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Wessen Namen achtest du mehr — deinen eigenen oder Gottes?Der Wachtturm 1972 | 1. Februar
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all dem nichts? Hat denn Jehova wegen des Versagens der Christenheit mit ihren mehr als neunhundert Millionen eingetragenen Kirchenmitgliedern im zwanzigsten Jahrhundert, ja in unserer Generation, keine treuen, freimütigen Zeugen? Doch! Die Anhänger der Kirchen der Christenheit mögen bestreiten, daß die international bekannten christlichen Zeugen Jehovas wirklich Zeugen Gottes, des Höchsten, sind. Sie mögen sagen, diese hätten kein Recht auf diesen Namen und seien falsche Propheten. Sie mögen diesen Zeugen daher widerstehen, sie falsch darstellen und verfolgen, um sie zu zwingen, das Zeugniswerk auf dem ganzen Erdenrund einzustellen. Aber die feindlichgesinnten Angehörigen der Christenheit und des sogenannten Heidentums können den Ruf, den sich die christlichen Zeugen Jehovas des zwanzigsten Jahrhunderts durch ihre Tätigkeit in mehr als zweihundert Ländern und in etwa hundertsechzig Sprachen erworben haben, niemals zunichte machen.
33. Was müssen deshalb die feindlichgesinnten Angehörigen der ganzen Christenheit hinsichtlich der Tätigkeit der Zeugen Jehovas zugeben, und warum?
33 Sie können nie und nimmer widerlegen, daß Gottes Name, der im ursprünglichen Text der Bibel Tausende von Malen vorkommt, den Menschen weltweit bekanntgemacht worden ist und daß Hunderttausenden von Menschen aus allen Rassen, Nationen, Stämmen und Bevölkerungsschichten geholfen worden ist, Jehova, den Gott und Vater des Herrn Jesus Christus, zu erkennen, zu fürchten und ihm zu dienen. Das brächten falsche Propheten nie fertig. (5. Mose 18:15-22) Ja, die feindlichgesinnten Angehörigen der ganzen Christenheit müssen zugeben, daß es ihnen bis jetzt nicht gelungen ist, die weltweite Predigt- und Lehrtätigkeit dieser christlichen Zeugen Jehovas zu unterbinden. Weshalb nicht? Weil sie das nicht beachtet haben, was der religiöse Rechtsgelehrte Gamaliel zu den Gegnern der christlichen Zeugen Jehovas im ersten Jahrhundert sagte: „So sage ich euch: ... Steht von diesen Menschen ab und laßt sie gehen; (denn wenn dieses Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden, wenn es aber von Gott ist, werdet ihr sie nicht stürzen können;) andernfalls mögt ihr vielleicht als solche erfunden werden, die in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen.“ — Apg. 5:34-39.
„EIN VOLK FÜR SEINEN NAMEN“
34. Was geschah mit den Juden, die im ersten Jahrhundert u. Z. in die Tätigkeit der christlichen Apostel eingriffen, und warum erhob sich damit in Verbindung eine Frage in bezug auf die Existenz Jehovas?
34 Was geschah mit den Juden, die damals in die Tätigkeit der christlichen Apostel und ihrer Mitgläubigen eingriffen? Nicht das apostolische Christentum, sondern ihr eigenes Religionssystem wurde im Jahre 70 u. Z. gestürzt, als das alte, ummauerte Jerusalem samt seinem Tempel zerstört wurde und nie mehr von den Juden aufgebaut werden sollte. Ihre Priesterschaft hörte zu bestehen auf oder konnte sich nicht mehr als solche ausweisen. Mögen die Tatsachen die Frage beantworten, ob jene intoleranten religiösen Störenfriede „in Wirklichkeit gegen Gott“ kämpften. Das tragische Ereignis des Jahres 70 u. Z. bedeutete keineswegs, daß Jehova zu existieren aufgehört hätte, wie wenn er nur ein Gott der Israeliten, ein nationaler Gott, gewesen wäre, der nur so lange existierte wie seine historische Nation. Jehova, der Unsterbliche, der Gott ohne Anfang und ohne Ende, hat weitergelebt und lebt heute noch, obwohl die Atheisten es bestreiten. Hat er aber wegen der Dinge, die im Jahre 70 geschahen, seither kein Volk mehr gehabt?
