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Der Dienst Gottes — eine Quelle der FreudeDer Wachtturm 1966 | 15. August
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wird auch gesagt: „Glückselig, die im Wege untadelig sind, die da wandeln im Gesetze Jehovas!“ — Ps. 119:1.
8, 9. (a) Wie dienten die Leviten Gott außerdem noch, und warum war dieser Dienst ein besonderes Vorrecht? (b) Wieso konnte der Dienst der Leviten als eine Quelle der Freude betrachtet werden?
8 Gott zu dienen bedeutet aber nicht nur, ihn anzubeten und seinen Geboten zu gehorchen; es bedeutet auch, das zu tun, was er getan haben möchte. Den Leviten hatte Jehova zum Beispiel in Verbindung mit dem Dienst in der Stiftshütte verschiedene Aufgaben aufgetragen. Seine Gegenwart war dort auf eine übernatürliche Weise dargestellt, die ihnen die Wichtigkeit und das Vorrecht, an dieser Stätte zu dienen, einprägte. Dieses Dienstvorrecht war so kostbar, daß es ihnen als Erbe zuteil wurde statt des Landes, das die anderen Stämme erhielten. Jehova sagte zu ihnen: „Ich bin dein Teil und dein Erbe inmitten der Kinder Israel.“ (4. Mose 18:20) Es war ein besonderes Dienstvorrecht, an dem sich die Leviten freuen konnten.
9 In der Nähe des Hauses Gottes zu sein, wo im Allerheiligsten das übernatürliche Schekina-Licht brannte, das Gottes Gegenwart versinnbildlichte, war eine Lust, und dem großen Gott des Universums an dieser Stätte zu dienen war begehrenswert. David drückte seine Liebe zu dieser Stätte, die so eng mit der Anbetung Jehovas verbunden war, durch folgende Worte aus: „Jehova, ich habe geliebt die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit.“ (Ps. 26:8) Den Leviten, die diese Einstellung bewahrten, machte es große Freude, Jehova Gott an dieser Stätte zu dienen.
DIENST FÜR ALLE
10, 11. (a) Wie erhielten die zwölf Stämme in Verbindung mit der Stiftshütte und später in Verbindung mit dem Tempel das Vorrecht, Gott zu dienen? (b) Wie verhielten sie sich diesem Dienst gegenüber?
10 Die Gelegenheit, Gott durch Werke zu dienen, wurde allen Stämmen geboten. Ein Beispiel hierfür ist der Bau der Stiftshütte. Alle Stämme erhielten das Vorrecht, etwas zu deren Bau beizusteuern, und erlebten dadurch die Freude, zu etwas beizutragen, was für ihre Anbetung des wahren Gottes sehr wichtig war. Daß sie sich über dieses Dienstvorrecht freuten, zeigte ihre überwältigende Großzügigkeit. Die Männer, die beauftragt waren, die Spenden entgegenzunehmen, kamen zu Moses und sagten: „Das Volk bringt viel, mehr als genug für die Arbeit des Werkes, das Jehova zu machen geboten hat.“ (2. Mose 36:5) Die Nation Israel bewies ihre Freude, Gott mit ihren wertvollen Dingen zu dienen, Jahrhunderte später erneut durch ihre Spenden zum Bau des Tempels Jehovas in Jerusalem.
11 Als David dem Volk bekanntgab, daß während der Regierung seines Sohnes Salomo ein Tempel gebaut werden sollte, fragte er: „Wer ist nun bereitwillig, heute seine Hand [mit einer Gabe, NW] für Jehova zu füllen?“ (1. Chron. 29:5) Die Antwort der Israeliten war ein Flut von Spenden in Form von Gold, Silber, Edelsteinen und Kupfer. Sie freuten sich über diese Gelegenheit, Jehova durch Werke zu dienen. „Das Volk freute sich über ihre Bereitwilligkeit, denn mit ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig für Jehova; und auch der König David freute sich mit großer Freude.“ (1. Chron. 29:9) Die zwölf Stämme konnten Gott jedoch noch auf andere Weise durch Werke dienen.
