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  • Mit dem Organisator des ganzen Universums zusammenarbeiten
    Der Wachtturm 1985 | 15. März
    • Mit dem Organisator des ganzen Universums zusammenarbeiten

      „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Feld zur Bebauung, Gottes Bau“ (1. KORINTHER 3:9).

      1. Welcher Begriff, der vor über 60 Jahren geäußert wurde, ließ die Zuhörer aufhorchen, und welche Wirkung hatte er auf die Ernsten Bibelforscher jener Zeit?

      „GOTTES ORGANISATION“. Diesen Ausdruck gebrauchte vor über 60 Jahren ein Redaktionsmitglied der Watch Tower Society während der täglichen biblischen Betrachtung im Speisesaal des Bethels. Wie das doch die Bethelfamilie in Brooklyn (New York) aufhorchen ließ! Dieser einzigartige Begriff — „Gottes Organisation“ — war für die Bibelforscher von nun an richtunggebend im Denken, Reden und Schreiben. Er erweiterte ihren geistigen Ausblick in bezug auf die gesamte Schöpfung und beeinflußte weitgehend ihre Einstellung gegenüber dem wunderbaren Organisator des Universums, Jehova Gott.

      2. Wie kann das Wort „Organisation“ gemäß seinem griechischen Ursprung definiert werden?

      2 Heute mag das eigenartig anmuten, da das Wort „Organisation“ unter Jehovas Zeugen, die ihr Vorrecht schätzen, mit dem Organisator des Universums zusammenzuarbeiten, häufig gebraucht wird (1. Korinther 3:5-9). Das Wort „Organisation“ ist von dem griechischen Ausdruck órganon abgeleitet. Er bezeichnet unter anderem ein Instrument oder Hilfsmittel, mit dem Arbeit verrichtet wird. In der Septuaginta kommt er mehrmals vor und bezieht sich auf ein Musikinstrument, wie zum Beispiel Davids Harfe. Das Wurzelwort ist érgon, ein Substantiv, das „Arbeit“ bedeutet. Eine Organisation ist also eine Einrichtung, die dazu dient, eine Arbeit zu bewältigen oder ein Ziel zu erreichen, und zwar auf bestmögliche Weise und mit dem geringsten Aufwand an Zeit und Energie.

      Frühere Ansichten über Organisation

      3. Was wurde in der Ausgabe vom März 1883 dieser Zeitschrift über „unsere Organisation“ gesagt?

      3 Vor Jahren hatten die Bibelforscher Schwierigkeiten mit der Anwendung des Wortes „Organisation“. Zum Beispiel hieß es im Watch Tower vom März 1883:

      „Obwohl es dem natürlichen Menschen nicht möglich ist, unsere Organisation zu sehen, weil er die Dinge des Geistes Gottes nicht verstehen kann, vertrauen wir darauf, daß ihr sehen könnt, daß die wahre Kirche höchst wirkungsvoll organisiert ist und die bestmögliche Arbeitseinteilung hat. ... Wir setzen grenzenloses Vertrauen in unseren Heerführer; und diese vollkommene, für die Welt unsichtbare Organisation marschiert dem sicheren und ruhmreichen Sieg entgegen.“

      4. Welche Ansicht über Organisieren wurde in der Ausgabe vom 1. Dezember 1894 dieser Zeitschrift dargelegt?

      4 Doch im Watch Tower vom 1. Dezember 1894 war zu lesen:

      „Genauso, wie die Organisierung der Kirche des neuen Evangeliumszeitalters kein Teil des Erntewerkes des alten jüdischen Zeitalters war, so ist das gegenwärtige Erntewerk des Evangeliumszeitalters getrennt und verschieden von dem Werk des neuen Millenniumszeitalters, das nun näher rückt. ... Es ist klar, daß die Bildung einer sichtbaren Organisation solcher Eingesammelten im Widerspruch zum Geist des göttlichen Planes wäre; falls man das tun würde, wäre es von seiten der Kirche ein Zeichen für das Verlangen, sich der heute populären Idee von einer Organisation ... anzuschließen ... Bei dem jetzigen Werk geht es nicht um Organisation, sondern um Trennung, genauso wie es bei der jüdischen Ernte war (Mat. 10:34-36). ...

      Obwohl wir aus diesem Grund nicht annehmen, daß eine sichtbare Organisation der Eingesammelten zu Gottes Plan für das Erntewerk gehört, als ob wir erwarteten, als Organisation noch ein weiteres Zeitalter hier zu verweilen, halten wir dafür, daß es sein Wille ist, daß diejenigen, die den Herrn lieben, häufig miteinander über ihre gemeinsamen Hoffnungen und Freuden oder über ihre Prüfungen und Schwierigkeiten sprechen und sich über die kostbaren Dinge aus seinem Wort unterhalten.“

      5. Was wurde in dem Buch Die Neue Schöpfung über Organisation gesagt?

      5 Demnach wurde die Christenversammlung damals nicht als eine Organisation betrachtet. Aber man hielt es für gut, in die Versammlung oder Ekklesia Ordnung zu bringen. Zum Beispiel trägt die Studie 5 des Buches Die Neue Schöpfung, das 1904 herausgegeben wurde, den Titel „Die Organisation der Neuen Schöpfung“ und beginnt mit den Worten: „Wie die Neue Schöpfung ihre Vollkommenheit oder Vollendung nicht vor der ersten Auferstehung erreichen wird, so wird auch ihre Organisation erst dann vollkommen sein. Das Tempelvorbild stellt dies dar, wie der Apostel erklärt (1. Petr. 2:5): Wir kommen zu Jesus, der ... uns für unsere Plätze in dem herrlichen Tempel der Zukunft behaut, bemeißelt, zubereitet und poliert.“

