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  • Was die Juden hindert, Jesus objektiv zu betrachten
    Erwachet! 1972 | 8. März
    • ebenfalls von Juden verfaßt worden sind, wird die christliche Lehre dargelegt. Hast du diese Schriften gelesen und studiert?

      Du weißt bestimmt, daß in den Christlichen Griechischen Schriften der Anspruch erhoben wird, daß Jesus der Messias sei. „Selbst im Talmud wird zugegeben, daß Jesus von Nazareth aus dem Hause Davids stammte“, schreibt der Schriftsteller David Baron. Ferner sagt er: „In ,Sanhedrin‘, Seite 43 wird von Jesus gesagt, er sei derjenige, ,der in enger Beziehung zum Königreich‘ stehe.“ Im Talmud werden gewisse bedeutende Geschehnisse im Leben Jesu als wahr bestätigt, aber diese Begebenheiten werden in einem verächtlichen Lichte gezeigt. So schreibt der jüdische Gelehrte Joseph Klausner:

      „Dennoch scheint es, als ob der Zweck dieser talmudischen Geschichten nur der war, die Berichte der Evangelien zu widerlegen. Sie zeigen die gleichen Begebenheiten in schlimmem und verächtlichem Lichte. So wird z. B. in den Evangelien gesagt, daß Jesus nicht von einem Vater, sondern vom Heiligen Geist gezeugt worden sei. Die talmudischen Berichte sagen, vom Vater sei er gewiß nicht gezeugt worden, aber auch nicht vom Heiligen Geiste, sondern er sei das Kind sündhaften Umganges. Oder um ein anderes Beispiel zu nennen: nach den Evangelien hat Jesus durch die göttliche Macht und den Heiligen Geist Wundertaten vollbracht. Die talmudischen Berichte dagegen sagen, daß er allerdings Wunder vollbracht habe, aber das sei mit Hilfe von Zauberei geschehen“ (Jesus von Nazareth, S. 19).

      Die Frage, ob Jesus der Messias gewesen sei, läuft letzten Endes auf die Frage hinaus, welches von den Zeugnissen über ihn der Wahrheit entspricht: die Schriften seiner jüdischen Jünger, die in den Christlichen Griechischen Schriften enthalten sind, oder was Juden sagten, die Jesus nicht als den Messias anerkannten. Wenn der Anspruch, der in den Christlichen Griechischen Schriften erhoben wird, der Wahrheit entspricht, müßte jemand, der diese Schriften aufrichtig erforscht, überzeugende Beweise darin finden. Personen, die diese Schriften mit einem gewissen Vorurteil prüfen, oder Personen, die diese Schriften nur lesen, um ihre persönlichen Ansichten zu rechtfertigen, könnten natürlich leicht zu falschen und unvernünftigen Schlüssen kommen.

      Sollte Jesus jedoch nicht der Messias sein, dann müssen die Juden, die ihn als das anerkannt haben, in irgendeiner Weise getäuscht worden sein. Wurden sie das? Warum haben sie geglaubt, Jesus sei der Messias?

      Jesus als Prophet

      Jesus wies in einem Gespräch mit seinen Jüngern selbst darauf hin, daß sein Anspruch, der Messias zu sein, beglaubigt würde, wenn sich seine Prophezeiungen erfüllten. So lesen wir in Johannes 13:19: „[Ich] sage ... es euch, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht, daß ich es bin.“

      Wenn Jesus ein wahrer Prophet war, sollten Beweise dafür vorhanden sein. Auch sollte es den gläubigen Juden von Nutzen gewesen sein, daß sie die prophetischen Worte Jesu beherzigten. Hat es ihnen genützt?

      Nun, greifen wir als Beispiel das heraus, was Jesus über die Vernichtung Jerusalems und die Möglichkeit, dem Unglück zu entrinnen, sagte:

      „Wenn ihr ferner die Stadt Jerusalem von Heeren umlagert seht, dann erkennt, daß ihre Verwüstung nahe gekommen ist. Dann sollen jene, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen, und die in ihrer Mitte sind, sollen hinausgehen, und jene, die sich an Orten auf dem Lande befinden, sollen nicht in sie hineingehen; denn das sind Tage, in denen nach dem Recht verfahren wird, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht. Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen! Denn dann wird große Not im Lande sein und Zorn über diesem Volk; und sie werden durch die Schärfe des Schwertes fallen und als Gefangene zu allen Nationen geführt werden; und Jerusalem wird von den Nationen niedergetreten werden, bis die bestimmten Zeiten der Nationen erfüllt sind.“ — Luk. 21:20-24.

