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    Der Wachtturm 1955 | 1. Januar
    • schöneren Anblick bot seine Ergebenheit Jehova Gott und seinem Willen gegenüber. Jesus übertraf alle an „heiliger Pracht“ oder „Schönheit der Heiligkeit“. Jesaja (52:7) erklärt: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt.“ Diese Prophezeiung bezieht sich auf Christus Jesus, doch ist darin bestimmt nicht die Rede von irgendeiner körperlichen Schönheit der buchstäblichen Füße Jesu. Sie werden schön genannt wegen ihrer Tätigkeit, wodurch sie in Jehovas Wegen wandeln und seine Botschaft hinaustragen. — Ps. 110:3.

      Diese liebliche Tätigkeit und Heiligkeit Jesu zur Zeit seines ersten Kommens gefiel den jüdischen Religionsführern oder dem Volke unter ihrer Herrschaft nicht. Die Botschaft enthüllte die religiösen Gruppen als Heuchler, Lügner und Mörder sowie als solche, die für das Verderben bestimmt waren. Diese Botschaft stieß sie ab, ihre Bekanntmachung war für sie von üblem Geruch und ihr Träger abscheulich in ihren Augen. Von ihrem religiösen Standpunkte aus hatte er keine begehrenswerte Schönheit, keine Pracht. Sein Angesicht war wider sie gerichtet, denn wiederholt tadelte und rügte er sie, und auch ihre Angesichter waren wider ihn gewandt. Sie sahen nichts Liebliches an seiner Erscheinung, schätzten ihn nicht, verachteten ihn, verwarfen ihn und verbargen ihr Angesicht vor ihm. Die jüdische Geistlichkeit hätte sich bestimmt nicht bloß der äußeren Erscheinung wegen so gewalttätig gegen ihn benommen, und dies zu folgern, ließe die umfassende Prophezeiung zur Bedeutungslosigkeit zusammenschrumpfen. Jesu geistige Tätigkeit war es, weshalb ihn die jüdische Nation verachtete und verwarf. Sie konnte nichts Schönes sehen an der Ergebenheit und Heiligkeit Jesu gegenüber Jehova Gott, weil dies ihre eigene bildliche oder geistige Häßlichkeit bloßstellte.

      ● In Sprüche 16:4 (AS) heißt es: „Jehova macht alles zu seinem eigenen Ziel; ja, auch den Bösen für den Tag des Übels.“ Bedeutet dies, daß Jehova die Menschen böse macht, vielleicht, um einer angeblichen Vorherbestimmung seinerseits zu entsprechen? — D. U., Vereinigte Staaten.

      Jehova erschuf nicht böse Menschen, damit sich dies mit der Lehre von der Vorherbestimmung reime, denn dies ist eine falsche Lehre. (Siehe die Ausgaben des Wachtturms vom 15. Juli und 1. August 1953) Und auch nicht für einen Tag des Übels noch aus irgendeinem anderen Grunde machte Jehova die Bösen. So zu folgern widerspräche den Texten in 5. Mose 32:4,5 (NW) und Prediger 7:29, die lauten: „Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind Gerechtigkeit. Ein Gott der Treue, bei dem es keine Ungerechtigkeit gibt; gerecht und gerade ist er. Sie haben ihrerseits verderbt gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihr eigener Fehler ist es. Eine verkehrte und verdrehte Generation!“ „Siehe, dieses habe ich gefunden, daß Gott den Menschen aufrichtig geschaffen hat; sie aber haben viele Ränke gesucht.“

