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Warum wenden sich Jugendliche der Religion zu?Der Wachtturm 1978 | 15. November
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Jehova, der Stifter der Familie und Schöpfer des Menschen, gibt in der Bibel Einzelheiten bekannt, die zeigen, wie wahrhaft geeinte und glückliche Familien möglich sind.
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Was die wahre Religion für junge Leute tun kannDer Wachtturm 1978 | 15. November
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Was die wahre Religion für junge Leute tun kann
WENN in jeder Familie alle nach der Bibel leben und sich, obwohl sie unvollkommen sind, bemühen würden, den guten Rat der Bibel in die Tat umzusetzen, wären alle Familien in sich geeint und glücklich. Außerdem würden sich Familien, Stämme und Völker weder streiten noch bekriegen. Doch davon kann gegenwärtig weltweit keine Rede sein. Manchmal schlägt nur ein Glied einer Familie diesen guten Weg ein. Was geschieht aber, wenn sich beispielsweise nur einer in der Familie, ein Sohn oder eine Tochter, eifrig bemüht, nach biblischen Grundsätzen zu leben? Entsteht dadurch schon ein freudiger Geist in der Familie? Nicht immer. Doch die Harmonie in der Familie wird weitgehend gefördert. Und bestimmt hilft Gott dem Sohn oder der Tochter, mit dem Problem besser fertig zu werden, größeren Herzensfrieden zu erlangen und einen guten Einfluß auf die Familie auszuüben.
Einige Leser mögen sich bei diesen Worten über die einigende Kraft, die von einem Christen ausgeht, daran erinnern, daß Jesus gemäß Lukas, Kapitel 12, Vers 52 und 53 sagte, er sei gekommen, zu entzweien, und zwar würden „fünf in e i n e m Haus entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei. Sie werden entzweit sein: Vater gegen Sohn und Sohn gegen Vater, Mutter gegen Tochter und Tochter gegen ihre Mutter, Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.“ Mit dieser Erklärung regte Jesus nicht zu einer Entzweiung der Familie an. Jesus bezog nicht etwa gegen seine eigenen leiblichen Brüder Stellung. Sie hingegen unterstützten ihn nicht, sondern sprachen eher geringschätzig über das, was er zu sein behauptete. Doch Jesus verhielt sich so, daß seine Brüder schließlich an die „gute Botschaft“, die er lehrte, glaubten und Christen wurden (Joh. 7:3-5; Apg. 1:13, 14).
Jesu eigene Erfahrungen sowie seine Worte ließen erkennen, daß seine Nachfolger damit zu rechnen hätten, von ihren Angehörigen abgelehnt, verspottet und sogar verfolgt zu werden. Doch Gläubige sollten nicht durch respektloses oder ungehöriges Benehmen selbst Anlaß zu einer solchen Feindschaft geben. Ein Christ, besonders ein Jugendlicher, könnte sich leicht zu einem solchen Verhalten hinreißen lassen, doch dies wäre unchristlich. Vielleicht handelte er respektlos, bevor er die Wahrheit der Bibel kennenlernte. Aber die biblische Wahrheit kann bei einem Christen wunderbare Veränderungen hervorrufen, wodurch er eine Bestätigung für ihren überragenden Wert liefert und sich jedem Gewissen vor Gott empfiehlt (2. Kor. 4:2).
Im Hinblick auf Personen, die hartnäckige Gegner sein mögen, weil sie die veränderte Handlungsweise des Christen nicht verstehen oder nicht schätzen, sagte Jesus: „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist“ (Matth. 5:44, 45). Ein Christ hofft stets, daß solche Personen schließlich doch noch gläubig werden.
Obwohl man der Wahrheit widersteht, wird ein Christ wie sein Herr, Jesus Christus, standhaft für die Wahrheit eintreten. Doch Standhaftigkeit muß nicht Härte bedeuten. Er wird stets freundlich sein. Er wird sich nicht für besser halten als andere noch anmaßend sein oder freche Antworten geben (Merkmale, durch die sich viele Jugendliche heute besonders kennzeichnen). Wenn ein Christ verspottet oder beschimpft wird, sollte er daran denken, daß Petrus sagte: „[Seid] stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für die Hoffnung verlangt, die in euch ist, doch tut es mit Milde und tiefem Respekt“ (1. Petr. 3:15). Diese Milde und diesen tiefen Respekt sollte man besonders gegenüber Familienangehörigen bekunden. Ihnen so zu begegnen setzt aufrichtiges, ernsthaftes und eifriges Studium und Bemühen voraus. Alle Christen, selbst Jugendliche, sollten in der Lage sein, vernünftige, eindeutige und stichhaltige Gründe für ihren Glauben anzuführen. Was wäre es sonst für ein Glaube?
RESPEKT VOR DER ELTERLICHEN AUTORITÄT
Ein Jugendlicher, der ein Christ wird, erlebt die Erfüllung der Worte Jesu: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh. 8:32). Er stellt fest, daß sie wirklich von vielen Dingen frei macht, von denen Jugendliche heute beherrscht, ja versklavt werden: von der Furcht vor ihresgleichen, der allgemeinen Tendenz, ‘der Menge zu folgen’, der Verehrung von Idolen, Eifersüchteleien, Rivalitäten, von unrechten Wünschen, Enttäuschungen und von den unheilvollen Folgen des Einflusses schlechter Gesellschaft. Aber Jugendliche sollten anerkennen, daß sie nicht absolut frei sind. Sie sollten Personen anerkennen, die rechtmäßig Autorität ausüben, vor allem ihre Eltern. Gott selbst übertrug den Eltern die Verantwortung, ihre Kinder in der rechten Weise zu erziehen und zu entscheiden, was für jedes Kind das beste ist (5. Mose 6:1, 6, 7; 31:12, 13).
Zur elterlichen Gewalt gehört auch die „Rute“ der Zucht. In Sprüche 23:13, 14 wird gesagt: „Enthalte doch dem, der noch ein Knabe ist, die Zucht nicht vor. Falls du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Mit der Rute solltest du ... ihn schlagen, damit du seine eigene Seele vom Scheol ... befreiest.“ Manchmal sind Kinder vielleicht der Meinung, die Züchtigung sei nicht gerechtfertigt, doch sie sollten daran denken, daß die Eltern Gott darüber Rechenschaft abzulegen haben, wie sie ihre Gewalt ausüben, und daß Gott, auch wenn die Züchtigung zu
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