35. Warum war die damalige Nation Israel ein „Volk für seinen Namen“, und warum wird in Frage gezogen, ob sie heute noch Jehovas „Volk für seinen Namen“ ist?
35 Als der Prophet Moses im Jahre 1473 v. u. Z. der Nation Israel, bevor sie über den Jordan zog und das Verheißene Land in Besitz nahm, zum Abschied seine Anweisungen gab, sagte er zu ihr: „Jehova wird dich als ein heiliges Volk für sich aufrichten, so, wie er dir geschworen hat, weil du fortfährst, die Gebote Jehovas, deines Gottes, zu halten, und du auf seinen Wegen gewandelt bist. Und alle Völker der Erde werden sehen müssen, daß Jehovas Name über dir genannt worden ist, und sie werden sich tatsächlich vor dir fürchten.“ (5. Mose 28:9, 10) Die Israeliten waren also, wie Jehova zu ihnen sagte, ‘sein besonderes Eigentum aus allen anderen Völkern’ geworden. (2. Mose 19:3-5) Dadurch, daß sein Name über ihnen genannt wurde, waren sie ein „Volk für seinen Namen“ (Jer. 14:9; Dan. 9:19) Sind die Angehörigen des Volkes Israel heute noch ein „Volk für seinen Namen“? Sind sie durch die Gründung der unabhängigen, untheokratischen Republik Israel im Jahre 1948 u. Z. als das „Volk für seinen Namen“ bestätigt worden, obwohl sie das Gesetz Mose nicht halten und keinen Tempel in Jerusalem haben, der nach dem Namen Jehovas benannt wird? Das zu wissen ist für uns wichtig.
36. Gehörte Jesus zu Jehovas „Volk für seinen Namen“, und wie beantwortete Jehova die Frage, ob sein Name vom natürlichen Israel auf das geistige übertragen wurde?
36 Diese Frage wurde schon im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung entschieden. Da Jesus Christus in Bethlehem-Juda und in der Geschlechtslinie des Königs David geboren wurde, war er von Geburt zweifellos ein Glied des „Volkes für Jehovas Namen“. Schon sein Name Jesus enthält den göttlichen Namen, denn er bedeutet „Jehova ist Rettung“. Aber Jesu eigene Nation lehnte ihn ab. Seine Nachfolger, ein kleiner israelitischer Überrest, wurden von der Nation Israel abgesondert und wurden eine geistige Nation. Blieb die Nation der natürlichen, beschnittenen Israeliten dennoch das „Volk für seinen Namen“ (Jehovas Namen), oder wurde Jehovas Name nun auf die geistige Nation der Nachfolger Jesu übertragen und über ihr genannt? Gott beantwortete diese Frage selbst. Am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. erfüllte er seine Prophezeiung in Joel 2:28-32, indem er seinen heiligen Geist ausgoß. Auf wen? Nicht auf die nichtchristlichen Juden im damals noch bestehenden Tempel in Jerusalem, sondern auf die zwölf Apostel und auf andere Jünger Jesu. Mit Geist erfüllt, verkündigten sie Gottes Namen. — Apg. 2:1-36.
37, 38. (a) Wie viele Juden wurden Glieder von Jehovas neuem „Volk für seinen Namen“? (b) Wann erschloß Jehova Nichtjuden die Möglichkeit, diesem „Volk für seinen Namen“ anzugehören?