      6. Wer wurde in dem Buch Dein Königreich komme als die „Mutter“ der Glieder der Neuen Schöpfung identifiziert?

      6 Interessanterweise wird in dem Buch Dein Königreich komme, 1891 in Englisch veröffentlicht, in bezug auf diese Gesalbten der „Neuen Schöpfung“ ausgeführt: „Was Jesaja 54:1—8 anbetrifft, so hat der Apostel das Licht übermenschlicher Weisheit darauf geworfen und es auf das geistige Zion, unsere Mutter (oder Bund), in Sara versinnbildlicht, angewandt. Der fleischliche Same Abrahams war hinausgestoßen, um nicht Erbe der Verheißung zu werden, und der wahre Same, Christus (in Isaak und Rebekka vorgebildet), war als der einzige Erbe der Verheißung angenommen worden. — Galater 4:22, 24, 26—31.“

      7, 8. Wer ist der Ehemann der „Mutter“ der Christenversammlung, und was erfahren wir in dieser Hinsicht aus Jesaja 54:1-8?

      7 Diese Aussage hatte nichts mit der zionistischen Weltorganisation zu tun, die 1897 von Theodor Herzl gegründet wurde. Diese Organisation befaßte sich mit dem Jerusalem hier auf der Erde, nicht mit dem „Jerusalem droben“, der „Mutter“ der Christenversammlung (Galater 4:26). In dem Buch Dein Königreich komme wird allerdings nicht erwähnt, daß der eheliche Besitzer der „Mutter“ der Christenversammlung Gott ist, der von Abraham vorgeschattet wurde. Jehova ist nicht mit dem abrahamischen Bund oder dem neuen Bund, sondern mit dem „Jerusalem droben“ vermählt, das von Isaaks Mutter, Sara, vorgeschattet wurde. Wie Sara muß auch das „Jerusalem droben“ als „Mutter“ etwas Lebendes sein und die Merkmale einer Persönlichkeit aufweisen.

      8 Wer bildet denn das „Jerusalem droben“? Um das herauszufinden, wenden wir uns zunächst Jesaja 54:1-8 zu, wo wir auszugsweise lesen:

      „‚Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren hat! Werde fröhlich mit Jubelruf, und jauchze, die du keine Geburtsschmerzen hattest, denn die Söhne der Vereinsamten sind zahlreicher als die Söhne des Weibes mit einem ehelichen Besitzer‘, hat Jehova gesagt. ... ,Denn dein großer Erschaffer ist dein ehelicher Besitzer, Jehova der Heerscharen ist sein Name; und der Heilige Israels ist dein Rückkäufer. Der Gott der ganzen Erde wird er genannt werden. Denn Jehova rief dich, wie wenn du ein gänzlich verlassenes und im Geiste verletztes Weib wärest und wie ein Weib der Jugendzeit, das dann verworfen wurde‘, hat dein Gott gesprochen. ,Für einen kleinen Augenblick verließ ich dich gänzlich, doch mit großen Erbarmungen werde ich dich sammeln. In der Flut des Zornes verbarg ich mein Angesicht nur einen Augenblick vor dir, doch mit liebender Güte auf unabsehbare Zeit will ich mich deiner erbarmen‘, hat dein Rückkäufer, Jehova, gesagt.“

      9. (a) Wen oder was tröstete Jehova gemäß Jesaja 54:1-8? (b) Wer ist gemäß Galater 4:25, 26 das im Gegenbild angesprochene sinnbildliche „Weib“?

      9 Auf jeden Fall sprach Jehova nicht zu einem Bund. Diese Worte waren an eine Nation gerichtet, an sein auserwähltes Volk, das in einem Bundesverhältnis mit ihm stand. Von Gottes Standpunkt aus war diese Nation ein kollektives „Weib“, sozusagen seine Ehefrau. Gemäß dem Brief des Apostels Paulus an die Galater schattete dieses sinnbildliche „Weib“ etwas vor, aber er sagte nicht, es sei ein Bund oder Vertrag. Ein Bund könnte nicht getröstet werden. Vielmehr ist, wie Paulus zeigte, das „Weib“ im Gegenbild etwas Lebendes, gleichsam eine „Mutter“, ebenso wie der „eheliche Besitzer“, Jehova, eine lebende Person ist, die über Intelligenz verfügt und über die Fähigkeit, Trost zu spenden. Der Apostel sprach von Frauen des Altertums, als er schrieb: „Diese Hagar [die Magd, die für ihre Herrin Sara dem Abraham Ismael gebar] nun bedeutet den Sinai, einen Berg in Arabien, und sie [Hagar] entspricht dem heutigen Jerusalem [als Paulus auf der Erde lebte], denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei [gegenüber dem Gesetzesbund]. Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:25, 26).

      Das Jerusalem in Sklaverei

      10, 11. (a) Welches bedeutsame Erlebnis hatten die Israeliten am Berg Sinai? (b) Was geschah 33 u. Z. mit dem Gesetzesbund?

