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    Der Wachtturm 1954 | 15. Juli
    • In der Neuen-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften wird dieses Wort pros·ky·neʹo, wenn es Gott gilt, zu Recht mit „anbeten“ wiedergegeben, wie dort, wo Jesus dem Versucher antwortete und sprach: „Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten [pros·ky·neʹo], und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘“ (Matth. 4:10, NW) Zu der Samariterin sagte Jesus: „Die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten; denn tatsächlich, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten [pros·ky·neʹo].“ (Joh. 4:23, 24, NW) In jedem dieser Fälle hätte pros·ky·neʹo auch mit „niederbeugen“ oder „huldigen“ wiedergegeben werden können, aber gewiß beugen wir uns vor Jehova Gott nicht im selben Sinne nieder oder huldigen ihm so, wie wenn sich Abraham, Jakob und andere vor Menschen niederbeugten oder ihnen huldigten. Im obenerwähnten Text von Johannes 4:23, 24 wechselt sogar Dr. Youngs buchstäbliche Übersetzung der Bibel von „sich niederbeugen“ zu „anbeten“ hinüber. Somit ist die Neue-Welt-Übersetzung nicht inkonsequenter als Dr. Youngs buchstäbliche Bibelübersetzung. Sich vor Menschen beugen, bedeutet nicht notwendigerweise sie anzubeten.

      In der Neuen-Welt-Übersetzung sehen wir, daß dieses griechische Verb pros·ky·neʹo mit „huldigen“ übersetzt worden ist, wenn es auf Jesus als Mensch auf Erden angewandt wird oder auf ihn zur Zeit, da er sich nach seiner Auferstehung als Mensch verkörperte. Wenn es sich aber auf den verherrlichten Jesus in den unsichtbaren Himmeln in Gegenwart der heiligen Engel bezieht, so nimmt die Neue-Welt-Übersetzung eine Änderung vor und gibt das ihm geltende pros·ky·neʹo mit dem englischen „worship“ („anbeten“) wieder. (Heb. 1:6) Dies ist zu Recht und konsequent getan worden. Dieses griechische Verb erscheint nur zweimal im Hebräerbriefe, an dieser Stelle in Hebräer 1:6 und in Hebräer 11:21, wo Jakob beschrieben wird, wie er Jehova Gott anbetete: „Durch Glauben segnete Jakob, als er am Sterben war, jeden der Söhne Josephs und betete an [pros·ky·neʹo], gestützt auf die Spitze seines Stabes.“ (NW; unter Bezugnahme auf 1. Mose 47:31, wo die LXX ebenfalls pros·ky·neʹo verwendet) Somit wird im Hebräerbrief das Verb pros·ky·neʹo beide Male mit „anbeten“ übersetzt, und die Engel Gottes sind angewiesen, den verherrlichten Jesus „anzubeten“. Warum das? Weil Jesus soviel höher gemacht wurde, als die Engel sind, ja noch höher, als er war, bevor er Mensch auf Erden wurde. (Phil. 2:5-11) Es ist Jehovas Befehl, daß sie dies seinem Sohne gegenüber tun. Was bedeutet dies? Es bedeutet, daß selbst die Engel ihre Anbetung Gottes Jehovas durch Jesus Christus darbringen sollen, den Jehova Gott zum Haupt seiner Universalorganisation gemacht hat. Deshalb wird auf Seite 85 des Buches „Make Sure of All Things“, Spalte 1, gesagt: „Christus ist als herrlicher Geist anzubeten — Sein Sieg über den Tod am Marterpfahl“, wobei drei Schrifttexte angeführt werden, um zu beweisen, daß er nun ein verherrlichter Geist und jetzt nicht mehr Fleisch ist.

