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  • Was die Christenheit von Plato geborgt hat
    Erwachet! 1976 | 8. Dezember
    • Idee von dem Unterschied zwischen Zeit und Ewigkeit und zwischen Werden und Sein. Erstmals von Parmenides, um 500 v. Chr., deutlich formuliert ..., von Plato, um 390 v. Chr., besonders in seinen Dialogen Phädrus und Symposion, recht eingehend behandelt.“

      In der Bibel wird jedoch an keiner Stelle gesagt, Jesus sei gleich ewig wie Gott. Wohl lebte Jesus, bevor er Mensch wurde, eine unbekannte Zeitdauer im Himmel, aber aus der Bibel geht hervor, daß sein Dasein einen Anfang hatte. So lesen wir: „Im Sohn wird der unsichtbare Gott für uns sichtbar. Er ist der Erstgeborene des Vaters.“ Und: „Das sagt der Anfang [griechisch: arché] der Schöpfung Gottes“ (Kol. 1:15; Offb. 3:14, Herder).

      Im 8. Kapitel der Sprüche lesen wir über die personifizierte „Weisheit“ etwas Ähnliches. Gemäß der Septuaginta, der ältesten griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften, sagt die Weisheit von sich selbst, sie sei der „Anfang [arché] seiner [Gottes] Wege für seine Werke“ und sie sei schon dagewesen, „bevor die Zeit anfing, bevor er die Erde machte“ (Spr. 8:22, 23, Bagster). Legt das den Gedanken nahe, daß die personifizierte Weisheit eine ewige Vorexistenz hatte? Nein, denn Vers 22 beginnt, indem die Weisheit sagt: „Der Herr machte [griechisch: éktise, „schuf“] mich.“

      „Völlig gleich“ — ebenfalls von Plato geborgt

      Wie steht es mit der Lehre, daß Jesus und Gott einander völlig gleich sind? Wenn man nur die Heilige Schrift liest, wird einem an keiner Stelle eine solche Idee übermittelt. Manchmal bezieht sich in der Bibel der Ausdruck „Gott“ auf Jesus, bevor er Mensch wurde, und auf den auferstandenen Jesus. Darin wird derselbe Ausdruck aber auch für Engel verwendet, die ebenfalls erschaffen worden sind. Der Psalmist sagt zum Beispiel, daß Gott die Menschen ‘ein wenig geringer machte als Gottähnliche’ (hebräisch: elohím, „Götter“; Septuaginta: „Engel“ [Psalm 8:5, NW]).

      Es gibt jedoch viele Geistliche, die versuchen, Bibeltexte, in denen sich der Ausdruck „Gott“ auf Jesus bezieht, so zu erklären, als würden sie bedeuten, daß Jesus Gott völlig gleich sei. Das geht aus vielen Kommentaren über folgende Äußerung Jesu hervor: „Der Vater und ich sind untrennbar eins“ (Joh. 10:30). Der Bibelgelehrte C. J. Ellicott schreibt zum Beispiel: „Diese Worte sagen aus, daß Vater und Sohn gleich mächtig und wesensgleich sind. ... Der Sohn ist ,mit dem Vater in einerlei Wesen‘.“

      Eine ähnliche Erklärung hat man für die Worte des Apostels Paulus „In ihm [Jesus Christus] wohnt Gott mit der ganzen Fülle seines Wesens leibhaftig“ gegeben (Kol. 2:9/10). Der bekannte Bibelkommentator J. A. Bengel liefert ein Beispiel für die trinitarischen Gedankengänge in Verbindung mit diesem Vers, wenn er schreibt: „In Christo aber wohnt alle Fülle der Gottheit, d. i. die Gottheit in ihrer ganzen Völligkeit, und zwar nicht bloß hinsichtlich der göttlichen Kräfte, sondern des göttlichen Wesens selbst ... Die Gottheit selbst, das gleichsam greifbare Wesen der Gottheit, wohnt in Christo auf das Allergegenwärtigste und Wahrhafteste.“

      Man wird an den Wortlaut des „Nizäischen Glaubensbekenntnisses“ (325 u. Z.) erinnert, in dem gesagt wird, Jesus sei „Gott von Gott ..., erzeugt, nicht gemacht; mit dem Vater in einerlei Wesen“. Wie das Werk New Catholic Encyclopedia (1967) schreibt, beabsichtigte das Konzil mit dem Ausdruck „mit dem Vater in einerlei Wesen [griechisch: homoousios]“, „seine [Jesu] völlige Gleichheit mit dem Vater zu betonen“.