      Dasselbe hebräische Wort, das hier in Sprüche 16:4 mit „macht“ übersetzt worden ist, wird in Psalm 7:13 in der King-James-Bibel mit „verordnet“ wiedergegeben, nämlich: „Seine Pfeile verordnet er wider die Verfolger.“ Sie sind für den Gebrauch wider die Feinde bestimmt. In gleicher Weise sind die Bösen verordnet oder bestimmt für die Vernichtung am Tage des Übels, einem Tage, der für sie übel sein wird, weil er das Ende ihres Daseins kennzeichnet. Als Klasse werden bis dahin die Bösen bestehen gelassen, da Jehova weiß, wie er sie bis zur Zeit seiner Rechtfertigung aufbehalten oder bestehen lassen kann: „Jehova weiß, wie er Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung befreien, Ungerechte aber aufbewahren kann auf den Tag des Gerichts, um abgeschnitten zu werden.“ (2. Pet. 2:9, NW) Dieser Gedanke ist in der Septuaginta-Übersetzung des Textes von Sprüche 16:4 wiedergegeben: „Alle Werke des Herrn werden mit Gerechtigkeit getan; und der Gottlose wird aufbewahrt für den üblen Tag.“ Der üble Tag ist bestimmt für die Bösen, und die Bösen für den üblen Tag.

      ● Das traditionelle Bild Jesu stellt ihn mit langem Haar und Bart dar, aber die Watch-Tower-Veröffentlichungen veranschaulichen ihn als bartlos und mit kurzem Haar. Was ist richtig? — M. H. Vereinigte Staaten.

      Die Watch-Tower-Veröffentlichungen aus jüngerer Zeit stellen Jesus als bartlos und mit kurzem Haar dar, weil er so in Darstellungen abgebildet wird, die älter sind als die traditionellen, feminin anmutenden Bilder. Auf einem alten Becher oder Kelch, der in Antiochien, Syrien, gefunden wurde, wird angeblich Jesus mit seinen Jüngern beim Gedächtnismahl dargestellt. Jesus erscheint in jener Gravur als bartloser, junger Mann, während einige seiner Jünger mit Bärten abgebildet sind. In bezug auf eine Fotografie hierüber siehe Harpers Bible Dictionary, Seite 22, in der Mitte des Artikels „Antioch, the Chalice of“ [„Der Kelch von Antiochien“]. (M. S. und J. L. Miller, 1952) Das gelehrte Buch von Jack Finegan, Light from the Ancient Past [Licht aus alter Vergangenheit, engl.], spricht von christlichen Gemälden aus dem zweiten Jahrhundert, die in den Katakomben von Priscilla, im Raum Cappella Greca, gefunden wurden, und besagt:

      „Das Gemälde von der Auferstehung des Lazarus ist nun fast verblaßt, doch kann man immer noch erkennen, daß auf der einen Seite ein kleines Gebäude abgebildet ist, das eine Mumie enthält, und auf der anderen Seite steht die Schwester des Lazarus mit erhobenen Armen. In der Mitte wird Christus dargestellt. Er hat das Gesicht der Gruft zugekehrt und seine Rechte ist zu einer Redegeste erhoben. Er wird in römischem Typus dargestellt und ist in eine Tunika und ein Pallium gekleidet; die Linke hält das Gewand. Er ist jugendlich und bartlos, hat kurzes Haar und große Augen … Das Bild ist hochinteressant, da es die älteste Darstellung Jesu ist, die irgendwo erhalten blieb.“ — Seite 371.

      Ferner berichtet dieses Buch von dem Gemälde über die Heilung des Gelähmten (Mark. 2:1-12), das sich in einer Hauskapelle in der ausgegrabenen alten Niederlassung von Dura in der syrischen Wüste befinde, und erklärt: „Das fast zerstörte Gemälde von Christus in den Katakomben von Priscilla in Rom stammt, wie wir gesehen haben, wahrscheinlich aus der Mitte des zweiten Jahrhunderts. Das Gemälde in Dura datiert noch bestimmter aus dem ersten Teil des dritten Jahrhunderts. In beiden Bildern wird Christus als junger, bartloser Mann dargestellt, mit kurzem Haar, der das übliche Kleid des Tages trägt. Diese und ähnliche Abbildungen zeigen den frühesten Typ Christi, soweit es uns jetzt aus der frühen christlichen Kunst bekannt ist. Später, im dritten Jahrhundert, erscheint Christus immer noch als Jugendlicher, doch mit langem, welligem Haar, und vom vierten Jahrhundert an als der gewohnte bärtige Typ.“ — Seite 408, 409.