      Weil der verherrlichte Jesus Christus als der ernannte Vertreter Gottes Jehovas amtet, muß die Anbetung Gottes durch ihn dargebracht werden, selbst von seiten der Engel. Dies erklärt, weshalb die Texte in Psalm 97:7 und 5. Mose 32:43, die sich gemäß ihrem Begleittext offenbar auf Jehova Gott beziehen, vom Schreiber des Hebräerbriefes auf Jehovas Sohn Jesus Christus angewandt werden. Der Sohn Gottes ist Jehovas Hoherpriester, ist somit Jehova Gott untergeordnet, aber als Hoherpriester nach der Gleichheit Melchisedeks geht der verherrlichte Jesus Christus der ganzen Schöpfung in der Anbetung Jehovas Gottes führend voran. Folglich muß die Anbetung der ganzen Schöpfung dem einen lebendigen und wahren Gott Jehova durch Jesus dargebracht werden. In der gegenwärtigen Erfüllung von 5. Mose 32:43 und Psalm 97:7 amtiert der Hohepriester Jesus Christus als der direkte Vertreter für seinen Vater Jehova, und daher wird in Hebräer 1:6 der verherrlichte Jesus Christus mit Recht in die Anwendung dieser Texte einbezogen. Da also den Engeln geboten ist, den verherrlichten Jesus bei seinem zweiten Kommen anzubeten, sollten da nicht auch wir, die wir als Menschen soviel geringer sind als Engel, ihn ebenso anbeten? Als Antwort sagen wir: Wir müssen ihm das zollen, was Gottes Wort uns gebietet.

      Gemäß Offenbarung 19:10 und 22:9 sagte der Engel, den der verherrlichte Jesus zum Apostel Johannes sandte, zu Johannes: „Bete Gott an“ [pros·ky·neʹo], was Jehova Gott bedeutet. Jesu Engel (Off. 1:1, 2; 22:16) hieß Johannes, also einen Menschen auf Erden, nicht Jesus, sondern Gott, nämlich Jehova Gott, den Vater Jesu, anbeten. Dieser ist es, den Jehovas Zeugen anbeten. Doch wir erinnern daran, daß diese Anbetung Jehova Gott durch seinen Hohenpriester Jesus Christus darzubringen ist. Aus diesem Grunde folgen Jehovas Zeugen der Anweisung von Philipper 2:10, 11: „… so daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, derer im Himmel [von Engeln] und derer auf Erden und derer unter der Erde, und jede Zunge öffentlich bekenne, daß Jesus Christus Herr ist [nicht der allmächtige Gott, sondern der Herr] zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“ (NW) Jehovas Zeugen „ehren den Sohn, gleichwie sie den Vater ehren“, denn „wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat“. (Joh. 5:23, NW) Jehovas Zeugen geben Jesus all die Ehre, Achtung und Aufmerksamkeit, den Gehorsam, die Liebe und Loyalität, die Jehova Gott sie seinem Sohne Jesus Christus darbringen heißt, und sind dessen Nachahmer. In Jesu Namen bringen sie ihre Gebete und Anbetung Jehova Gott dar. Und die Engel des Himmels gehorchen dem Befehl Gottes und beten seinen Sohn nur insofern an, als ihre Anbetung des Sohnes in Beziehung steht mit der Anbetung seines Vaters, Jehovas Gottes. Indem die Dinge an ihrem entsprechenden Platze gehalten werden, beten Engel und Jehovas Zeugen Jehova Gott als den einen allmächtigen Gott an, den Unerschaffenen, Ungezeugten, der „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ ist. — Ps. 90:2.

      Im Lichte des Vorausgegangenen wird es von Nutzen sein, die Darlegung im obenerwähnten Wachtturm, Seite 126, 127, als Antwort auf die Frage „Sollten wir Jesus anbeten?“ nochmals zu lesen.

