bibel lautet: „Damit man erkenne, daß du, dessen Name allein JEHOVA ist, der Höchste bist über die ganze Erde.“ [Siehe ZB, 1903] Gemäß der Auffassung jenes christlichen Erziehungskomitees des Nationalrats, das nun das Copyright für die Revised Standard Version [Revidierte Standard-Bibel, engl.] innehat, sollte es dort heißen: „dessen Name der HERR ist“. Doch diese Wiedergabe des hebräischen Tetragrammatons verleiht dem höchsten Wesen des ganzen Universums weder irgendwelche Auszeichnung noch Souveränität noch Oberhoheit. Das Wort „Herr“ hat für den gewöhnlichen Alltagsmenschen von heute viele Bedeutungen. Sucht dieses religiöse Komitee den souveränen Herrscher als eine gewöhnliche Person oder weniger als das hinzustellen, indem es die Leute der Welt seinen wirklichen Namen nicht wissen läßt? Oder will es sagen, er habe keinen eigentlichen Namen? Warum ihn verbergen? Warum das Volk glauben machen, Gott der Allmächtige sei nur ein anderer Meister, Herrscher oder Edelmann, indem man das Tetragrammaton als einen Titel, als „der Herr“, liest, statt Gott seinen tatsächlichen Namen zu geben? Warum diese Erniedrigung des Namens Gottes durch seine Ausschaltung? Als Gott zu Mose sprach, sagte er: „Und ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige; aber mit meinem Namen Jehova habe ich mich ihnen nicht kundgegeben.“ (2. Mose 6:3) In der Revidierten Standard-Bibel (engl.) heißt es nun: „Aber mit meinem Namen der HERR tat ich mich ihnen nicht kund.“ Indes kann dieses Komitee durch eine große Verbreitung seiner Revidierten Standard-Bibel den Namen des allein wahren Gottes des Universums, Jehovas, nicht zunichte machen. Warum nicht? Weil Jehovas Zeugen immer noch leben, und sie werden im Ankündigen und Kundtun des Namens Jehovas unter allen Stämmen und Sprachen in allen Nationen der Erde emsiger und energischer sein denn je.

      3. Was wird die „Stimme Jehovas“ jetzt tun, und welche Entscheidung zu treffen ist jetzt an der Zeit?

      3 Diese Religionisten der Neuzeit mögen mit Gottes Namen Jehova tun, was sie wollen, aber der große Herrscher wird dafür sorgen, daß sein Volk seinen Namen verkündigt und ihn bekanntmacht. „Die Stimme Jehovas“ wird dies tun. Nichts, nicht einmal die Religionisten der Christenheit, werden Gott den Allmächtigen daran hindern, seinen Namen auf der ganzen Erde kundzutun, denn er selbst sagt: „Ich werde mein Volk aus eurer Hand erretten. Und ihr werdet wissen, daß ich Jehova bin.“ (Hes. 13:23) Jehova weiß, daß die Geistlichkeit der Christenheit dem alten System der Dinge dient, das er selbst in der Schlacht von Harmagedon vernichten wird. Bestimmt dient sie nicht ihm. Darum sagt Jehovas Wort zu denen, die ihn lieben: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk.“ (Off. 18:4, NW) Für alle Menschen ist die Zeit gekommen, eine Entscheidung zu treffen in der Frage, auf welcher Seite sie stehen wollen, auf der Seite Jehovas oder auf der Seite seiner Gegner.

      4, 5. Welche „Söhne“ werden in Psalm 29:1 erwähnt, und wer könnten sie sein? Warum?

      4 Laßt uns auf das hören, was Jehova selbst durch seinen Schreiber David sagen ließ, als dieser den 29. Psalm niederschrieb. Die einleitenden Verse dieses sehr anschaulich geschriebenen Psalmes lauten: „Gebet Jehova, ihr Söhne der Starken [Mächtigen, AS], gebet Jehova Herrlichkeit und Stärke! Gebet Jehova die Herrlichkeit seines Namens; betet Jehova an in heiliger Pracht [im Schmucke heiliger Ordnung, AS]!“ (Ps. 29:1, 2) Aus dieser Beschreibung zeigt es sich, daß eine Zeit zu einer Festfeier, eine Zeit zu einem freudevollen Anlaß gekommen ist.

      5 Beim Betrachten dieser zwei Verse könnten wir uns fragen: Wer sind denn diese „Söhne der Mächtigen“? Es könnten jene sein, die sehr hohe Stellungen in der theokratischen Organisation Gottes Jehovas einnehmen, vielleicht die mächtigen Diener, die Jehova zu besonderem Dienst bestellt hat. Andrerseits könnte es „Söhne Gottes“ bedeuten, wie dies in der Allioli- und Menge-Bibel wiedergegeben wird. Wenn dem so ist, dann könnten die „Söhne Gottes“ all die Engel der Himmel einschließen, die den Menschen unsichtbar sind, aber Jehovas universelle Organisation bilden. Im Buche Hiob wird erklärt: „Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor Jehova zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte.“ (Hiob 1:6) Bei festlichen Anlässen, wie dieser es war, wird man den Namen Gottes, des Höchsten, Jehovas, gelobt und besungen haben. Welch ein prächtiges, majestätisches Schauspiel dies gewesen sein muß! Selbst Satan, der Rebell, kam herbei, um einen Blick zu tun in diese erhabene Versammlung und um die Lieder zu hören, welche die treuen Diener gesungen haben werden. Bei dieser besonderen Gelegenheit sagte Jehova zu Satan: „Wo kommst du her?“, worauf Satan erwiderte, er komme vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr. (Hiob 1:7) Was auf Erden war, gehörte zur Welt des Teufels. Er hatte sie verderbt gemacht. Nicht um den souveränen Herrscher zu lobpreisen, war er in dieser Versammlung vor den Mächtigen Jehovas erschienen. Er war nur ein Beobachter der Pracht und der Majestät, die den Schöpfer des Himmels und der Erde umgibt.

      6. Wie zeigt Psalm 89:5-7 Jehovas Überlegenheit?

      6 Der Psalmist beschrieb in schönen Worten Jehovas Überlegenheit über diese Mächtigen, indem er in Psalm 89:5-7 sagt: „Und die Himmel werden deine Wunder preisen, Jehova, und deine Treue in der Versammlung der Heiligen. Denn wer in den Wolken [Himmeln, AS] ist mit Jehova zu vergleichen? Wer ist Jehova gleich unter den Söhnen der Starken [Mächtigen, AS]? Er ist ein Gott, gar erschrecklich in der Versammlung der Heiligen, und furchtbar über alle [vor allen zu fürchten, AS], die rings um ihn her sind.“

      „SÖHNE DER GÖTTER“

      7. Welche andere Wiedergabe von Psalm 29:1 ist laut der Parallel-Bibel möglich, und wer würden diese Söhne dann sein?

      7 Gemäß der Parallel-Bibel (Schmoller) ist noch eine weitere Wiedergabe von Psalm 29:1 möglich. Der hebräische Text könnte auch lauten: „Gebt Jehova, ihr Göttersöhne.“ Dies würde sich dann auf die Söhne der Nationen beziehen, welche den wahren Vater des ersten Menschen, den Schöpfer, Jehova Gott, vergessen haben. In allen Nationen haben sich Menschen unter den Schein-Schutz vergötterter Helden gestellt. Natürlich haben sie, um ihrer Phantasie Nahrung zu geben, große Götzen von Silber und Stein und Gold und Holz gemacht. Auf diese Weise haben die Völker der Welt eigene Götter erfunden und gemacht. Diese haben sie während Jahrhunderten angebetet, doch wohin hat sie diese Anbetung geführt? Die vielen Religionen in der Welt sind oft die Ursache von Kriegen, Streitereien, Feindschaft zwischen Völkern und Nationen, Klassenunterschieden und Isolierungspolitik gewesen. Jesus sagte zu falschen Religionisten: „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel.“ (Joh. 8:44, NW) Die Söhne der Götter, die sie anbeten, betreiben immer noch die falsche Religion, die mit der frühen Mythologie begonnen hat; und ihre Lehren, Ideen und Lebensphilosophien sind bis hinab in unsere Tage übermittelt worden. Der souveräne Herrscher Jehova ruft alle diese Söhne der vielen Götter auf, jetzt Jehova die Herrlichkeit zu zollen, die ihm gebührt, ihm die Macht zuzuschreiben. In Jahrhunderten vor alters setzte sich Nimrod über Gott. Er wollte ein Mächtiger sein, der Jehova vorankäme. Wo ist seine Macht und Herrlichkeit heute? Mögen die Anhänger Nimrods und der vielen heidnischen Götter, Bräuche und Glaubensansichten, wenn sie leben wollen, alle ihre Götter und ihre falsche Religion verlassen und Jehova, nicht einem Menschen oder Bilde, Herrlichkeit zuschreiben. Die Religionisten mit ihren vielen Göttern werden aber Jehova nicht anerkennen; statt dessen suchen ihn „Liberale“ (Modernisten) zu verbergen.

