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  • Loyalität gegenüber Jehovas Organisation
    Der Wachtturm 1964 | 1. Oktober
    • des Versammlungsaufsehers und alle, die in Verbindung mit dem Hüten der Herde eine Aufgabe zu erfüllen haben, so handelten, daß man ihnen dasselbe Vertrauen schenken könnte, das Paulus unserem Bruder Philemon schenken konnte. Er schrieb ihm: „Auf deine Willfährigkeit vertrauend, schreibe ich dir, da ich weiß, daß du sogar mehr tun wirst, als ich sage.“ — Philem. 21.

      17. Welche Einstellung zur Versammlungsorganisation ist notwendig, damit die Versammlung richtig gehütet wird?

      17 Suche beim Studium oder beim Erfüllen einer Aufgabe für die Versammlung nicht immer den leichtesten Weg zu gehen. Im Gegenteil: „Sinne über diese Dinge nach, gehe in ihnen auf, damit dein Fortschritt allen Menschen kundwerde.“ (1. Tim. 4:15) Suche Mittel und Wege, um in Gottes Organisation Fortschritte zur Reife zu machen, und gib nicht der menschlichen Neigung zur Bequemlichkeit nach. Würden alle Glieder der Versammlung nur das tun wollen, was ihnen beliebt, würde jeder das bequemste Gebiet zum Predigen auswählen oder der Bibelstudiengruppe angehören wollen, in der am wenigsten Schwierigkeiten sind, dann fiele es dem Aufseher schwer, die Herde zu hüten. Wie ganz anders ist es doch, wenn alle Gottes Wort und sein Werk an die erste Stelle setzen und bereit sind, an der Stärkung der Organisation mitzuhelfen! Diese Handlungsweise wird uns auch in Epheser 4:15 empfohlen. Wir lesen dort: „Laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus.“

      18. Wie können wir Jehovas Gedanken kennenlernen, und welches Programm führt die Versammlung zu diesem Zweck durch?

      18 Wer den Zusammenkünften regelmäßig beiwohnt, das heißt regelmäßig mit anderen Gliedern der Organisation Gottes zusammenkommt, um mit ihnen die glaubensstärkenden Belehrungen der Bibel zu prüfen, beweist Loyalität. Die Zusammenkünfte, die jede Versammlung durchführt, bilden einen ganz bestimmten Teil des Programms der tätigen Organisation Gottes. Treue Christen teilen sich die Zeit so ein, daß sie diesen Zusammenkünften beiwohnen können. Paulus sagt uns, warum wir das tun sollten: „Indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ (Hebr. 10:25) Wir können diese Zusammenkünfte unterstützen, indem wir uns äußern. Dadurch werden wir allmählich stärker und lernen die biblischen Gedanken immer besser darlegen, bis sie schließlich unser eigenes Gedankengut sind. Durch unsere Anwesenheit bei den Zusammenkünften, den Besuch von Kongressen, die Teilnahme am Predigtdienst, den Umgang mit erfahreneren Gliedern der Versammlung und das Studium der vielen Publikationen bleiben wir mit der Organisation verbunden und reden schließlich wie die Organisation. Wir fühlen uns immer enger mit ihr verbunden und handeln, reden und freuen uns mit ihr bei allem, was sie unternimmt. Da die Organisation ihrem Lehrer, Christus Jesus, nachfolgt, kommen wir seinem Denken näher, ja werden wir mit der Zeit Christi Sinn haben. (1. Kor. 2:16) Da Jesus den Willen seines Vaters tut (Joh. 5:30), lernen wir auch die Gedanken Jehovas kennen und erfahren, wie wir in seinen Pfaden wandeln können. (Jes. 2:1-4) Wie könnte das anders erreicht werden? Es ist nur dadurch möglich, daß wir mit den Werkzeugen, die Jehova gebraucht, in Verbindung bleiben. In Kolosser 3:10 lesen wir: „Kleidet euch mit der neuen Persönlichkeit, die durch genaue Erkenntnis neugestaltet wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat.“

