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  • Die Wiederkunft Christi — sichtbar oder unsichtbar?
    Erwachet! 1973 | 8. November
    • Worte heute erfüllen? Ja. Und ist es nicht auch eine Tatsache, daß die eben beschriebenen Verhältnisse besonders seit dem Jahre 1914 u. Z. bestehen? Nach der Chronologie der Bibel beginnt mit diesem Jahr die Gegenwart Jesu in Herrlichkeit, auch kennzeichnet dieses Jahr den Beginn der „letzten Tage“.b

      Ein weiterer beachtenswerter Beweis für die unsichtbare Gegenwart Jesu in seiner Herrlichkeit ist die Scheidung der Menschen in zwei Gruppen. Wir lesen darüber in Matthäus 25:31-33: „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so, wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.“

      Somit scheidet Jesus Christus von seinem himmlischen Thron aus die Menschen aller Nationen. Ja, er leitet dieses Werk, das sich auf jeden heute lebenden Menschen auswirkt. Wie tut er das? Er leitet die Verkündigung der „guten Botschaft vom Königreich“ durch seine Engel; dieses Predigtwerk wird von Personen verrichtet, die hoffen, mit Jesus im Himmel vereint zu werden, bzw. von Personen, die hoffen, als treue Untertanen des Königreiches ewiges Leben zu erlangen. (Matth. 24:14) Alle, die diese Botschaft annehmen und Jünger Jesu werden, erweisen sich als seine „Schafe“. Personen, die diese Botschaft fortgesetzt ablehnen, zeigen dadurch, daß sie zu den „Böcken“ gehören.

      Hast du mit eigenen Augen beobachten können, daß ein solches Scheidungswerk vor sich geht? Nun, hast du nicht gesehen, daß Jehovas Zeugen große Anstrengungen machen, ihren Mitmenschen eine Botschaft zu überbringen? Was für eine Botschaft? Es ist die Botschaft vom Königreich Gottes. Und hast du nicht auch schon die Reaktion der Menschen auf diese Botschaft bemerkt — daß einige sie annehmen und andere sie ablehnen? Es ist ein Scheidungswerk. Jehovas Zeugen sind unter anderem deshalb so eifrig, weil sie wahrnehmen, daß ihr König Jesus Christus gegenwärtig ist und sie bei der Ausführung dieses wichtigen Werkes leitet. Aber Jesu Gegenwart hat noch einen anderen Aspekt, den es zu „sehen“ gilt. Welchen?

      Es ist die „Offenbarung“ des Herrn Jesus Christus, die noch in der Zukunft liegt. Bei seiner „Offenbarung“ werden die Worte Jesu, die wir in Matthäus 24:30 finden, in Erfüllung gehen: „Dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Stämme der Erde wehklagend schlagen.“ Dann werden nicht nur die treuen Nachfolger Jesu bemerken, was vor sich geht, sondern „alle Stämme der Erde“.

      Man beachte, daß sie keine menschliche Gestalt des Sohnes des Menschen sehen werden, sondern ein „Zeichen“. Das bedeutet, daß sie sichtbare Beweise dafür sehen werden, daß Jesus Christus als König herrscht. Aber warum dieses wehklagende Schlagen? Weil Jesu königliche Herrschaft für all diejenigen Vernichtung bedeuten wird, die die „gute Botschaft“, die ihnen verkündigt worden ist, nicht angenommen haben. Wir lesen darüber in 2. Thessalonicher 1:6-8:

      „Dabei wird in Betracht gezogen, daß es von seiten Gottes gerecht ist, denen, die euch Drangsal bereiten, mit Drangsal zu vergelten, euch aber, die ihr Drangsal erleidet, mit Erleichterung zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen.“

      Alle, die Gott erkannt haben und seine gehorsamen Diener und Nachfolger Jesu Christi geworden sind, werden von Gott bewahrt werden. Ihnen gelten die Worte Jesu, die in Matthäus 25:34 zu finden sind: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, ererbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist.“ Sie werden keine bitteren Tränen mehr weinen. Geistige, seelische oder körperliche Leiden zufolge von Unvollkommenheit wird es nicht mehr geben. In Offenbarung 21:4 wird gesagt: „Und er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein.“

      Die Wiederkunft Christi ist somit mehr als ein interessanter Lehrpunkt. Jesus Christus ist jetzt gegenwärtig. Er trennt die Menschen voneinander, so daß die einen zu seiner Rechten, die andern zu seiner Linken zu stehen kommen — sie werden von ihm anerkannt oder verworfen. Jeder sollte sich fragen: „Wo stehe ich? Was muß ich tun, damit ich zur Rechten Christi zu stehen komme und Aussicht auf ewiges Leben habe?“

      Jehovas Zeugen sind gern bereit, dir in dieser Hinsicht zu helfen. Warum ihr Angebot, unentgeltlich mit dir in deiner Wohnung die Bibel zu studieren, nicht annehmen?

