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Unerschrocken wie Männer Har-Magedon entgegensehenDer Wachtturm 1983 | 1. Januar
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ist, völlig ausgerüstet und bereit für jedes gute Werk.“ Daraus geht hervor, daß „der Mensch Gottes“ die inspirierten Schriften regelmäßig studieren und nach ihnen leben muß, indem er wirkungsvoll das Werk verrichtet, für das er durch sein Studium ausgerüstet wird.
16. Warum ist es heute noch wichtiger als in den Tagen vor der Flut, die Begierden, die Heranwachsenden eigen sind, zu fliehen?
16 Wir leben in der ernstesten Zeit der ganzen Menschheitsgeschichte. Die Welt, deren Vernichtung wir entgegensehen, ist eine viel größere als die zu Noahs Zeiten. Folglich ist das Werk, an dem wir uns beteiligen, das erhabenste und für die Menschheit wichtigste Werk, das je durchgeführt wurde. Bestimmt ist es für keinen Gott hingegebenen, getauften Zeugen Jehovas an der Zeit, ablenkende sinnliche Begierden der Jugend zu befriedigen. Paulus schrieb an den jungen Timotheus: „Fliehe die Begierden, die der Jugend eigen sind.“ „Du aber, o Mensch [griechisch: ánthrōpos] Gottes, fliehe diese Dinge“ (2. Timotheus 2:22; 1. Timotheus 6:11). Die Worte, die der Apostel Johannes unter Inspiration schrieb, treffen heute noch mehr zu als zu seiner Zeit: „Die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar“ (1. Johannes 2:17).
17. Welche früheren ‘Menschen Gottes’ sollten wir nicht herabsetzen, doch auf wen sollten wir als das vollkommene Beispiel in dieser Hinsicht blicken?
17 In der heutigen Zeit, die christliche Mannhaftigkeit erfordert, müssen wir auf das vollkommene Beispiel desjenigen blicken, auf den der Statthalter Pontius Pilatus vor der erregten jüdischen Volksmenge mit den Worten hinwies: „Seht! Der Mensch!“ „Seht! Euer König!“ (Johannes 19:5, 14). Lange vor Christus gab es ‘Menschen Gottes’, wie zum Beispiel ‘Moses, den Mann des wahren Gottes’, und Elia sowie seinen Gefährten Elisa (5. Mose 33:1; 1. Könige 17:18, 24; 20:28; 2. Könige 1:9-12; 4:7, 9, 16). Aber ohne diese vorchristlichen ‘Menschen Gottes’ außer acht lassen oder herabsetzen zu wollen, sollten wir auf denjenigen blicken, der nach wie vor der hervorragendste „Mensch Gottes“ auf der Erde ist, Jesus Christus, der seit dem Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 im Himmel als König herrscht (Hebräer 11:1 bis 12:3; Lukas 21:24). Wenn wir uns wie Männer benehmen, können wir der Vernichtung des gegenwärtigen verurteilten Systems der Dinge, die in Har-Magedon erfolgt, unerschrocken entgegensehen.
18. Wie können wir der gewaltigen Verantwortung nachkommen, an der Rechtfertigung der universellen Souveränität Jehovas teilzuhaben?
18 Heute, in der Zeit des Gerichts und des Untergangs der alten Welt, erwerben wir uns einen unauslöschlichen Ruf. Wird dieser Ruf zu unserem Nutzen sein, oder wird er dazu führen, daß wir wie die Welt für immer verworfen werden? Wenn wir unser makelloses Vorbild, Jesus Christus, nachahmen und uns wie Männer benehmen, werden wir beweisen, daß Satan, der Teufel, „der Gott dieser Welt“, nicht unser geistiger Herrscher ist (2. Korinther 4:4). Wir werden im Gegenteil die universelle Souveränität Jehovas unterstützen und auf diese Weise daran teilhaben, sie vor allen lebenden Geschöpfen zu rechtfertigen. Ja, es bietet sich uns eine herrliche Gelegenheit, doch tragen wir in dieser Hinsicht auch eine gewaltige Verantwortung.
19. In welcher Hinsicht außer in der Wachsamkeit und der Standhaftigkeit im Glauben müssen wir als „Männer“ noch wachsen, und wer verleiht uns die Kraft dazu?