      Wie Jesus vorausgesagt hatte, erhielten die Bewohner Jerusalems, selbst nachdem das römische Heer unter Cestius Gallus die Stadt im Jahre 66 u. Z. umstellt hatte, eine Gelegenheit, daraus zu entkommen. Ein jüdischer Geschichtsschreiber des ersten Jahrhunderts, Flavius Josephus, berichtet:

      „Cestius ... liess plötzlich seine Soldaten den Rückzug antreten, gab, obwohl kein Missgeschick ihn getroffen, alle Hoffnungen auf und verliess unbegreiflicherweise die Stadt.“

      Ergriffen die Judenchristen die Gelegenheit, Jerusalem zu verlassen, oder beteiligten sie sich am Krieg gegen Rom? Der jüdische Gelehrte Joseph Klausner schreibt:

      „Während sich sogar die Essäer trotz ihrer Weltentrücktheit den Freiheitskämpfern anschlossen ... verließen die Christen sogleich nach Ausbruch des Aufstandes Jerusalem und zogen nach Pella im Ostjordanland, wo es eine nichtjüdische Mehrheit gab. ... Die Christen und sogar die nazarenischen Juden [Christen] wollten von der politischen Seite des jüdischen Messianismus durchaus nichts wissen; seine geistige Seite aber war ja für sie durch Jesus verwirklicht worden, der in kurzer Zeit vom Himmel wiederkehren würde — was ging sie der Krieg der Juden gegen die Römer an?“ (Von Jesus zu Paulus, S. 550, 551).

      Jüdische Gelehrte wie Klausner mögen natürlich nicht zugeben, daß eine von Jesus geäußerte Prophezeiung die Judenchristen veranlaßte, aus Jerusalem wegzugehen. Aber diese Gelehrten geben zu, daß sich unter den Juden, die sich am Krieg gegen die Römer beteiligten, keine Nachfolger Jesu befanden. Das zeigt deutlich, daß die Judenchristen, die Jesus als den Messias anerkannten, sich die furchtbaren Leiden ersparten, die über die Juden kamen, als die Römer im Jahre 70 u. Z. Jerusalem zerstörten. Dadurch, daß sie die prophetischen Worte Jesu beherzigt hatten, blieben sie am Leben.

      Folglich ist es nur vernünftig, sorgfältig zu untersuchen, ob Jesus der Messias war, damit man sich vor unnötigem Schaden bewahren kann. (5. Mose 18:18, 19) Derjenige, der diese Frage aufrichtig prüfen möchte, hat bestimmt auch den Wunsch, Menschen zu finden, die wirklich in Übereinstimmung mit den Lehren Jesu leben, damit er ermitteln kann, ob das Christentum sich günstig auf ihr Leben ausgewirkt hat. Das erfordert keine umfangreiche Prüfung all der verschiedenen Religionsgemeinschaften, die sich als christlich ausgeben. Die Blutschuld, die die Kirchen der Christenheit auf sich geladen haben, beweist deutlich genug, daß sie Jesus nicht nachfolgen und nicht nach seinen Lehren handeln.

      Es gibt jedoch eine Gruppe Christen, die weltweit in dem Rufe steht, weder Nationalstolz noch Rassenhaß zu kennen. Deswegen sind diese Christen des 20. Jahrhunderts, die als Zeugen Jehovas bekannt sind, heftig verfolgt worden. Aber trotz dieser Verfolgung haben sie nicht aufgehört, die Übertretungen der gerechten göttlichen Gesetze anzuprangern, auch sind sie nicht von ihrem sittlichen Standpunkt abgegangen. Sie sind frei von der Blutschuld, die die Nationen auf sich geladen haben. Warum dir also bei deinen Nachforschungen über Jesus und seine Lehren nicht von Jehovas Zeugen helfen lassen?

  • Wer ist der Messias des Buches Daniel?
    Erwachet! 1972 | 8. März
    • Wer ist der Messias des Buches Daniel?

      VOR etwa fünfundzwanzig Jahrhunderten offenbarte der Engel Gabriel dem Daniel eine wichtige Wahrheit: Ein „Gesalbter“ oder „Messias“ würde nach Ablauf einer bestimmten Zahl von „Wochen“, keinen gewöhnlichen Wochen, sondern „Jahrwochen“, kommen. Die Tatsache, daß ein Engel diese Botschaft übermittelte, läßt vermuten, daß das Kommen dieses „Gesalbten“ ein Ereignis von größter Bedeutung wäre, ein Ereignis, das sich nachhaltig auf die Menschheit auswirken würde.

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