      8. Wie haben die Übersetzer der Revidierten Standard-Bibel Psalm 29:2 unbestimmt wiedergegeben, und an wen ergeht in diesem Vers die Aufforderung, was zu tun?

      8 Heute finden wir in der ganzen Welt vielerlei Religionen mit ihren vielen verschiedenen Göttern. Selbst die Christenheit will viele Götter und Herren haben, und sie will, daß die Söhne dieser vielen Götter zufrieden seien mit dem neusten Erzeugnis des Nationalrats der Kirchen Christi in den Vereinigten Staaten von Amerika, mit ihrer neuen Revidierten Standard-Übersetzung. So entfernen sie den Namen Jehova und setzen statt dessen „der HERR“. Doch ihre neue Übersetzung oder die Revision ihrer alten Wiedergabe läßt ihre Übersetzung als ausweichend und unbestimmt erscheinen, wenn wir Psalm 29:2 (RS) lesen: „Schreibet dem HERRN den Ruhm seines Namens zu.“ Folglich fragen wir das Komitee: Was ist sein Name? Heißt er der HERR? Nein! Gemäß dem Buche, betitelt „Studien in den Psalmen“ (engl.), von J. B. Rotherham, lautet eine sehr genaue Übersetzung von Psalm 83:18: „Daß Menschen wissen mögen, daß du, dessen Name Jehova ist, du allein der Höchste bist über die ganze Erde.“ Während die Christenheit ihren eigensinnigen Lauf weiter verfolgt, werden die treuen Anhänger des Allmächtigen auf die Stimme Jehovas horchen, und sie werden seine Botschaft und seinen Namen den Nationen kundtun. Wenn wir diese dritte Wiedergabe des Textes, wo die „Söhne der Götter“ aufgefordert werden, Jehova zu preisen, als möglich annehmen, so bedeutet dies, daß die ganze Schöpfung vor ihm zittern soll, nicht nur die Geschöpfe der unsichtbaren Himmel, sondern die ganze Menschheit. Der Schreiber des 96. Psalms drückt diesen Gedanken in den Versen 7 bis 9 aus, wo gesagt wird: „Gebet Jehova die Herrlichkeit seines Namens [die seinem Namen gebührt, AS]; bringet eine Opfergabe und kommet in seine Vorhöfe! Betet Jehova an in heiliger Pracht! [im Schmucke heiliger Ordnung, AS] Erzittere vor ihm, ganze Erde!“ Hier ergeht der Ruf an alle Erdenbürger, Jehova anzubeten, und die Worte sind ganz ähnlich wie die von Psalm 29:1, 2.

      9. Wer hört auf die Lobpreiser des Namens Gottes, und wie ist vorausgesagt worden, daß sie umkehren und ihn anbeten?

      9 Während die meisten Menschen der Nationen der Erde dieser Aufforderung taube Ohren leihen, gibt es doch viele der anderen Schafe, die der Gruppe der Gott Lobpreisenden auf Erden zuhören. Diese nennen ihren Gott gern bei seinem Namen Jehova, und die Schafe kommen zu ihnen und schließen sich ihnen in diesem Lobgesang an. Wenn Jesus sagte, er habe „andere Schafe“, die er ebenfalls bringen und mit der „kleinen Herde“, die als Miterben himmlischer Herrlichkeit mit ihm berufen sind, verbinden müsse, dann muß er diese bringen und zu e i n e r Herde machen, und Christus Jesus wird ihr „e i n e r Hirte“ sein. (Joh. 10:16) Jene, die von Herzen rechtgesinnt sind, werden Jehova finden und ihn erkennen, weil Jesus der Hirte ist, und sie werden zu Jehovas Organisation geleitet werden, so wie der Psalmist es im 22. Psalm, in den Versen 26 und 27, gezeigt hat: „Die Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden Jehova loben, die ihn suchen; euer Herz lebe immerdar. Es werden eingedenk werden und zu Jehova umkehren alle Enden der Erde; und vor dir werden niederfallen [anbeten, SB] alle Geschlechter der Nationen.“ Dies ist in vollem Einklang mit den Worten in Offenbarung, wo der Gedanke vorgebracht wird, daß eine große Volksmenge aus allen Nationen, Stämmen und Sprachen kommen soll. Sie werden vor Jehova anbeten, weil sie wissen, daß seinem Namen Ruhm gebührt. (Off. 7:9, NW) Jesus, ihr Hirte, bestätigte, daß es e i n e n lebendigen und wahren Gott gibt, nicht viele Götter, nicht viele Herren. Und dieser e i n e Gott, der souveräne Herrscher des Universums, hat sich von all den falschen Göttern dadurch unterschieden, daß er einen Namen hat, der des Lobes von seiten aller Geschöpfe im Himmel und auf Erden würdig ist.

      10. Warum tut dies die Menge anderer Schafe?

      10 Jehovas Zeugen werden sich nicht mit einer Menge anderer Götter verbinden. Jetzt, da wir in den letzten Tagen der Organisation des Teufels leben, sehen die anderen Schafe die Verwirrung, wie sie in der Anbetung unter den Völkern der Nationen herrscht, und sie entfliehen ihr. Hunderttausende wissen bereits, wofür Jehovas Name steht. Sie wissen, daß Jehova seine Vorsätze gegenüber seinen Geschöpfen offenbart. Sie wissen, daß Jehova seine Verheißungen erfüllt hat, und sie haben Vertrauen zu ihm. Sie haben sich seinem Wort zugewandt und es als zuverlässig gefunden. Und wer ist es, der all dies für jene getan hat, welche die Wahrheit und das, was recht ist, lieben? Jehova — das ist sein Name, und sie beten ihn an.

      11, 12. Wie und warum hätte das Volk Israel Jehova im Schmucke heiliger Ordnung anbeten sollen, und wie verfehlte es, dies zu tun?

      11 Die Worte in Psalm 29:2: „Betet Jehova an im Schmucke heiliger Ordnung“ (AS) schließen so viel ein. Es ist schwierig, das großartige Schauspiel zu verstehen, das in den Himmeln und auf Erden stattfindet, wenn sich dieser Psalm vollständig erfüllt. Als Jehova Gott die Kinder Israel als ein besonderes Volk herausgerufen hatte, veranlaßte er, daß seine Priester sich mit heiligen Gewändern schmückten. Aarons Kleider werden in 2. Mose, Kapitel 28, beschrieben, und sie waren überaus schön. Sie unterschieden ihn von allen anderen Priestern. Bei gewissen Gelegenheiten erschien er vor Jehova Gott in seinen Gewändern der Herrlichkeit und Schönheit. In vergangener Zeit, als Jehovas Volk durch die Wüste zog, ließ er sie in richtiger Ordnung Aufstellung nehmen. All dies geschah auf seine Anweisung hin. Es war Organisation. Jeder Stamm war glücklich, seine rechte Stellung zu beziehen. Kein Stamm suchte die erste Stellung einzunehmen. Gott war es, der ihnen durch seine eigene Anweisung ihren Platz gegeben hatte. Jehova war ihr Gott, und er leitete sie. Er führte sie durch die Wüste und schließlich ins Verheißene Land. Sie hätten ihn im Schmucke heiliger Ordnung anbeten sollen. Als sie daher hingingen, um andere Götter anzubeten, bekundete Jehova sein Mißfallen.

