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  • Die Grundlage zur Lösung der Probleme der Menschheit
    Erwachet! 1975 | 8. September
    • Loskaufspreises sorgte. Was war dieser Preis? Adam war mit seinem vollkommenen menschlichen Leben, seinem „Vermögen“, fahrlässig umgegangen und hatte es durch Auflehnung gegen Gott verloren. Damit verlor er vollkommenes menschliches Leben für seine Nachkommen. Der Loskaufspreis für seine Nachkommen mußte deshalb im Wert dem entsprechen, was verlorengegangen war. Das war im Einklang mit dem Grundsatz der Gerechtigkeit aus dem Gesetz Mose: „Seele wird um Seele sein“ (5. Mose 19:21).

      Kein Nachkomme Adams konnte diesen hohen Preis zahlen, denn keiner besaß vollkommenes menschliches Leben. In der Bibel steht: „Nicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben (und der Erlösungspreis ihrer Seele ist so kostbar, daß er aufgehört hat auf unabsehbare Zeit)“ (Ps. 49:7, 8).

      Jehova Gott indessen beschaffte diesen hohen Preis in der Person seines eigenen Sohnes. Er übertrug sein Leben aus dem Himmel in den Schoß der Jungfrau Maria. So wurde Jesus, das Kind, das Maria gebar, ein vollkommener Menschensohn Gottes (Luk. 1:35; Phil. 2:5-7). Der Mensch Jesus Christus konnte daher sein vollkommenes Menschenleben als Opfer niederlegen (Matth. 20:28).

      Als Jesus dies tat, erbrachte er den genauen Preis, der zur Erlösung oder zum Rückkauf der Menschheit benötigt wurde. Damit einzelne aber die Vergebung ihrer Sünden oder Streichung ihrer „Schulden“ aufgrund des sühnenden Wertes des Opfers Jesu erreichen können, müssen sie sich diese Vorkehrung gemäß Gottes Bedingungen zunutze machen. Da Jehova Gott eine gesetzliche Grundlage zur Vergebung der Sünden gelegt hat, die auch die Bedingungen zur Vergebung einschloß, erhält er seine eigene Gerechtigkeit aufrecht, wenn er mit unvollkommenen Menschen handelt, die ihm aufrichtig zu dienen wünschen. Er ermutigt in keiner Weise zu gesetzlosem Handeln (Matth. 6:12; Röm. 3:25, 26; 1. Joh. 1:9).

      Nun sind schon über neunzehnhundert Jahre vergangen, seitdem die Menschheit mit dem kostbaren Blut Jesu Christi erkauft und er zu unsterblichem himmlischem Leben auferweckt wurde (Apg. 13:34-37). Doch die Menschen sterben noch immer. Weshalb? Weil die Zeit, in der Gott die sündensühnenden Eigenschaften des Opfers Christi für die Befreiung der Menschheit von der Unvollkommenheit anwenden wird, noch in der Zukunft liegt (Offb. 22:1, 2). Heißt das, daß Gott noch nichts weiter getan hat, um die Menschen von ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten zu befreien?

  • Eine Regierung, die die Menschheit befreit
    Erwachet! 1975 | 8. September
    • Eine Regierung, die die Menschheit befreit

      JEHOVA GOTT trifft seit über neunzehn Jahrhunderten Vorbereitungen für eine Regierung, die die sündige, sterbende Menschheit befreien wird. Er hat die Herrscher, die diese Regierung bilden werden, aus den Menschen ausgewählt und sie unter seinem Sohn als Haupt zu einer Einheit zusammengebracht (Eph. 1:9, 10). Sie haben die Aussicht, zu unsterblichem Leben im Himmel auferweckt zu werden, um als König-Priester zu dienen (1. Kor. 15:42-54; Eph. 1:3-23; Offb. 20:6). Diese König-Priester werden gemeinsam mit Jesus Christus die sündensühnenden Auswirkungen des Opfers Jesu anwenden und die Menschheit von der Versklavung der Sünde und des Todes befreien. Milliarden Verstorbener werden ebenfalls aus ihren Diensten Nutzen ziehen, nachdem sie zum Leben zurückgebracht worden sind (Apg. 17:31).

      Woher wissen wir, daß die Herrschaft Jesu Christi und seiner Mitverbundenen nicht dieselben unerwünschten Begleiterscheinungen haben wird wie menschliche Regierungen? Was berechtigt uns, diesen Personen zu vertrauen, die Gott im Verlauf so vieler Jahrhunderte ausgewählt hat, um zu herrschen?

