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Jeder wird Rechenschaft ablegenDer Wachtturm 1963 | 1. November
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übermäßigem Weingenuß, Schwelgereien, Trinkgelagen und gesetzwidrigen Götzendienereien. Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch. Diese Leute werden aber dem Rechenschaft geben, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten.“ Demnach müssen die Gottlosen und jene, die uns verlästern, weil wir Gottes Willen tun, Jesus Christus, dem „von Gott verordneten Richter der Lebenden und der Toten“, Rechenschaft geben. — 1. Petr. 4:3-5; Apg. 10:42, NW.
19. Wie mögen Christen über die Verwendung ihrer Zeit denken, und warum brauchen sie die Hoffnung nicht aufzugeben? Was sollten sie jedoch tun?
19 Es genügt, daß Christen in der Vergangenheit soviel, ja viel zu viel Zeit dafür verwandten, den Willen der Nationen zu tun, aber sie können nichts dafür, daß sie in dieses System der Dinge hineingeboren wurden und die göttliche Wahrheit nicht kannten. Wenn man jedoch die biblische Wahrheit kennenlernt, muß man sich mit der Zeit ändern, muß umkehren und nach den Gesetzen Gottes leben. Es mag uns leid tun, daß wir so lange den Willen der Welt getan und unsere Kräfte so lange für weltliche Vergnügungen eingesetzt haben, aber wir brauchen deswegen die Hoffnung nicht aufzugeben: Wir haben noch Zeit, wenn auch nicht mehr viel, denn Petrus sagt weiter: „Das Ende aller Dinge hat sich genaht.“ Da wir wissen, wie wenig Zeit dieser Welt noch verbleibt, wollen wir sie gut auskaufen, indem wir sie darauf verwenden, den Willen Jehovas Gottes zu tun. — 1. Petr. 4:7, NW.
DAS GERICHT BEREITS IM GANGE
20, 21. (a) Wie und bei welcher Gelegenheit zeigte Jesus, daß das Gericht in unserer Zeit im Gange sein würde? (b) Gestützt worauf werden heute alle Nationen vom König gerichtet, und wie lautet das Urteil, das er über die Böcke beziehungsweise über die Schafe, fällt?
20 Jesus Christus, der Richter Jehovas, übt sein Amt bereits aus, und die Menschen sind bereits im Begriff, Rechenschaft abzulegen, ob sie sich dessen bewußt sind oder nicht. Das geht aus dem Gleichnis von den Schafen und Böcken hervor, durch das Jesus auf unsere Zeit hinwies. Kurz vorher hatten ihn seine Jünger gefragt: „Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ Darauf äußerte Jesus seine große Prophezeiung über den „Abschluß des Systems der Dinge“, die er mit dem Gleichnis von den Schafen und Böcken zum Höhepunkt brachte und beendete. — Matth. 24:3, NW.
21 Wonach entscheidet der König, ob die Menschen Schafen oder Böcken gleichen? Nach ihrer Einstellung zu der guten Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich, die jetzt, wie Jesus es vorhersagte, „auf der ganzen bewohnten Erde ..., allen Nationen zu einem Zeugnis“, gepredigt wird, „und dann wird das Ende kommen“. (Matth. 24:14, NW) Daß der Richter am Werke sein würde, solange die Nationen noch bestehen würden, geht aus den Worten Jesu hervor: „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird ..., [werden] alle Nationen ... vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt.“ (Matth. 25:31, 32, NW) Die mit Böcken verglichenen Menschen erweisen den Königreichszeugen auf der Erde keine Güte. Als Gegner des Königreiches stehen sie zur Linken des Königs. Das Urteil, das sie vernehmen, nachdem sie Rechenschaft abgelegt haben, lautet: „Diese werden in die ewige Abschneidung weggehen.“ Die mit Schafen verglichenen Befürworter des Königreiches dagegen suchen nicht nur, den Königreichszeugen Gutes zu tun, sondern nehmen auch die gute Botschaft vom Königreich an, predigen sie selbst und setzen sich mit Leib und Seele für Gottes Königreich ein. Das Urteil, das über sie gefällt wird, lautet: „Kommt her, die ihr den Segen meines Vaters habt, ererbt das Königreich, das seit Grundlegung der Welt für euch bereitet ist.“ Sie werden unter dem Königreich der Himmel ewig auf der Erde leben. — Matth. 25:46, 34, NW.
