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Der Weg des freudigen GehorsamsDer Wachtturm 1970 | 15. Oktober
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verstehen, für dich als jungen Menschen voller Wissensdurst nicht eine Herausforderung? Wirklich, wenn dir das Leben eintönig erscheint, dann liegt es an dir, denn du lebst in einer Welt, in der die Abwechslung kein Ende nimmt.
39. Welche Atmosphäre sollte in der Familie herrschen, wie das durch das Meer veranschaulicht wird?
39 Man sollte also den Weg des Gehorsams gern gehen. Der Gehorsam sollte stets mit Freude verbunden sein. Seid weise, ihr Eltern, und folgt dem Beispiel Christi Jesu, der sagte: „Ich bin mildgesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Matth. 11:29, 30) Zögert nicht, eure Kinder in Zucht zu nehmen. Tut es aber mit Liebe. Wir leben heute in einer Welt voller technischer Wunder und Geräte, deren Anschaffung viel Geld kostet, das durch harte Arbeit verdient werden muß. Was nützt den Kindern ein Haus, das mit den modernsten Maschinen und Geräten ausgestattet ist, in dem aber die Liebe fehlt, weil die Eltern keine Zeit haben und abgespannt sind? Wenn du die Brandung beobachtest und siehst, wie die Wellen heranrollen, sich an den Felsklippen brechen, dann zurückrollen und wiederkehren, verspürst du die Ruhelosigkeit des Meeres, und du fühlst dich nicht davon angezogen. An einer anderen Stelle mag aber das gleiche Meer still und ruhig sein, und die Wellen mögen sanft ans Ufer spülen. Hier fühlst du dich vom Meer angezogen, und du möchtest an ihm verweilen. Seine Ruhe überträgt sich auf dich, und du möchtest immer wieder in diese Atmosphäre zurückkehren. So wird es im Kreise deiner Familie sein, sofern alle aus Liebe den Weg des freudigen Gehorsams gehen.
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Gott hat einen NamenDer Wachtturm 1970 | 15. Oktober
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Gott hat einen Namen
Dieser Artikel ist besonders zum Lesen mit den Kindern bestimmt
WIE heißt du? Du hast einen Namen. Ich habe auch einen. Der erste Mensch auf Erden hatte einen Namen. Gott nannte ihn Adam. Die erste Frau wurde Eva genannt. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind hat einen Namen.
Gott gab auch den Engeln im Himmel Namen. Weißt du, wie der Engel hieß, den Gott auf die Erde sandte, damit er über die Geburt des Sohnes Gottes sprach? Jener Engel hieß Gabriel.
Schau einmal abends zu den vielen, vielen Sternen empor. Oh sie wohl Namen haben? Ja, Gott gab jedem Stern am Himmel einen Namen. In der Bibel heißt es: „Der da zählt die Zahl der Sterne, sie alle nennt mit Namen“ — Ps. 147:4.
Menschen, Engel und Sterne — sie alle haben Namen. Glaubst du wohl, daß auch Gott einen Namen hat? Jesus sagte dies. Jesus sprach einmal im Gebet zu Gott: ‘Ich habe meinen Nachfolgern deinen Namen bekanntgegeben.’ — Joh. 17:26.
Kennst du Gottes Namen? Gott selbst sagt uns, wie er heißt. Er sagt: „Ich bin Jehova, das ist mein Name.“ (Jes. 42:8) Gottes Name lautet also JEHOVA.
Hast du es gern, wenn andere deinen Namen behalten? Die Menschen möchten gern mit Namen genannt werden. Und Jehova möchte ebenfalls, daß die Menschen seinen Namen kennen. Daher solltest du den Namen Jehova gebrauchen, wenn du von Gott sprichst.
Jesus gebrauchte Gottes Namen Jehova, wenn er zu den Menschen sprach. Einmal sagte Jesus: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen.“ — Mark. 12:30.
Jesus wußte, daß „Jehova“ ein sehr wichtiger Name ist. Daher lehrte er seine Nachfolger, Gottes Namen zu gebrauchen. Er lehrte sie sogar in ihren Gebeten vom Namen Gottes zu sprechen. Jesus wußte, daß Gott wünscht, daß alle Menschen seinen Namen Jehova kennen.
Vor langer Zeit zeigte Gott dem Menschen Moses, wie wichtig sein Name ist. Moses gehörte zu den Söhnen Israels. Die Söhne Israels lebten in einem Land, das Ägypten hieß. Die Menschen jenes Landes waren als Ägypter bekannt. Sie machten die Söhne Israels zu Sklaven und waren sehr gemein zu ihnen. Als Moses herangewachsen war, versuchte er einem Mann von seinem Volk zu helfen. Darüber wurde der König von Ägypten zornig. Er wollte Moses töten! Moses lief daher von Ägypten fort.
Moses ging in ein anderes Land. Das war das Land Midian. Dort heiratete Moses und gründete eine Familie. Er arbeitete als Hirte. Ein Hirte ist jemand, der Schafe hütet. Eines Tages hütete Moses die Schafe in der Nähe eines Berges. Dort sah er etwas höchst Erstaunliches. Ein Dornbusch brannte, aber er verbrannte nicht! Moses ging näher heran, um es sich anzusehen.
Weißt du, was da geschah? Moses hörte mitten aus jenem brennenden Busch eine Stimme. Sie rief: ‘Moses! Moses!’
Wer sagte das? Gott war es, der sprach! Gott hatte eine große Aufgabe für Moses. Gott sagte: „Gehe hin, denn ich will dich zu dem Pharao [dem König von Ägypten] senden, daß du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten herausführest.“ Gott versprach, Moses zu helfen, die Söhne Israels aus Ägypten herauszubringen.