      12 Immer und immer wieder betrieben die Kinder Israel die Anbetung falscher Götter, selbst nachdem Jehova sie mit Nahrung versorgt hatte, mit Kleidern, die sich nicht abnutzten, mit Schuhen, die vom Gehen nicht voller Löcher wurden. Obwohl sie gut wußten, wie Gott sie aus Ägypten befreit und wie er seine Macht in der Vernichtung des Pharao und der ihm nachfolgenden Ägypter kundgetan hatte, verließen sie Jehova und begannen andere Götter anzubeten. Diese Götter konnten für die Israeliten ebensowenig etwas tun, als sie für die Nationen tun konnten, die sie anbeteten. Der Prophet Jeremia zeigte dies sehr kraftvoll und deutlich, als er im zweiten Kapitel, in den Versen 26-28, sagte: „Wie ein Dieb beschämt ist, wenn er ertappt wird, also ist beschämt worden das Haus Israel, sie, ihre Könige, ihre Fürsten und ihre Priester und ihre Propheten, die zum Holze sprechen: Du bist mein Vater, und zum Steine: Du hast mich geboren; denn sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Angesicht. Aber zur Zeit ihres Unglücks sprechen sie: Stehe auf und rette uns! Wo sind nun deine Götter, die du dir gemacht hast? mögen sie aufstehen, ob sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks! Denn so zahlreich wie deine Städte sind deine Götter geworden, Juda.“

      13. Inwiefern verhält es sich mit den weltlichen Nationen heute ähnlich, und dies angesichts welches nahe herbeigekommenen Endes?

      13 So wie es mit den Kindern Israel der Fall war, so verhält es sich mit den Nationen der Welt heute. Wo ist die Macht der Götter der Nationen? Wo bringen sie dem Volke Segen? Die Nationen der Erde sind mit ihren Heeren ausgezogen, sie haben ihre mörderischen Schlachten gekämpft; sie haben Besitz genommen von neuen Ländern; ihre Priester und Geistlichen haben sie bei ihrem Vorgehen gesegnet, aber wo ist der Segen geblieben? Die Priester, welche die verspielenden Nationen segneten, sind mit den Verlierern zusammen gefangengenommen worden. Die religiösen Führer, welche die siegreichen Nationen segneten, haben den Gewinnern weder Friede noch Wohlfahrt gebracht. Warum wenden sich die Völker der Welt nicht von diesen religiösen Führern ab? Einige tun es, aber die Mehrheit der Völker dieser Erde folgen ihren blinden religiösen Leitern, und wenn die Leiter in die Grube fallen, fallen auch die Völker der Nationen in dieselbe. (Matth. 15:14) Die Zeit ist nicht mehr fern, da alle diese Völker der bösen Regierungen samt ihren Herrschern in die Grube fallen werden. Die Schlacht von Harmagedon ist nicht mehr allzu fern, und zu jener Zeit wird Jehova Gott in heiliger Schlachtordnung alle diese Nationen schlagen und sie gänzlich vernichten.

      14. Wie hat Jehova während Jahrhunderten gesprochen, doch wie wird er binnen kurzem reden?

      14 Der 29. Psalm gibt uns eine schöne Beschreibung von der Stärke Gottes und davon, wie Gott die Nationen vernichten kann und mit welcher Leichtigkeit er die große Macht der organisierten Regierungen der Welt niederwerfen wird. Jehova Gott hat in seiner Güte und Barmherzigkeit während Jahrhunderten durch sein Wort und sein Volk geredet. Heute hat er seine Zeugen in Massen, zu Hunderttausenden, zusammengebracht, damit sie seinen Namen bis an die Enden der Erde ausrufen. Sie horchen auf seine Stimme, die durch sein Wort ergeht. Doch binnen kurzem wird die Stimme Jehovas auf ganz andere Weise reden. Von den Himmeln her wird er mit Donnerstimme sprechen.

      WIE DONNER

      15. Womit wird die Stimme Jehovas verglichen, und welches Beispiel davon erlebte Israel am Sinai?

      15 Der 29. Psalm zeigt, daß der Donner der Himmel wie die Stimme Gottes ist. Die schreckliche Erscheinung des Sturms in den Himmeln ist ein Ausdruck der Majestät Gottes, seines ewigen Seins, seiner Souveränität und Unerschütterlichkeit. Wenn Jehova mit seiner Stimme der Autorität vom Himmel her redet, werden alle Nationen der Erde zittern und beben und aus dem Dasein scheiden. Jetzt ist die Zeit gekommen, da Menschen, die lenksam sind wie Schafe, die Stimme Gottes beherzigen, wie sie aus seinem Worte ertönt, bevor sie von den Himmeln her in Harmagedon erschallt. Jehovas Äußerungen sind machtvoll. Als er dem Mose auf dem Berge Sinai die Zehn Gebote gab, war dies ein scheueinflößendes Schauspiel. Gerade hatte er für sein Volk eine große Befreiung herbeigeführt. Wohl mehr als zwei Millionen Männer, Frauen und Kinder waren aus Ägypten heraus- und in die Wüste gebracht worden. Er stand im Begriff, sie ins Verheißene Land zu führen. Sie waren seine Erwählten, seine theokratische Organisation, und er erzeigte ihnen seine Macht von den Himmeln her. „Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war.“ (2. Mose 19:16) Und dann lesen wir im 18. Verse: „Und der ganze Berg Sinai rauchte, darum, daß Jehova auf ihn herabstieg im Feuer; und sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte sehr.“ — Siehe auch 2. Mose 20:18.

      16. Warum merken Jehovas Zeugen auf, wenn Jehova redet?

      16 Der große Gott des Himmels ist kein Frömmler. Er ist ein Gott des Grimms, ein Gott, der seinen Zorn zum Ausdruck bringen wird gegen die, welche ihm nicht dienen und welche wider ihn kämpfen. Er ist nicht ein Gott, der sich von seinen Geschöpfen umherstoßen ließe. „Siehe, der Name Jehovas kommt von fernher. Sein Zorn brennt, und der aufsteigende Rauch ist gewaltig; seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer.“ (Jes. 30:27) Der Gott, den Jehovas Zeugen anbeten, ist der souveräne Herrscher des Universums, und er hat seine Größe und Erhabenheit als der einzig rechtmäßige Herrscher des Universums kundgetan. Sein Volk ist vertraut mit seiner Schöpfung, vertraut mit seinem Wort, vertraut mit seinen Machttaten in der Vergangenheit, und es glaubt an das, was er in naher Zukunft tun wird. Mit dem Psalmisten kann es sagen: „Preise Jehova, meine Seele! Jehova, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet; du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke; der seine Obergemächer bälkt in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Gefährt, der da einherzieht auf den Fittichen des Windes; der seine Engel [Boten, Me] zu Winden macht, seine Diener zu flammendem Feuer. Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.“ (Ps. 104:1-5) Wenn daher Jehova spricht, merken seine Zeugen auf.

      17. Was wollen diejenigen tun, die ihn nun erkannt haben?

      17 Für jene, die nun zur Erkenntnis des wahren Gottes des Universums und seines Namens Jehova gelangt sind, ist es eine Lust, seinen Namen zu ehren. Sie wollen etwas tun; sie wollen vor anderen ihre Erkenntnis Jehovas zum Ausdruck bringen. Das ist der Grund, warum Jehovas Zeugen so tätig sind. Und sie sagen: „Singen will ich Jehova mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen singen [lobsingen, AS], so lange ich bin.“ (Ps. 104:33) Sie sind begierig, sich im Schmucke heiliger Ordnung an der Anbetung Jehovas zu beteiligen. Sie anerkennen, daß es eine Organisation gibt, die auf Erden gebildet worden ist: Jehovas sichtbare Organisation.