12. Welche weiteren Möglichkeiten hatten die zwölf Stämme, Gott aktiv zu dienen?
12 Gemäß dem Vorhaben Jehovas sollte die Nation Israel das Verheißene Land als ein von ihm empfangenes Erbe in Besitz nehmen, doch um in den Besitz dieses Erbes zu gelangen, mußten die Israeliten etwas tun, was unmittelbar mit diesem Vorhaben verbunden war. Sie mußten die Heiden, die sich in diesem Land angesiedelt hatten, vertreiben und die falschen Götter, die diese Menschen anbeteten, vernichten. Die Siege, die sie bei der Durchführung dieses göttlichen Vorhabens mit der Hilfe Jehovas errangen, waren für sie eine Quelle der Freude. Die Israeliten freuten sich. Jehova Gott zu dienen, obwohl sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzen mußten. Nachdem sie dann das Land erobert hatten, konnten sie ihm dadurch aktiv dienen, daß sie dreimal im Jahr nach Jerusalem gingen, um die von ihm angeordneten Feste zu feiern. Das war mit großen Anstrengungen verbunden, besonders für diejenigen, die einen weiten Weg nach Jerusalem hatten. Durch ihre Teilnahme an diesen Festen dienten sie Gott auf eine Weise, die untrennbar mit ihrer Gottesanbetung verknüpft war. Obwohl diese Feste fröhliche Anlässe waren, verbanden sie sie nicht mit Trinkgelagen und Schwelgereien, wie das die Heiden mit ihren Festen taten. Die Israeliten sollten Gott diese Feste in würdiger Weise feiern.
13. Welche neue Möglichkeit, Gott aktiv zu dienen, bot sich nach der Einführung des Christentums?
13 Durch die Einführung des Christentums erfuhren die Möglichkeiten, Gott aktiv zu dienen, einige Änderungen. Man konnte Gott von nun an nicht mehr dadurch dienen, daß man an Festen teilnahm, im Tempel Opfer darbrachte oder als Levit im Tempel gewisse Aufgaben erfüllte. Als der Gesetzesbund durch das Opfer Christi zu bestehen aufhörte, ließ Gott auch diese Formen des Dienstes aufhören. Von nun an konnte man dem Höchsten aktiv dienen, indem man sich am christlichen Predigtdienst beteiligte. Gottes Wahrheiten, sein Vorhaben und die Vorkehrung, die er durch Christus zu unserer Rettung getroffen hat, öffentlich bekanntzumachen und die Menschen darüber zu belehren war eine neue, überaus beglückende Möglichkeit, ihm zu dienen. Ja, man konnte ihm dadurch nun ein Opfer des Lobes darbringen. „Durch ihn laßt uns Gott stets ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben.“ — Hebr. 13:15.
DIE FREUDE, DIE DER DIENST GOTTES MIT SICH BRINGT
14. Erkläre, wie jemand sich freuen kann, ohne seine Freude hörbar zum Ausdruck zu bringen.
14 Die Freude, die man im Dienste Gottes verspürt, braucht nicht immer durch hörbare Äußerungen zum Ausdruck zu kommen. Sie kann auch ein angenehmes Gefühl der Befriedigung sein, das der Gewißheit entspringt, daß man das tut, was Gott, dem Höchsten wohlgefällt und in seinen Augen recht ist. Die Gewißheit, daß man ein gutes Werk tut, das anderen Menschen nützt, durch das Jehova verherrlicht und seinen Interessen auf der Erde gedient wird, bewirkt ein Gefühl der Befriedigung und der inneren Ruhe, das die Freude Gottes widerspiegelt, eine anhaltende Freude, die nicht hörbar zum Ausdruck zu kommen braucht. Mitunter geschieht jedoch etwas Besonderes, was jemand veranlaßt, seine innere Freude spontan zum Ausdruck zu bringen.
15. Bei welchen bedeutsamen Ereignissen wurde der Freude mit Recht hörbar Ausdruck verliehen?
15 Als die Israeliten die Bundeslade vom Hause Obed-Edoms nach Jerusalem brachten, brachen sie in Jubel aus. Das war ein großes Ereignis in ihrem religiösen Leben, das sie überaus glücklich machte, und so brachten sie dies zum Ausdruck. „Ganz Israel brachte die Lade des Bundes Jehovas hinauf mit Jauchzen und mit Posaunenschall und mit Trompeten und mit Zimbeln, laut spielend mit Harfen und Lauten.“ (1. Chron. 15:28) Ein weiteres Ereignis, das Jubel hervorrief, war die Rückkehr des israelitischen Heeres mit Saul und David nach einem Sieg über die Philister. „Und es geschah, als sie einzogen, als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte, da zogen die Weiber aus allen Städten Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.“ (1. Sam. 18:6) Das waren bedeutende Ereignisse, die die Israeliten veranlaßten, ihre Freude hörbar zum Ausdruck zu bringen.
