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  • Des Knechts Fürsorge für des Meisters Güter
    Der Wachtturm 1950 | 1. Oktober
    • wo wir seien, ein Königreichsdienst sein, weil dieser Knecht ,über alle Güter gesetzt ist‘. Entwickeln wir also den Dienst, der uns zur Verwahrung übergeben worden ist? Machen wir nur sozusagen gewohnheitsmässig mit, ohne Begeisterung, Eifer, Lebendigkeit und Freude? Vollführen wir unsern Dienst prompt? Trachte nicht danach, im Mittelpunkt des Interesses zu stehen, sondern überlass es dem Herrn und seinem „treuen Knecht“, dir die Aufgaben zuzuteilen. Denke daran, dass Erhöhung vom Herrn kommt. (Ps. 75:5-7) Sei dankbar und schätze auch den kleinsten Dienst, den du verrichten kannst. Eine weitere Theokratische Regel, die im Sinn behalten werden muss, lautet: „Wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.“ (Luk. 12:48) „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden.“ (Matth. 13:12) Das einem Anvertraute muss gemehrt werden.

      MEHRUNG

      15. a) Wie sollte jeder Knecht mit seinen Talenten handeln? b) Was tut eine Person, um ihr weltliches Geschäft zu vergrössern, und was tut sie, um die Sache des Königs zu fördern?

      15 Wie fördert jemand sein weltliches Geschäft? Er wird sich zuerst mit dem Erzeugnis, das er verkauft, gut vertraut machen. Er mag überzeugt sein, dass es ein bestimmtes Mass Gutes bewirkt, und er wird optimistisch und enthusiastisch. Dann beginnt er es bekanntzumachen, sorgt für Demonstrationen und lernt, wie man der Gegnerschaft und Konkurrenz begegnen und sich dagegen verhalten soll. Er sucht sich gute, zuverlässige Gehilfen und gibt sein Geld da aus, wo es die besten Ergebnisse zeitigt. Er muss schwer arbeiten, muss sich unermüdlich anstrengen und grenzenlose Geduld haben, wenn er die gewünschten Ergebnisse erzielen will. Wenn all dies für ein weltliches Geschäft getan wird, für Dinge, die von vorübergehendem, vergänglichem Wert sind, wieviel mehr sollten wir da tun für die Sache des Königreiches, das ewig ist! An dieser neuen Welt hast du ein persönliches Interesse; denn hoffst du nicht darin zu leben und dich ihrer Segnungen zu erfreuen? Wenn ja, dann sei einer jener Diener, die sich in ihrem Interesse verausgaben. Füge deinem Dienst etwas hinzu. Versuche nicht, dem, der ,über all die Interessen gesetzt ist‘, zu zeigen, wie sein Geschäft getan werden sollte, sondern beschäftige dich mit dem, was deiner Fürsorge anvertraut ist. Wenn doch nur alle Diener des Herrn ebensoviel Sinnen, Überlegen, Begeisterung, Schwerarbeit und muntere Bereitschaft in den Dienst der neuen Welt stellen wollten, wie sie für ihre eigenen weltlichen Angelegenheiten aufbringen, so würden wir eine Zunahme um 100 Prozent ernten. Grössere und umfassendere Dienstgelegenheiten würden einem dann in den Sinn kommen, so dass eine Tür zu weiteren Dienstfeldern aufginge. Vernachlässigung dieser Interessen bringt Unglück. „Der Sklave, der die Wünsche seines Meisters kennt, sich aber nicht bereitet, noch danach handelt, wird ernstlich gestraft werden.“ — Luk. 12:47, Eine Amerik. Übers.

      16. Wie können wir uns vergewissern, dass wir unsere Königreichsinteressen mehren?

      16 Um von den Herrschern der neuen Welt gebilligt zu werden, müssen wir die Interessen mehren, die wir innehaben, seien sie nun gross oder klein. Konzentriere dich daher auf das Werk des Herrn und lass dich nicht durch deine persönlichen Geschäfte und andere Angelegenheiten hindern, dich der Interessen des Herrn anzunehmen, um sie zu mehren. Nimm deine Verantwortlichkeiten auf dich und warte nicht, bis dich jemand ansporne, sondern geh von selbst voran. Du bist einer der Diener des Herrn. Mache die Sache des Königs zur wichtigsten und zwinge deine eigene an die zweite oder gar dritte Stelle. Sei nie gleichgültig, sorglos, unzuverlässig, noch geh Verantwortlichkeiten aus dem Wege. Ahme vielmehr den „treuen und weisen Knecht“ nach, der jetzt über alle sichtbaren Königreichsdienste des Herrn gesetzt ist.