Aber Moses sagte zu Gott: ‘Angenommen, ich komme in Ägypten zu den Söhnen Israels und sage, daß Gott mich gesandt hätte. Was ist, wenn sie mich fragen, wie sein Name lautet? Was soll ich sagen?’ Gott sagte Moses, er solle zu den Söhnen Israels sprechen: ‘Jehova hat mich zu euch gesandt. Jehova ist mein Name für immer.’ — 2. Mose 3:1-15.
Moses wußte nun, daß Gott den Namen Jehova behalten würde. Er würde ihn nie ändern. Gott wollte immer unter dem Namen Jehova bekannt sein.
Moses ging zurück nach Ägypten. Die Ägypter dort kannten Jehova gar nicht richtig. Sie dachten, er wäre bloß ein kleiner Gott der Söhne Israels. Die Ägypter glaubten nicht, daß Jehova der Gott der ganzen Erde wäre. Daher sagte Jehova zum König von Ägypten: ‘Ich werde meinen Namen auf der ganzen Erde bekanntmachen.’ — 2. Mose 9:16.
Und Jehova machte seinen Namen auf der ganzen Erde bekannt. Er ließ Moses die Söhne Israels aus Ägypten herausführen. Und bald hörten Menschen auf der ganzen Erde von Jehova.
Heute sind viele Menschen wie die Ägypter der Tage des Moses. Sie glauben nicht, daß Jehova der Gott der ganzen Erde ist. Daher wünscht Jehova, daß sein eigenes Volk anderen Menschen von ihm erzählt. Dies tat Jesus.
Möchtest du wie Jesus sein? Dann sage anderen, daß Gottes Name Jehova ist. Du wirst feststellen, daß viele Menschen dies nicht wissen. Vielleicht kannst du ihnen daher den Schrifttext der Bibel aus Psalm 83:18 zeigen. Wir wollen jetzt gleich einmal die Bibel nehmen und zusammen diesen Schrifttext suchen. Er lautet: „Du allein, dessen Name Jehova ist, [bist] der Höchste ... über die ganze Erde!“
„Jehova“ ist der wichtigste Name, den es gibt. Es ist der Name dessen, der alles gemacht hat. Jesus liebt Jehova und betet ihn an. Und denke daran, daß Jesus sagte, wir sollten Jehova Gott mit unserem ganzen Herzen lieben. Sowohl Jesus als auch Moses zeigten, daß sie Jehova so sehr liebten.
Wie kannst du zeigen, daß du Jehova so liebst, wie Jesus und Moses es taten? Eine Möglichkeit hast du dazu, indem du anderen von den wunderbaren Dingen erzählst, die Jehova gemacht hat, und von dem Guten, was er getan hat. Das macht Jehova sehr glücklich, denn er möchte, daß die Menschen von ihm wissen. Du möchtest doch Jehova erfreuen, nicht wahr?
Nicht jeder möchte es hören, wenn du von Jehova sprichst. Viele Menschen hörten nicht einmal zu, als Jesus, der große Lehrer, von ihm redete. Aber das hinderte Jesus nicht daran, von Jehova zu sprechen.
Sei daher so wie Jesus. Sprich immer wieder von Jehova. Du wirst Jehova Gott wohlgefallen, weil du zeigst, daß du seinen Namen liebst.
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Was Freundlichkeit und Takt bewirken könnenDer Wachtturm 1970 | 15. Oktober
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Was Freundlichkeit und Takt bewirken können
FÜR viele Menschen ist es eher die Regel als die Ausnahme, unfreundlich zu handeln. Dadurch lösen sie gewöhnlich eine Kettenreaktion aus, da ihre Opfer mit gleicher Münze zurückzahlen. Wahre Christen suchen sich jedoch ‘mit Güte zu kleiden’ (Kol. 3:12) Dadurch können sie mit Unfreundlichkeit sehr gut fertig werden. Das erfreuliche Ergebnis der folgenden Erfahrung einer Zeugin Jehovas unterstreicht dies:
„Eines Tages, als ich persönliche Besuche durchführte, klopfte ich an eine Tür, an der eine junge Deutsche aufmachte. Ich freute mich darüber, denn ich konnte meine Predigt nun in Deutsch halten, da mein Englisch damals nicht sehr gut war. Nachdem ich angefangen hatte, den Zweck meines Besuches bei ihr zu erklären, unterbrach sie mich und sagte sehr unfreundlich: ‚Ich hasse Gott, und ich möchte nichts mit der Bibel zu tun haben.‘ Als ich fortging, sagte sie: ‚Wenn Sie persönlich etwas benötigen, können Sie zu mir kommen.‘
Bald danach brauchte ich jemand, der Deutsch und Englisch verstand und mir etwas übersetzen konnte. Ich wußte niemand außer dieser jungen Deutschen, die so unfreundlich gewesen war. Mit einigen Befürchtungen klopfte ich an ihre Tür. Sie machte auf und sagte frostig: ‚Ja sind Sie schon wieder da?‘
Ich antwortete: ‚Aber Sie sagten doch, ich könnte wiederkommen, wenn ich etwas brauchte.‘
‚Oh!‘ sagte sie und fügte dann hinzu: ‚Na, dann kommen Sie einmal herein!‘
Nachdem ich ihr mein Anliegen vorgetragen hatte, wurde sie sehr freundlich und half mir. Aus Dankbarkeit für ihre Hilfe lud ich sie für den nächsten Tag zu deutschem Kuchen und Kaffee in meine Wohnung ein. Sie kam dann immer wieder. Sie schien wohl jeden Tag zu kommen. Ich hatte eine Idee: Wenn sie mich weiter besucht, habe ich eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihr von der Bibel und von Gottes verheißener neuer Ordnung zu erzählen.
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