-
Der geistige Schutz, den Gott uns bietetDer Wachtturm 1975 | 1. März
-
-
wie der König-Priester Melchisedek Stellung für den Souverän des ganzen Universums. Um dies öffentlich zu bestätigen, legte er im Namen des Herrschers des ganzen Universums einen Eid ab. Das tat er, als er dem König von Sodom alles überließ, was er, Abram, ihm zurückgebracht hatte. In 1. Mose 14:21-24 heißt es: „Danach sprach der König von Sodom zu Abram: ,Gib mir die Seelen [die befreiten Personen], aber die Habe nimm für dich.‘ Hierauf sprach Abram zum König von Sodom: ,Wahrlich, ich erhebe meine Hand zum Eide zu Jehova, dem höchsten Gott, dem, der Himmel und Erde hervorgebracht hat, daß ich, vom Faden bis zum Sandalenriemen, bestimmt nichts von irgend etwas nehmen werde, was dein ist, damit du nicht sagest: „Ich bin es gewesen, der Abram reich gemacht hat.“ Nichts für mich!‘“ Der höchste Gott, in dessen Namen Abram den Eid ablegte, handelte als Souverän des ganzen Universums, als er beschloß, das im Nahen Osten gelegene Land, das er Abraham verheißen hatte, für dessen Nachkommen, die Israeliten, aufzusparen. Moses sagt hierüber:
23 „Als der Höchste den Nationen ein Erbe gab, als er die Söhne Adams voneinander schied, da setzte er die Grenze der Völker fest mit Rücksicht auf die Zahl der Söhne Israels“ (5. Mose 32:8).
24. Wieso geht aus der Ankündigung, die Maria gemacht wurde, hervor, daß treue Engel den Souverän des ganzen Universums anerkennen, und inwiefern bewies Jesus Christus diese Anerkennung durch das, was er zu seinen Jüngern über das Leihen sagte?
24 Selbst die treuen Engel im Himmel erkennen die universelle Souveränität des Schöpfers des Himmels und der Erde an. Als daher der Engel Gabriel der jüdischen Jungfrau Maria erklärte, wie sie auf übernatürliche Weise die Mutter ihres erstgeborenen Sohnes, der Jesus genannt werden sollte, werden würde, sagte er zu ihr: „Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Geborene heilig, Gottes Sohn, genannt werden“ (Luk. 1:35). Als später dieser Sohn zum Mann herangewachsen war, bewies er, daß er den Souverän des ganzen Universums ebenfalls anerkannte, denn er sagte zu seinen Jüngern: „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und ohne Zins zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen“ (Luk. 6:35).
25. Welches Gebet, das mit der alles überragenden Streitfrage in Verbindung steht, muß noch in unserer Generation erhört werden, und wo müßten wir daher wohnen, wenn wir in Sicherheit sein wollen?
25 Die Zeit wird nun bald kommen, da das inspirierte Gebet erhört wird, das gegen die Feinde der universellen Souveränität dessen gerichtet ist, der Himmel und Erde hervorgebracht hat: „O mögen sie für alle Zeiten beschämt und bestürzt sein, und mögen sie mit Scham bedeckt werden und umkommen, damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist, du allein, der Höchste bist über die ganze Erde“ (Ps. 83:17, 18). Wenn wir also während unserer Generation, in der die alles überragende Streitfrage um die Souveränität über das ganze Universum für immer geklärt werden wird, in Sicherheit sein wollen, müssen wir unter dem „Schirm des Höchsten“ wohnen und in dieser Streitfrage unerschütterlich für den Höchsten eintreten. Dort zu wohnen bedeutet für uns, vor der gefährlichen Beeinflussung und der Irreführung durch die gegensätzlichen politischen Ideologien, die heute in der ganzen Welt propagiert werden, geschützt zu sein (Ps. 27:5).
UNTER DEM „SCHATTEN DES ALLMÄCHTIGEN“
26, 27. (a) Wer wird als Gast unter dem „Schirm des Höchsten“ wohnen dürfen? (b) Warum kann der Höchste seine Souveränität überall geltend machen, und was sollten wir daher vernünftigerweise tun?