      EMPFEHLUNG UND FREUDE

      17. Wie wird Empfehlung und die „Freude des Herrn“ seinem Knecht in diesen Tagen zuteil?

      17 Setze das Erlangen des höchsten Lobes und der Empfehlung vom König aller Könige, vom Herrscher, der von Jehova dem Allmächtigen erwählt worden ist, über alles andere. „Wohl, du guter und treuer Knecht! über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn.“ (Matth. 25:21) Treuer Dienst bringt Lohn, denn weitere Verantwortlichkeiten werden auf die Schulter eines solchen Dieners gelegt, und dies ehe noch die alte Welt vernichtet wird. Solche Gebilligten gehen ein in die Freude ihres Herrn. Der Herrscher der neuen Welt findet seine grosse Freude darin, das Werk des himmlischen Vaters zu tun und zu sehen, wie dessen Name Jehova für immer und ewig gepriesen wird, und jetzt an seiner Rechtfertigung vor der ganzen Welt teilzuhaben. Diese Freude kennt keine Grenzen. Danach folgt die Vernichtung der jetzigen bösen Welt, wodurch die Übeltäter für immerdar beseitigt werden. Oh, möchte dieser Tag doch beschleunigt werden! Er kann nicht schnell genug kommen. Dann werden der Teufel, seine Dämonen, seine Beherrscher der Finsternis verschwunden sein. Erfüllt nicht schon diese Aussicht dein Herz mit überströmender Freude? Und noch mehr wird folgen!

      18. Wie können wir in die Freude unseres Herrn einzugehen beginnen?

      18 Kannst du nicht in die „Freude deines Herrn“ einzugehen beginnen? Jawohl, es ist möglich, und zwar nach dem Masse deines treuen Dienstes. Diese Freude wird nicht den Nachlässigen, Murrenden und Müssiggängern zuteil, sondern nur denen, die stets wachsam und aufgeweckt und jederzeit auf Zunahme bedacht sind. Je grösser der Dienst und die Billigung, um so völliger gehen wir in die Freude ein. In all die Freuden des Königreichsdienstes, der dem König gehört, können wir eingehen, und die unmittelbare Zukunft bietet viele weitere. Dies ist unser Tag der Wohlfahrt. Frohlocken wir und freuen wir uns, jetzt an diesem Tage zu leben! (Ps. 118:23-29) Seid freudig im König der neuen Welt! Niemals hat es in der Geschichte des Menschen eine Zeit wie diese gegeben, und niemals wird es wieder eine solche Zeit geben. Nimm jetzt teil am Dienste des Königs, und nimm teil an der Freude des Königs! Jetzt ist die Zeit, schwer und mit festem Willen zu arbeiten! Die Arbeit bringt Freude und wird weiterhin Freude bringen, da sie die Mehrung der Talente (der Königreichsinteressen) bringt. Die Verheissung ist ergangen: „Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“ — Ps. 16:11.

      19. Welch künftige Belohnungen warten jener, die ihre Talente mehren?

      19 Dann folgen ewige Segnungen in der glorreichen neuen Welt. „Und die Befreiten Jehovas werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; sie werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ „Denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ (Jes. 35:10 und Off. 7:17) Es gibt jetzt keine Zeit, die Hand erschlaffen zu lassen, sondern es heisst, sich im Königreichsdienst regen, sich verbessern, zunehmen und stets seine Talente (die Königreichsinteressen) fördern. Die Zeit ist kurz. All ihr loyalen, treuen Diener Gottes tretet völlig in euren gegenwärtigen Dienst ein! Grössere Verantwortlichkeiten, die alle Kraft, die wir haben, beanspruchen mögen, liegen vor uns, doch sind auch die Belohnungen gross. Lasst uns daher alle nüchtern, wachsam und tatkräftig sein. Feinde werden wider uns aufstehen, aber Jehova wird sie zurückdrängen, so dass wir mit seinem kostbaren Werk vorangehen können. Achtet auf den „treuen und weisen Knecht“ und empfanget mit Demut und Dankbarkeit den Rat und die ausgegebenen Anweisungen. Haltet euch fern von den Tischen der Gegner. Wachet gut über eure gegenwärtigen Interessen im Königreich. Schonet euch selbst nicht, sondern nehmet mehr und mehr zu, und ihr werdet euch der Billigung des Herrn bewusst und höret jene lieblichen, beglückenden, befriedigenden Worte der Billigung durch den Meister: „Wohlgetan, guter und treuer Knecht!“ Unser ewiges Dasein hängt von treuer Pflichterfüllung ab.

  • Gehorsam gegen Gott oder Menschen?
    Der Wachtturm 1950 | 1. Oktober
    • Gehorsam gegen Gott oder Menschen?