      Wenn man von menschlicher Herrschaft ausgeht, mag man nur wenig Hoffnung haben, daß irgendeine Regierung die vielen Probleme lösen könnte. Im Laufe der Geschichte hat oft die gesellschaftliche Stellung oder Schicht, das militärische Können, die Berühmtheit, der Reichtum oder etwas Ähnliches den Ausschlag dafür gegeben, wer herrschte. In vielen Ländern käme selbst die fähigste Person nur mit Mühe in eine hohe Stellung, wenn sie nicht die Unterstützung starker politischer Parteien hätte und großzügige Wahlkampfunterstützung erhielte. Die Menschen konnten sich noch kein System ausdenken, in dem sichergestellt ist, daß diejenigen, die ein Amt übernehmen, eine aufrechte Haltung haben werden und sich nicht bestechen oder so beeinflussen lassen, daß sie ihre Stellung zu selbstsüchtigen Zwecken mißbrauchen.

      Erprobte, fähige Herrscher

      Wie sieht es mit der Auswahl der König-Priester in Gottes Regierung, seinem himmlischen Königreich, aus? Die Art und Weise, wie man in diesem Königreich eine Herrschaftsstellung erreicht, unterscheidet sich vollständig von dem, was bei den Regierungen dieser Welt üblich ist. Aus der Bibel geht klar hervor, daß man mit seiner gesellschaftlichen Stellung, seiner Bildung, seiner Klassenzugehörigkeit, seiner Berühmtheit, seinem Geld oder dergleichen keinen Sitz in dieser Regierung erkaufen kann (1. Kor. 1:26, 27). Niemand kann sich um diese Stellung bewerben. Der einzelne wird für dieses Amt erprobt. Er muß unter schwierigen Umständen beweisen, daß er treu ist und mehr am Wohlergehen anderer als an seinem eigenen interessiert ist (Apg. 14:22; 1. Joh. 3:16-18). Jehova Gott, der die Beweggründe im Herzen liest, entscheidet, ob der Betreffende dem Maßstab entspricht (1. Sam. 16:7; Joh. 6:44; 2. Thess. 1:11; Offb. 22:11-15).

      Betrachte bitte, was Jesus Christus, der unter diesen Herrschern die höchste Stellung innehat, durchmachen mußte. Im Himmel besaß er als der einziggezeugte Sohn Gottes alles. Die Bibel sagt: „Er war reich und wurde für euch arm“ (2. Kor. 8:9, Die Gute Nachricht). Seine hohe Stellung im Himmel gab er von sich aus auf, um ein Mensch zu werden, und lernte unter ungünstigen Umständen Gehorsam gegenüber seinem Vater. Er litt viel und starb schließlich wie der schlimmste Verbrecher an einem Hinrichtungspfahl (Phil. 2:5-8; Hebr. 5:7, 8). Wegen dieser Erfahrungen auf der Erde versteht Jesus Christus die Bedürfnisse der Menschen sehr gut und kann mit ihnen fühlen, wenn er mit ihnen zu tun hat (Hebr. 2:17, 18).

      Als Mensch zeigte Jesus, daß er an den Menschen sehr interessiert war und sie liebte. Ihm war sehr daran gelegen, denen, die in Not waren, unverzüglich zu helfen (Matth. 14:14; Mark. 6:34). Er bewies auch, daß es für ihn kein Problem war, die ernsten Probleme der Menschen zu lösen. Mit der Kraft, die er von Gott erhalten hatte, heilte er Kranke, Verkrüppelte und Mißgestaltete. Er stellte Blinden das Augenlicht wieder her, öffnete Tauben die Ohren und gab Stummen die Sprache wieder. Tausende speiste er durch ein Wunder, und selbst Tote auferweckte er. Diese Dinge spielten sich wirklich ab. Sie wurden von Augenzeugen aufgezeichnet (Matth. 11:5; 14:16-21).

      Die Mitherrscher Jesu Christi können keine Männer sein, die zwar viel versprechen, aber ihre Versprechungen nicht einhalten, sobald sie im Amt sind. Von denen, die mit Jesus im Himmel sein werden, sagt die Bibel: „In ihrem Munde wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel“ (Offb. 14:5). Wie Jesus Christus müssen sie beweisen, daß sie bereit sind, sich selbstlos aufzuopfern und für ihre christlichen Brüder zu sterben (1. Joh. 3:15-18).

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