      10 Hagar schattet nicht den Gesetzesbund vor. Ebensowenig wird dieser Bund mit seinen Zehn Geboten durch den Berg Sinai versinnbildlicht, dem Hagar entspricht. Natürlich schloß Gott keinen Bund mit dem Sinai. Aber das war der Ort, wo er die Israeliten, die er aus der ägyptischen Sklaverei befreit hatte, in ein Bundesverhältnis mit sich brachte, und er behandelte sie wie eine freie Nation. Das geschah, Jahrhunderte nachdem Gott mit Abraham einen unilateralen (einseitigen) Bund geschlossen hatte, indem er ihm einen männlichen Samen versprochen hatte.

      11 Als Moses, der Mittler des Gesetzesbundes, vom Berg Sinai herabstieg, hatte sein Gesicht einen übernatürlichen Glanz von solcher Intensität, daß er es mit einem Schleier bedecken mußte, damit die Israeliten ihn anschauen konnten (2. Korinther 3:12-16). Doch auf dem Berg Sinai stand Moses mit Jehova nicht direkt in Verbindung, denn Gott schloß den Bund mit den Israeliten mittels eines Engels (Apostelgeschichte 7:37, 38; Hebräer 2:2). Auf diese Weise wurde die Nation Israel dem Gesetzesbund unterworfen. Jahrhunderte später wurde dieser Bund jedoch beseitigt, indem er 33 u. Z. mit Jesus an den Marterpfahl genagelt wurde (Kolosser 2:13, 14).

      12. (a) Wessen „Mutter“ war das irdische Jerusalem? (b) In welcher Sklaverei befand sich Jerusalem vor 1 900 Jahren, und warum wurde es nie frei?

      12 Wie Paulus schrieb, entsprach der Berg Sinai dem irdischen Jerusalem seiner Tage. Natürlich war Jerusalem kein Bund; es war eine hochgeschätzte Stadt mit jüdischen Einwohnern. Als Hauptstadt stand sie für die Nation und war die symbolische „Mutter“ von „Kindern“, das heißt von allen Angehörigen der jüdischen oder israelitischen Nation (Matthäus 23:37). In Jerusalem war der Tempel Jehovas, des Gottes, mit dem die Israeliten in einem Bundesverhältnis standen. Aber das jüdische Volk hatte damals kein eigenes, unabhängiges Königreich, das von einem Nachkommen König Davids regiert wurde. Daher war es nicht frei, sondern befand sich in Sklaverei unter einer heidnischen politischen Obrigkeit. Noch schwerwiegender war, daß es sich in religiöser Sklaverei befand. Nur der verheißene Messias, Jesus Christus, konnte es davon und von der Sklaverei der Sünde befreien. Doch jenes Jerusalem akzeptierte Jesus nicht als den Messias und als König und wurde nie frei. Statt dessen ging es 70 u. Z. durch die Hand der Römer zugrunde, was für seine „Kinder“ eine Katastrophe bedeutete.

      Das freie Jerusalem

      13. Was sagte Paulus über das freie Jerusalem, und wovon sollten dessen „Kinder“ frei bleiben?

      13 Paulus stellte das versklavte irdische Jerusalem dem „Jerusalem droben“ gegenüber, das „frei“ ist. Er zitierte aus Jesaja 54:1-8, als er schrieb:

      „Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter. Denn es steht geschrieben: ,Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die nicht gebiert; brich hervor und rufe laut, du, die du keine Geburtsschmerzen hast; denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als die von der, die den Mann hat.‘ Wir nun, Brüder, sind Kinder, die zu der Verheißung gehören, gleichwie es Isaak war. Aber so, wie damals der nach der Weise des Fleisches Geborene den nach der Weise des Geistes Geborenen zu verfolgen begann, so auch jetzt. Doch was sagt die Schrift? ,Treibe die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll keinesfalls Erbe sein mit dem Sohn der Freien.‘ Deshalb, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien. Für eine solche Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Darum steht fest, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen“ (Galater 4:26 bis 5:1).

      14. Warum erfolgte Isaaks Geburt „nach der Weise des Geistes“?

      14 Die Christen in Galatien waren „Gottes Kinder aufgrund seiner Zusage“ (Galater 4:28, Die Bibel in heutigem Deutsch). Das wurde dadurch vorgeschattet, daß Isaak dem hundertjährigen Abraham und seiner neunzigjährigen Frau Sara geboren wurde — in Erfüllung der Zusage oder Verheißung Jehovas an diesen treuen Patriarchen. Ja, Isaaks Geburt erfolgte durch ein Wunder, ganz und gar nicht „nach der Weise des Fleisches“ (1. Mose 18:11-15). Sie muß also „nach der Weise des Geistes“ erfolgt sein. Ja, es war der Geist Jehovas, des größeren Abraham, nötig, um die Fortpflanzungsfähigkeit der freien Frau Sara wie auch diejenige Abrahams wiederzubeleben (Römer 4:19). Es ist bemerkenswert, daß zur Zeit der Geburt Isaaks im Jahre 1918 v. u. Z. die Verheißung als solche noch nicht alt war, denn seit Abrahams Einzug in das verheißene Land Kanaan im Jahre 1943 v. u. Z., als die Verheißung wirksam wurde, waren erst 25 Jahre vergangen.

