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  • Briefe — nicht altmodisch
    Der Wachtturm 1967 | 1. September
    • Briefe — nicht altmodisch

      CHRISTEN sind sich dessen wohl bewußt, daß Briefe in der Entwicklung und Ausbreitung ihres Glaubens eine wichtige Rolle spielten. Viele Bücher der Bibel waren ursprünglich Briefe, die an die verschiedenen Versammlungen geschrieben worden waren. (Kol. 4:16) Aber die Zeit, Briefe zu benutzen, um die christliche Botschaft auszubreiten, gehört nicht der Vergangenheit an.

      An einem eisigen Wintermorgen, als die Temperatur weit unter den Nullpunkt gesunken war, entschloß sich eine Zeugin Jehovas in Ohio, USA, eine Frau, die von ihr eine Bibel und biblische Literatur entgegengenommen hatte, wieder zu besuchen. Da der Zeugin aber kein Fahrzeug zur Verfügung stand, mit dem sie hätte hinfahren können, entschloß sie sich, der Frau zu schreiben. Sie schrieb eine Bibelpredigt nieder und fügte ihrem Brief ein Exemplar der Zeitschrift Der Wachtturm bei.

      Ungefähr drei Tage später erhielt sie von der Frau Antwort. In dem Brief, in dem diese ihre Wertschätzung zum Ausdruck brachte, hieß es auszugsweise: „Ich habe Ihren Brief (eine sehr gute Predigt) mehrere Male gelesen und auch die Bibelstellen nachgeschlagen. Ferner habe ich versucht, täglich etwas zu lesen, und habe fast alle meine weltlichen Zeitschriften abbestellt, damit ich mehr Zeit habe, die Bibel und Bücher über die Bibel zu lesen. Ich möchte diesen Brief abschicken, damit Sie ihn noch diese Woche erhalten, und danke Ihnen, daß Sie an mich gedacht und mir die Zeitschriften gesandt haben.“

      Wie wir sehen, erntet in manchen Fällen der Briefschreiber die Früchte selbst. In anderen Fällen sind sie oft ebenso erfreulich, obgleich der Schreiber dies nicht erfahren mag.

      Im Predigtdienst von Haus zu Haus traf eine Zeugin Jehovas in New York an einer Tür einen Mann an, der sagte, er sei ein strenger Katholik, Jehovas Zeugen seien ihm gut bekannt, und er sei entschieden nicht daran interessiert, einer zu werden. Als die Zeugin erfuhr, daß der Mann über den kürzlichen Tod seiner Frau noch völlig fassungslos war, sprach sie mit ihm kurz über die Auferstehungshoffnung.

      Da er sich über Jehovas Zeugen so konsequent geäußert hatte, könnte man sich fragen, wie diese Zeugin wohl bei einem Rückbesuch empfangen wurde. Sie war sehr überrascht.

      Die Zeugin erfuhr bald, daß der Mann in der Zwischenzeit einen Brief von einer Zeugin, die seinen Namen und seine Adresse der Todesanzeige in der Zeitung entnommen hatte, erhalten hatte. Sie hatte dem Mann, obgleich er ihr fremd war, einen freundlichen Brief geschrieben, in dem sie ihm die wunderbare biblische Hoffnung auf die Auferstehung darlegte. Der Mann kam zu der Schlußfolgerung, daß er eine Organisation, deren Angehörige sich die Zeit nehmen, von Haus zu Haus zu gehen und Menschen Trostbriefe zu schreiben, sicherlich näher kennenlernen sollte.

      Briefe sind als Mittel zur Verbreitung der guten Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich bestimmt nicht altmodisch.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1967 | 1. September
    • Fragen von Lesern

      ● In Sacharja 8:19 werden vier verschiedene Fastenzeiten erwähnt, die von den Juden gehalten wurden. An was erinnerten sie? — K. A., USA.

      Der Prophet Sacharja wurde von Gott inspiriert, in Sacharja 8:19 zu schreiben: „So spricht Jehova der Heerscharen: Das Fasten des vierten, und das Fasten des fünften und das Fasten des siebenten und das Fasten des zehnten Monats wird dem Hause Juda zur Wonne und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch liebet die Wahrheit und den Frieden.“ Alle vier dieser Fastenzeiten deuteten Kummer an und erinnerten an traurige und unglückliche Ereignisse, die mit Jerusalem, mit dessen Zerstörung durch die Babylonier und mit dem Königreich Juda im siebenten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Verbindung standen.

      Das „Fasten des vierten“ Monats erinnerte augenscheinlich an den Sturz der Mauern Jerusalems durch die Babylonier. Das geschah am 9. Tammuz 607 v. u. Z. Ihm folgte die Gefangennahme des jüdischen Königs Zedekia. — 2. Kö. 25:2-7; Jer. 52:6, 7.

      Sacharja 8:19 gemäß hielten die Juden auch das „Fasten des fünften“ Monats. Es war im fünften Monat oder im Monat Ab des Jahres 607 v. u. Z., in dem Nebusaradan, der Oberste der Leibwache des Königs Nebukadnezar, nach Jerusalem kam, und „er verbrannte das Haus Jehovas [den Tempel] und das Haus des Königs, und alle Häuser von Jerusalem“. (Jer. 52:12-14; 2. Kö. 25:8-10) Folglich wurde das „Fasten des fünften“ Monats augenscheinlich in Erinnerung an die Vernichtung des Tempels durchgeführt.