      19. In welcher Beziehung müssen wir Gottes Organisation schützen?

      19 Wir haben auch die Pflicht, die Organisation zu schützen. Wir gehören zu ihr. Wir erkennen sie in der ganzen Welt als von Gott geschaffen an. Sie ist eine tätige Organisation und dient dem „treuen und verständigen Sklaven“ im Interesse eines weltweiten Werkes. (Matth. 24:45-47) Sie versorgt uns mit Speise zur rechten Zeit. Sie tritt nie in den Streik. Sie ist nicht gespalten, sondern geht im Königreichswerk geschlossen und unerschütterlich voran. Sie sorgt für uns Tag und Nacht. Sie ist in unseren Augen kein Mammutunternehmen, das andere ausbeutet. Wenn wir sehen, daß andere versuchen, sie auszunutzen, gehen wir nicht mit der Bemerkung: „Was geht mich das an?“ darüber hinweg. Je größer die Organisation wird, desto größere Gebäude und desto mehr Maschinen, Königreichssäle, Kongreß-Ausrüstungsgegenstände, Schriften und andere Dinge werden benötigt. Wir würden uns aber nie — wie das in der Welt üblich ist — von diesen Dingen etwas aneignen in dem Gedanken, die Organisation sei so groß, daß man das nicht merke. Dasselbe kann auch von der Reinheit der Organisation gesagt werden. Wir gehen nicht einfach achselzuckend über eine unsittliche Handlung hinweg und denken: „Warum sich darüber aufregen? Warum jemandes Gefühle verletzen? Die Organisation ist groß; das ist doch nicht so wichtig.“ Und doch ist es wichtig. Die Organisation ist Gottes Organisation. Wir machen uns über eine solche Handlung ernstlich Sorgen, denn wir fühlen uns selbst verletzt und betrachten es als einen Mißbrauch der göttlichen Einrichtung.

      20. Weshalb können wir uns nun freuen?

      20 Sieh dich in der Neuen-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas einmal um. Obwohl wir in einer Zeit leben, in der große Spannungen herrschen und der Welteinheit größere Hindernisse im Wege stehen als je zuvor, haben wir Frieden, einen Frieden, der auf eine Liebe zurückzuführen ist, die so tief wurzelt, daß selbst mächtige Nationen sie nicht auszumerzen vermögen. Weder Materialismus noch Nationalismus vermögen die theokratische Gesellschaft zu sprengen oder sie von ihrer Liebe zu ihrem Schöpfer, Jehova Gott, abzubringen. Wir sehen, wie Menschen mit einer Speise genährt werden, die kräftigt und zu Wachstum und Reife führt. Jesus sagte zu Petrus: „Weide meine Schäflein.“ (Joh. 21:15-17) Das geschieht heute. Die Organisation ist zur Reife gelangt und wird mit jedem Tag noch reifer. Wir kennen die zuverlässige Lehre und brauchen über unser Verhältnis zu Gott nicht im ungewissen zu sein oder uns zu fragen, was er von uns verlangt. Es ist genügend geistige Speise vorhanden. Wir werden hinreichend mit Schriften und Bibeln versorgt, erhalten Belehrungen und ermunternde Ratschläge. Ja, die theokratische Gesellschaft blüht und gedeiht, und in ihrer Mitte lebt man sicher und geborgen. Jesaja 32:18 beschreibt sie treffend mit den Worten: „Mein Volk wird wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an stillen Ruhestätten.“ Dieser Zustand wird ewig dauern. Wir können darum ebenso befriedigt sein wie Abraham. In der Neuen-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas sind wir von Menschen umgeben, die Gott gegenüber loyal sind. Sie sind seine Freunde, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden. Bleibe darum Jehova treu, lebe nach seinem Wort, arbeite mit seinem Volk zusammen, ja lebe mit Jehovas Organisation in alle Ewigkeit!

  • Das „Brachfeld“ der Kirche und Jehovas Zeugen
    Der Wachtturm 1964 | 1. Oktober
    • Das „Brachfeld“ der Kirche und Jehovas Zeugen

      ● Die religiöse Zeitschrift Vartija brachte in ihrer Ausgabe Nr. 3 des Jahres 1963 den Artikel eines Ingenieurs namens Arvo Aho. In diesem Artikel, der überschrieben war „Der Laie — das ‚Brachfeld‘ der Kirche“, hieß es unter anderem: „Man ist allgemein der Auffassung, die Kirche habe die Pflichten eines Gesandten Gottes. Früher gingen die Menschen in die Kirche, aber jetzt muß die Kirche zu den Menschen gehen ... In den Augen des Laien lebt die Kirche nur sich selbst oder ist mindestens zu sehr auf sich selbst konzentriert, wärmt nur sich selbst und ist leer ... Der Laie muß für seinen Dienst geschult werden. In der heutigen modernen Welt muß man die Grundlage seines Glaubens erklären, und man käme in Verlegenheit, wenn man nichts wüßte ... Eigenartigerweise sind wir Laien in dieser Hinsicht sehr unfähig. Wir mögen jahrelang Bibelkreise besucht haben und die Bibel auswendig wissen, aber in einem Gespräch sind Jehovas Zeugen uns dennoch überlegen.“

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