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Die gute Botschaft darbieten — Mit Hilfe der „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 16Königreichsdienst 1973 | September
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Die gute Botschaft darbieten — Mit Hilfe der „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 16
1 Jehovas unverdiente Güte und seine Barmherzigkeit sind wirklich groß. Obwohl Jehova unvollkommenen Menschen gegenüber zu nichts verpflichtet ist, hat er Menschen aus allen Nationen und Sprachen den Weg zu ewigem Leben eröffnet. (Offb. 5:9, 10; 7:9, 10) Da er den Wunsch hat, daß alle Menschen aus seiner Vorkehrung Nutzen ziehen, hat er es seinem Volk ins Herz gelegt, sich Zeit zu nehmen, um die „gute Botschaft“ zu verkünden und Jünger zu machen. Und ist es nicht ein Beweis für Jehovas unverdiente Güte und Barmherzigkeit, daß er die leitende Körperschaft des „treuen und verständigen Sklaven“ veranlaßt hat, Vorkehrungen für ein neues Mittel — die Königreichs-Nachrichten Nr. 16 — zu treffen, das uns helfen soll, viele Menschen in kurzer Zeit zu erreichen?
2 Während der letzten zehn Tage im September werden wir dieses neue Traktat den Menschen überall anbieten. Es wird hauptsächlich von Haus zu Haus verbreitet werden. Wir werden den Klingelknopf drücken oder an die Tür klopfen und den Menschen dann das Traktat persönlich übergeben. Durch diese Art der Verbreitung wird zweifellos die größtmögliche Zahl von Menschen ermuntert, der Botschaft ernsthaft Beachtung zu schenken.
3 Wir können uns bei unserem Angebot ganz kurz fassen. Zum Beispiel könnten wir sagen: „Guten Tag. Ich freue mich, daß ich Sie zu Hause antreffe. Ich beteilige mich an der Verbreitung einer wichtigen Botschaft. Dies ist Ihr Exemplar. Es ist kostenlos. [Überreiche es dem Wohnungsinhaber.] Sie sollten es unbedingt lesen.“ Man könnte auch sagen: „In dieser Woche überbringen Hunderttausende von Freiwilligen in der ganzen Welt den Menschen eine wichtige Botschaft. Dies ist Ihr Exemplar. Sie sollten es unbedingt lesen.“ Je nach der Einstellung der Menschen in deinem Gebiet magst du etwas anderes sagen. Du wirst feststellen, daß es in einigen Gegenden nützlich ist, zu erklären, daß die Botschaft aus der Bibel stammt oder daß sie die Bedeutung der Weltverhältnisse erklärt. Verwende irgendeine Methode, die es dir ermöglicht, das Traktat innerhalb kurzer Zeit in die Hände der meisten Menschen zu legen.
4 Wenn der Wohnungsinhaber fragt, ob du die neuesten Zeitschriften bei dir hast, oder dich um ein Buch bittet, kannst du ihm das geben, was er wünscht. Aber unser Hauptziel ist, so viele Wohnungen wie möglich mit dem Traktat zu erreichen. Wenn du jemand antriffst, der Interesse bekundet und der sich gern ausführlicher mit dir unterhalten würde, so könntest du den Namen und die Adresse notieren und einen Rückbesuch vereinbaren. Während wir dieses Werk durchführen, haben wir das Ziel, das Gebiet schnell zu bearbeiten.
5 Wir möchten, daß das Traktat in jedes Haus, in jede Wohnung, ja zu jeder Familie in unserem Gebiet gelangt. Wir werden jedoch nicht notieren, wer nicht zu Hause war. Wenn es nicht passend ist, das Traktat in den Briefkasten zu stecken, könnte es unter die Tür geschoben werden. Es ist besser, wenn es Vorübergehende nicht sehen können. Aber sorgt dafür, daß jeder Haushalt ein Exemplar erhält.
6 Wenn ihr nicht in bestimmte Apartmenthäuser oder Wohnheime gehen oder nicht bei Dauergästen in Hotels vorsprechen könnt, dann bittet den Pförtner oder die Aufsicht um eine Sondererlaubnis, das Traktat unter die Türen zu schieben. Vielleicht wird euch dies erlaubt, wenn ihr erklärt, daß ihr nicht läuten werdet. Ihr könntet auch einigen, die nicht anders zu erreichen sind, ihr Exemplar durch die Post zuschicken. In einigen Fällen mögt ihr euch entschließen, auf dem Bürgersteig vor einem Haus zu stehen und den Bewohnern ihr Exemplar zu übergeben, während sie kommen oder gehen. Aber wir werden die Traktate nicht wahllos auf den Straßen verbreiten.
7 Wir ermuntern euch ebenfalls, die Geschäftsviertel in eurem Gebiet zu bearbeiten. Übergebt dem Eigentümer oder dem Geschäftsführer ein Exemplar des Traktats. Und wenn er euch die Erlaubnis gibt, könnt ihr es auch den anderen Angestellten überreichen. Vielleicht könnt ihr auch während der Mittagspause an eurem Arbeitsplatz euren Arbeitskollegen ein Exemplar geben. Und schulpflichtige Kinder werden es zweifellos ihren Lehrern geben wollen.
