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  • Welche Stellung nimmt Israel bei Gott ein?
    Der Wachtturm 1958 | 15. Mai
    • waren die ersten, die geistliche Israeliten wurden und die in einen neuen Bund oder eine neue Übereinkunft mit Jehova Gott aufgenommen wurden. Das war ein Bund, der den am Berge Sinai gemachten ersetzte, der damals den Israeliten als Wegleitung gegeben wurde, bis der verheißene Same käme. Jeremia hatte diesen Bund vorausgesagt und davon als von einem anderen Bund gesprochen. Statt daß er auf Steintafeln eingegraben würde, sollte er auf Herzen geschrieben werden. — Jer. 31:31-33.

      28. Was widerfuhr dem jüdischen Überrest?

      28 Der Überrest der jüdischen Nation, der Glauben übte, wurde in diesen neuen Bund aufgenommen. Was diesen Überrestgliedern widerfuhr, war die Beschneidung des Herzens. Ihr Herzenswunsch war, Gott in allem, was er von ihnen verlangte, zu gehorchen. Sie hatten einen inneren Drang, zu tun, was recht war in seinen Augen. Auf Grund der genauen Erkenntnis, die sie aus Gottes geschriebenem Worte erlangt hatten, und mit dem Wunsche, Gottes Willen zu tun, brauchten sie nicht ein Gesetz, das aus vielen negativen Geboten bestand und ihnen gewisse Dinge zu tun verbot. Als daher der neue Bund zu Pfingsten des Jahres 33 eingeführt worden war, war der alte, am Berge Sinai gegebene Gesetzesbund für sie nicht mehr verbindlich. Er war abgeschafft worden. Christus hatte ihm ein Ende bereitet, weil er seinen Zweck erfüllt hatte.

      29. Wie wurde der neue Bund rechtskräftig gemacht, und weshalb ist er dem Gesetzesbund überlegen?

      29 Ebenso wie bei dem alten Bund wurde auch bei dem neuen Bund ein Opfer notwendig, um ihn gültig zu machen. Er wurde aber mit etwas Besserem gültig gemacht als mit dem Blut von Tieren. Er wurde mit dem vollkommenen Lebensblut Christi rechtskräftig gemacht. Dadurch wurde der neue Bund dem alten überlegen. Er war ihm auch darin überlegen, daß er eine bessere Priesterschaft hatte, einen vollkommenen Mittler und bessere Verheißungen. „Nun aber hat Jesus einen vortrefflicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der auf Grund besserer Verheißungen gesetzlich errichtet worden ist.“ — Heb. 8:6, NW.

      30, 31. Aus wem besteht der wahre Same Abrahams, und warum konnten sie mit dem Sand am Ufer des Meeres verglichen werden?

      30 Die Personen nun, die in diesen Bund aufgenommen werden, bilden das wahre Israel Gottes, den wahren Samen Abrahams. Die dem Abraham gegebene Verheißung, die in 1. Mose 22:17, 18 (NW) aufgezeichnet ist, bezieht sich auf diese und nicht auf die fleischlichen Nachkommen Abrahams, die als Nation nicht auf Gott gehört und nicht den Glauben und den Gehorsam dieses Patriarchen an den Tag gelegt haben. Die Verheißung sagt voraus, daß sie mit dem Hauptsamen Abrahams, mit Christus Jesus, als eine königliche Familie verbunden sein würden.

      31 Da es nicht Gottes Wille war, schon in der Zeit Abrahams bekanntzugeben, aus wieviel Personen das geistige Israel bestehen sollte, ließ Gott sie als von unbestimmter Zahl erscheinen. Ihre Zahl wurde nicht enthüllt. Er sprach: „Ich werde deinen Samen gewiß mehren wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind.“ Gleichwie die Sterne und Sandkörner unzählbar sind, so war das geistige Israel unzählbar, weil Gott dessen Zahl noch nicht enthüllt hatte.

