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Der Protestantismus in doppelter NotlageDer Wachtturm 1957 | 1. Oktober
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beschrieben: „Nicht nur die organisierten Arbeiter haben mit den Kirchen keine Verbindung mehr, sondern die meisten anderen Volksschichten der skandinavischen Bevölkerung … haben ebenfalls keine Verbindung mehr.“ Der Redakteur einer führenden Zeitung in Stockholm sagte dem Verfasser: „In Schweden ist die Kirche nur noch ein ehrwürdiges altes Monument. Wir unterstützen sie aus historischen und sentimentalen Gründen. Aber sie spielt im schwedischen Leben keine wichtige Rolle mehr. Wenn Sie heute schwedische Religion studieren möchten, so gehen Sie in die Vereinigten Staaten zurück.“
In den Vereinigten Staaten fuhren die Kirchenführer fort, ihre eigene mißliche Lage zu beklagen. Der presbyterianische Geistliche John E. Burkhart hat erklärt: „Ein Großteil unserer heutigen Hochkonjunktur in der Religion ist weiter nichts als geistiges Aspirin. Es kostet nicht viel, bewirkt nicht viel, schadet nicht viel und ist nicht viel wert.“
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Des Menschen Errettung der Rechtfertigung Gottes untergeordnetDer Wachtturm 1957 | 1. Oktober
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Des Menschen Errettung der Rechtfertigung Gottes untergeordnet
Die Bibel spricht viel von der Errettung des Menschen, doch wo spricht sie von der Rechtfertigung Gottes? Lehrt sie wirklich, daß diese Rechtfertigung wichtiger ist als die Errettung?
JEHOVAS Zeugen heben die Rechtfertigung des Namens Jehovas hervor. Andere Religionen legen Nachdruck auf die Errettung des Menschen. „Tue Buße und werde errettet“, „Bekenne deine Sünden“, „Werde getauft“, „Nimm Jesus als deinen Erlöser an“. Mit diesen Worten appellieren die evangelischen Erweckungsprediger und Bekehrer immer wieder an die Gefühle der Menschen. Es handelt sich hierbei um biblische Wahrheiten, und Jehovas Zeugen nehmen diese auch an und verkündigen sie. Sie sind sehr wichtig. Sie sollten nie geringgeachtet werden. Aber man sollte sie auch nicht wie durch ein Vergrößerungsglas betrachten, so daß sie überdimensional erscheinen und dadurch die wichtigere Wahrheit der Bibel, nämlich die Rechtfertigung des Namens Jehovas, verdrängen.
Als Gott die Israeliten als seine auserwählte Nation aus Ägypten befreite, wurde sein Name Jehova in besonderer Weise kundgemacht. Er legte seinen Namen auf jenes Volk und gab ihm sein Gesetz. „Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum werden aus allen anderen Völkern, denn die ganze Erde gehört mir. Und ihr selbst werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.“ Die Israeliten erklärten sich bereit, zu gehorchen und Jehovas besonderes Eigentum zu sein, auf dem sein Name ruhte. Sie wurden gewarnt: „Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise annehmen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise annimmt.“ — 2. Mose 19:5, 6; 20:7, NW.
Wenn es in diesem Gebot, dem dritten der Zehn Gebote, heißt, man solle den Namen Gottes nicht in unwürdiger Weise annehmen, dann bedeutet dies weit mehr, als seinen Namen beim Fluchen zu benutzen. Es bedeutet, daß jene, die sich bereit erklären, Gottes Volk zu sein, seinen Namen tragen und daß sie die Gesetze und Gebote sowie die Grundsätze, für die sein Name bürgt, beachten müssen, sonst nehmen sie seinen Namen in unwürdiger Weise an und werden nicht ungestraft ausgehen. Sie können seinen Namen nicht immerdar
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