      Erst kürzlich, d. h. am 7. Oktober 1949, wurde das neue östliche Kirchenfenster der Stepney-Kirchgemeinde, der Mutterkirche von Ostlondon, England, vom Earl von Athlone enthüllt. Die Fotografie dieses Kirchenfensters, wie sie in „The Illustrated London News“ am 1. Oktober 1949 veröffentlicht wurde, zeigt ein Kreuz, worauf ein junger Mann genagelt ist, er ist bartlos und hat kurzes Haar und soll „Christus, gekreuzigt, aber triumphierend“, darstellen.

      Da die Bibel weder das Aussehen des Gesichtes Jesu beschreibt, noch angibt, ob er einen langen Bart getragen habe, folgen wir eher den ältesten archäologischen Beweisen als der späteren traditionellen Ansicht, die Jesus feminin, weichlich und scheinheilig erscheinen läßt. Einige benutzten Jesaja 50:6 als Beweis, daß Jesus einen Bart gehabt habe: „Ich hielt meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften [Haare ausrauften, KJ; siehe auch Me]; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.“ (Lu) Dies mag sich im Vorbilde buchstäblich an Jesaja erfüllt haben und schattet die schändlichen Beschimpfungen und Schmähungen vor, die auf die Knechtklasse gehäuft werden, deren hervorragendstes Glied Christus Jesus ist. Jedes Glied der Knechtklasse erleidet Schmähungen, doch nicht notwendigerweise alle hier erwähnten. Die Aufzeichnung zeigt, daß Jesus ausgepeitscht, geschlagen und angespuckt wurde, doch wird nicht erwähnt, daß man ihm die Barthaare ausriß. Wenn solches geschehen wäre, hätte man es da nicht auch zusammen mit den anderen Beschimpfungen und Schmähungen erwähnt? (Matth. 27:26; Mark. 14:65, NW) In der Tat, gemäß der Wiedergabe von Jesaja 50:6 in der Septuaginta wird nichts gesagt, daß Haare von den Wangen ausgerissen worden wären, sondern, daß er ins Angesicht geschlagen wurde: „Ich bot meinen Rücken den Geißelnden und meine Wangen den Schlägen, und ich wandte mein Antlitz nicht hinweg von der Schande der Bespeiung.“ (Siehe ähnlich Rießler, kath.) Der Bericht in den Evangelien sagt, daß all dies Jesus buchstäblich widerfuhr.

  • Wo suchst du Sicherheit?
    Der Wachtturm 1955 | 1. Januar
    • Wo suchst du Sicherheit?

      ● Geschäftstüchtigkeit kennzeichnet unsere heutige Zeit. Überall ist man heute von der Einstellung angesteckt worden, die sich in den Worten ausdrückt: „Was bringt mir das ein?“ Geld und Reichtum werden heute als Mittel angebetet, die Sicherheit bringen. Das Begehren der Sicherheit übersteigt oft alle anderen Wünsche, selbst die Liebe eines Menschen zu Gott, zu seiner Familie und sogar sein eigenes Gefühl für Anständigkeit und Aufrichtigkeit. Aber diese Art „Sicherheit“ ist sehr unsicher. Viele Dinge können dir diese Sicherheit rauben: Inflation, Verbrechen, Krieg. Gibt es nichts, was stärker und besser ist? Das Verhalten treuer Männer der alten Zeit, wie Abraham, Hiob und Mose, zeigt, daß es so etwas gibt; ebenso dasjenige Jesu und seiner Apostel. Geld oder Geldmangel war nicht ihre Hauptsorge. Sie dachten zuerst an den Dienst für Gott und an die Segnungen, die sich daraus ergeben. Das waren Schätze, die im Himmel gesammelt wurden, „wo weder Motte noch Rost verzehrt und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen“. (Matth. 6:20, NW) Dies ist wirkliche Sicherheit — Segnungen des allmächtigen Gottes; Segnungen, die garantiert sind, die weder ausbleiben noch unsicher sind. Dieser Segen allein hat einen wirklichen Wert. Niemand kann ihn dir wegnehmen. Er führt nicht nur in der jetzigen Zeit zur Zufriedenheit, sondern sogar zu ewigem Leben. Nimm diesen wahren Reichtum an. Mache Jehova, nicht das Geld, zu deinem Gott.

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