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  • Ansichten über die christliche Moral
    Der Wachtturm 1971 | 1. November
    • Und in diesem Zusammenhang erklärte er: „Nun ... schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemand zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen Menschen zu essen.“ (1. Kor. 5:11-13) Wird diese Anweisung in deiner Kirche befolgt?

      Die im Worte Gottes enthaltene Regel lautet, daß ‘ein Mensch ernten wird, was immer er sät’. (Gal. 6:7, 8) Wohin führt die heutige Tendenz, was das Geschlechtliche betrifft? Ist es nicht so, daß Scheidungen und zerrüttete Familien zunehmen und daß solche zerrütteten Familien einen fruchtbaren Boden für Jugendkriminalität bilden? Ist es nicht so, daß die Gesundheitsbehörden jetzt warnend darauf hinweisen, daß Geschlechtskrankheiten außer Kontrolle geraten und epidemische Ausmaße annehmen? Und ist es nicht so, daß die unehelichen Geburten sprunghaft zunehmen und immer jüngere unverheiratete Mädchen Mutter werden oder eine Abtreibung vornehmen lassen, damit sie es nicht werden? Glaubst du, diese Früchte seien darauf zurückzuführen, daß etwas Gutes gesät worden wäre?

      Gottes Gesetze sind nicht nur maßgebend, sondern auch weise, und sie dienen dem Menschen zum Guten. „Gottergebenheit ... ist für alle Dinge nützlich, da sie eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben hat.“ (1. Tim. 4:8) Ja, nach biblischen Grundsätzen zu leben führt zu glücklichen, geeinten Familien und zu dem Lohn endlosen Lebens in der Gunst Gottes. Ist dies dein Wunsch? Wenn ja, dann erkennst du zweifellos, wie wichtig die christliche Moral ist. Solltest du in dieser Welt mit ihrem Sittenverfall nicht Personen meiden, die nur dem Namen nach als Christen erscheinen, und statt dessen vielmehr danach trachten, mit Personen Gemeinschaft zu pflegen, die sittlich rein sind? Du wirst feststellen, daß eine solche Gemeinschaft wohltuend ist und einen reinen, guten Wandel fördert.

  • Warum Gottes Name in der ganzen Bibel erscheinen sollte
    Der Wachtturm 1971 | 1. November
    • Warum Gottes Name in der ganzen Bibel erscheinen sollte

      VIELLEICHT bist du bei deinem Bibellesen im sogenannten „Alten Testament“ auf den Namen Gottes gestoßen. Du magst zum Beispiel in der Bibelübersetzung von Schlachter gelesen haben: „... so daß sie erfahren müssen, wie du, der du Jehova heißest, allein der Höchste bist über die ganze Erde!“ — Ps. 83:19 [18]; Jes. 12:2.

      In deiner Übersetzung des „Neuen Testamentes“ oder der Christlichen Griechischen Schriften magst du jedoch noch nie auf den Namen Gottes gestoßen sein. Die meisten Übersetzer haben ihn bei der Übersetzung dieses Teiles der Bibel ausgelassen. Warum? Ein Grund liegt darin, daß man bisher keine alten Manuskripte des Urtextes der Christlichen Griechischen Schriften gefunden hat, die den göttlichen Namen in seiner vollständigen Form enthalten.

      Dagegen kommt der Name Gottes aber doch in seiner abgekürzten Form sowohl in alten griechischen Manuskripten als auch in deren Übersetzungen vor. Hast du bei deinem Bibellesen in Offenbarung 19:1, 3, 4, 6 den Ausdruck „Halleluja“ bemerkt? Gemäß dem Wörterbuch Webster’s New Collegiate Dictionary bedeutet „Halleluja“: „Preiset Jah (Jehova).“

      Daß der Name Gottes in dieser abgekürzten Form vorkommt, zeigt, daß der Gebrauch des Namens unter den ersten Christen nicht überholt war. Warum erscheint dann der Name Gottes in seiner vollständigen Form in keinem vorhandenen Manuskript des griechischen Bibeltextes? Zeigt das, daß Jesus und seine Jünger den Namen Jehova nicht gebraucht hätten?