37 Damals, vor mehr als neunzehnhundert Jahren, begann Jehova, ein neues Volk herauszunehmen, über dem sein Name genannt werden sollte oder das nach seinem Namen genannt wird. (1. Petr. 2:9) Tausende natürlicher, beschnittener Juden nahmen Jesus als den Messias an und wurden Glieder dieses „Volkes für Jehovas Namen“. Nicht ganz dreieinhalb Jahre später erschloß Jehova Gott den nichtjüdischen oder heidnischen Nationen die Gelegenheit, Jünger Jesu zu werden. Er sandte den Apostel Petrus in ein heidnisches Haus in Cäsarea, damit er Kornelius und seinen Freunden die gute Botschaft über Jesus, den Messias, verkündige. Ihres Glaubens wegen goß Jehova seinen heiligen Geist auf sie aus. Dadurch machte er diese gläubigen Heiden zu Gliedern des „Volkes für seinen Namen“. Danach stand die Möglichkeit, zu diesem geistigen „Volk für seinen Namen“ zu gehören, allen nichtisraelitischen oder heidnischen Nationen offen. (Apg. 10:1 bis 11:18) Dem ist nicht so, weil wir es sagen, sondern weil der inspirierte Jünger Jakobus, der Halbbruder Jesu Christi, es sagte, etwa dreizehn Jahre nach der Bekehrung des Heiden Kornelius und seiner Freunde. Vor Teilnehmern einer Konferenz in Jerusalem sagte Jakobus:
38 „Symeon [Petrus] hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: ‚Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Hütte Davids ... wieder aufbauen ..., damit jene, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen, spricht Jehova, der diese Dinge tut.‘“ — Apg. 15:12-18; Amos 9:12.
39. (a) Warum hat Jehova auch nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. ein „Volk für seinen Namen“ gehabt? (b) Welches Werk, das Jehova vor neunzehnhundert Jahren begann, beendet er heute, und welchen Beweis haben wir dafür?
39 Folglich hatte Jehova auch nachdem das alte, ummauerte Jerusalem und sein Tempel im Jahre 70 u. Z. zerstört und die natürlichen, beschnittenen Juden zerstreut worden waren, noch ein „Volk für seinen Namen“. Er hatte nun das neugebildete, christliche „Volk für seinen Namen“. Das Werk, das Jehova damals, im ersten Jahrhundert, begann, beendet er heute, im zwanzigsten Jahrhundert. Jetzt, vor dem Beginn der größten Drangsal der ganzen Menschheitsgeschichte, die über dieses System der Dinge hereinbricht, vervollständigt er dieses geistige „Volk für seinen Namen“. Heute befindet sich immer noch ein Überrest davon auf Erden. Wie wollten wir uns sonst erklären, was gegenwärtig auf allen bewohnten Kontinenten und Inseln des Meeres vor sich geht? Was denn? Der Name Jehovas wird in einem Ausmaß bekanntgemacht und erhöht, wie das noch nie geschehen ist, seitdem durch die Zerstörung Jerusalems und seines berühmten Tempels im Jahre 70 u. Z. unendlich viel Schmach darauf gebracht worden ist. Täuschen wir uns nicht: Jehova hat heute ein „Volk für seinen Namen“ auf Erden, und es erweist sich auch als sein Volk, obwohl nur noch ein Überrest davon da ist.
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Das Volk, das Gottes Namen mehr achtet als seinen eigenenDer Wachtturm 1972 | 1. Februar
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Das Volk, das Gottes Namen mehr achtet als seinen eigenen
1, 2. (a) Wovon werden Menschen heute in religiöser Hinsicht befreit? (b) Was lesen wir in Jesaja 12:3-5, und wer hat sich diese Worte zu Herzen genommen und handelt danach?