16. Was sollte nicht mit hörbaren Äußerungen gottgefälliger Freude verwechselt werden? Warum nicht?
16 Hörbare Äußerungen der Freude, die spontan aus einem glücklichen Herzen kommen, wenn sich in Verbindung mit der Anbetung oder dem Vorhaben Jehovas etwas Besonderes ereignet hat, sind nicht zu verwechseln mit den Gefühlsausbrüchen von Personen in religiöser Ekstase. Ihr unsinniges Geschrei und ihr wilder Gesang sind nicht die Frucht des Geistes Gottes, der unter anderem Milde und Selbstbeherrschung hervorbringt. Solche Erscheinungen haben nichts mit dem „Gewand des stillen und milden Geistes“ zu tun, das ein Diener Gottes tragen sollte, sondern sind die Äußerung unbeherrschter Gefühle, die die Dämonen leicht ausnutzen können. (1. Petr. 3:4) Nein, glückliche Diener Gottes bringen ihre innere Freude mit Verstand und Beherrschung zum Ausdruck. Solche Äußerungen sind nichts Alltägliches, sondern werden durch besondere Ereignisse, die mit der Erfüllung des Vorhabens Gottes und mit der Förderung der Interessen Gottes verbunden sind, oder durch freudige Erfahrungen, die Gott Ehre bereiten, hervorgerufen.
17. Wodurch entsteht die fortwährende Freude, die der Dienst Gottes mit sich bringt?
17 Die fortwährende Freude, die sich nicht äußert, entsteht dadurch, daß man Gottes Wort und Vorhaben immer besser kennenlernt und immer besser versteht. Je mehr man im Verständnis und im Glauben wächst, desto größer wird diese Freude. Sie wird dadurch genährt, daß man über die Werke und die Unterweisung Jehovas nachsinnt und unablässig geistige Speise zu sich nimmt. Wer das nicht tut, kann die Freude am Dienste Gottes verlieren und das vertraute Verhältnis zu Gott einbüßen.
18. (a) Wen liebt, stärkt und bewahrt Gott? (b) Was trägt zur Freude dieser Menschen bei?
18 In dieses vertraute, Freude bereitende Verhältnis zu Gott, dem Allmächtigen, können alle gelangen, die sich ihm hingeben, um ihm zu dienen, und die ihr Hingabegelübde treu erfüllen. Durch ihre Taten beweisen sie, daß sie sich ihm hingegeben haben. Solche Menschen liebt, stärkt und bewahrt Gott, wie geschrieben steht: „Nahe ist Jehova allen, die ihn anrufen, allen, die ihn anrufen in Wahrheit.“ (Ps. 145:18) „Nahe ist sein Heil [seine Rettung, NW] denen, die ihn fürchten.“ (Ps. 85:9) Dieses Bewußtsein und die Gewißheit, ihm völlig vertrauen zu können, lösen im Herzen eines Gott hingegebenen Menschen die Freude aus, die das Gefühl, wohlversorgt und sicher zu sein, bewirkt. Dieses Gefühl wird in Psalm 23:4 wie folgt zum Ausdruck gebracht: „Auch wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir.“
JESUS CHRISTUS, EIN NACHAHMENSWERTES BEISPIEL
19. (a) Wie bekundete Jesus seine Freude am Dienste Gottes? (b) Was zeigt, daß er sich schon am Dienste Gottes freute, bevor er auf die Erde kam?
19 Von allen Dienern des wahren Gottes war Jesus Christus das beste Beispiel dafür, welche Freude der Dienst Jehovas mit sich bringt. Er zeigte seine Freude auf eine sanfte, ruhige Art, zum Beispiel durch seine Wonne, mit der er den Willen seines Vaters tat und den Menschen half, das wunderbare Vorhaben seines Vaters kennenzulernen. Ja, er diente Gott schon lange bevor er auf die Erde kam mit Freuden. Als er noch als mächtiges Geistgeschöpf — als das erste Geistgeschöpf, das Gott erschaffen hatte — im Himmel war, war es ihm eine Lust, Gott zu dienen. Versinnbildlicht durch die Weisheit, sagte er gemäß dem Buch der Sprüche: „Da wurde ich neben ihm Werkmeister, und ich wurde Tag für Tag das, was ihm besonders lieb war, indem ich mich allezeit vor ihm freute, mich freute an dem ertragreichen Land seiner Erde, und die Dinge, die mir lieb waren, befanden sich bei den Menschensöhnen.“ (Spr. 8:30, 31, NW; Kol. 1:15; Offb. 3:14) Die Freude, die er am Dienste Gottes im Himmel hatte, hielt auch an, als er als Mensch auf der Erde war.