22. Warum haben wahre Christen heute eine besondere Verantwortung?
22 Da es heute um Menschenleben geht, hat ein Diener Gottes eine besondere Verantwortung. Welche? Menschen, die immer noch den Willen der Nationen tun, zu warnen und aufzufordern, umzukehren, um den Willen Gottes zu tun und den Interessen seines Königreiches zu dienen. Es gilt hier, den Grundsatz zu beachten, daß der, welcher den Bösen nicht warnt, von Gott zur Rechenschaft gezogen wird. — Hes. 3:17, 18.
23. (a) Was sollten alle, die leben möchten, nun tun, wenn man bedenkt, daß nur noch wenig Zeit verbleibt und das Gericht bereits im Gange ist? (b) Was sollten wir nie vergessen, und welche Segnungen hoffen wir schließlich zu genießen?
23 Wer wollte noch zögern, den Willen Gottes zu tun, angesichts der Tatsache, daß uns nur noch wenig Zeit verbleibt und das Gericht bereits im Gange ist? Kinder, gehorcht euren christlichen Eltern! Eltern, zieht eure Kinder „in der Zucht und im autoritativen Rate Jehovas“ auf! Wer die göttliche Wahrheit noch nicht lange kennt, kaufe die verbleibende Zeit gut aus; er wende sich von den Interessen der Welt ab und diene Gott! Wer bereits ein treuer Diener Gottes ist, bleibe es weiterhin! Da Gott „jedes Werk ins Gericht“ bringen wird, sollten wir nie vergessen, daß für uns schließlich der Tag kommt, an dem wir nicht Menschen, auch nicht der Landesregierung, unter der wir leben, Rechenschaft ablegen müssen. „Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen. So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.“ (Röm. 14:10, 12, NW) Möge Jehovas Richter „der Lebenden und der Toten“ uns günstig beurteilen und uns nach Harmagedon nicht nur ewiges Leben schenken, sondern uns auch mit seinen Interessen und verschiedenen Vorrechten betrauen.
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Rutengehen und ASWDer Wachtturm 1963 | 1. November
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Rutengehen und ASW
GESTÜTZT auf den Artikel „Schütze dich vor den ‚bösen Geistermächten‘“, der in der englischen Ausgabe des Wachtturms vom 15. November 1962 (deutsch: 1. Januar 1963) erschien, schrieb der Präsident der amerikanischen Rutengänger-Gesellschaft einen Brief, in dem er sich gegen die Folgerung wandte, zu der der Schreiber dieses Artikels gelangte, nämlich, daß Christen davon absehen sollten, mit der Wünschelrute nach Wasser oder Metallvorkommen zu suchen, da das Rutengehen mit außersinnlicher Wahrnehmung oder Spiritismus verbunden sei. Dabei zeigte er aber, wie diese Gesellschaft selbst über das Rutengehen denkt. Er schreibt: „Das Thema ist an sich gut behandelt. Wir geben zu, daß das Rutengehen eine Form von ASW ist und daß jede Anwendung von ASW zu ‚Besessenheit‘ oder zu einer Verbindung mit den ‚bösen Geistermächten‘ führen kann, wenn nicht entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden ... Wir ziehen es jedoch vor, es von der positiven Seite zu sehen und Leute, die sich dafür interessieren, auf die Gefahren aufmerksam zu machen.“
Obwohl die Mitglieder der amerikanischen Rutengänger-Gesellschaft glauben mögen, daß sich Rutengänger durch Vorsichtsmaßnahmen vor „Besessenheit“ schützen könnten und daß durch die verschiedenen Formen von ASW viel Gutes erreicht werden könne, dürfen Christen doch nicht vergessen, daß Gott jede Form von Wahrsagerei oder Spiritismus ihres Charakters wegen verurteilt. Die ASW wird nicht von heiligen Engeln gefördert, sondern von bösen Engeln oder Geistgeschöpfen, die darauf ausgehen, die Menschen irrezuführen. Wir sollten uns daher von jeder Form von ASW fernhalten, denn dadurch treffen wir nicht nur die schriftgemäßen Vorsichtsmaßnahmen, sondern gehorchen auch Gott. — Offb. 21:8, NW.
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