26 Was wird jeder, der unter dem „Schirm des Höchsten wohnt“, finden? Wenn wir den ersten Vers des 91. Psalms vollständig lesen, erhalten wir die Antwort: „Wer irgend im Schirm des Höchsten wohnt, wird Herberge finden unter dem Schatten ... des Allmächtigen.“ Herberge zu finden bedeutet in diesem Fall, als Gast des Allmächtigen behandelt zu werden. Dieser Allmächtige ist identisch mit dem Höchsten. Er vereinigt in sich sowohl höchste Hoheit als auch Allmacht.
27 Da er allmächtig ist, kann er seine höchste Herrschaftsgewalt, seine universelle Souveränität, aufrechterhalten. Er kann seine Souveränität überall in seiner Schöpfung, gegenüber allen vernunftbegabten Geschöpfen, die sich gegen ihn auflehnen mögen, geltend machen. Es wäre für ein Geschöpf sinnlos, sich der Souveränität des Höchsten zu widersetzen oder sie zu mißachten, denn er ist der Allmächtige. Wir können nichts Vernünftigeres tun, als seine rechtmäßige Souveränität anzuerkennen und uns ihr in Treue und Loyalität unterzuordnen, ja ihn stets als den Souverän unseres Lebens anzuerkennen. Wer dies tut, wird vom Allmächtigen als Gast aufgenommen und wird unter dem „Schirm des Höchsten“ wohnen.
28. Wann machte der Höchste Abraham darauf aufmerksam, daß er allmächtig ist, und wie bewies er es?
28 Hunderten von Millionen Menschen, die die Bibel nicht näher kennen, fällt es heute schwer, an ein allmächtiges Wesen zu glauben, das über allen anderen Lebewesen steht. Doch schon im zwanzigsten Jahrhundert v. u. Z. machte der Höchste, der, der Himmel und Erde hervorgebracht hat, seinen irdischen Freund, den Patriarchen Abram, auf diese Tatsache aufmerksam. Ein Jahr vor der Geburt Isaaks, des Sohnes Abrams, sprach der Höchste durch einen Engel mit Abram und bezeichnete sich als allmächtig. In 1. Mose 17:1, 2 lesen wir: „Als Abram neunundneunzig Jahre alt wurde, da erschien Jehova dem Abram und sprach zu ihm: ,Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir, und erweise dich als untadelig. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir geben, um dich sehr, sehr zu mehren.‘“ Er bewies dann, daß für ihn nichts unmöglich ist, indem er Abram und seiner betagten Frau noch einen Sohn schenkte, als ihrer beider Fortpflanzungsfähigkeit bereits erstorben war. Abram war hundert und seine Frau neunzig Jahre alt, als Isaak geboren wurde (1. Mose 17:17; 21:1-5; Röm. 4:19-21). Dieser Allmächtige existiert heute noch.
29. Durch wen können wir heute nur unter den „Schirm des Höchsten“ gelangen, und warum?
29 Der Allmächtige war mit Abrahams Enkel Jakob sehr vertraut (1. Mose 35:11; 43:14; 48:3; 49:25; 2. Mose 6:3). Auch wir können in einem solch vertrauten Verhältnis zu ihm stehen, obwohl wir im Vergleich zu ihm winzig klein sind. Stellen wir uns vor: Wir können bei ihm zu Gast sein, können unter dem „Schirm des Höchsten“ wohnen! Wir müssen aber daran denken, daß wir heute nur durch die guten Dienste Jesu Christi, seines vertrautesten himmlischen Sohnes, in dieses vertraute Verhältnis zu ihm gelangen können. In der Nacht, bevor Jesus sein vollkommenes menschliches Leben als ein Opfer niederlegte, das er Gott für unsere Sünden darbrachte, sagte er zu seinen treuen Aposteln: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh. 14:6). Durch ihn nahen wir uns also dem Höchsten und erkennen ihn als den Souverän des Universums an, als unseren Souverän, dem unser Leben, unsere loyale Liebe und unsere Treue gehören. Auf diese Weise ‘finden wir Herberge unter dem Schatten des Allmächtigen’.
30, 31. Welches Bild hatte der Psalmist offenbar vor Augen, als er die Worte: „Unter dem Schatten ... des Allmächtigen“ gebrauchte?