20. Wie reagierte Gottes einziggezeugter Sohn auf das Vorrecht, Gott auf der Erde zu dienen?
20 Als Jehova seinem geliebten Geistsohn eine neue Dienstaufgabe in Aussicht stellte, eine Aufgabe, die von diesem verlangte, daß er als vollkommener Mensch geboren wurde, freute sich dieser treue Sohn. Wir lesen hierüber: „Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der, obwohl er in Gottes Gestalt existierte, keine gewalttätige Besitzergreifung in Betracht zog, um nämlich Gott gleich zu sein. Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam, selbst bis zum Tode, ja zum Tode an einem Marterpfahl.“ (Phil. 2:5-8) Alles, was sein Vater von ihm verlangte, tat er bereitwillig aus Liebe zu ihm. Durch diese vortreffliche Gesinnung gab Jesus Christus allen, die dem wahren Gott dienen möchten, ein vorzügliches Beispiel.
21. Wie diente Jesus Gott unter anderem?
21 Als Jesus Christus auf der Erde war, diente er Gott nicht nur dadurch, daß er ihn anbetete und seinen Gesetzen gehorchte, sondern auch dadurch, daß er die Wahrheit über ihn öffentlich verkündigte und lehrte. Er half den Menschen, ihre Denkweise und ihr Leben umzuwandeln, damit sie annehmbare Diener Gottes werden konnten. Er lehrte sie, Gott, ihre Mitmenschen und ihre Feinde zu lieben, und erweckte in ihnen die Hoffnung auf eine von Gott geschaffene Weltregierung und die Hoffnung auf eine Auferstehung der Toten. Das brachte die Menschen Jehova Gott näher und vertiefte in ihnen den Wunsch, ihm untadelig zu dienen. Dieser gottgefällige Dienst machte Jesus Freude. Ganz besonders freute er sich aber, dadurch an der Rechtfertigung des erhabenen Namens seines Vaters teilzuhaben und diesen von der Schmach zu befreien, die dessen Feinde und abtrünnige Anbeter auf ihn gehäuft hatten.
22, 23. (a) Was bereitete Jesus besonders große Freude, und wieso wurde dieser Schritt notwendig? (b) Wieso ist Jesus Christus allen Anbetern Gottes ein Ansporn gewesen?
22 Der große Feind der Gerechtigkeit, Satan, der Teufel, zog die Lauterkeit der Geschöpfe Gottes in Frage. So sagte er zum Beispiel in den Tagen des gottesfürchtigen Hiob zu Gott: „Haut um Haut, ja, alles, was der Mensch hat, gibt er um sein Leben. Aber strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.“ (Hiob 2:4, 5) Durch diese Herausforderung zog er nicht nur des Menschen Lauterkeit gegenüber Gott in Frage, sondern auch die Lauterkeit des einziggezeugten Sohnes Gottes, der im Himmel eine sehr begünstigte Stellung einnahm. Würde dieser, wenn auf die Probe gestellt, seine Lauterkeit aufgeben, wie Satan es vom Menschen behauptet hatte? Die Prüfung kam, als dieser Sohn als Mensch geboren wurde. Er bewahrte seine Lauterkeit jedoch bis zu seinem gewaltsamen Tod und bewies dadurch, daß Satan ein Lügner ist. Durch seine Treue wurde Jehova Gott gerechtfertigt. Die Aussicht, den Namen Jehovas rechtfertigen zu können, war für Jesus Christus ein Grund zur Freude.
23 Die Bibel sagt über die Bewahrung seiner Lauterkeit: „Für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes niedergesetzt.“ (Hebr. 12:2) Die Freude, an der Rechtfertigung des erhabenen Namens Jehovas teilzuhaben, gab ihm die Kraft, bis zum Tod am Marterpfahl auszuharren. Zur Belohnung für seinen treuen Dienst wurde er von Jehova aus dem Tode auferweckt und wieder in das Reich der himmlischen Heerscharen aufgenommen, wo er nun eine Stellung bekleidet, in der er mächtiger ist und mehr geehrt wird als vorher. Sein Beispiel, das er durch seine Freude am Dienste Gottes gab, ist darum bis auf den heutigen Tag für alle Anbeter des wahren Gottes ein Ansporn gewesen.