      EINE NICHT MEHR GÜLTIGE ERKLÄRUNG

      Man hat lange geglaubt, der Grund dafür, daß Gottes Name in seiner vollständigen Form in keinem bekannten Manuskript der Christlichen Griechischen Schriften zu finden sei, bestehe darin, daß die ersten Christen die griechische Septuaginta der Hebräischen Schriften benutzt hätten und einfach dem darin angewandten Brauch gefolgt seien, den göttlichen Namen auszulassen. Diese griechische Septuaginta war von etwa 280 v. u. Z. an für griechisch sprechende Juden angefertigt worden, und es handelt sich um die Übersetzung der Hebräischen Schriften, die die ersten Jünger Jesu vermutlich verwandt haben.

      Die übereinstimmende Meinung war immer, daß die Übersetzer der griechischen Septuaginta wegen eines jüdischen Aberglaubens hinsichtlich des Namens Gottes anstelle des Tetragrammatons, nämlich der vier hebräischen Buchstaben (יהוה), die den Namen Gottes Jehova, darstellen, in ihrer Übersetzung die griechischen Titel Kýrios (Herr) oder ho Theós (der Gott) gebraucht hätten. Aber verhältnismäßig neue Entdeckungen haben ergeben, daß die ältesten Fragmente der griechischen Septuaginta den Namen Gottes in seiner hebräischen Form doch enthalten!

      Über diese Tatsache äußert sich Dr. Paul E. Kahle wie folgt: „Wir wissen jetzt, daß im griechischen Bibeltext [in der Septuaginta], soweit er von Juden für Juden geschrieben wurde, der göttliche Name nicht mit kýrios [Herr] übersetzt wurde; vielmehr behielt man das Tetragrammaton, in hebräischen oder griechischen Buchstaben geschrieben, in solchen Manuskripten bei.“

      Wer hat denn den göttlichen Namen in Abschriften der griechischen Septuaginta durch die Titel „Herr“ oder „Gott“ ersetzt? Dr. Kahle fährt fort mit der Antwort: „Die Christen waren es, die das Tetragrammaton durch kýrios [Herr] ersetzten, als der göttliche Name, geschrieben in hebräischen Buchstaben, nicht mehr verstanden wurde“ (The Cairo Geniza, S. 222, 224).

      Aber wann ersetzten die „Christen“ den Namen Gottes in seiner Form als Tetragrammaton in ihren griechischen Übersetzungen der Hebräischen Schriften durch die Titel Kýrios (Herr) und ho Theós (der Gott)? Wenn wir dies feststellen können, wird Licht darauf geworfen, ob die Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften in ihren inspirierten Schriften tatsächlich den Namen Gottes gebrauchten und ob die ersten Abschriften ihrer ursprünglichen Schriften den göttlichen Namen enthielten.

      WANN DER GÖTTLICHE NAME ERSETZT WURDE

      Der Name Gottes in seiner Form als Tetragrammaton wurde in den Christlichen Griechischen Schriften anscheinend in den Jahrhunderten nach dem Tode Jesu Christi und seiner Apostel ersetzt. Dies geht daraus hervor, daß in griechischen Übersetzungen des „Alten Testaments“ oder der Hebräischen Schriften, die in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung von angeblichen Christen angefertigt wurden, der göttliche Name tatsächlich zu finden ist. Zum Beispiel erschien das Tetragrammaton in Aquilas griechischer Übersetzung, die etwa aus dem Jahre 128 u. Z. stammt, noch in hebräischen Schriftzeichen.

      Ferner verfaßte um das Jahr 245 u. Z. der bekannte Gelehrte Origenes seine Hexapla, eine sechsspaltige Wiedergabe der inspirierten Hebräischen Schriften. Über das, was die unvollständigen jetzt bekannten Abschriften beweisen, erklärte Professor W. G. Waddell: „In Origenes’ Hexapla ... gaben die griechischen Übersetzungen von Aquila und Symmachus und die LXX [Septuaginta] JHWH mit ΠΙΠΙ wieder; in der zweiten Spalte der Hexapla war das Tetragrammaton in hebräischen Schriftzeichen geschrieben.“a Andere glauben, im Urtext der Hexapla des Origenes

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