WAS ist von einem „Volk für seinen Namen“ zu erwarten, ja was sollten wir von ihm erwarten? Folgendes: daß dieses Volk es als eine Ehre betrachtet, diesen Namen zu tragen, daß es sich dieses Namens nicht schämt und daß es den Ruhm und die Ehre dieses Namens auf der ganzen Erde, innerhalb und außerhalb der Christenheit, verkündet. In diesen „letzten Tagen“ des heutigen Weltsystems, in denen in religiöser Hinsicht eine Befreiung von der Christenheit und dem ganzen übrigen Weltreich der falschen Religion im Gange ist, nimmt der befreite Überrest seine Pflicht, den prophetischen Worten in Jesaja 12:3-5 (NW) entsprechend zu handeln, sehr ernst:
2 „Mit Frohlocken werdet ihr gewißlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Rettung. Und an jenem Tage werdet ihr sicherlich sprechen: ‚Saget Jehova Dank! Rufet seinen Namen an. Macht unter den Völkern seine Handlungen bekannt. Erwähnt, daß sein Name hoch erhoben werden soll. Spielt Jehova Melodien, denn er hat hervorragend gehandelt. Dies werde bekanntgemacht auf der ganzen Erde.‘“
3, 4. (a) Wie hat Jehova gehandelt, seitdem der gesalbte Überrest begonnen hat, sich an der Erfüllung dieser Prophezeiung zu beteiligen? (b) Inwiefern hat das Ergebnis dem entsprochen, was David gemäß Psalm 138:1, 2 als Grund erwähnte, Jehova zu loben?
3 Da der gesalbte Überrest der christlichen Zeugen Jehovas daranging, an der Erfüllung dieser Prophezeiung teilzunehmen, hat Jehova „hervorragend gehandelt“, er hat großartig gehandelt, er hat triumphiert! In seinem Namen ließ er sein Wort der Verheißung, sein prophetisches Wort, niederschreiben. Mit seinem Namen stützt er die Heilige Schrift. Mit seinem Namen bürgt er für die Bibel. Entweder ist die Bibel wahr, oder sein Name bedeutet nichts! Aber sein Wort der Verheißung und Prophezeiung steht als wahrhaftig, als gerechtfertigt da! Die getreue Durchführung seines Wortes beweist, daß er seinem Namen gemäß gelebt und zur Ehre seines Namens gehandelt hat. Außerdem hat er dadurch, daß er nach seinem Wort gehandelt hat, das übertroffen, was sein Name, der mit seinem Wort verknüpft ist, uns erwarten ließ. Das Ergebnis hat dem entsprochen, was König David von Jerusalem als Grund erwähnte, Jehova zu loben, indem er sprach:
4 „Ich werde dich lobpreisen mit meinem ganzen Herzen. Vor anderen Göttern werde ich dir Melodien spielen. Ich werde mich niederbeugen gegen deinen heiligen Tempel, und ich werde deinen Namen lobpreisen wegen deiner liebenden Güte und wegen deiner Wahrhaftigkeit. Denn du hast dein [gesprochenes] Wort groß gemacht selbst über all deinen Namen.“ — Ps. 138:1, 2, NW.
5, 6. (a) Wie macht Jehova sein gesprochenes Wort groß ‘über all seinen Namen’? (b) Wie läßt sich dies in Verbindung mit Prophezeiungen und mit dem Hervorbringen des Messias veranschaulichen?
5 Was wollte David damit sagen? Ist Gottes gesprochenes Wort oder sein Ausspruch größer als sein Name? Nein! Inwiefern macht er denn das von ihm gesprochene Wort groß ‘über all seinen Namen’? Auf folgende Weise: Sein bedeutsamer Name, der mit dem von ihm gesprochenen „Wort“ oder mit seinem Wort der Verheißung und Prophezeiung verbunden ist, läßt uns hinsichtlich der Erfüllung viel erwarten. In Wirklichkeit führt Gott aber sein „Wort“ in umfangreicherem Maße durch, auf eine Weise, die über das hinausgeht, was wir aufgrund dessen, wofür sein Name bürgt, erwarten. Um uns zu beweisen, daß sein Name für die Erfüllung bürgt, müßte er nicht soviel tun.