      WENN diese Frage aufsteigt und die betroffenen Menschen die Herrscher weltlicher Regierungen sind, werden manche Religionisten die Gegenfrage stellen: Ist denn nicht allen Menschen geboten, den „obrigkeitlichen Gewalten“ zu gehorchen? und sind nicht die Herrscher in den verschiedenen Nationen die „obrigkeitlichen Gewalten“? Es steht ausser jeder Frage, dass alle, die den Willen Gottes zu tun gelobt haben, den „obrigkeitlichen Gewalten“ gehorchen und ihnen untertan sein müssen, wie es in Römer 13:1, 2 geschrieben steht: „Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten (höheren Mächten, engl. B.); denn es ist keine Obrigkeit (Gewalt, Fussnote), ausser von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.“

      Die hier erwähnten „höheren Mächte“ oder „obrigkeitlichen Gewalten“ sind jedoch nicht die Könige, Diktatoren und Staatspräsidenten oder andere politische Herrscher einer Nation, noch sind die Religionsführer der Christenheit ein Teil der „obrigkeitlichen Gewalten“. Nicht einer von ihnen vertritt Gott und Christus Jesus, sondern sie stehen im Gegenteil unter der Gewalt Satans, des Teufels, des unsichtbaren Herrschers dieser Welt. (2. Kor. 4:4) Diejenigen ferner unterweisend, die den rechten Weg kennen möchten, sagt der Schrifttext: „Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten? so übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse übst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.“ — Röm. 13:3, 4.

      Ein jeder weiss, dass die Herrscher dieser Welt böse sind und viel Übles tun, und statt bei guten Werken mitzuhelfen, verfolgen sie jene, die gute Werke tun. Dies zeigt, dass sie nicht die in der Schrift erwähnten „obrigkeitlichen Gewalten“ sind. Wer sind denn die „obrigkeitlichen Gewalten“? Jehova Gott ist der Höchste, und Christus Jesus ist sein Hauptbeauftragter, dem er alle Macht und Gewalt übertragen hat, sein Vorhaben auszuführen. Somit sind die „obrigkeitlichen Gewalten“ Jehova Gott und Christus Jesus. (Matth. 28:18) Die oben erwähnte Schriftstelle über die „obrigkeitlichen Gewalten“ ist besonders an die gerichtet, die sich einverstanden erklärt haben, Gottes Willen zu tun, und die Gott angenommen und in seine Organisation berufen hat. (Röm. 1:7) Gott handelt nicht mit den Herrschern dieser Welt, noch ermächtigt er sie, ihn zu vertreten.

      Gott unterrichtet die auf der Seite des Königreiches Stehenden, und nur sie allein, über die vorhin erwähnten „obrigkeitlichen Gewalten“ und zeigt, dass Christus ‚Gottes Diener‘ und ‚der Rächer zur Strafe [Gottes] für den ist, der Böses tut‘. Christus Jesus ist in Gottes Organisation „der König als Oberherr“ und wird im folgenden Schrifttext so genannt: „Unterwerfet euch [nun] aller menschlichen Einrichtung (Ordnung, Luther) um des Herrn willen: es sei dem Könige als Oberherrn, oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lobe derer, die Gutes tun.“ (1. Pet. 2:13, 14) Mit den in diesem Text erwähnten „Statthaltern“ sind die Apostel gemeint, denen in der Organisation des Herrn besondere Macht verliehen wurde. Folgender Schriftvers bezieht sich ausschliesslich auf Gottes Organisation: „Gehorchet euren Führern und seid unterwürfig; denn sie wachen über eure Seelen (als die da Rechenschaft geben sollen), auf dass sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn dies wäre euch nicht nützlich.“ — Heb. 13:17.

      Dieser Text nimmt keineswegs auf weltliche Organisationen Bezug. Sicherlich haben gottlose Männer wie Hitler, Mussolini und andere Diktatoren Gott nie vertreten. Über Herrscher von diesem Schlage kann nicht gesagt werden, lass sie „wachen über eure Seelen“, sondern eher suchen sie jene zu vernichten, die auf der Seite Christi, des Herrn, stehen. Im vorangegangenen Text (1. Pet. 2:13) beschränkt sich der Ausdruck „aller menschlichen Ordnung“ nur auf solche, die sich auf der Seite des Herrn und in seiner Organisation befinden. Als der Herr die Apostel aussandte, um Christengemeinden zu gründen, gab er jenen Aposteln Vollmacht, gewisse „Ordnungen“ oder Verordnungen zu erlassen, und deshalb waren die treuen Apostel „Statthalter“ in der Organisation des Herrn, und die von ihnen bekanntgegebenen Verordnungen müssen befolgt werden. Diese Verordnungen sind in der Heiligen Schrift niedergelegt.

      BILDER, MENSCHEN, FLAGGEN

      Soll ein Christ dem Gesetz des Landes, in dem er wohnt, gehorchen? Jawohl, es sei denn, das Gesetz des Landes laufe dem Gesetze Gottes direkt zuwider. Zum Beispiel werden zur Bestreitung der rechtmässigen Ausgaben eines Staates Steuern erhoben. Jesus sagte: „Gebet denn dem Kaiser [der Kaiser vertritt im Sinnbild den Staat], was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ (Matth. 22:18-21) Dieser vom Herrn angekündigten Verordnung

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