      18. Was hat Jehova auf Erden aufgebaut, und wo also finden wir Sicherheit?

      18 Gleichwie Jehova Gott eine unsichtbare Organisation hat, bestehend aus Fürstentümern und Gewalten, Cherubim, Seraphim und Engeln, die alle in seiner Organisation an ihrer rechten Stelle sind, so hat er auch auf Erden eine große Organisation aufgebaut. Gottes Knechte auf der Erde sprechen e i n e Sprache, die Sprache, die Jehova Gott in seinem Worte lehrt. Gleichzeitig sind sie imstande, diese Wahrheiten aus Gottes Wort in vielen Zungen auf der ganzen Erde zu reden. Gott hat sein Volk nicht in eine einzige Stadt oder Gegend oder an einen einzigen Ort der Sicherheit und Zuflucht auf Erden verbracht. Durch ihren Führer, Christus Jesus, werden die Glieder dieses Volkes ausgesandt bis an die Enden der Erde, um dort die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen. Während sie aber in seiner Organisation sind und die vielen Sprachen der Völker sprechen, senden sie doch weiterhin die reine Sprache des Wortes Gottes aus. Nicht der geographische Ort bringt Schutz, sondern die Treue gegen Jehova Gott und das enge Verbundensein mit ihm in seiner Organisation, indem man ihn im Schmucke heiliger Ordnung anbetet, wenn Jehova in Harmagedon seine Feinde schlägt. Unter den Gliedern des Volkes Gottes muß Einheit herrschen, ungeachtet, wo sie auf der Erde zu finden seien. In Harmonie miteinander müssen sie nun erkennen, daß Jehova seine Organisation Zion hervorgebracht hat. Gleichwie die Kinder Israel in ihren Tagen zur Wanderung von einem Ort zum anderen organisiert waren und ihre bezüglichen Stellungen im Lager in der Wüste innehatten, so ist es heute.

      19. Was für Gruppierungen gibt es in dieser sichtbaren Organisation, und wie breitet sie sich nach neuen Gebieten hin aus?

      19 Wir finden Jehovas Volk zu kleinen Einheiten organisiert, wo sie Bibelstudien durchführen, ferner zu größeren Teilgruppen, wo sie eine Gruppen-Organisation bilden, und zu noch größeren Einrichtungen, wo sie ihre Kreisversammlungen haben. Dann werden viele Kreise zu Bezirksorganisationen zusammengeschlossen und alle diese Bezirke in einer gewissen Gegend gelangen unter die Leitung einer Zweig­organisation. Diese Zweigorganisationen sind in der ganzen Welt zerstreut, doch stehen sie unter der Leitung des Zentralbüros. Alle empfangen durch die Zeitschrift Der Wachtturm dieselben organisatorischen Anweisungen. Sie wissen, wie sie vorgehen und was sie sagen und tun sollen, wie sie die Armen und Sanftmütigen trösten und die Gefangenen frei machen können, wie sie diese aus der Organisation des Teufels heraus- und in Gottes Organisation bringen und ihnen helfen können, ihre Stellung inmitten des Volkes Gottes zu beziehen und Jehova im Schmucke heiliger Ordnung anzubeten. Viele Vollzeitdiener sind mit diesen Gruppen-Organisationen verbunden. Sie widmen ihre volle Zeit dem Predigen der guten Botschaft, indem sie fortwährend vor Gottes Thron Lobgesang darbringen. Einige von diesen sind in der Wachtturm-Bibelschule Gilead geschult und dann als Missionare in andere Länder ausgesandt worden. Manchmal sind sie eine Weile allein, bis sie die anderen Schafe gefunden haben, und dann versammeln sich diese mit ihnen in einer kleinen Gruppe zum Bibelstudium, und schließlich wird eine Gruppe gegründet. So beginnt in jenem Teil der Erde das Wachstum einer weiteren Abteilung der Organisation Jehovas.

      20. Woran haben wir gemeinsam Interesse, und was jetzt zu tun fordern wir alle Menschen auf?

      20 Ein jeder hat seine Stellung in Gottes Organisation inne, und alle wirken in Freude und Fröhlichkeit zusammen. Ob jemand ein Bezirksdiener, ein Kreisdiener, ein Gruppendiener, ein Mitarbeiter in einem Heim oder Zweigbüro, ein Pionier, ein Missionar oder ein Gruppenverkündiger sei, sind sie doch alle ausschließlich daran interessiert, Jehova, ihren Gott, anzubeten. Ihre Anbetung ist dem Höchsten wohlgefällig. Sie wissen, daß gemäß Jehovas Willen ein großes Werk zu tun ist, ehe er in der Schlacht von Harmagedon zum Schlage ausholt. Gleichwie es in den Tagen Noahs war, so ist es jetzt. Die Warnung muß an das Volk ergehen. Jehova vernichtet die Nationen nicht, ohne ihnen gebührenden Aufschluß über das zu geben, was geschehen wird. Jehovas Zeugen wissen, was geschehen soll, und so lassen sie die Botschaft des Untergangs und zugleich eine Botschaft des Trostes erschallen. Jehovas Königreich muß angekündigt werden. Wenn er sagt, daß die Nationen der Erde zermalmt und dem Staub auf der Waagschale gleich sein werden, so ist das genau das, was er zu tun vorhat. Dies ist nicht die Zeit, die Leute in Schlaf zu lullen mit den Worten, es werde schon alles recht herauskommen, und Friede und Wohlfahrt könnten durch die Anstrengungen von menschlichen Führern der Nationen herbeigeführt werden. Jehova Gott hat in nicht ungewissen Worten erklärt, daß alle ihn im Schmucke heiliger Ordnung anbeten müssen, und jene, die nicht hervortreten, um ihn anzubeten, wird er dann erschüttern und vernichten.

  • Auf seine Stimme horchen
    Der Wachtturm 1953 | 1. Februar
    • Auf seine Stimme horchen

      1. Was muß Jehova gegeben oder zugeschrieben werden, und warum dies?

      IN Psalm 29:3-9 zeigt Jehova, wie Donner und Blitze von den Himmeln her kommen und wie selbst die großen Zedern des Libanon wie Zündhölzer zerbrochen werden. Die Berge in der Wüste werden erbeben. In gleicher Weise werden die Nationen der Erde vom souveränen Herrscher des Universums erschüttert werden, weil sie Jehova Gott nicht anbeten wollen. All die falschen Götter dieser Welt müssen vernichtet werden. Da ist kein Platz für sie. Wenn es in Psalm 29:1 heißt: „Gebet Jehova“, so bedeutet es, daß wir Jehova Gott die rechten Dinge geben oder zuschreiben müssen. Hat nicht Jehova uns Leben gegeben? War nicht er der Schöpfer des Menschen und aller Dinge auf Erden? Was anderes könnten wir Jehova geben als unsere Lobpreisung? Wir sollten dankbar sein. Wir sollten unsere Dankbarkeit an den Tag legen. So betet i h n an und nicht falsche Götter.

      2. Was schrieb Mose im Liede Jehova zu, und wann?

      2 Durch das, was wir tun und sagen, können wir vor Jehova Gott zeigen, daß wir seine große Macht und Oberhoheit, seine Stärke und Herrlichkeit anerkennen. Als Jehova Gott Mose beim Durchzug durch das Rote Meer den Sieg verlieh, und als er ihn die Vernichtung des Pharao und seiner Heere sehen ließ, sang Mose Jehova ein Lied. Vierzig Jahre später sang Mose ein anderes Lied mit folgenden Eröffnungsworten: „Horchet, ihr Himmel, und ich will reden; und die Erde höre die Worte meines Mundes! Es träufle wie Regen meine Lehre, es fließe wie Tau meine Rede, wie Regenschauer auf das Gras und wie Regengüsse auf das Kraut! Denn den Namen Jehovas will ich ausrufen: Gebet Majestät unserem Gott!“ — 5. Mose 32:1-3.

      3. Wer folgt heute der Handlungsweise Moses, wie sie aus diesem Liede hervorgeht, und wer nicht?

      3 Heute rufen Jehovas Zeugen den Namen Jehovas aus und schreiben ihrem Gott Majestät zu. Sie schätzen die Gütigkeiten, die von Gottes Thron herkommen und die Segnungen, die vom Himmel herabfließen. Sie sind dankbar für ein Verständnis der Lehren Jehovas und für seine Anweisungen, wie wir heute in einer Neuen-Welt-Gesellschaft leben sollen. Oh, es gibt viele, welche die Segnungen Gottes empfangen haben, aber Gott für die empfangenen Segnungen nicht die Ehre geben. Das traf zu auf die Israeliten, die sich von Gott abwandten, nachdem sie durch das Rote Meer hindurchgekommen und durch die Wüste gereist waren. Sie wurden mürrisch. Das Lied, das Mose sie gelehrt hatte, entschwand ihrem Sinn, weil sie verfehlten, auf der Anbetung des Höchsten zu beharren. Sie blieben nicht eng mit denen verbunden, die Jehova im Schmucke heiliger Ordnung anbeteten, sondern sonderten sich ab und wandten sich heidnischen Göttern zu.