      15. Wie lange war das „Jerusalem droben“ kinderlos, und wann begann seine Nachkommenschaft zahlreich zu werden?

      15 Das „Jerusalem droben“ war weitaus länger ‘einsam’, das heißt kinderlos, als es Sara gewesen war. In diesem Zustand befand sich das „Jerusalem droben“ in Wirklichkeit von 1943 v. u. Z., als die abrahamische Verheißung wirksam wurde, bis zu Jesu Taufe im Jahre 29 u. Z. Damals wurde Jesus durch den Geist Jehovas, des größeren Abraham, gezeugt und mit seinem Geist gesalbt, so daß er der Christus oder Gesalbte, der Messias, wurde. Aber das „Jerusalem droben“ sollte mehr als nur ein einziges geistiges Kind haben. Daher wurden zu Pfingsten 33 u. Z., also nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt, etwa 120 seiner treuen Jünger durch den Geist des größeren Abraham gezeugt. Sie wurden dann mit diesem Geist gesalbt, so daß sie geistige Brüder des größeren Isaak, Jesu Christi, wurden. Etwas später an jenem Tag wurden etwa 3 000 weitere Juden als Jesu Jünger getauft und mit dem heiligen Geist gesalbt (Apostelgeschichte 2:1-42). So wurde das „Jerusalem droben“ an diesem Tag „Mutter“ vieler Kinder.

      16. Wer oder was ist das „Jerusalem droben“?

      16 Der Apostel Paulus offenbart, daß das in Jesaja 54:1-8 angesprochene „Weib“ das „Jerusalem droben“ ist. Jehova Gott ist ihr „ehelicher Besitzer“ sowie ihr großer Erschaffer. Sie ist, sinnbildlich gesprochen, sein „Weib“ oder seine „Ehefrau“ oder weibesgleiche Organisation droben im Himmel. Einem Ehemann gleich hat er sie fruchtbar gemacht, damit sie den wahren „Samen“ hervorbringen konnte, der in Abrahams Tagen verheißen worden war (Galater 3:16, 26-29).

      17. Wie wurde das „Jerusalem droben“ die „Mutter“ des primären „Samens“ des größeren Abraham?

      17 Der einziggezeugte Sohn Gottes ging aus Jehovas weibesgleicher himmlischer Organisation hervor, denn nur so konnte er der primäre „Same“ des größeren Abraham werden. Auf diese Weise wurde sie die „Mutter“ des Sohnes Gottes. Als Jesus Christus auf der Erde war, war er nicht der sinnbildliche Sohn des irdischen Jerusalem, denn jene Stadt befand sich mit ihren „Kindern“ in Knechtschaft oder in Sklaverei, wohingegen Jesus niemals versklavt war (Galater 4:25). Das irdische Jerusalem war die „Mutter“ jener natürlichen Juden, die Jesus Christus verwarfen, und zwar nicht nur als den „Samen“ des Patriarchen Abraham, sondern auch als den „Samen“ Jehovas Gottes, des größeren Abraham (Matthäus 23:37-39).

      Arbeite mit dem großen Organisator zusammen

      18. Warum war das irdische Jerusalem in den Tagen König Salomos ein internationaler Anziehungspunkt?

      18 Jesus Christus, der Gottes himmlische Organisation zur „Mutter“ hatte, war größer und weiser als König Salomo, der berühmte Sohn Davids und Herrscher im alten irdischen Jerusalem. Salomos Herrlichkeit und Weisheit erweckten zweifellos die Aufmerksamkeit der nichtisraelitischen Nationen, was selbst Jesus andeutete, als er sagte: „Die Königin des Südens wird im Gericht mit dieser Generation zum Aufstehen veranlaßt werden und wird sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, doch siehe! mehr als Salomo ist hier“ (Matthäus 12:42; Lukas 11:31). Salomo brachte diese hervorragende Weisheit unter anderem durch seine Art der Verwaltung zum Ausdruck. Wie er in seiner Weisheit alles organisiert hatte, war ein Grund zum Staunen.

      19. Was begeisterte die Königin von Scheba so sehr an Salomos Herrschaft?

      19 In 1. Könige 10:4, 5 lesen wir: „Als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte, zu sehen bekam und die Speise seines Tisches und das Sitzen seiner Diener und den Tischdienst seiner Aufwärter und ihre Kleidung und seine Getränke und seine Brandschlachtopfer, die er im Hause Jehovas zu opfern pflegte, da fand sich kein Geist mehr in ihr.“ (Siehe auch 2. Chronika 9:4.) Die Königin von Scheba hatte guten Grund, von der Einteilung der Dienerschaft Salomos beeindruckt zu sein. Dadurch, daß er alles gut einteilte und ordnete, handelte er in Übereinstimmung mit dem Gott der Ordnung (1. Korinther 14:33).

      20. (a) Was erhielt Salomo von Jehova in Erhörung seines Gebets? (b) Was tut Jesus Christus, der „mehr als Salomo“ ist, und wie handeln seine Nachfolger?

      20 In Erhörung von Salomos demütigem Gebet gab Jehova ihm „ein weises und verständiges Herz“ (1. Könige 3:5-14). Der große Organisator des ganzen Universums verlieh Salomo die Fähigkeit, zum Zwecke der Ordnung und Leistungsfähigkeit alles gut zu organisieren. Daher machte es sich der König des Bundesvolkes Jehovas zur Pflicht, mit dem göttlichen Organisator aller erschaffenen Dinge im Himmel und auf der Erde zusammenzuarbeiten. Das gleiche tut der verherrlichte Jesus Christus, der „mehr als Salomo“ ist. Folglich müssen es seine treuen Nachfolger auf der Erde ebenfalls tun, und das ist auch der Fall.

      Was würdest du sagen?

      ◻ Wie würdest du das Wort „Organisation“ definieren?

      ◻ Wessen „Mutter“ war das irdische Jerusalem, und von welcher Sklaverei wurde es nie frei?