  • Falsche und wahre Hirten
    Der Wachtturm 1954 | 15. Juli
    • Falsche und wahre Hirten

      Den Unterschied zwischen falschen Hirten, die sich selbst mästen, und wahren Hirten, die die Schafe nähren, sieht man deutlich durch die folgende Erfahrung eines verlorenen Schafes des Rechten Hirten, Christi Jesu. Dieses verlorene Schaf war ein Mensch guten Willens und lebte in einer gewissen Stadt in Norwegen. Er erhielt im Jahre 1949 eine Ausgabe des „Neuen Testaments“ und begann darin zu lesen. Er erlangte bald die Überzeugung, daß wir in den letzten Tagen leben. Um noch weitere Erkenntnis darüber zu erlangen, kaufte er sich eine vollständige Bibel. Aus dem Studium der Bibel erkannte er, daß er etwas tun müsse. Er wußte jedoch nicht, was er tun solle. Er fing an, mit Menschen, Freunden und Nachbarn darüber zu sprechen. Niemand zeigte Interesse daran. Er ging zu einem protestantischen Bischof. Aber der Bischof schlief gerade und konnte nicht gestört werden. Er brachte es jedoch fertig, die Frage zu stellen: „Wo kann ich einen Prediger finden, der wirklich willens ist, mit mir über die Bibel zu sprechen?“ Es wurde ihm gesagt: „Das erfahren Sie am besten im Telefonbuch.“ Er sah somit im Telefonbuch nach und ging zu einigen Predigern. Aber alle sagten ihm, es sei nicht notwendig, die Bibel zu studieren. Er solle nur regelmäßig zur Kirche gehen, denn das sei das Wichtigste. Aber das befriedigte ihn nicht.

      Eineinhalb Jahre vergingen. Er blickte immer noch nach einem Verständnis des Wortes Gottes aus. Eines Tages traf er einen Zeugen Jehovas, der ihm biblische Zeitschriften auf der Straße anbot. Ob Jehovas Zeugen interessiert seien, mit ihm über die Bibel zu sprechen? Ob sie Lust hätten, mit ihm die Bibel zu studieren? Er wurde eingeladen, den öffentlichen Vortrag, der am nächsten Tag gehalten wurde, zu besuchen. Außerdem wurde ein regelmäßiges Heimbibelstudium verabredet. Schon nach wenigen Studienabenden ging er mit seinem Lehrer in den Straßendienst und bot den Vorübergehenden biblische Zeitschriften an. Er machte weiter Fortschritte und gab sich nach kurzer Zeit Jehova hin. Er wurde getauft und ist heute ein Diener in der Versammlung am Orte. Er selbst ergreift die Führung, um anderen zu helfen, fähige Evangeliumsprediger zu sein. Er ist glücklich, den Rechten Hirten gefunden zu haben, und hilft nun anderen, ihn zu finden.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1954 | 15. Juli
    • Bekanntmachungen

      DIE KONGRESSZEIT IST HERBEIGEKOMMEN!

      Es ist wahr: Die Zeit fliegt. Jetzt sind es lediglich noch ein paar Tage, bis Jehovas Zeugen ihre Kongresse des Jahres 1954 beginnen! Die beiden ersten Bezirksversammlungen werden vom 22. bis 25. Juli in Bielefeld und Bremen abgehalten. Für die Anwesenden werden diese Kongresse die wichtigsten Ereignisse des Jahres 1954 sein. Für alle Zeugen Jehovas in der Bundesrepublik wird dieser wichtige Anlaß im Juli oder August kommen. Ja, für alle ist die Zeit herbeigekommen!

      Habt ihr Vorkehrungen getroffen? Erkennt ihr die Wichtigkeit dieser stärkenden geistigen Feste? Bestimmt, wenn ihr das Programm kenntet, das vorbereitet worden ist! Bei allen neun Kongressen wird die gleiche geistige Speise dargereicht. Auf jedem Kongreß wird eure Liebe zu Jehova und euren Brüdern gestärkt, eure christliche Wohlfahrt vergrößert und eure Fähigkeit, Menschen guten Willens zu dienen, verbessert werden. Wer wendet solchen Festen seinen Rücken zu?

      Bezirksversammlungen, 22. bis 25. Juli:

      Bielefeld, Auf dem Johannesberg.

      Bremen, Weser-Stadion.

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