8 Bietet die Traktate so lange an, wie euer Vorrat reicht. Bemüht euch, sie alle in die Hände der Öffentlichkeit zu legen. Aber wenn ihr sie schon alle vor Ende des Monats verbreitet habt, dann arbeitet im Gebiet mit dem Theokratie- oder dem Evolutions-Buch oder mit den Zeitschriften weiter. Die Erwachet!-Ausgabe vom 22. September ist besonders gut geeignet, die Öffentlichkeit mit dem weltweiten Ernährungsproblem bekannt zu machen.
9 Wenn wir uns alle eifrig bemühen, die gute Botschaft darzubieten, wird bestimmt ein ausgezeichnetes Zeugnis gegeben. Gleichzeitig beweisen wir dadurch unsere Wertschätzung für Jehovas große Barmherzigkeit und seine unverdiente Güte.
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Theokratische NachrichtenKönigreichsdienst 1973 | September
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Theokratische Nachrichten
◆ Belize (Britisch-Honduras) berichtet, daß 1 099 den internationalen Kongreß besuchten und 34 getauft wurden. Die 517 Verkündiger in diesem Land freuen sich, daß schon 57 getauft worden sind — das sind mehr Personen als in irgendeinem Dienstjahr zuvor.
◆ Zum ersten Mal nach vier Jahren hatte Guyana eine neue Verkündiger-Höchstzahl; 1 147 berichteten über ihren Dienst.
◆ Folgende Versammlungen konnten ihren Königreichssaal der Bestimmung übergeben: Frankfurt-Südwest, Kassel-Nordwest, Lütjenburg.
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FragekastenKönigreichsdienst 1973 | September
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Fragekasten
● Ist es richtig, wenn Ehepaare ihre Familienprobleme dem Rechtskomitee vortragen?
Wenn ein Ehepaar Probleme hat, sollte es versuchen, diese Probleme in Übereinstimmung mit dem Rat aus Gottes Wort selbst zu lösen. Sofern ihm das jedoch nicht gelingt und es sich dabei um ein ernstes Problem handelt, wäre es richtig, wenn einer von beiden oder beide mit den älteren Männern, die das Rechtskomitee bilden, sprechen würden. (Siehe Matthäus 18:15-17.)
Ein ernstes Familienproblem wäre zum Beispiel, wenn ein Mann seine Frau schlägt und ihr Schaden zufügt. Ein Christ sollte kein Schläger sein. (1. Tim. 3:3; Tit. 1:7) Christen sollten die Frucht des Geistes hervorbringen, und dazu gehören Selbstbeherrschung und Frieden. (Gal. 5:22, 23) Der Ehemann sollte seine Frau lieben wie sich selbst. — Eph. 5:28, 29; Kol. 3:19; siehe auch 2. Timotheus 2:24 und 1. Petrus 3:7.
Wenn ein offensichtlicher Fall von Gewalttätigkeit vorliegt, würde das Rechtskomitee der Versammlung die Angelegenheit untersuchen, um festzustellen, was zur Mißhandlung der Frau geführt hat, und würde beiden biblischen Rat geben in dem Bemühen, in der Familie den Frieden wiederherzustellen. Es mag auch feststellen, daß es nötig ist, mehr als nur Rat zu geben; vielleicht muß der Mann eine private oder eine öffentliche Zurechtweisung erhalten. Wenn es sich herausstellt, daß der Mann seine Frau gewohnheitsmäßig schlägt, also ohne Selbstbeherrschung und brutal ist (2. Tim. 3:3), und er nicht den biblischen Rat befolgt, den ihm die älteren Männer der Versammlung gegeben haben, dann kann dem gewalttätigen Mann die Gemeinschaft entzogen werden.
Wenn sich dann die geschädigte Frau entschließt, gegen ihren Mann, dem die Gemeinschaft entzogen wurde, gerichtlich vorzugehen, da sie dies für nötig hält, um sich vor weiterer Gewalttätigkeit zu schützen, so würde dies nicht gegen den Rat verstoßen, der in 1. Korinther 6:1-6 aufgezeichnet ist.
Das Rechtskomitee der Versammlung sollte sich nicht in die persönlichen, privaten Familienangelegenheiten anderer einmischen; aber wenn es um Rat ersucht wird, hat es die große Verpflichtung, in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift zu urteilen und den guten Ruf der Versammlung zu schützen. Wenn dem Komitee ein Fall vorgetragen wird, sollte es ihn gründlich behandeln und sich später vergewissern, ob der gegebene Rat befolgt wird und ob sich die Verhältnisse bessern. Die älteren Männer bemühen sich, Dinge richtig zu stellen, die nicht in Ordnung sind, und dazu gehören auch schwerwiegende Familienprobleme, die ihnen vorgetragen werden. — Tit. 1:5.
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