      Um diese Lehre aufstellen zu können, borgte die Christenheit erneut von Plato, diesmal von einer Philosophie, die als „Neuplatonismus“ bekannt ist. „Die christliche Theologie“, heißt es in dem Werk Encyclopædia Britannica, „wählte als Ausgangspunkt für die Erklärung der Beziehung des ,Vaters‘ zum ,Sohn‘ die neuplatonische Metaphysik über die Substanz sowie ihre Lehre über das Wesen oder die Naturen.“

      Was meinte jedoch Jesus mit den Worten „Der Vater und ich sind untrennbar eins“? Dr. theol. J. H. Bernard schreibt in dem Werk A Critical and Exegetical Commentary on the Gospel According to St. John:

      „Eine Einheit der Gemeinschaft, des Willens und Vorsatzes zwischen dem Vater und dem Sohn ist ein häufiges Thema im vierten Evangelium ..., und hier wird das überzeugend und eindrucksvoll ausgedrückt; würde man diese Worte so erklären, daß damit Identität der ousía [griechisch für „Substanz“, „Wesen“] gemeint sei, würde man Gedanken einführen, die den Theologen des ersten Jahrhunderts fremd waren.“ (Vergleiche Johannes 5:18, 19; 14:9, 23; 17:11, 22.)

      Die Lehre, daß Jesus und Gott einander völlig gleich sind und daß Jesus gleich ewig ist wie Gott, findet in der inspirierten Heiligen Schrift keine Stütze. Sie verrät von A bis Z, daß die Christenheit von dem griechischen Philosophen Plato geborgt hat.

  • Was tun mit Götzenbildern?
    Erwachet! 1976 | 8. Dezember
    • Was sagt die Bibel?

      Was tun mit Götzenbildern?

      GOLD — glänzend und wertvoll. Was würdest du tun, wenn du ein kleines Vermögen in Form von Gold erben würdest? Vielleicht denkst du: „Ich wüßte schon, was ich damit machte.“ Doch eine Spanierin, der das vor kurzem passierte, war sich unschlüssig.

      Ihr Vater war gestorben und hatte ihr einige der Andacht dienende Gegenstände hinterlassen, z. B. ein großes goldenes, mit Edelsteinen besetztes Kreuz und mehrere kleine goldene Statuen, wie sie in der Gegend Spaniens, in der diese Frau wohnt, von vielen Kirchgängern verehrt werden. Außerdem erbte sie eine Anzahl goldener Anhänger mit Heiligenbildern, wie sie von spanischen Katholiken an einer Halskette getragen werden.

      Sie war sich unschlüssig, was sie mit diesen Devotionalien anfangen sollte. Vielleicht hast du dich auch schon mit dieser Frage befassen müssen oder wirst dich in Zukunft einmal damit befassen müssen. Außerdem kann es sein, daß dich jemand, der in Übereinstimmung mit der Bibel handeln möchte, diesbezüglich um Rat fragt.

      „Warum wußte diese Frau nicht, was sie machen sollte?“ mag der eine oder andere jetzt denken. Hätte sie diese goldenen Gegenstände nicht einfach behalten oder, wenn sie das nicht gewollt hätte, verkaufen können?

      Sie war sich unschlüssig, was sie tun sollte, weil sie wußte, worum es sich bei diesen goldenen Gegenständen handelte, wozu sie gedient hatten und wozu sie gebraucht werden konnten. Sie wußte, wie viele andere Personen, die sorgfältig Gottes Wort studiert haben, daß der wahre Gott die Verfertigung und den Gebrauch von Bildern zu religiösen Zwecken verurteilt. Eines der Zehn Gebote, die Gott den Israeliten gab, lautete: „Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, kein Abbild von dem, was im Himmel droben oder unten auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor diesen Bildern niederwerfen und sie nicht verehren“ (2. Mose 20:4, 5, Jerusalemer Bibel). Auch Christen, die Gott wohlgefällig sein möchten, dürfen keine Götzen oder Bilder für religiöse Zwecke gebrauchen. Der Apostel Paulus schrieb: „Darum, meine Geliebten, fliehet den Götzendienst. ... Ihr könnt nicht Tischgenossen des Herrn sein und Tischgenossen der bösen Geister“ (1. Kor. 10:14, 19-21, JB; Apg. 17:29).

      Viele Leute, die erfahren haben, was die Bibel über Götzendienst sagt, haben sich von ihren Bildern, Ikonen, Medaillons und Kreuzen getrennt, die ihnen bis dahin zum Beten oder als Andachtshilfe gedient oder die sie verehrt hatten. Aber die Frage erhebt sich, was man mit solchen Götzenbildern tun sollte. Was würdest du damit tun? Würdest du sie vernichten, verkaufen oder verschenken?

      Die erwähnte Spanierin wußte, daß in der Bibel der Rat gegeben wird, sie zu vernichten, und daß darin auch entsprechende Beispiele zu finden sind. So gebot Gott den Israeliten, bevor sie in das Verheißene Land einzogen und die heidnischen Einwohner vertilgten: „Ihre Götterstatuen sollt ihr im Feuer verbrennen,

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