24. Erkläre, wieso die Freude eine Schutzwehr zur Bewahrung des Lebens ist.
24 Eine Betrachtung der Freude, die treue Menschen in den vergangenen Jahrhunderten im Dienste Gottes erlebten, zeigt, daß diese Freude eine Schutzwehr zur Bewahrung des Lebens ist. Für alle, die sie fördern und bewahren, wird Jehova zu einer Quelle der Kraft und zu einem Bergungsort. Seine Wahrheit schützt sie vor den zu verkehrtem Denken führenden Irrlehren der teuflischen Welt. Wenn ihr Glaube auf die Probe gestellt wird, hilft Jehova ihnen standzuhalten, und wenn seine himmlischen Streitkräfte das gegenwärtige alte System der Dinge beseitigen, erhält er sie am Leben und läßt sie die „neue Erde“ sehen, die er herbeiführen wird. Die Freude hilft ihnen, einen Glauben zu bewahren, der sie wie ein starker Schild schützt. Deshalb kann zu ihnen gesagt werden: „Die Freude Jehovas ist eure Schutzwehr.“ (Neh. 8:10, NW) Sie erhält sie in einer geistig toten Welt geistig am Leben.
25. Warum können wir uns am Dienste Gottes ebenso freuen wie David?
25 Wir haben heute allen Grund, uns ebenso zu freuen wie einst der Hirtenjunge David, der vom Sternenhimmel so tief beeindruckt war, daß er seine Freude über dessen Pracht dadurch zum Ausdruck brachte, daß er dem Schöpfer des Himmels diente. Auch wir können die wunderbaren Werke des Schöpfers bestaunen, und auch wir können uns der inspirierten Heiligen Schrift zuwenden, um sein Wirken kennenzulernen und von ihm belehrt zu werden. Wenn wir seine lebengebenden Wahrheiten und sein herrliches Vorhaben mit der Menschheit schätzenlernen, wird der Dienst Gottes auch für uns heute zu einer Quelle großer Freude.
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Sich heute am Dienste Gottes freuenDer Wachtturm 1966 | 15. August
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Sich heute am Dienste Gottes freuen
„Meine Diener werden jubeln zufolge ihres guten Herzenszustandes.“ — Jes. 65:14, NW.
1, 2. (a) Erkläre, warum heute jemand, der Gott dienen möchte, eine Ausnahme bildet. (b) Wie ist die Welt solchen Menschen gegenüber eingestellt?
MÖCHTEST du dem Schöpfer dienen? Möchtest du ihm ausschließlich ergeben sein wie David? Möchtest du seinen gerechten Gesetzen gehorchen wie Daniel? Möchtest du in dem Werk, das er zu tun geboten hat, ebenso produktiv tätig sein wie Jesus Christus? Wenn ja, dann bildest du in unserem zwanzigsten Jahrhundert eine Ausnahme, denn von den über drei Milliarden Menschen, die heute leben, haben nur wenige den Wunsch, dem wahren Gott zu dienen. Wie die Generationen der Vergangenheit dienen sie lieber den falschen Göttern, die durch religiöse Vorstellungen, politische Ideologien oder den Materialismus ins Dasein kamen. Über solche Götter schrieb ein Prophet Jehovas, des wahren Gottes: „Denn alle Götter der Völker sind Nichtigkeiten [wertlose Götter, NW], aber Jehova hat die Himmel gemacht.“ (1. Chron. 16:26) Nur wenige Menschen haben diesem großen Schöpfer gedient und dadurch die Gelegenheit gehabt, die Freude zu erleben, die dieser Dienst mit sich bringt.
2 Als sich die Menschheit nach der Flut der Tage Noahs wieder vermehrte, dienten schon nach kurzer Zeit immer weniger Menschen Jehova Gott, dem Bewahrer derer, die die Flut überlebt hatten, bis sie schließlich in der damaligen Welt nur noch eine Minderheit ausmachten, die gegen den Strom schwamm. Sie waren es, die die Mehrheit beim Turmbau zu Babel nicht unterstützten. Sie waren es, die nicht mitmachten, als sich die Nation Israel vom wahren Gott abwandte und falschen Göttern zu dienen begann. Sie waren die wenigen, die im ersten Jahrhundert standhaft blieben und am Christentum festhielten, obwohl man sie überall verleumdete und verfolgte. Einer der Apostel Jesu Christi schrieb über die Einstellung, die die Welt ihnen gegenüber hatte: „Wir sind wie der Kehricht der Welt geworden, der Abschaum aller Dinge.“ (1. Kor. 4:13) Dennoch hatten sie einen guten Herzenszustand, denn sie taten das, was in den Augen Gottes recht war. Heute ist es
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