  • Ein Drogensüchtiger lernt, nach guten Grundsätzen zu leben
    Erwachet! 1973 | 8. November
    • Ein Drogensüchtiger lernt, nach guten Grundsätzen zu leben

      „ER TRUG die Kleidung eines Hippies, war rauschgiftsüchtig und beteiligte sich an illegalem Rauschgifthandel. Er gebrauchte Marihuana, ,speed‘, LSD, Heroin, Amphetamine und Barbiturate.“ So beschrieb ein Zeuge Jehovas, ein Studienrat aus Kalifornien, einen seiner Schüler. Wie kam es, daß von diesem Schüler später gesagt werden konnte, er lebe „nach guten Grundsätzen“?

      Auf einem Kongreß der Zeugen Jehovas, der in San Francisco (Kalifornien) abgehalten wurde, erzählte der erwähnte Zeuge Jehovas, der an der höheren Schule, die dieser Jugendliche besuchte, lehrt, wie es dazu gekommen war. Der Jugendliche gehörte zu den Schülern, die er in Sozialkunde und Englisch unterrichtete. Lehrer und Schüler wußten, daß dieser junge Mann dem Rauschgiftgenuß frönte und außerdem mit Drogen handelte. Das war auch seiner Mutter und seinem älteren Bruder bekannt, aber sie hinderten ihn nicht daran; sie duldeten es, obwohl sie wußten, daß er gelegentlich sogar zu Heroin und Opium griff.

      Einmal mußte er für die Schule eine schriftliche Arbeit schreiben, in der einige religiöse Themen berührt wurden. Sein Lehrer, der, wie erwähnt, ein Zeuge Jehovas war, sprach im Klassenzimmer nicht mit ihm über Religion, aber er schrieb aus Schriften die von der Wachtturm-Gesellschaft herausgegeben worden sind, einiges über Archäologie und Geschichte ab und gab diese Zitate seinem Schüler. Nun begann sich der junge Mann für religiöse Fragen zu interessieren.

      Aber durch seinen illegalen Gebrauch und Verkauf von Drogen kam er mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde von der Polizei mehrmals verhaftet, und schließlich erhielt er eine zehnjährige Freiheitsstrafe mit Bewährung. Als der Lehrer das erfuhr, sprach er mit diesem Schüler unter vier Augen und gab ihm ein Exemplar des Buches „Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt“, eines Leitfadens zum Bibelstudium. Am Tag darauf fragte der Lehrer den Schüler, wie ihm das Buch gefalle. Darauf antwortete dieser begeistert: „Das ist die Wahrheit.“ Der Studienrat begann nun, seinen Schüler in einem anderen Fach zu unterweisen: Nach der Schule führte er mit ihm ein Bibelstudium durch. Die Mutter des Jugendlichen gestattete es nicht, daß das Studium in ihrer Wohnung durchgeführt wurde; daher studierten sie im Auto des Studienrats.

      Auf dem Kongreß erzählte der Studienrat weiter: „Die darauffolgenden sieben Monate brachten einen erfreulichen Wandel. Die schlampige Kleidung verschwand. Er rasierte sich, ließ sich das Haar schneiden, warf seinen schmutzigen, zerfetzten alten Hut weg und sagte seinen Freunden, ihre Gesellschaft sei nur erwünscht, wenn sie daran interessiert wären, biblische Themen zu besprechen. Das Schulpersonal, die Lehrerschaft und die Schüler waren beeindruckt von der Wandlung. Seine Sprache, seine Kleidung, sein Wandel und seine Erscheinung änderten sich so auffallend, daß überall in der Schule der Name Jehova als Grund für den ,neuen Jungen‘ auf dem Campus genannt wurde.“

      Dieser junge Mann erzählte seiner Freundin, die in einer Baptistenkirche als Sonntagsschullehrerin amtete, alles, was er lernte.

      Er stieß bei seinen Angehörigen auf ziemlich starken Widerstand, doch er überwand ihn. Am schwersten fiel es ihm jedoch, mit der Gewohnheit, Marihuana zu rauchen, zu brechen. Immer wieder sagte er seinem Lehrer, er glaube nicht, daß ihm das gelinge. Der Zeuge Jehovas erzählte:

      „Ich bat ihn lediglich, nochmals Römer 12:1 zu lesen, und erinnerte ihn an Jesu Beispiel. Würde Jesus Marihuana rauchen? Könnte er sich vorstellen, daß Christus das tun würde? Er konnte es sich nicht vorstellen.“ Schließlich legte er auch diese Gewohnheit ab.

      Dieser junge Mann machte zur großen Freude des Zeugen, der diese Erfahrung erzählte, solche Fortschritte, daß er schließlich die Voraussetzungen dafür erfüllte, als Prediger der Zeugen Jehovas getauft zu werden. Er ließ sich auch taufen, und selbst die Regierung erkannte ihn als einen Prediger an. Wenn er jetzt auf seine Vergangenheit zurückblickt, sagt er, sie sei „Zeitvergeudung und ein Haschen nach Wind“ gewesen.

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