      Als die Juden im Jahre 607 v. u. Z. von den Babyloniern in Gefangenschaft geführt wurden, ‘ließ der Oberste der Leibwache von den Geringen des Landes zu Weingärtnern und zu Ackersleuten zurück’. Gedalja wurde zum Statthalter über sie eingesetzt. Er wurde jedoch ermordet, und das ganze Volk verließ danach Juda und ging nach Ägypten. (2. Kö. 25:12, 22-26) So kam es, daß Juda und Jerusalem im siebenten Monat des Jahres 607 v. u. Z. völlig verödet waren. Das „Fasten des siebenten“ Monats, des Monats Tischri, wurde augenscheinlich in trauriger Erinnerung an den Tod Gedaljas oder an die völlige Verödung des Landes durchgeführt.

      Wie steht es aber um das „Fasten des zehnten Monats“, das in Sacharja 8:19 außerdem erwähnt wird? Dieses Fasten wurde offensichtlich als Erinnerung an ein Ereignis durchgeführt, das vor den Ereignissen stattfand, die bereits besprochen wurden. Das war am 10. Tag des Monats Tebeth — der vor der Gefangenschaft gebräuchliche Name des zehnten jüdischen Mondmonats des heiligen Kalenders —, an dem König Nebukadnezar seine Belagerung Jerusalems begann. (2. Kö. 25:1; Jer. 39:1; 52:4) Das war im Jahre 609 v. u. Z. Im dritten Jahr dieser Belagerung, das heißt im Jahre 607 v. u. Z., fiel Jerusalem durch die Babylonier. Somit kann der Beginn der erfolgreichen Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar von den Juden während des ‘Fastens des zehnten Monats’ gekennzeichnet worden sein. Es war allerdings auch im zehnten Monat, in dem Hesekiel und andere Gefangene in Babylon vom Sturz der Stadt hörten. (Hes. 33:21) Dieses Fasten kann mit dem Erhalten der traurigen Nachricht ebenfalls in Verbindung gebracht worden sein.

      Die Juden kehrten im Jahre 537 v. u. Z. aus ihrer siebzigjährigen Babylonischen Gefangenschaft zurück. Als daher Sacharja prophezeite (521—519 v. u. Z.), waren sie schon seit einiger Zeit nach Juda und Jerusalem zurückgekehrt. Das sehr wichtige Wiederaufbauwerk des Tempels war damals allerdings zum Stillstand gekommen. Dennoch würde der Tempel vollendet, und Jehova würde die Juden reichlich segnen. Die in Sacharja 8:19 erwähnten vier traurigen Fastenzeiten würden dem „Hause Juda zur Wonne und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden“. Durch seinen Propheten Sacharja verhieß Jehova den Juden Erfolg, Gedeihen und Glück. Deshalb sollten sie nicht in der Vergangenheit leben. Sie sollten mit Optimismus und Vertrauen auf Gott in die Zukunft blicken. Durch die prophetische Tätigkeit Haggais und Sacharjas angespornt, nahmen die zurückgekehrten Juden das Tempelaufbauwerk wieder auf, und dieser Mittelpunkt wahrer Anbetung wurde im Jahre 516 v. u. Z. erfolgreich beendet. (Esra 6:14, 15) Gewiß war nun das Trauern, das mit dem Fasten als Erinnerung an den Sturz Jerusalems, an die Verödung Judas und an die Vernichtung des von Salomo erbauten Tempels in Verbindung stand, nicht mehr angebracht. Von da an hatten die Juden Grund zur Freude und zum Frohlocken.

      In unserer Zeit, besonders vom Jahre 1917 bis 1919, waren gesalbte Christen traurig. Ihre Befreiung aus Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion, geschah jedoch im Jahre 1919, und danach hatten diese in geistiger Hinsicht wiederhergestellten Diener Jehovas keinen Grund, zu trauern und über die Vergangenheit betrübt zu sein. Einige versäumten, in geistiger Hinsicht Fortschritte zu machen, und sahen die Fortschritte nicht im rechten Licht. Das traf auf diese Gesalbten als Klasse jedoch nicht zu. Die Treuen hatten guten Grund, optimistisch, mit Freude und mit Frohlocken in die Zukunft zu blicken. Das haben sie getan, und bis zum heutigen Tag haben sie sich weltweit großen Glücks und des reichen Segens Jehovas beim Fördern der Interessen der wahren Anbetung und beim Verkünden der guten Botschaft von Gottes Königreich erfreut.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1967 | 1. September
    • Bekanntmachungen

      PREDIGTDIENST

      Jehova ist der Gott des Friedens, und sein Sohn Jesus Christus ist der „Friedefürst“ und der „Herr des Friedens“. (Jes. 9:6; 2. Thess. 3:16) Jehova Gott und Jesus Christus behalten diesen Frieden nicht für sich. Sie lassen ihre treuen und gehorsamen Diener daran teilhaben. Wir lesen: „Jehova wird sein Volk segnen mit Frieden.“ (Ps. 29:11) Dieser Friede ist einzigartig; er beruht auf Grundsätzen und hängt nicht von der äußeren Umgebung ab. Jehovas Diener, seine Zeugen, bemühen sich deshalb, diesen Frieden zu bewahren. Nicht nur das, sie ahmen auch Jehova Gott und Jesus Christus nach, indem sie sich selbstlos bemühen, anderen zu helfen, diesen Frieden ebenfalls zu genießen. Sie gehen von Haus zu Haus und verkündigen die „gute Botschaft des Friedens“ und suchen die Menschen, die Freunde des Friedens sind. Im September bieten sie solchen Menschen das Buch „Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt“, ein Hilfsmittel zum Bibelstudium und eine lehrreiche Broschüre gegen einen Beitrag von 2,50 DM (Österreich öS 15; Schweiz 2.50 sfr; Luxemburg 25 lfrs) an.

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      17. September: Gott leitet sein Volk liebevoll dem Leben entgegen. Seite 521. Lieder: Nr. 40, 17.

      24. September: Mit Jehovas Organisation vorangehen. Seite 527. Lieder: Nr. 8, 88.

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