      4. An welch wunderbare Heilung durch Jesus werden wir dadurch erinnert?

      4 Denke an die zehn gereinigten Aussätzigen. Jesus durchzog zu jener Zeit das obere Palästina. Da waren zehn Aussätzige, und Jesus reinigte sie alle. Nachdem er dies getan hatte, sagte er: „Gehet hin und zeiget euch den Priestern.“ Dies sollten sie tun, damit sie Jehova Gott an der Stätte der Anbetung lobpreisen könnten. Sie sollten Gott ihre Opfer des Lobes durch die Priester darbringen, da dies der Anordnung Jehovas entsprach. War es aber nicht sonderbar, daß nur einer von ihnen, als er sah, daß er geheilt war, mit überströmender Freude darüber zu Christus Jesus zurückkehrte, um Gott mit lauter Stimme zu loben? Er warf sich Jesus zu Füßen. Es war ein Samariter, der Dank darbrachte für die Segnungen, die ihm zuteil geworden waren. Jesus sagte zu diesem: „Wurden nicht die zehn gereinigt? Wo sind denn die anderen neun? Wurden keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott die Ehre zu geben, außer diesem Mann einer anderen Nation?“ — Luk. 17:17, 18, NW.

      5. Inwiefern verhalten sich heute viele wie die neun Gereinigten, die ihres Weges zogen, doch auf welche Weise einige gleich dem Samariter?

      5 Es gibt viele heute, welche die Botschaft Jehovas hören; es gibt viele, die sich Gott dann hingegeben haben, doch nur für eine kurze Zeit. Ja. sie wurden geheilt, doch wie ‚geben sie Gott die Ehre‘? Sie verbinden sich für einige Wochen, einige Monate oder vielleicht einige Jahre mit Jehovas Zeugen, erzeigen aber Jehova Gott keine dauernde Dankbarkeit dafür, daß sie gereinigt wurden. Sie beten Jehova nicht an. Sie lobsingen ihm nicht. Sie gehen nicht in die Häuser der Menschen, von Tür zu Tür, und predigen ihnen die gute Botschaft, die sie kennengelernt haben. Sie halten nicht Bibelstudien ab. Sie machen nicht Nachbesuche bei denen, die hören wollen. Sie studieren nicht einmal Gottes Wort gründlich. Sie wollen Jehova nicht anbeten im Schmucke heiliger Ordnung. Sie machen nur eine Weile mit und lassen sich dann wegtreiben. Gleich den neun gereinigten Aussätzigen, die zu Jesus kamen und eine Zeitlang etwas von dem von ihm ausgehenden Segen empfingen, geben sie Jehova nie die Ehre für seinen Segen. Trotz all der Predigttätigkeit der Zeugen Jehovas gibt es heute nicht sehr viele, die sich von dieser alten Welt vollständig abwenden und beginnen, Jehova im Verein mit seiner großen Organisation anzubeten. Die Verantwortung, dies zu tun, ruht auf ihnen, denn sie haben Erkenntnis und Verständnis. Dankbarkeit zu haben ist etwas Wunderbares, und jene, die Gottes Wort studieren und Jehova im Schmucke heiliger Ordnung zusammen mit seiner ganzen Organisation anbeten, äußern vor ihrem Gott im Himmel freudevoll ihre Dankbarkeit dafür, daß sie die Wahrheit empfangen haben und sehen können, daß Gottes Königreich nun geboren, daß es aufgerichtet und hier ist, und daß binnen kurzem Christus Jesus in Königreichsmacht seine Stärke wider die Nationen der Erde offenbaren und sie zusammen mit Satan dem Teufel und seiner ganzen Dämonenorganisation zermalmen wird.

      6. Was erfordert es, sich von dieser Welt loszureissen und wie wird diese Eigenschaft im Interesse ihrer Reife regelmäßig geübt?

      6 Sich von dieser Welt und ihrem Flitterglanz loszureißen, erfordert Glauben auf seiten eines Menschen. Dieser Glaube jedoch kommt nur durch ein sorgfältiges Studium des Wortes Gottes. Deshalb ist es so wichtig, daß Gottes Diener auf Erden, seine Sklaven, unablässig an Bibelstudien teilnehmen und sich mit ihren Brüdern versammeln. Sie müssen Glauben haben, so wie Abraham Glauben hatte. Sie müssen erkennen, daß Gottes Macht durch sein heiliges Wort auf uns einwirken und bessere Diener aus uns machen kann. Man muß einsehen, daß, wenn jemand in die Wahrheit kommt, er erst noch ein Neuling ist. Er kann aber aufwachsen. Er braucht nicht sein Leben lang ein Kleinkind zu sein. Er kann mehr Erkenntnis und Verständnis des Wortes Jehovas erlangen. Er kann Bibelstudien abhalten, wenn er den Glauben an Jehova Gott hat, ein solches übernehmen zu können. Er kann sich äußern bei einem Wachtturm-Studium, sofern er den Glauben hat an Jehova Gott, daß er etwas über sein Wort zu sagen weiß. Er kann zu den Versammlungen des Volkes Gottes kommen und dort fortwährend Erkenntnis in sich aufnehmen. Er kann in der theokratischen Dienstamtschule der Zeugen Jehovas mitmachen und seinen Teil im Sprechprogramm übernehmen. Und schließlich kann jemand durch Glauben und Studium und ernste Anstrengungen ein öffentlicher Redner für Jehovas Organisation werden. Doch erfordert es Glauben, und ihr wißt: Glauben ohne Anstrengungen oder ohne Werke ist tot. Laßt euren Glauben lebendig werden! Gebet Gott die Ehre wie jener Dankbare, und nicht wie die neun Undankbaren!

      7. Auf wessen Glaube wird als Beispiel hingewiesen, und wohin wird ein Verfehlen oder eine Anstrengung, ihn zu betätigen, führen?

      7 Allzu viele denken: „Ich kann es nicht tun. Diese Arbeit ist nicht für mich.“ Doch muß jeder, der sich der Organisation Gottes unterstellt, schließlich ein guter Evangeliumsdiener, ein guter Prediger werden. Dies ist ein Teil seiner Schulung im Durchführen der wahren Anbetung im Schmucke heiliger Ordnung. Nun betrachte Abrahams Glauben. Er war ein betagter Mann, als Gott ihm sagte, Sara werde den Samen der Verheißung, einen Sohn von der Freien, hervorbringen. Paulus sagt uns, daß der Mutterschoß der Sara, des Weibes Abrahams, gleichsam erstorben gewesen sei. „Doch wegen der Verheißung Gottes schwankte er nicht mangels Glaubens, sondern wurde stark durch seinen Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, daß er das, was er verheißen hatte, auch zu tun vermöge. Darum ‚wurde es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet‘.“ (Röm. 4:20-22, NW) Hast du den Glauben, daß du das, was dir unmöglich erscheint, mit Jehovas Hilfe tun könntest? Die Hilfe ist da. Benutze sie. Laß sie für dich in all den Versammlungen, denen du beiwohnst, wirksam werden. Glaubst du, du könntest nicht ein Evangeliumsprediger sein? du könntest für Jehova Gott nicht die gute Botschaft verkündigen? Wenn ja, dann fehlt es dir am Glauben, und du wirst kein Evangeliumsprediger sein. Du wirst es nicht einmal versuchen. Doch wenn du Glauben hast und auf Jehovas Macht vertraust und jede Anstrengung machst, zu studieren, und wenn du in die Studienversammlungen gehst und Erkenntnis in dich aufnimmst und die Wahrheit aus Gottes Wort kennenlernst, um ihn sodann mit seinem ganzen Volke anzubeten, so wirst du Jehova in seiner großen Organisation, im Schmucke heiliger Ordnung, anbeten. Du kannst Gott Ehre machen.

