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  • „Neue Himmel und eine neue Erde“ erwarten
    Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!
    • einem eindrucksvollen Höhepunkt. Es ist der „Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (2. Petrus 3:7-12). Unheilverkündend ist daher der Teil des Traumes des Königs, der zeigt, wie etwas in Bewegung gesetzt wird und was dann geschieht. Daniel erinnerte den König daran mit den Worten:

      68 „Du schautest weiter, bis ein Stein herausgehauen wurde, nicht mit Händen, und er schlug das Bild an seine Füße von Eisen und von geformtem Ton und zermalmte sie. Zu dieser Zeit wurden das Eisen, der geformte Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold alle zusammen zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so daß gar keine Spur davon gefunden wurde. Und was den Stein betrifft, der das Bild traf, er wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde“ (Daniel 2:34, 35).

      69. Was bedeutet das für alle Staatswesen?

      69 Die Erfüllung dieses dramatischen Teils des prophetischen Traumes steht uns unmittelbar bevor. Demnach muß jeder Rest oder jede Spur der historischen Weltmächte, einschließlich der achten Weltmacht, der Vereinten Nationen, endgültig verschwinden. Auch die unbedeutenderen Königreiche und andere Staatswesen müssen aus dem Dasein ausgelöscht werden.

      70, 71. Welches Mittel benutzt Jehova, um die weltweite Vernichtung herbeizuführen?

      70 Das wird durch Gottes Wort, nicht durch Menschen bewirkt. Es ist weder das Werk des gesalbten Überrestes der geistigen Israeliten noch das Werk seiner Mitanbeter Jehovas, der „großen Volksmenge“. Das Mittel, das Jehova Gott, der Allmächtige, gebrauchen wird, um diese weltweite Vernichtung herbeizuführen, wurde in Nebukadnezars Traum als ein „Stein“ dargestellt, der ohne Zutun von Menschenhand aus einem Berg gehauen wurde. Dieser „Stein“ muß somit etwas darstellen, was der Schöpfer, der Souveräne Herr Jehova, hervorbringt. Was dieser „Stein“ versinnbildlicht, erklärte Daniel unter Jehovas Inspiration mit den Worten:

      71 „Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk [keine Nachfolger] übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und es selbst wird für unabsehbare Zeiten bestehen; wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und daß er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte“ (Daniel 2:44, 45).

      72, 73. (a) Was ist unter dem „Berg“ zu verstehen, aus dem der „Stein“ ohne Zutun von Menschenhand gehauen wurde? (b) Was stellt der „Stein“ selbst dar, und was geht jetzt in Verbindung damit vor sich?

      72 Da der „Stein“ ein Königreich darstellt, das der Gott des Himmels aufrichtet, muß der „Berg“ die Quelle königlicher Macht und Gewalt, die universelle Souveränität Jehovas, des Königs der Ewigkeit, darstellen. Das mit einem Stein verglichene Königreich wäre somit ein untergeordneter Teil, ein Mittel seiner universellen Souveränität. Es ist sein messianisches Königreich unter seinem einziggezeugten Sohn, der der Herr Jesus Christus geworden ist (Daniel 7:13, 14). Es ist das Königreich, über das Jesus Christus in seiner Prophezeiung über den „Abschluß des Systems der Dinge“ folgendes vorhersagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14). Jesus Christus sah sich im Geiste in diesem Königreich, als er in Verbindung mit der gleichen Prophezeiung sagte:

      73 „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden“ (Matthäus 25:31, 32).

      74. Mit welchen Aufgaben hat Jehova dieses messianische Königreich betraut?

      74 Heißen wir deshalb das messianische Königreich des Sohnes des Souveränen Herrn Jehova willkommen! Es ist die himmlische Regierung, die mit der Aufgabe betraut ist, „die Himmel und die Erde, die jetzt sind“, zu beseitigen und zur Ehre Gottes und zum ewigen Segen aller gehorsamen Menschen die verheißenen „neuen Himmel und eine neue Erde“ herbeizuführen.

  • „Neue Himmel und eine neue Erde“ werden geschaffen
    Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!
    • 17. Kapitel

      „Neue Himmel und eine neue Erde“ werden geschaffen

      1. (a) Warum sind wir heute an dem Traum interessiert, den Nebukadnezar, der König von Babylon, hatte? (b) Was sagte Daniel, als er den König an die Einzelheiten des Traumes erinnerte, über einen bestimmten „Stein“ und über das, was dieser bewirken würde?