6 Er macht also sein gesprochenes „Wort“ groß, indem er durch dessen Erfüllung mehr bewirkt, als wir erwartet haben. Er handelt hervorragend! Zum Beispiel hat sein prophetisches „Wort“ in vielen bedeutenden Fällen nicht nur eine erste buchstäbliche Erfüllung gehabt, sondern es hat sich auch in geistiger Hinsicht erfüllt, und zwar im kleinen und im großen oder endgültig. Beachten wir ferner, daß er sein „Wort“ oder seine Verheißung gab, den Messias aus der Abstammungslinie Davids hervorzubringen. Er machte dieses verheißungsvolle „Wort“ groß, indem er mehr hervorbrachte als nur einen menschlichen Messias aus Davids Königsgeschlecht. Jehova brachte einen geistigen, einen durch seinen Geist gezeugten Messias hervor, er weckte ihn von den Toten auf und verlieh ihm unsterbliches Leben und königliche Herrlichkeit zu seiner Rechten im Himmel. So wie Jehova einst David von seinen Feinden befreite, befreite er auch Jesus Christus von seinen irdischen Feinden, die ihn zu Tode gebracht hatten, indem er ihn zum Leben in himmlischer Herrlichkeit auferweckte. — Ps. 138:3-7.
7. Wie vollendete Jehova, was zugunsten Davids war, und wie tut er dies in bezug auf Davids Nachkommen Jesus?
7 Von Jehovas Wort der Verheißung blieb nichts übrig, dessen Erfüllung David noch hätte erwarten können. Mit Recht konnte er daher in demselben Psalm zuversichtlich sagen: „Jehova selbst wird vollenden, was zu meinen Gunsten ist.“ (Ps. 138:8, NW) Jesus Christus, der messianische Nachkomme des Königs David, kann dies genausogut von sich sagen. Jehova wird sein Vorhaben in Verbindung mit Jesus, dem Messias, völlig durchführen. Er wird nichts von dem, was er durch sein Wort über ihn verheißen und prophezeit hat, unerfüllt lassen. Kein Wunder, daß David sich getrieben fühlte, zu Jehova, seinem himmlischen Befreier, zu sagen: „Vor anderen Göttern werde ich dir Melodien spielen ... Denn du hast dein Wort groß gemacht selbst über all deinen Namen.“ — Ps. 138:1, 2, NW.
SEIN „WORT“ ÜBER DIE „GROSSE VOLKSMENGE“ GROSS MACHEN
8. Wieso fühlt sich der gesalbte Überrest wegen der Dinge, die seit 1914 geschehen sind, getrieben, Jehova genauso zu loben, wie David es damals tat?
8 Fühlen auch wir uns heute getrieben, so etwas zu dem einen lebendigen und wahren Gott zu sagen? Die Glieder des gesalbten Überrestes der christlichen Zeugen Jehovas fühlen sich als „Volk für seinen Namen“ dazu getrieben. Seine Handlungsweise ihnen gegenüber und die wunderbare Erfüllung biblischer Prophezeiungen durch die Weltereignisse seit 1914 u. Z. läßt sie erkennen, wie sich das von Jehova gesprochene Wort, sein Wort der Verheißung und Prophezeiung, auf eine Weise bewahrheitet, wie sie es nie erwartet hätten. Sie sehen, wie sich die Beweise dafür mehren, daß dieser Gott der Wahrheit und liebenden Güte im Jahre 1914 u. Z., am Ende der Zeiten der Nationen, sein „Wort“ erfüllt und das himmlische Königreich Jesu Christi des Sohnes Davids, aufgerichtet hat. Sie sehen, wie dieses messianische Königreich, durch das die universelle Souveränität Jehovas und sein heiliger Name im kommenden „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, gerechtfertigt werden, immer mehr an Macht gewinnt. Sie mußten seit 1914 u. Z. viel Verfolgung erdulden, und ihre Existenz als „Volk für seinen Namen“ war oft bedroht; da Jehova sie aber immer wieder befreit und sie bis heute bewahrt hat, machen sie seinen Namen überall bekannt.
9. Welches Lied singen die Glieder des gesalbten Überrestes gemäß der Darstellung in Offenbarung, Kapitel 15, und welchen Wortlaut hat das Lied?
9 Gemäß der Darstellung des letzten Buches der Bibel singen die Glieder dieses Überrestes das „Lied des Moses, des Sklaven Gottes, und das Lied des Lammes [Jesu Christi]“, indem sie sagen: „Groß und wunderbar sind deine Werke, Jehova Gott, Allmächtiger. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Ewigkeit. Wer wird dich nicht wirklich fürchten, Jehova, und deinen Namen verherrlichen, denn du allein bist loyal? Denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Verordnungen kundgemacht worden sind.“ — Offb. 15:2-4.