30 Es ist etwas Wunderbares, vom Allmächtigen beschirmt zu werden, unter seinem Schatten zu sein. Es bedeutet, daß der Allmächtige an uns interessiert ist, daß er sich um uns kümmert und uns seine Aufmerksamkeit schenkt. Dieses Bild soll nicht veranschaulichen, daß eine kleinere Person im Schatten einer viel größeren Person oder im Schatten von etwas Leblosem steht, im „Schatten eines wuchtigen Felsens in einem erschöpften Lande“ (Jes. 32:2). Was der Verfasser dieses Psalms veranschaulichen wollte, war das, was David gemäß Psalm 17:8 zum Ausdruck brachte, als er zum Höchsten betete: „Bewahre mich wie die Pupille des Augapfels, im Schatten deiner Flügel mögest du mich verbergen.“
31 Ja, es handelt sich hierbei um ein Bild, das veranschaulichen soll, wie eine Vogelmutter über ihren Jungen schwebt und einen Schatten auf sie wirft. Solange die Jungen unter ihr den Schatten der Mutter über sich sehen, wissen sie, daß sie von ihr bewacht und beschützt werden und deshalb vor Raubvögeln sicher sind. Daß ein über den Jungen schwebender Vogel auf Bewachung und Schutz hindeutet, wird durch die Worte aus Jesaja 31:4, 5 bestätigt: „Gleicherweise wird Jehova der Heerscharen herabkommen, um Krieg zu führen um den Berg Zion und um dessen Hügel. Wie fliegende [schwebende, Bruns] Vögel, so wird Jehova der Heerscharen Jerusalem verteidigen. Indem er es verteidigt, wird er es auch bestimmt befreien. Indem er es verschont, will er es auch entrinnen lassen.“
32. (a) Womit wird also der Allmächtige verglichen, und mit wem werden wir, die wir unter seinem „Schatten“ sind, verglichen? (b) Was kann er als gewissenhafter Gastgeber tun, da er auch der Höchste ist?
32 Der Allmächtige wird also mit einem großen Vogel verglichen, und diejenigen, die unter seinem „Schirm“ geistigen Schutz genießen, werden mit den Jungen dieses Vogels verglichen. Da sie sich „unter dem Schatten ... des Allmächtigen“ befinden, sind sie wirklich sicher und geborgen. Als der Höchste überragt er alles, und nichts unter ihm kann dem Sehvermögen, das er als Allmächtiger hat, entgehen. Er nimmt jede Bewegung sofort wahr, die durch etwas oder jemand unter ihm gegen die ausgelöst werden könnte, die unter seinem „Schatten“ sind. Er kann für die von ihm Beschirmten, für die die in geistigem Sinne bei ihm Herberge gefunden haben, unverzüglich eintreten und sie beschützen. Als Gastgeber wahrt er seine Ehre, indem er seiner Verantwortung ihnen gegenüber gewissenhaft nachkommt. Welch ein tröstlicher Gedanke! Wo sonst könnten wir wirklich geistigen Schutz finden?
-
-
Freiheit von der Furcht vor geistigen GefahrenDer Wachtturm 1975 | 1. März
-
-
Freiheit von der Furcht vor geistigen Gefahren
1. Welchen Weg müssen wir gehen, um von dieser Furcht frei zu werden?
UM VON der Furcht vor geistigen Gefahren frei zu werden, müssen wir den Weg gehen, der im 91. Psalm vorgezeichnet wird. Der Psalmist schreibt über diesen Weg weiter: „Ich will zu Jehova sagen: ,Du bist meine Zuflucht und meine Feste, mein Gott, auf den ich vertrauen will‘“ (Ps. 91:2).
2. Wer wird in Übereinstimmung mit 2. Mose 6:2, 3 durch diesen einzigartigen Namen gekennzeichnet?
2 Es gilt zu beachten, daß der Psalmist (oder der, den er darstellt) zu Jehova sagt: „Du bist meine Zuflucht und meine Feste.“ Dadurch kennzeichnet er den Höchsten und Allmächtigen als den, der den einzigartigen Namen Jehova trägt. Das deckt sich mit dem, was der Höchste zu Moses sagte, als dieser nach Ägypten zurückgekehrt war: „Ich bin Jehova. Und ich pflegte Abraham, Isaak und Jakob als Gott, der Allmächtige, zu erscheinen, aber hinsichtlich meines Namens Jehova habe ich mich ihnen nicht kundgetan“ (2. Mose 6:2, 3).
3. Welchen hebräischen Ausdruck gebrauchte der Allmächtige, als er die Bedeutung seines Namens näher erklärte, und was bedeutete dies gemäß der Wiedergabe gewisser Übersetzungen?
