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Abraham und die HethiterDer Wachtturm 1955 | 1. Juni
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darauf, daß das ganze Feld vierhundert Sekel wert sei, was schließlich nur ein kleiner Betrag sei zwischen Abraham und ihm selbst. Der Bibelbericht zeigt an, daß Abraham das ganze Feld mit Einschluß aller Bäume und der Höhle darin kaufte. Dies schließt ein, daß Abraham zuletzt bereit sein mußte, alle Feudalabgaben zu übernehmen, die mit dem Kauf dieses ganzen Grundstücks verbunden und dem König der Hethiter zu zahlen waren. — 1. Mose 23:14-20.
Es liegt kein Bericht vor, daß von Abraham, nachdem die Stadtältesten diese Übertragung von Eigentumsrechten auf ihn bestätigt hatten, verlangt worden sei, den mit einem solchen Kaufe verbundenen heidnischen, religiösen Ritus zu vollziehen. Sie mögen ihn davon ausgenommen haben, weil die Hethiter Abraham als „einen Vorsteher Gottes“ anerkannten. — 1. Mose 23:6, NW.
Die Tatsache, daß die Land-Übertragungsurkunde auch Bäume erwähnt, zeigt ebenfalls hethitischen Rechtshintergrund an, denn es war ein charakteristischer Zug der hethitischen Geschäftsurkunden, die genaue Zahl der Bäume beim Verkauf jedes Grundstücks anzugebeng.
Wiederum finden wir, daß die Bibelarchäologie die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift bestätigt. Tatsächlich beweist dieser Bericht in 1. Mose 23, daß der Zusammensteller von 1. Mose lange vor dem Jahre 1200 v. Chr. gelebt haben muß, um die hethitischen Gesetze und dieses Reich zu kennen, denn dieser ehemalige Staat hörte als früh dominierende Macht im Nahen Osten ums Jahr 1200 v. Chr. zu bestehen auf. Modernisten und höhere Kritiker, die die Auffassung, daß Mose der frühe Zusammensteller von 1. Mose gewesen sei, verworfen haben, sind wieder einmal einem groben Irrtum verfallen. Ja, noch vor hundert Jahren haben die höheren Kritiker sogar darüber gespottet, daß die Bibel so häufig von Hethitern rede, und haben behauptet, ein solches Volk habe nie existiert. Die Bibel erweist sich weiterhin in ihren Berichten über alle zeitgenössischen Zivilisationen als richtig und unfehlbar wahr.
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Eifer zur Verbesserung des DienstesDer Wachtturm 1955 | 1. Juni
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Eifer zur Verbesserung des Dienstes
Das Verlangen der Zeugen Jehovas, am Zeugnisgeben von Haus zu Haus teilzunehmen, und ihre Entschlossenheit, ihre persönlichen Fähigkeiten in diesem Werk zu verbessern, setzen oft Menschen in Erstaunen, die entweder nie die Wahrheit geprüft haben, um ihre Wichtigkeit zu erkennen, oder noch nicht am Zeugniswerk teilgenommen haben, um die damit verbundenen Freuden zu kennen. Die Entschlossenheit, diesen Dienst zu verbessern, wird gut durch einen 70jährigen Bruder illustriert, der jetzt die Schule besucht, um lesen und schreiben zu lernen, damit er an den Türen die Botschaft besser darlegen kann. Zur Zeit seiner Taufe anläßlich eines kürzlichen Kongresses war er gerade in der dritten Klasse. Dieser Eifer der Zeugen Jehovas für Jehovas Dienst zeigt weiterhin ihren Glauben und wärmt die Herzen ihrer christlichen Brüder weltweit.
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