      HEUTE sehen wir, wie sich der prophetische Traum erfüllt, den ein Herrscher des babylonischen Weltreiches vor mehr als 2 500 Jahren hatte. Dieser göttliche Traum hilft uns, das, was sich in unserer Zeit, da die Weltbedrängnis immer größer wird, abspielt, zu verstehen. Wir können dankbar sein, daß dieser Traum, den König Nebukadnezar vollständig vergessen hatte, dem Propheten Daniel geoffenbart wurde, so daß dieser ihn dem tief beunruhigten König in Erinnerung rufen und mit der Hilfe Gottes, des Allmächtigen, auslegen konnte. Als Daniel zum Höhepunkt seines Berichtes über das „Bild“ kam, das der König im Traum gesehen hatte und das die sich ablösenden Supermächte der Weltgeschichte darstellte, angefangen vom Babylonischen Reich bis zur heutigen anglo-amerikanischen Doppelweltmacht, sagte er:

      „Du schautest weiter, bis ein Stein herausgehauen wurde, nicht mit Händen, und er schlug das Bild an seine Füße von Eisen und von geformtem Ton und zermalmte sie. Zu dieser Zeit wurden das Eisen, der geformte Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold alle zusammen zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so daß gar keine Spur davon gefunden wurde. Und was den Stein betrifft, der das Bild traf, er wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde“ (Daniel 2:34, 35).

      2. Was versinnbildete dieser „Stein“?

      2 Dafür ist nur folgende Erklärung möglich: Der „Stein“ versinnbildete das messianische Königreich unter dem gesalbten Sohn Jehovas, des Souveränen Herrn des Universums.

      3. Erkläre, welche Verbindung zwischen diesem messianischen Königreich und dem König David besteht und wie dieses Königreich die Form eines geistigen Königreiches annahm.

      3 Dieses messianische Königreich hatte seine Wurzeln im irdischen Königreich des David, den Jehova zum König über das Volk Israel salben ließ. Davids Regierungssitz wurde schließlich Jerusalem oder Zion. Jehova Gott schloß mit David einen Bund, durch den er garantierte, daß das messianische Königreich dem Hause Davids verbleiben und ein ewiges Königreich werden würde. Zur bestimmten Zeit — als Davids bleibender Erbe auf die Erde kam — nahm dieses Königreich die Form eines geistigen Königreiches an. Das geschah dadurch, daß der himmlische Sohn Gottes auf übernatürliche Weise in die königliche Familie Davids hineingeboren wurde. Dadurch ererbte er das Recht auf den Thron König Davids (Matthäus 1:1 bis 2:6). Deshalb salbte Jehova Gott ihn, sobald er im Alter von dreißig Jahren im Wasser getauft worden war, mit heiligem Geist zum künftigen König über Israel, „das Haus Jakob“. Gott zeugte ihn auch zu einem geistigen Sohn Gottes und erkannte ihn als solchen an (Matthäus 3:13-17; Lukas 1:32, 33; 3:21-23; Apostelgeschichte 10:38).

      4. Wie wurde der bleibende Erbe Davids tatsächlich ein himmlischer König?

      4 Jesus Christus erlitt den Tod als Märtyrer, weil er das Königreich Gottes, das „Königreich der Himmel“, verkündigte. Er starb „im Fleische“, als vollkommenes menschliches Schlachtopfer. Doch der Apostel Petrus schrieb: „Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, er, der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde“ (1. Petrus 3:18). Israel, „das Haus Jakob“, sollte also einen himmlischen König haben, einen unsichtbaren König, nämlich Jesus Christus, der auferstanden und als unsterblicher Geist in den Himmeln ist (Römer 1:3, 4). Der auferstandene Jesus Christus ist somit der bleibende Erbe oder der königliche Erbe Davids, und sein Königreich ist ein ewiges Reich. Dieses messianische Königreich wird ohne Zutun von Menschenhänden aus dem „Berg“ — ein Bild der Souveränität Jehovas — gehauen.

      5. (a) Wann wurde der sinnbildliche Stein aus dem Berg gehauen? (b) Welche Zeitperiode begann für das gegenwärtige böse irdische System der Dinge, als der „Stein“ herausgehauen und dann gegen das symbolische Bild geschleudert wurde?

      5 Wann wurde dieser königliche „Stein“ „herausgehauen“ und gegen das „Bild“, das die irdischen Weltmächte veranschaulicht, geschleudert? Das geschah, nachdem die Zeiten der Nationen um den 4./5. Oktober 1914 abgelaufen waren und Jehova den auferstandenen Jesus Christus in den Himmeln auf den Thron erhoben hatte (Lukas 21:24; Psalm 2:1-6; Offenbarung 11:15; 12:5-10). Damals waren dann die prophetischen Worte aus Psalm 110:2 auf den eingesetzten König, Jesus Christus, anwendbar: „Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, indem er spricht: ,Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘ “ Deshalb begann damals für das gegenwärtige böse irdische System der Dinge die „Zeit des Endes“ (Daniel 12:4). Seit 1914, dem Jahr, in dem die Zeiten der Nationen abliefen, ist auch alles das eingetroffen, was Jesus Christus für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ vorausgesagt hat (Matthäus 24:3 bis 25:33).