3 Als der Allmächtige seinen Namen näher erklärte, sagte er zu Moses: „Ehjéh aschér ehjéh.“ Dieser im hebräischen Text erscheinende Ausdruck aus 2. Mose 3:14 bedeutet: „ICH WILL SEIN, WAS ICH SEIN WILL“ (Übersetzung des Rabbiners Leeser) oder: „Ich will werden, was auch immer mir gefällt“ (Übersetzung von Rotherham) oder: „ICH WERDE MICH ALS DAS SEIEND ERWEISEN, ALS WAS SEIEND ICH MICH ERWEISEN WERDE“ (Neue-Welt-Übersetzung). Das bedeutete, daß der Allmächtige sich den Verhältnissen seines Volkes anpassen könnte und daß er alles, was er im Interesse seines Volkes und seines Vorsatzes werden müßte (oder als was er sich erweisen müßte), werden könnte und werden würde (oder sich als das erweisen würde). Er wäre jeder Situation gewachsen. Er bezog sich mit diesem hebräischen Ausdruck also nicht auf seine Selbstexistenz, auf sein ewiges Dasein.
4. (a) Was bedeutet der Name Jehova gemäß dem hebräischen Wort, von dem er abgeleitet wird, und im Hinblick auf wen oder worauf? (b) Was ist über die Anwendung dieses Namens auf Christus, den Sohn Gottes, zu sagen?
4 Der göttliche Name ist mit diesem Ausdruck verwandt. Der Name Jehova wurde sein „Gedenkname für Generation um Generation“ (2. Mose 3:15). Gemäß dem hebräischen Wort, von dem der Name Jehova abgeleitet wird, bedeutet er allem Anschein nach „Er läßt werden [oder: erweist sich]“, und zwar im Hinblick auf sich selbst und im Hinblick auf das, was er werden oder als was er sich erweisen wird, nicht in bezug auf schöpferisches Wirken. Welches andere vernunftbegabte Lebewesen, außer dem Höchsten und Allmächtigen, könnte sich mit Recht einen solchen Namen geben? Nicht einmal Jesus Christus, der Sohn Gottes, nahm einen solchen Namen an. Man konnte ihm den Namen Jeschua oder Jesus geben, der den Namen Gottes enthält und „Jehova ist Rettung“ bedeutet, aber niemals den Namen Jehova allein (Jer. 23:6; 33:16).
5. Warum ist es angebracht, von Jehova zu sagen, er sei unsere „Zuflucht“ und „Feste“, und welche weisen Worte finden wir in Sprüche 18:10?
5 Mit Recht können daher diejenigen, die durch den Psalmisten dargestellt wurden, wie er zu Jehova sagen: „Du bist meine Zuflucht und meine Feste“ (Ps. 91:2). Er ist das für sie besonders nach dem Nachkriegsjahr 1919 u. Z. geworden, natürlich in geistigem Sinne. Da Jehova unsichtbar ist, muß jemand, der das zu ihm sagt und es auch wirklich ernst meint und entsprechend handelt, einen starken Glauben haben. Doch zu wem könnte man wie an einen Zufluchtsort fliehen, außer zu Jehova, dem Höchsten? Ist der Allmächtige nicht die einzige wirklich uneinnehmbare und unbesiegbare Feste? König Salomo schrieb unter dem Einfluß der ihm verliehenen Weisheit: „Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt“ (Spr. 18:10).
6. Wessen Namen müssen wir — obwohl jetzt durch Christus — anrufen, um gerettet zu werden, und wer ist für Christen eine „Zuflucht“ und eine „Feste“?
6 Wenn auch durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, so müssen gefallene, sündige Menschen doch letzten Endes den Namen Jehovas anrufen, um ewige Rettung zu erlangen. Das sagte nicht nur der vorchristliche Prophet Joel (Joel 2:32). Auch der Apostel Petrus sprach am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. davon, als die Christenversammlung gegründet wurde (Apg. 2:21). Etliche Jahre später wies der Apostel Paulus ebenfalls darauf hin (Röm. 10:13). Obwohl wir heute die Verbindung mit dem Höchsten und Allmächtigen nur durch Jesus Christus, seinen Vermittler, aufnehmen können, ist und bleibt Jehova unsere Zuflucht, unsere uneinnehmbare Feste (Zeph. 3:12).
-