      EINE ZEIT ZUM AUFHORCHEN

      8. Gegen wen wird Jehovas Stimme erschallen, wie dies in Psalm 29:3 erklärt wird, doch wie werden sie sich verhalten?

      8 Jehovas Name wird kundgetan werden, nicht nur seinen Knechten heute, sondern allen Nationen der Erde, indem er durch seine Zeugen ausgerufen wird. Aber ein noch größeres Zeugnis wird gegeben werden, denn er wird sich durch Wundertaten offenbaren. Der Psalmist beschreibt im 29. Psalm einen Sturm, einen schrecklichen und mächtigen, die Kräfte der Natur in all ihrer Heftigkeit; doch hinter dieser Macht steht Jehova Gott und beherrscht sie in Harmagedon zu seiner Ehre. In Vers drei heißt es: „Die Stimme Jehovas ist auf den Wassern; der Gott der Herrlichkeit donnert, Jehova auf großen Wassern.“ Jehovas Stimme wird im Donner gehört, und in der Schlacht von Harmagedon werden sie wissen, wer die Nationen der Erde schlägt, gleichwie Jehova den Pharao in Ägypten schlug. In 2. Mose, Kapitel 9, Vers 23, heißt es: „Und Mose streckte seinen Stab aus gen Himmel, und Jehova sandte Donner und Hagel, und Feuer fuhr zur Erde. Und Jehova ließ Hagel auf das Land Ägypten regnen.“ Jehovas Stimme wurde in seiner Zornesäußerung über Mensch, Tier und Feld gehört und gespürt. Im Lande Gosen jedoch, wo Jehovas erwähltes Volk weilte, gab es weder Hagel noch Sturm. Diese Plage, zusammen mit all den anderen Plagen, die über den Pharao kamen, verhärteten nur sein Herz. Er wollte Jehovas Namen, seine Herrlichkeit und Macht nicht anerkennen; er wollte nicht auf die Stimme Jehovas horchen. Wenn die Stunde der Schlacht von Harmagedon schlägt, werden die Nationen der Erde auch nicht auf die Stimme Jehovas horchen. Jetzt können sie diese durch seine treuen Zeugen hören, dann aber wird es zu spät sein. Es wird auf ihrer Seite kein Bekenntnis in letzter Minute geben, daß sie im Unrecht seien, worauf alle auf Jehovas Seite hinüberrennen würden. Nein, sie werden ihre Herzen verhärten, wie sie es beim Hören der Stimme Jehovas stets getan haben.

      9. Warum ist es jetzt an der Zeit, auf Jehovas Stimme zu horchen, und wie kann dies geschehen?

      9 Jetzt ist die Zeit, da die Menschen auf die Stimme Jehovas horchen sollen. Jetzt ist die Zeit für sie, sein Wort zu studieren und auf Jehovas Knechte, seine Zeugen auf der Erde, die die Botschaft vom Königreich ausrufen, zu lauschen. Jetzt ist die Zeit, zu studieren und Tatsachen zu ermitteln. In der Zeit von Harmagedon wird es zu spät sein. Warum jetzt weiterhin eure Herzen verhärten? Warum Jehova weiterhin von euch fortstoßen? Warum nicht auf seine Stimme horchen und das hören, was er zu sagen hat? Jene, die jetzt auf die Stimme Jehovas wirklich horchen, werden ihn anbeten im Schmucke heiliger Ordnung. Der Psalmist stand unter Inspiration, als er schrieb: „Die Stimme Jehovas ist auf den Wassern.“ Er schrieb dies über den Sturm, aus dem Jehova Gott sich offenbaren wird. Bestimmt wird Jehova seine Macht aus den Himmeln her in der Schlacht seines großen Tages kundtun. Warum bis dahin zuwarten, um dann auf die Stimme zu hören? — Jer. 10:12, 13; Ps. 24:7.

      10. Wie verfehlen jetzt die Menschen, auf Gottes Stimme zu horchen, und welche Folgen hat dies für sie?

      10 In Psalm 29:4 sagt David: „Die Stimme Jehovas ist gewaltig, die Stimme Jehovas ist majestätisch.“ Wohl stimmt es, daß nur sehr wenig Menschen in der Welt heute der Stimme Gottes glauben. Sie horchen nicht auf sein Wort. Indes hat Jehova Gott sein Wort durch das, was er getan hat, als wahr bestätigt. Leute in der Welt verachten das Wort Gottes, und jene, die das tun, müssen die Konsequenzen tragen, wie dies in 4. Mose 15:31 (ZB) zum Ausdruck gebracht ist: „Denn er hat das Wort des Herrn [Jehovas] verachtet und sein Gebot gebrochen; ausgerottet soll er werden, seine Schuld lastet auf ihm.“

      11. Können wir wählerisch sein in bezug auf den Teil des Wortes Gottes, den wir glauben wollen? Und was fordert Gott von seinen Söhnen heute?

      11 Jene, die dazu gelangt sind, Gottes Wort zu kennen, sollten ihm bestimmt gehorchen, weil sein Wort für solche, die darauf horchen, Leben bedeutet. Gott bittet uns nicht, einfach jenen Teil der Bibel, gemäß welchem wir leben möchten, herauszugreifen und das übrige zu vergessen. So viele der Religionsführer von heute sind wählerisch in bezug auf das, was sie glauben wollen, und oft, wenn Jehovas Zeugen die Dinge mit Geistlichen und Gliedern ihrer Herde besprechen und Schrifttexte anführen, sagen diese: „Wir glauben das nicht.“ Jehova fragt uns nicht, welchen Teil der Bibel wir glauben und welchen Teil wir nicht glauben wollen. Er gibt uns seine Gebote. Er drückt die Sache in seinem eigenen Wort sehr deutlich aus: „Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr beobachten, sie zu tun; damit ihr lebet und euch mehret und hineingehet und das Land in Besitz nehmet, das Jehova euren Vätern zugeschworen hat.“ (5. Mose 8:1, AS) Als Sohn Gottes war Jesus bereit, das ganze Wort Gottes anzunehmen, das in dem Gesetz, in den Propheten und den Psalmen gegeben worden war. Er lebte danach und empfing ewiges Leben. In der Tat, schon nach drei Tagen, da er am Marterpfahl getötet worden war, auferweckte ihn sein Vater im Himmel aus den Toten und gab ihm die Herrlichkeit, die er zuvor gehabt hatte, ja eine noch größere, denn er ließ ihn zu seiner Rechten niedersitzen, bis er seine Feinde zu seinem Schemel mache. Jehova Gott verlangt von seinen Söhnen heute dieselbe Treue, die er von seinem Sohne Christus Jesus verlangte. Mose hatte dies klar im Sinn, als er sprach: „Denn Jehova, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der keine Person ansieht und kein Geschenk annimmt; der Recht schafft der Waise und der Witwe, und den Fremdling liebt, so daß er ihm Brot und Kleider gibt.“ — 5. Mose 10:17, 18.

      12. Wie lange müssen wir Gott Anbetung darbringen? und wie veranschaulichten die treulosen Israeliten, daß es Unheil bringt, Gottes Stimme zu mißachten?

      12 Man kann nicht ein Knecht Gottes des Höchsten sein und nur eine kleine Weile Anbetung darbringen und dann seinen eigenen Weg gehen wollen und dennoch ewiges Leben erwarten. Daher ist folgendes nötig: „[Du] sollst Jehova, deinen Gott, lieben und seine Vorschriften beobachten und seine Satzungen und seine Rechte und seine Gebote alle Tage.“ (5. Mose 11:1) Was Gott sagt, ist das, was zählt. Es ist die Stimme Jehovas, der wir Beachtung schenken sollten. Wir dürfen Jehova nicht vorauseilen und die Dinge selbst entscheiden und sagen: „Wir werden sie so oder so tun; Gott hat nicht recht.“ Es ist für uns besser, den Rat Gottes anzunehmen und auf seine Stimme zu horchen. (5. Mose 1:41-46) Den treulosen Israeliten gebot er bei einer Gelegenheit, nicht auszuziehen und gegen den Feind zu kämpfen, doch dachten sie, es besser zu wissen, zogen hinauf ins Gebirge und kämpften gegen die, welche sich ihnen widersetzten. Und was geschah? Sie erlitten eine Niederlage, sie wurden geschlagen, sie wurden zerstreut. Jehova hatte ihnen gesagt, nicht hinaufzuziehen ins Gebirge und gegen diese Leute zu kämpfen. Jehova sagte zu Mose: „Sprich zu ihnen: Ziehet nicht hinauf und streitet nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; daß ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!“ (5. Mose 1:42) Sie handelten sehr vermessen und gingen, dem Gebot Gottes zuwider, hinauf ins gebirgige Land. So trotzten sie der Stimme Jehovas und wurden daher geschlagen.