10. Wer von den unzähligen Menschen, die das Lied hören, reagiert positiv auf die Frage, wer Jehova fürchten und seinen Namen verherrlichen werde, und wozu sind sie entschlossen?
10 Unzählige Menschen hören heute den Überrest des „Volkes für seinen Namen“ die Worte singen: „Wer wird dich nicht wirklich fürchten, Jehova, und deinen Namen verherrlichen?“ Hunderttausende, die diese herausfordernde Frage hören, zeigen, daß sie gleich empfinden wie der gesalbte Überrest, nämlich daß Jehova würdig ist, gefürchtet zu werden, und daß sein Name verdient, verherrlicht zu werden. Öffentlich, vor allen falschen Göttern dieser Welt, sagen sie: „Die meisten Menschen mögen heute zwar Jehova nicht fürchten und seinen Namen nicht verherrlichen; wir aber, wir wollen Jehova als den einen lebendigen und wahren Gott fürchten, und wir wollen seinen Namen höher achten als unseren eigenen und wollen seinen Namen verherrlichen.“ Wie tun sie das?
11. Wie tun sie das?
11 Sie tun es, indem sie die Bibel nicht als das Wort fehlbarer Menschen annehmen, sondern als das, was sie tatsächlich ist: als das Wort Gottes. Sie glauben, daß die biblischen Prophezeiungen über das messianische Königreich jetzt dem Höhepunkt ihrer glorreichen Erfüllung entgegengehen. Sie nahen sich Gott durch sein geopfertes Lamm, Jesus Christus, und geben sich ihm rückhaltlos hin. Jesus Christus nachahmend, lassen sie sich „im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes [im Wasser] taufen“ und werden dadurch echte Jünger Jesu Christi. (Matth. 28:19, 20) Sie haben erkannt, daß Jehova heute ein „Volk für seinen Namen“ auf Erden hat, und sie schließen sich deshalb diesem Volk, das zwar nur noch ein kleiner Überrest ist, als loyale Gefährten an. Gemeinsam mit diesem Überrest machen sie den Namen Jehovas bekannt und verherrlichen ihn. Indem sie auf diese Weise Zeugnis für ihn ablegen, beweisen sie, daß sie sich nicht schämen, christliche Zeugen Jehovas zu sein.
12. (a) Welchen Teil des Wortlautes des „Liedes“ sieht der gesalbte Überrest daher bereits sich erfüllen? (b) Was für Menschen werden ihren Platz in der „großen Volksmenge“ noch einnehmen, und an welcher Hoffnung werden sie teilhaben?
12 Diese aus gottesfürchtigen Menschen bestehende „große Volksmenge“ stammt aus allen Nationen. (Offb. 7:9, 10) Der gesalbte Überrest der Sänger sieht darin einen Beweis für die bereits vor sich gehende Erfüllung der Worte ihres prophetischen Liedes: „Alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Verordnungen kundgemacht worden sind.“ (Offb. 15:4) Die Einsammlung dieser unzähligen Glieder der „großen Volksmenge“ ist noch nicht vorbei. Die Frage ist: Wer wird noch seinen Platz in dieser „großen Volksmenge“ einnehmen, bevor Jehova in der kommenden „großen Drangsal“, dergleichen nie zuvor gewesen ist, seine gerechten Verordnungen völlig kundmacht, indem er alle Gottlosen vernichtet? Wer das tut, achtet Gottes Namen höher als seinen eigenen. Er gehört zu denen, die freudig das tun, was in Psalm 96:8 (NW) gesagt wird: „Schreibet Jehova die Herrlichkeit zu, die seinem Namen gehört.“ Er kann mit der „großen Volksmenge“ an der Hoffnung teilhaben, die „große Drangsal“ zu überleben und in das gerechte neue System der Dinge einzugehen, wo dann „alles, was atmet“, Jehova lobpreisen wird. — Offb. 7:13-15; Ps. 150:6; 29:2, NW.
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