      ◻ Wer oder was ist das „Jerusalem droben“, und wer sind seine „Kinder“?

      ◻ Wozu gebrauchte Salomo seine von Gott verliehene Weisheit, und was tun der größere Salomo und seine Nachfolger?

  • In Einheit mit dem Schöpfer der Universalorganisation
    Der Wachtturm 1985 | 15. März
    • In Einheit mit dem Schöpfer der Universalorganisation

      „Siehe! Wie gut und wie lieblich es ist, wenn Brüder in Einheit beisammenwohnen!“ (PSALM 133:1).

      1, 2. (a) Welcher Störenfried tauchte vor etwa 6 000 Jahren auf? (b) Wie nennt die Bibel diesen Abtrünnigen, und wie versuchte er, sich dem Höchsten gleichzumachen?

      DER Schöpfer will, daß seine Universalorganisation rein, gerecht und geeint bleibt. Aber kurz nach dem Beginn der Menschheitsgeschichte vor etwa 6 000 Jahren tauchte im Universum ein Störenfried auf. Ein übermenschlicher Widersacher trennte sich von der Organisation des Schöpfers und ging daran, eine eigene, unabhängige Organisation zu schaffen.

      2 Da dieser Abtrünnige dem Schöpfer widerstand, nennt die Bibel ihn Satan, was „Widersacher“ bedeutet. Er ist der Erzgegner Jehovas, des rechtmäßigen Souveräns des Universums (Hiob 1:6, 7). Getrieben von dem Ehrgeiz, sich durch den Aufbau einer eigenen Organisation dem Höchsten gleichzumachen, schreckte der Gegner nicht vor dem Versuch zurück, als rivalisierender Organisator und Gott aufzutreten. Auf diese Weise machte sich Satan attraktiv. Satans Haltung spiegelte sich in der Dynastie und der brillanten weltlichen Stellung des „Königs von Babylon“ wider, dem passenderweise Bezeichnungen wie Glänzender und Luzifer gegeben wurden (Jesaja 14:4, 12-14). Bis auf den heutigen Tag — aber nur, weil Jehova es zuläßt — ist Satan der „Gott dieses Systems der Dinge“ (2. Korinther 4:4).

      3. (a) Gegen welchen Teil der Organisation Jehovas holte dieser Widersacher zuerst zum Schlag aus? (b) Welche Entwicklungen führten dazu, daß der Teufel der Herrscher der Dämonen wurde?

      3 Um Jehovas Organisation zu untergraben, holte Satan zuerst zum Schlag gegen ihren niedersten Teil aus, gegen Adam, das ernannte Haupt der Menschheitsfamilie (1. Mose 3:1-24; Psalm 8:3-5; Römer 5:12). Später verließen viele Engel ungehorsamerweise ihre „ursprüngliche Stellung“ oder rechte Wohnstätte im Himmel und nahmen Fleischesleiber an, um gutaussehende, aber unvollkommene Frauen heiraten und mit ihnen verkehren zu können (Judas 6). Ihre anormal großen und starken Bastardnachkommen wurden Nephilim genannt. Diese Bezeichnung, deren Bedeutung mit „Fäller“ angegeben wird, war passend, denn offensichtlich brachten sie Menschen durch Gewaltanwendung zu Fall. Zur Zeit der Flut entmaterialisierten sich die ungehorsamen Engel und kehrten in den geistigen Bereich zurück (1. Mose 6:1 bis 7:23). Dadurch, daß sie sich von Jehovas Organisation trennten, machten sie sich zu Dämonen, und Satan, der Teufel, wurde ihr Herrscher (5. Mose 32:17; Psalm 106:37; Matthäus 12:24; Lukas 11:15-19).

      4. Wie verhielten sich die menschlichen Überlebenden der Flut, doch was tat Satan, und mit welchem Ziel?

      4 Auf diese Weise errichtete Satan den unsichtbaren, übermenschlichen, geistigen Teil seiner Organisation. Die Überlebenden der Flut, Noah und seine Familie, blieben in Einheit mit Jehovas unsichtbarer, himmlischer Organisation (1. Mose 6:9; 8:18-21). Doch Satan setzte alles daran, die Einheit der Nachkommen des treuen Noah zu zerstören. Welches Ziel verfolgte er dabei? Nun, er war darauf aus, seine böse Organisation um einen sichtbaren Teil zu erweitern.

      5. Wie wurde im Wacht-Turm vom Juli 1921 erklärt, daß Satan eine Organisation hat?

      5 Es dauerte eine Zeitlang, bis die Internationalen Bibelforscher erkannten, daß Satan eine Organisation hat. Aber im Wacht-Turm vom Juli 1921 hieß es: „Nicht zufrieden mit dem, was er bereits getan hatte, verführte Satan diese eben genannte himmlische Schar und veranlaßte sie, die Menschheit zu verderben und die Erde mit Gewalttat zu erfüllen. Er organisierte ein den menschlichen Augen unsichtbares wie auch ein menschlichen Augen sichtbares System auf Erden und hat versucht, jeden Teil des geoffenbarten Planes Gottes nachzumachen.“

      6. Was wurde im Wacht-Turm vom 15. Februar 1923 über Satans Absicht gesagt?

      6 Im Wacht-Turm vom 15. Februar 1923 wurde unter der Überschrift „Satans Zweck“ deutlich erklärt: „Wir leben jetzt an dem bösen Tage. Der Kampf zwischen der Organisation Satans und der Organisation Gottes ist im Gange. Es ist ein verzweifelter Kampf. Satan versucht, den Mut und die Standhaftigkeit der Organisation des Herrn zu untergraben und, wenn möglich, die Glieder des Hauses der Söhne zu zerstören. Zu diesem Zweck nimmt er seine Zuflucht zu allen möglichen Listen und Kniffen.“

      7, 8. (a) Warum war ein Verständnis über die zwei gegnerischen Organisationen nützlich? (b) Auf wessen Gegnerschaft stieß der sinnbildliche „Sohn“, wie das im Wacht-Turm vom 15. April 1925 ausgeführt wurde?