      6. (a) Weshalb ist die Tatsache bedeutsam, daß der Stein das Bild an die „Füße von Eisen und von geformtem Ton“ schlug? (b) Wann trifft dieser Stein das symbolische Bild?

      6 Die Tatsache, daß in dem Traum des Königs der Stein das Bild, das einem Menschen glich, an die „Füße von Eisen und von geformtem Ton“ schlug, ist bedeutsam. Dadurch wird gezeigt, daß das wirkliche Weltmacht-„Bild“ von dem messianischen Königreich Gottes zur Zeit der siebenten Weltmacht — der anglo-amerikanischen Doppelweltmacht —, und zwar in ihren letzten Tagen, getroffen wird. Das ist die Zeit, in der die einen Staaten dieser Welt den Imperialismus — veranschaulicht durch das Eisen — verfechten und die anderen den Radikalismus — veranschaulicht durch den Ton. Radikalismus und Imperialismus vertragen sich nicht. Das symbolische „Bild“ wird nicht zu Beginn der bevorstehenden „großen Drangsal“, also nicht zur Zeit der Vernichtung Groß-Babylons, des Weltreiches der falschen Religion, getroffen, sondern nachher, im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, Har-Magedon genannt (Matthäus 24:21, 22; Offenbarung 7:14; 16:14, 16; 17:1-18; 18:20 bis 19:3). Dann werden sich die Nationen dieser Welt, die nicht mehr von Babylon der Großen beeinflußt werden, gegen die universelle Souveränität Jehovas und gegen sein messianisches Königreich vereinigen und dagegen Stellung nehmen.

      7. Trifft und zermalmt der „Stein“ gemäß dem Traum Nebukadnezars irgendwelche Herrscher im geistigen Bereich?

      7 Gemäß dem prophetischen Traum Nebukadnezars trifft der „Stein“, das heißt das messianische Königreich, keine politischen Feinde im unsichtbaren, geistigen Bereich, wie zum Beispiel den ‘Geistfürsten des königlichen Reiches Persien’ und den ‘Geistfürsten von Griechenland’ (Daniel 10:13, 20). Der „Stein“ trifft etwas Irdisches, Sichtbares, Menschliches, nämlich die Regierungen dieser Welt, die imperialistischen, demokratischen, radikalen, sozialistischen und kommunistischen.

      8. Wie wird in Offenbarung, Kapitel 17 und 19 auf ähnliche Weise gezeigt, gegen wen und wogegen der königliche „Stein“ kämpfen wird?

      8 In Offenbarung 17:12-14 wird ebenfalls gezeigt, daß der messianische königliche „Stein“ gegen die gut gerüsteten Vertreter der achten Weltmacht, der Vereinten Nationen, kämpft, die dann nicht mehr unter dem Einfluß Groß-Babylons stehen: „Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil er Herr der Herren und König der Könige ist.“ Auch der eingehende Bericht über den „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, Har-Magedon genannt, den wir in Offenbarung 19:11-21 finden, zeigt, daß der messianische königliche „Stein“ nicht gegen Geistermächte in den unsichtbaren Himmeln kämpft, sondern gegen das weltweite politische System auf der Erde mit allen seinen menschlichen Herrschern und deren Armeen und Anhängern.

      9. Wie wird sich dieser Krieg auf die bewohnte Erde auswirken?

      9 Dieser Krieg führt zu einer Bedrängnis, wie es auf der bewohnten Erde noch keine gegeben hat. Sie wird in Daniel 12:1 wie folgt vorhergesagt: „Und während jener Zeit [des Endes] wird Michael aufstehen, der große Fürst, der zugunsten der Söhne deines Volkes [des Volkes Daniels (Israel)] steht. Und es wird gewißlich eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit.“

      10. (a) Was wird mit dem symbolischen Bild geschehen, wenn der „Tag Jehovas“ seinen Höhepunkt erreicht? (b) Wann werden Satan und seine Dämonen gebunden und in den Abgrund geschleudert?

      10 Dann erfüllt sich der letzte Teil des Traumes, den Nebukadnezar hatte und in dem er sah, daß der „Stein ... das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte“. Alle diese Stoffe wurden „zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so daß gar keine Spur davon gefunden wurde“ (Daniel

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