      13. Warum sollte keiner dem Worte Gottes gegenüber respektlos und hochmütig sein?

      13 Wir sollten uns stets daran erinnern, daß eine Autorität hinter dem Worte Jehovas steht. Jehovas Wort ist recht, es ist mächtig. Glaubt daran. Niemand sollte Mißachtung bekunden vor dem, was Gott in seinem Wort darlegen ließ. Es ist seine Stimme. Er ist die höchste Majestät im ganzen Universum. Er hat die höchste Autorität inne. Bei keinem anderen ist größeres Wissen oder größere Weisheit zu finden. Er ist der Allmächtige, der Höchste; wir sollten ihm unseren Respekt bezeugen. Die Stolzen und Hochmütigen werden bestimmt in der Schlacht von Harmagedon, wenn seine Stimme im Sturm in den Himmeln gehört wird, niedergeworfen werden. Der Prophet Jesaja sagte über die Erniedrigung des Hochmuts der Menschen: „Denn Jehova der Heerscharen hat einen Tag über alles Hoffärtige und Hohe [Stolze und Hochmütige, AS], und über alles Erhabene, und es wird erniedrigt werden; und über alle Zedern des Libanon, die hohen und erhabenen, und über alle Eichen Basans.“ — Jes 2:12, 13.

      14. Was wird gemäß der Andeutung in Psalm 29:5, 6 mit den symbolischen Zedern des Libanon und mit dem Berge selbst geschehen?

      14 Wenn die Stunde dieser Schlacht von Harmagedon schlägt, werden die Menschen gewißlich klein und schwach erscheinen, selbst wenn einige mit den großen Zedern des Libanon verglichen werden mögen. Diese mächtigen Bäume standen auf den hohen Bergen im Norden Israels. Selbst diese mächtigen Bäume von solcher Größe, die jahrhundertelang gestanden haben, wird Jehova zu Boden werfen. Es heißt in Psalm 29:5: „Die Stimme Jehovas zerbricht Zedern, ja, Jehova zerbricht die Zedern des Libanon.“ Wenn er sie zerbricht und entwurzelt, werden sie auf den schneebedeckten Abhängen des Libanon-Gebirges hüpfen wie umher­springende junge Kälber. Der sechste Vers sagt uns: „Er macht sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie einen jungen Wildochsen.“ (Kautzsch) Ein umherhüpfendes Kälbchen versteht es gewiß, Sprünge zu machen und zu spielen. Es dreht und wendet sich nach allen Seiten. Wohlan, kannst du dir eine mächtige Zeder vorstellen, die springt und über einen Bergabhang hinunterhüpft? Nicht eine, sondern alle Zedern des Libanon werden zu Boden geworfen durch einen mächtigen Akt Gottes Jehovas. Nicht nur die Bäume werden in Bewegung gesetzt, sondern die Erde wird buchstäblich erbeben. Die Stimme Jehovas sagt uns, daß solches geschehen wird. „Die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie junge Schafe.“ (Ps. 114:4) „Da wankte und bebte die Erde, und die Grundfesten der Berge erzitterten und wankten, weil er entbrannt [zornentbrannt, Me] war.“ (Ps. 18:7) Zur Zeit, da Jehova seinen Grimm wider die Nationen der Erde kundtut, werden sie es sicherlich wissen. Es wird keine kleine Sache sein.

      15. Wie zeigt Psalm 29:7, 8, über ein wie weites Gebiet Jehova Vernichtung bringen wird? Was zu tun ist also jetzt an der Zeit?

      15 „Die Stimme Jehovas sprüht Feuerflammen aus; die Stimme Jehovas erschüttert die Wüste, Jehova erschüttert die Wüste Kades.“ (Ps. 29:7, 8) Dies ist ein poetischer Ausdruck, und er beschreibt die Blitze, die aus den Wolken zucken. Bestimmt wird es während der Schlacht von Harmagedon auch große Erdbeben geben, wie es heute Erdbeben gibt, nur noch viel schlimmere. Jetzt ist die Zeit, diese Dinge anzukündigen. Jetzt ist die Zeit, die Warnung vor der drohenden Zerstörung, die über die Menschenwelt kommen wird, zu erlassen. Jetzt ist die Zeit, den Menschen den kommenden Sturm anzusagen, und nicht erst, wenn er eintrifft oder vorüber ist. In Psalm 29 wird gezeigt, daß der Sturm sich nicht nur um die Berge im Norden von Palästina konzentriere, sondern er fege über das ganze Land, von einem Ende bis zum anderen, selbst bis hinab nach Kades am äußersten Südende in der Wüste. Dies zeigt, daß Jehova Gott über die ganze Erde fegen und daß somit keine einzige Nation in Sicherheit sein wird.

      SCHUTZ WÄHREND DES STURMS

      16. Wo ist Schutz zu finden inmitten des Sturmes, und was sagen jene, die sich unter diesem Schutze befinden?

      16 Die einzigen, die unter seinen Schutz kommen, werden jene sein, die auf die Stimme Jehovas gehorcht haben. So sagt er in Vers neun: „Die Stimme Jehovas macht Hindinnen kreißen [gebären, Schmoller] und entblößt [entblättert, entästet, SB, Me] die Wälder; und in seinem Tempel spricht alles: Herrlichkeit!“ Es wird eine so furchtbare Zeit sein, daß selbst tragende Tiere des Feldes ihre Jungen vorzeitig werfen werden. Dieser Sturm wird von solcher Wucht sein, daß die Bäume ihrer Zweige und Blätter, ja selbst ihrer Rinde entblößt werden. Und er sagt, daß während des ganzen Sturmes, während all dieser Entfaltung des Grimmes Jehovas wider die Nationen, dieser Schaustellung seiner Macht, dieser Stimme Jehovas, die in der Schlacht von Harmagedon zu den Nationen redet, ‚in seinem Tempel alles Herrlichkeit spreche‘. Ja, alle die Gott verstehen und ihn durch seinen Sohn erkannt haben, werden sagen: „Herrlichkeit“, denn die Herrlichkeit gehört Jehova. Sie werden ihn anbeten im Schmucke heiliger Ordnung. Alle Geschöpfe im Himmel und auf Erden, die dazu gelangt sind, ihn anzubeten, werden fröhlich sein an diesem Tage und frohlocken, denn es bedeutet die Rechtfertigung des Namens und Wortes Jehovas. Es bedeutet die vollständige Vernichtung aller Bosheit und der Organisation des Teufels.

      17. Wie ‚saß Jehova als König‘ zur Zeit der Sintflut?

      17 Diese schöne Beschreibung der majestätischen Macht in den Himmeln und auf der Erde wird nun im zehnten und elften Vers von Psalm 29 zum Abschluß gebracht. Es heißt dort: „Jehova saß als König bei der [Sint-] Flut, ja Jehova sitzt als König ewiglich. Jehova wird Stärke geben seinem Volke, Jehova wird sein Volk segnen mit Frieden.“ (AS; SB) Gewißlich besteht im Sinn der Zeugen Jehovas keine Frage, daß Jehova bei der Sintflut König war. Noah, sein Weib, seine drei Söhne und ihre Frauen horchten auf die Stimme Jehovas. Welch ein wunderbarer Aufmarsch von Tieren muß es gewesen sein, als diese unter der Leitung jener acht Personen in die Arche eingingen! Die Tür der Arche wurde verschlossen, und dann kam die Flut. Jehova thronte als König bei der Flut. Er hatte alles in seiner absoluten Gewalt. Als er die Himmel auftat, und als sich die Wasser über die Erde ergossen, als die Flut von allen Seiten hereinstürzte, war Jehova der Sachlage absolut Meister und vernichtete die Feinde, indem er alle jene falschen Götter und ihre Söhne, die Anbeter der Götter, zunichte machte — und dort fuhren Noah und die Seinen samt allem, was Gott durch die Flut hindurch bewahren wollte, auf den Wassern dahin. Jehova hatte die absolute Herrschaft inne; er war König.