      7 Das Verständnis über die zwei gegnerischen Organisationen half viele biblische Lehren und Prophezeiungen klären. Zum Beispiel verstand man Offenbarung, Kapitel 12 nicht richtig, bis im Wacht-Turm vom 15. April 1925 der Artikel „Die Geburt der Nation“ erschien. Der Schlüsseltext (Offenbarung 12:5, Elberfelder Bibel) lautete: „Und sie gebar einen männlichen Sohn, der alle Nationen weiden soll mit eiserner Rute; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Throne.“

      8 Auf den Seiten 115 und 116 hieß es in diesem Artikel:

      „Was ist der hervorragende Hauptzweck des göttlichen Planes während der vergangenen Zeitalter gewesen? ... Die Aufrichtung des Königreiches, um welches Jesus uns beten lehrte. Dies bedeutet die Geburt der neuen Nation, welche alle Geschlechter der Erde regieren und segnen wird. ... Was war denn diese feindliche Macht, welche das Volk in Unwissenheit über diese glorreiche neue Nation gehalten hat und über die Segnungen, welche sie dem Volke bringen wird? ... Satan, der Teufel, und seine Organisation. ... Jetzt sehen wir aus den Beweisen um uns her, daß der wirkliche Kampf dieser ist: Gott gegen den Teufel, indem das Königreich der Gerechtigkeit das Königreich der Bosheit und Finsternis vertreibt und statt dessen das Königreich der Wahrheit aufgerichtet wird. ... Auf 1918 folgte die Zeit, wo die Organisation des Teufels, finanziell, politisch sowohl wie auch kirchlich, besonders die letztere, den Herrn und sein Königreich offen verleugnete; und zu der Zeit begann dort der Zorn Gottes gegen die Nationen zum Ausdruck zu kommen. Von jener Zeit an ist der Kampf auf der Erde vor sich gegangen. Vor diesem wurde der Kampf im Himmel ausgefochten.“

      9. Was wurde im Jahre 1925 als Erklärung über das „Weib“ aus Offenbarung, Kapitel 12 gesagt?

      9 Damals dachte man irrtümlicherweise, in Jesaja 66:7 und Offenbarung 12:5 sei die Geburt ein und desselben „Sohnes“ vorausgesagt worden. Daher wurde in dem oben angeführten Wacht-Turm weiter erklärt:

      „‚Das Weib‘ scheint klar jenen Teil Zions, Gottes Organisation, zu symbolisieren, der die neue Regierung oder Nation ins Leben bringt, welche die Nationen und Völker der Erde mit einer eisernen Rute regieren wird und mit Gerechtigkeit. ... (Galater 4:26). Mit anderen Worten, Zion oder Jerusalem, Gottes Organisation, ist die Mutter, welche die neue Nation oder regierende Macht ins Leben bringt. Die Gesalbten auf Erden sind ein Teil ‚des Weibes‘, und augenscheinlich stellen sie dasselbe dar. Das Weib, ‚bekleidet mit der Sonne‘, bedeutet Zion im Himmel und die Gebilligten auf Erden von der Organisation Gottes um die Zeit, wo ‚der Herr zu seinem Tempel kommt‘. ... Jetzt ist er in seinem Tempel und umgibt oder kleidet die Tempelklasse mit seinem Mantel der Gerechtigkeit; seine Organisation, die sonst auch als Zion bezeichnet wird und als die Sonne scheint, bringt die neue Nation hervor.“

      10. Was ist dem geistigen Teil der Organisation Satans widerfahren, und welchen Krieg führt sie jetzt?

      10 Dem „Drachen“, der nun direkt als Satan, der Teufel, erkannt wurde, gelang es nicht, den „Sohn“ zu verschlingen, das heißt das messianische Königreich, das am Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 im Himmel geboren wurde (Lukas 21:24). Während des Krieges, der darauf im Himmel folgte, wurde der geistige Teil der Organisation Satans in die Umgebung der Erde hinabgeschleudert, so daß er nie wieder in den Himmel gelangen und dort einen entzweienden Einfluß ausüben kann. Diese erniedrigte Organisation hat es jetzt auf den sichtbaren Teil der Universalorganisation Jehovas abgesehen und führt einen erbarmungslosen Krieg gegen die „Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben“ (Offenbarung 12:17).

      In Einheit dienen

      11. (a) Auf wen können heute die Worte des Paulus über das „Jerusalem droben“ angewandt werden? (b) Was sagte David über das irdische Jerusalem, in dem Jehovas Haus der Anbetung stand?