19 An uns liegt es, hinsichtlich unseres Vorrechtes und der sich uns bietenden Gelegenheit wach zu bleiben, indem wir ‘im Glauben feststehen’. Möge Jehova nicht zulassen, daß wir als Menschen, die ihm gehören und ihm ergeben sind, schwach werden! Deshalb sollten wir den zeitgemäßen Rat des Apostels Paulus beachten: „Werdet stark“ (1. Korinther 16:13). Das können und werden wir tun, wenn wir unerschütterlich auf Jehova blicken und durch Jesus Christus, unseren König, zu ihm beten. In Jesaja 40:29 wird uns gesagt: „Er gibt dem Müden Kraft; und dem, der ohne dynamische Kraft ist, verleiht er Stärke in Fülle.“ Möge es unser Vorrecht sein, nachdem wir Zeugen des göttlichen Sieges in Har-Magedon geworden sind, in die Worte des Liedes einzustimmen, das Moses sang, als die Streitkräfte Pharaos im Roten Meer vernichtet worden waren: „Jehova ist ein Kriegsmann [Mann — hebräisch: isch]. ... Meine Stärke und meine Macht ist Jah, denn er gereicht mir zur Rettung“ (2. Mose 15:3, 2).
Kannst du folgende Fragen beantworten?
□ Wovon wird es abhängen, ob wir den Krieg von Har-Magedon überleben werden?
□ Welche Verhältnisse, in denen sich Jehovas gesalbte Diener heute befinden, gleichen der Lage Jeremias in alter Zeit?
□ In welcher Hinsicht war der Dienst, den Ebed-Melech leistete, ein Vorbild für die Tätigkeit der „Schafe“ in Christi Gleichnis aus Matthäus 25:31-46?
□ Inwiefern unterscheidet sich gemäß Jesu Prophezeiung aus Lukas, Kapitel 21 die Einstellung der Nachfolger Christi von der Einstellung der Menschen der Nationen?
□ Von welcher „Befreiung“ ist in Lukas 21:28 die Rede?
□ Was wird die Folge sein, wenn wir alle das Beispiel desjenigen nachahmen, der als „Der Mensch!“ bezeichnet wurde?
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1983 | 1. Januar
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Fragen von Lesern
◼ Warum dachten einige Juden, Johannes der Täufer sei Elia, wie aus Johannes 1:21 hervorgeht?
Bevor Jesus getauft wurde, kamen einige Priester und Leviten nach Bethanien jenseits des Jordan, wo Johannes taufte, und fragten ihn, ob er der Christus sei. Als Johannes dies verneinte, sagten sie: „Was denn? Bist du Elia?“ (Johannes 1:19-28).
Warum dachten jene Juden, Johannes könnte der hebräische Prophet Elia sein, der etwa neunhundert Jahre zuvor gestorben war? Der Grund war eine Prophezeiung, die etwa in der Mitte der Zeitspanne geäußert wurde, die von den Tagen Elias bis zum Dienstbeginn des Johannes vergangen war. Maleachi, ein Prophet Gottes, hatte vorhergesagt: „Siehe! Ich sende euch Elia, den Propheten, vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas“ (Maleachi 4:5). Offensichtlich verstanden einige Juden darunter eine buchstäbliche Rückkehr Elias, indem er vielleicht von Gott auferweckt würde. Dann trat Johannes auf, der ein härenes Gewand und einen Ledergürtel trug, eine Kleidung, die derjenigen Elias glich (Matthäus 3:4; 2. Könige 1:8). Und Johannes verkündete freimütig die Botschaft Gottes, indem er wie Elia zur Reue aufrief. Deshalb fragte man Johannes, ob er Elia sei.
Johannes antwortete: „Ich bin es nicht.“ Nein, er war nicht buchstäblich der hebräische Prophet Elia, der immer noch im Tode schlief. Ein Engel hatte Sacharja (dem Vater des Johannes) gesagt, Johannes werde „mit Elias Geist und Kraft“ dienen, um die Juden zu veranlassen, zu Jehova umzukehren (Lukas 1:17). Johannes würde nicht Elia sein, sondern er würde ein ähnliches Werk verrichten wie dieser längst verstorbene Prophet.
Im Einklang damit sagte Jesus später, wobei er Johannes im Sinn hatte: „Ich sage euch, daß Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht anerkannt“ (Matthäus 17:12). Mit diesen Worten wollte er sagen, daß Johannes die Prophezeiung aus Maleachi 4:5 erfüllt hatte. Er hatte den Weg vor dem Messias her bereitet. Doch die meisten Juden nahmen Johannes in dieser Rolle nicht an. Überdies wird in Johannes 10:41 gesagt: „Johannes hat ... kein einziges Zeichen getan.“ Der Prophet Elia aber tat acht Zeichen oder Wunder.
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