      18. Wieso wird es gleich sein in Harmagedon, und wo ist Zuflucht zu finden?

      18 So wird es in der Schlacht von Harmagedon sein. Jehova wird die volle Gewalt innehaben und seinem Sohne Weisung geben, was zu tun ist zur Vernichtung des Teufels samt seiner Organisation und zur Bewahrung seines eigenen Volkes. Bestimmt können Jehovas Zeugen volles Vertrauen haben in den souveränen Herrscher Jehova. Selbst während dieser furchtbare Zustand auf Erden besteht, selbst während die Herzen der Feinde in Schrecken versetzt werden, haben seine Knechte eine Zuflucht. Die Worte des Psalmisten werden ihnen in den Sinn kommen: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden [eine gar gegenwärtige Hilfe, AS] in Drangsalen. Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres, wenn seine Wasser tobten und schäumten, die Berge erbebten durch sein Ungestüm.“ — Ps. 46:1-3.

      19. Wie lange ist Jehova König, und warum fürchten wir die kommende Drangsal nicht?

      19 Nicht nur während der Sintflut war Jehova König. Immerdar hat er als König und Herrscher gethront, selbst von der Zeit an, da Adam Gott im Garten Eden ungehorsam war. Um seine Macht kundzutun, ließ er lediglich zu, daß Satan mit seiner Organisation bestehenblieb, nachdem Satan diese einige Zeit nach der Flut wieder aufgerichtet hatte. Großartig offenbarte er seine Macht zur Zeit der Flut. Er wird sie wiederum offenbaren in der Schlacht von Harmagedon. So wird Jehova dann und immerdar, ja in alle Ewigkeit, als König thronen. Jehovas Zeugen werden nicht in Angst und Schrecken sein wegen der Dinge, die eintreten werden; noch fürchten sie sich vor dem, was jetzt zufolge der Verfolgung geschieht, welche in manchen Ländern über sie kommt, denn sie wissen: „Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste [Zuflucht, Henne] ist uns der Gott Jakobs“. (Ps. 46:11) Sie haben die volle Zuversicht, daß mit dem Ende all dieser Drangsale Friede, Wohlfahrt und Segnungen in einer neuen Welt einkehren werden.

      20. Weshalb blicken wir dieser großen Schlacht getrost entgegen, und warum sind wir willig, zu warten, bis sie losbricht?

      20 Die Glieder des Volkes Gottes begegnen heute in der Welt großem Widerstand. Sie müssen schwer arbeiten, um diese gute Botschaft vom Königreich zu predigen und Jehovas Namen bekanntzumachen, während sie bedrängt und verfolgt werden; doch all dies erachten sie als Anlaß zur Freude. Sie lassen sich durch diesen Haß von seiten der Nationen nicht entmutigen. Sie blicken getrost vorwärts, der großen Schlacht, der Zeit der Drangsal, entgegen, denn deren Ende bedeutet für sie Frieden. Sie schauen ihr nicht mit übertriebener Ängstlichkeit entgegen. Sie haben Geduld. Sie sind willig, zu warten, bis der Sturm losbricht, denn sie wissen, daß zwischen heute und der Zeit jener Endschlacht ein großes Werk vollbracht werden muß. Es ist das große Werk des Predigens dieser guten Botschaft von Gottes Königreich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis, und während sie es tun, werden sie Jehova anbeten im Schmucke heiliger Ordnung.

      21. Welchen Dingen zum Trotz fahren wir fort zu predigen, und wieso unter Verhältnissen gleich denen in den Tagen Josaphats?

      21 So stehen sie denn jetzt an einem großen Werke und wissen, daß die Religionisten aller Länder die Vollendung dieses Werkes bekämpfen. Sie wissen, daß die Herrscher aller Nationen gegen ihre Botschaft sind. Die Kommunisten weigern sich, Jehovas Zeugen etwas vom Königreiche Jehovas predigen zu lassen, denn die Kommunisten glauben, es gebe nur e i n e Form der Regierung, die auf dieser Erde bestehen sollte, und das sei die kommunistische. Warum also jemandem gestatten, von Gottes Königreich und seiner Friedensherrschaft zu sprechen? Weder die kommunistische Gegnerschaft noch diejenige von irgendeiner anderen Seite her läßt Jehovas Zeugen verzagt werden. Sie fahren trotz aller Verfolgung fort zu predigen. Sie sind wie Josaphat und seine Untertanen in seinen Tagen: „Sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus nach der Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszuge trat Josaphat hin und sprach: Höret mich, Juda, und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubet an Jehova, euren Gott, und ihr werdet befestigt werden; glaubet seinen Propheten, und es wird euch gelingen! Und er beriet sich mit dem Volke und bestellte Sänger für Jehova, welche lobsangen in heiligem Schmuck [im Schmucke heiliger Ordnung, AS], indem sie vor den Gerüsteten her auszogen und sprachen: Preiset [danket, Me] Jehova, denn seine Güte währt ewiglich!“ (2. Chron. 20:20, 21) Sein Volk ließ damals seine Hände nicht erschlaffen, noch wird es dies jetzt im Singen der Lobpreisung des Höchsten tun. Es hat das großartige Vorrecht, die gute Botschaft den Armen zu predigen und die herauszuführen, welche Gefangene des Gottes dieser Welt sind, dessen Name Satan ist.

      22. Wie bieten wir uns zum Dienste Jehovas dar, und welchem Jahrestext entsprechend handeln wir?

      22 Die Zeit ist herbeigekommen, zu predigen und die Völker der Welt zu trösten und ihnen von dem Gott der neuen Welt zu erzählen, dessen Name Jehova ist. Gottes Knechte bieten sich willig zu seinem Dienste dar. Freudig ziehen sie aus. Sie denken an die Worte von Psalm 110:3 (AS): „Dein Volk bietet sich willig dar am Tage deiner Macht im Schmucke heiliger Ordnung.“ Mit echter Freude und Fröhlichkeit gehen Jehovas Zeugen heute voran in ihrem Werk, in Eintracht miteinander und wie e i n Mann, um das Lob des Höchsten zu singen. Welche Freude haben sie doch, weil sie auf die Stimme Jehovas horchen! So werden sie denn in den Worten des Textes, den Jehovas Zeugen für ihren Kalender 1953 gewählt haben, ‚Jehova anbeten im Schmucke heiliger Ordnung‘. — Ps. 29:2, AS.

  • „Wenige lesen die Bibel“
    Der Wachtturm 1953 | 1. Februar
    • „Wenige lesen die Bibel“

      Unter dieser Überschrift berichtet eine New Yorker Zeitung die Äußerung von Dr. Robert J. McCracken von der New Yorker Riverside-Church, daß „der Brauch, die Bibel zu lesen, dahinschwindet.“ „Es sollte nicht zuviel daraus gemacht werden, daß die Bibel das meistgekaufte Buch der Welt ist“, sagte er. „Alle Anzeichen deuten darauf hin“, so sagte er weiter, „daß sie in einer beunruhigend großen Anzahl Häuser genauso wenig wie die gesammelten Werke von Shakespeare oder die Bände der Klassiker, die als Gewinnanteil den Mitgliedern eines Leseklubs angeboten werden, zu Rate gezogen wird. Sie dient eher dem Schmuck als einem Lehrmittel. Bräute nehmen sie zu ihrer Hochzeit und legen sie dann zu ihren Andenken. Politiker schwören über ihr, wenn sie ihr Amt antreten, aber schwören selten über ihr nach dieser Zeit. Selbst wenn man auf Kirchenmitglieder sieht, ist die Bibel für sie größtenteils ein unbekanntes Buch. Es ist eine Tatsache, daß der größte Teil der Menschen in diesem Lande nur einen ganz blassen Begriff von dem hat, was das größte Buch der Welt lehrt.“

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