      11 Gottes sinnbildliches „Weib“ wird mit der auserwählten Stadt Jerusalem verglichen, poetisch Zion genannt. Daher können die Worte des Paulus über das freie „Jerusalem droben“ jetzt auf die „Übriggebliebenen ihres Samens“ angewandt werden, gegen die der „Drache“, Satan, der Teufel, fortgesetzt „Krieg“ führt (Galater 4:26). Das irdische Jerusalem war in den Tagen Davids solide gebaut und eng umschlossen. Daher sagte er: „Ich freute mich, als sie zu mir sprachen: ‚Zum Hause Jehovas laßt uns gehen.‘ Unsere Füße standen in der Tat in deinen Toren, o Jerusalem. Jerusalem, die du wie eine Stadt gebaut bist, die in Einheit zusammengefügt worden ist, zu der die Stämme hinaufgezogen sind, die Stämme Jahs, als eine Mahnung für Israel, um dem Namen Jehovas Dank zu sagen“ (Psalm 122:1-4).

      12. (a) Auf welche Einheit beziehen sich die Worte aus Psalm 122:1-4 heute? (b) Wie wirkten sich Jerusalem und die heilige Stiftshütte auf die Einheit der Stämme Israels aus?

      12 Welch ein liebliches Bild der Einheit in Jehovas Universalorganisation! Besonders offenkundig war die Einheit bei nationalen Festen, zu denen sich die zwölf Stämme Israels bei der heiligen Stiftshütte in Jerusalem einfanden, um Jehova in Einheit anzubeten. Die Stämme blieben während der Herrschaft ihres Hirtenkönigs David nicht nur aufgrund der fleischlichen Bindungen vereint, sondern in erster Linie aufgrund der organisierten Anbetung ihres Gottes. Ja, Jerusalem war das von Gott auserwählte Zentrum vereinter, organisierter Anbetung unter der einen Priesterschaft aus dem Stamm Levi und der Familie von Israels erstem Hohenpriester, Aaron, dem älteren Bruder des Propheten Moses. Darüber hinaus befanden sich alle zwölf Stämme in dem einen Gesetzesbund, durch den sie von all den Nationen, die Dämonen anbeteten, getrennt wurden.

      13. Was sagte David über die Einheit, deren sich die Israeliten damals erfreuten?

      13 Wie sehr doch diese Faktoren die Einheit förderten! Dadurch blieb Gottes Volk zu seiner Sicherheit und zu seinem Nutzen als eine nationale Organisation vereint. David drückte das wie folgt aus: „Siehe! Wie gut und wie lieblich es ist, wenn Brüder in Einheit beisammenwohnen! Es ist wie das gute Öl auf dem Haupte, das herabfließt auf den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt auf den Kragen seiner Gewänder. Es ist wie der Tau des Hermon, der herabfällt auf die Berge Zions. Denn daß dort der Segen sei, hat Jehova geboten, ja Leben auf unabsehbare Zeit“ (Psalm 133:1-3).

      14. (a) Wer hat heute dieselbe nationale Einheit wie das damalige Israel? (b) Wo stehen gemäß Offenbarung 14 die geistigen Israeliten, und welches „Lied“ singen sie in Einheit?

      14 Die nationale Einheit, die zu solchen von Herzen kommenden Äußerungen inspirierte, wird auch heute gewahrt. Von wem? Von dem „Israel Gottes“, den geistigen Israeliten, die alle, wie Paulus sagte, eine einzige Mutter haben: „Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 6:16; 4:26). Sie bringt ihre geistgezeugten Kinder nicht unter die Sklaverei des Gesetzesbundes. Obwohl das „Israel Gottes“ als aus zwölf Stämmen bestehend dargestellt wird, sind alle seine 144 000 Glieder mit demselben „Siegel des lebendigen Gottes“ versiegelt, und von allen wird gesagt, sie stünden auf dem einen himmlischen „Berg Zion“ (Offenbarung 7:1-8; 14:1-4). Welch eindrucksvollen Chor sie doch bilden, während sie vereint „das Lied Mose, des Sklaven Gottes, und das Lied des Lammes“, Jesu Christi, singen! (Offenbarung 15:3, 4; Johannes 1:29, 36). Dieses „Lied“ hat Gottes Wohlgefallen und läßt auf Sieg schließen.

      15. (a) Wozu sind die 144 000, abgesehen vom Singen, organisiert? (b) Warum läßt das Wort „Organisation“ an sich auf Einheit schließen?

      15 Die 144 000 und ihr Chorleiter, „das Lamm“, sind nicht lediglich dazu organisiert worden, die Himmel mit ihrem Gesang zu erfüllen. Sie bilden eine königliche Organisation, die 1 000 Jahre zur Rechtfertigung der universellen Souveränität Jehovas und zum Segen aller positiv reagierenden Menschen regieren wird (Offenbarung 20:4-6). Das Wort „Organisation“, ein Antonym von „Desorganisation“, bezieht sich auf eine Einteilung von Dingen, bei der jedes Teil an seinen rechten Platz gestellt wird und seine Arbeitszuteilung erhält, so daß alle zusammenwirken können, um ein gemeinsames Ergebnis zu erreichen. Organisation bewirkt also Einheit, Zusammenarbeit, Ordnung und Harmonie — nicht Reibung.

      16. Was wurde gemäß Epheser 4:8, 11-16 vor mehr als 1 900 Jahren zum Ziel erklärt, und was ist unter Jehovas Zeugen erreicht worden?

      16 Die christliche Einheit wurde vor mehr als 1 900 Jahren zum Ziel erklärt. Damals wurden „Gaben in Form von Menschen“, das heißt in Form von Aposteln, Propheten, Evangeliumsverkündigern, Hirten und Lehrern, gegeben. Als 1879 die Zeitschrift The Watch Tower herauskam, gab Gott ebenfalls geistige „Hirten und Lehrer“. Diese Vorkehrung hat Jehovas Zeugen zu ihrer gegenwärtigen „Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes“ verholfen (Epheser 4:8, 11-16). Wie dankbar wir doch Jehova dafür sind, daß er das nach all den Jahrhunderten weltweiter religiöser Verwirrung und Desorganisation getan hat!