      32. Wo wird in der Bibel die Zahl des geistigen Volkes Israel angegeben?

      32 Dieses Geheimnis wurde erst enthüllt, nachdem der neue Bund eingeführt worden war. Die Zahl ist für uns in Offenbarung 14:1 (NW) aufgezeichnet worden. In bezug auf die geistlichen Israeliten wird dort gezeigt, daß sie mit dem Hauptsamen, mit Christus Jesus, auf dem himmlischen Berg Zion stehen. „Und ich sah, und siehe! das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.“ Somit wird das geistige Israel von nicht mehr als 144 000 Gliedern gebildet, die unter dem Hohenpriester, Christus Jesus, stehen. Nur diese werden in den neuen Bund aufgenommen und bilden eine neue Nation, die Jehovas Namen trägt.

      33. Bedeutet die Verwerfung des Hauses der Anbetung der jüdischen Nation, daß einzelne Juden nicht in Gottes Gunst gelangen könnten? Weshalb nicht?

      33 Gottes Gunst ruht nun auf dieser neuen Nation und nicht auf dem natürlichen Volke Israel. Daß aber das Haus der Anbetung der jüdischen Nation verworfen wurde, bedeutet nicht, daß einzelne Juden nicht in Gottes Gunst gelangen könnten. Daß er jene Nation verwarf, bedeutete nicht die Verwerfung jedes einzelnen ihrer Glieder, denn ein Überrest der Nation bekundete Glauben und wurde in den neuen Bund aufgenommen. (Röm. 9:27) So wie dieser Überrest dadurch in Gottes Gunst gelangte, daß er Glauben an ihn und seinen Sohn ausübte, so können heute einzelne Juden Gottes Gunst auf dieselbe Weise erlangen. Sie müssen einsehen, daß Gott den veralteten Gesetzesbund durch einen neuen, besseren Bund ersetzt hat. Sie müssen sein besseres Opfer, nämlich das menschliche Leben Christi, anerkennen und müssen erfassen, daß die von Adam her ererbte Sünde für immer durch Christi Blut weggewaschen werden kann. Sie müssen anerkennen, daß Christus der von Gott eingesetzte König und daß das geistige Israel das wahre Israel Gottes ist. Mit anderen Worten: einzelne Juden können Gottes Gunst auf dieselbe Weise erlangen wie Nichtjuden.

      34. Welche Folgerung müssen wir in bezug auf das fleischliche Volk Israel ziehen?

      34 Angesichts dieser Betrachtung ist offenbar, daß das fleischliche Israel bei Gott nicht in Gunst steht. Statt seine heilige Nation zu sein, ist es verworfen worden. Gott hat es aufgegeben wegen seiner Halsstarrigkeit, seines Ungehorsams und seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Taten seiner liebenden Güte. Die Nation Israel, die bei ihm in Gunst steht, ist sein geistiges Volk Israel. Weil die Menschen, die dazu auserwählt worden sind, das geistige Israel zu bilden, den Glauben und den Gehorsam eines Abraham bekundet haben, sind sie die wahren Söhne Abrahams. Nicht das fleischliche Israel wird daher gerettet, sondern das ganze geistige Israel. Die Glieder dieses Volkes empfangen den Segen, Gottes besonderes Eigentum, ein Königtum von Priestern und eine heilige Nation zu sein.

  • Zweige vom Ölbaum einpfropfen
    Der Wachtturm 1958 | 15. Mai
    • Zweige vom Ölbaum einpfropfen

      „Wenn aber einige Zweige herausgebrochen worden sind, du aber, obwohl du eine wilde Olive warst, unter sie eingepropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes teilhaftig geworden bist, so überhebe dich nicht über die Zweige.“ — Röm. 11:17, 18, NW.

      1, 2. Warum sind abgestorbene Zweige an einem Fruchtbaum unerwünscht, und wie benutzte dies Johannes der Täufer in einer Illustration?

      WELCHE sind begehrenswerter — die toten Zweige an einem Fruchtbaum oder die lebenden? Die Antwort liegt auf der Hand. Früchte werden nicht von etwas Totem hervorgebracht. Wer Früchte haben will, wird daher tote, unfruchtbare Zweige abschneiden, damit der Ertrag eines Baumes nicht behindert wird. Im alten Palästina war der Pflanzer an fruchtbaren Bäumen interessiert, nicht nur wegen der Einkünfte, sondern auch weil Fruchtbäume

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