      17. Warum können wir sagen, daß Gott mehr als die Einheit gesalbter Christen im Sinn hatte, und was sagte Jesus diesbezüglich voraus?

      17 Zweifellos hatte Gott mehr als die Einheit gesalbter Christen im Sinn, denn „es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst, für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde“ (Epheser 1:9, 10). Jesus Christus sagte diesbezüglich voraus: „Ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden unter e i n e m Hirten“ (Johannes 10:16).

      18. (a) Wer gehört zu den ‘Dingen auf der Erde’, die zusammengebracht werden müssen? (b) Auf welche Weise wurde 1935 den „anderen Schafen“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt?

      18 Diese „anderen Schafe“ gehören zu den ‘Dingen auf der Erde’, die zusammengebracht werden müssen. Daher wurde etwa 21 Jahre nach dem Beginn der Herrschaft Jesu Christi im Jahre 1914 unter dem Einfluß des Geistes Gottes die Aufmerksamkeit insbesondere auf die „anderen Schafe“ gelenkt. Bei einem Kongreß der Zeugen Jehovas in Washington (D. C.) im Jahre 1935 erklärte der Präsident der Watch Tower Society, daß die Glieder der „großen Volksmenge“ eigentlich „andere Schafe“ sind, die schließlich von dem vortrefflichen Hirten, Jesus Christus, eingesammelt werden (Offenbarung 7:9-17). Sammelte Jesus denn bei jenem epochemachenden Kongreß „andere Schafe“ ein? Ja, damals erkannten 840 Kongreßbesucher, daß sie von dem vortrefflichen Hirten eingesammelt worden waren, und ließen sich zum Zeichen ihrer Hingabe an Jehova Gott taufen.

      19. (a) Wie groß ist die „große Volksmenge“ bis jetzt geworden? (b) Mit wem ist die „große Volksmenge“ durch die Vereinigung mit Jehovas sichtbarer Organisation vereint worden, und wozu ist sie entschlossen?

      19 Damals begann erst das Einsammeln der „großen Volksmenge“ von „anderen Schafen“, deren Zahl sich jetzt bereits auf über 2 800 000 beläuft. Durch die Vereinigung mit dem sichtbaren Teil der Organisation Jehovas — mit dem Überrest der „kleinen Herde“ in „dieser Hürde“ des vortrefflichen Hirten — sind sie auch mit dem großen Schöpfer der Universalorganisation vereint worden. Sie sind entschlossen, diese Einheit während ihres ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde zu bewahren, die der höchste Hirte, Jehova, für sie schaffen wird (Lukas 12:32; 23:43).

      20. Zu welchen Äußerungen fühlen sich der gesalbte Überrest und die „große Volksmenge“ bewogen, wenn sie bedenken, was der höchste Hirte seit 1914 getan hat?

      20 Während der gesalbte Überrest und die zunehmende „große Volksmenge“ bedenken, was der höchste Hirte seit dem Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 alles getan hat, singen sie aus tiefer Dankbarkeit gemeinsam den großartigen Halleluja-Psalm: „Preiset Jah! Preiset Gott an seiner heiligen Stätte. Preist ihn in der Ausdehnung seiner Stärke. Preist ihn wegen seiner machtvollen Werke. Preist ihn nach der Fülle seiner Größe. Preist ihn mit Hörnerschall. Preist ihn mit dem Saiteninstrument und der Harfe. Preist ihn mit Tamburin und Reigentanz. Preist ihn mit Saitenspiel und Pfeife. Preist ihn mit wohlklingenden Zimbeln. Preist ihn mit schmetternden Zimbeln. Alles, was atmet — es preise Jah. Preiset Jah!“ (Psalm 150:1-6).

      21. (a) Wann wird „alles, was atmet“, Jehova preisen? (b) Mit wem und zu welchem Zweck werden alle Glieder der Universalorganisation dann zusammenarbeiten?

      21 Bald werden die gegenwärtigen „Himmel“ und die gegenwärtige „Erde“ im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, aufgelöst werden, und die lang erwarteten „neuen Himmel“ und die „neue Erde“ werden aufgerichtet werden (2. Petrus 3:7-13; Offenbarung 16:14, 16). Dann wird tatsächlich „alles, was atmet“ und auf der gereinigten Erde lebt, Jah, den großartigen Schöpfer der Universalorganisation der Gerechtigkeit, preisen. Alle Glieder jener Organisation im Himmel und auf der Erde werden Jehova jauchzend preisen und werden in Loyalität und Liebe mit ihm zur ewigen Rechtfertigung seiner universellen Souveränität und zur Heiligung seines kostbaren Namens zusammenarbeiten. O von welch großartiger Einheit all das zeugt!

      Wie würdest du antworten?

      ◻ Welche Entwicklungen führten dazu, daß Satan der Herrscher der Dämonen wurde?

      ◻ Inwiefern war es eine Hilfe, den Unterschied zwischen den beiden großen Organisationen zu erkennen?

      ◻ Auf welche Einheit bezieht sich heute Psalm 122:1-4?

      ◻ Warum kann man sagen, daß Jehova mehr als die Einheit der gesalbten Nachfolger Jesu im Sinn hatte?

      ◻ Wann wird „alles, was atmet“, Jehova Gott preisen?

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