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  • „Dein Wille geschehe auf Erden“ — 33. Teil
    Der Wachtturm 1960 | 1. Mai
    • Nordens verkündigen. Er wird sie nicht aufhalten!

      72. Wo wird er, gemäß den Worten des Engels Jehovas, seine palastartigen Feldzugszelte aufschlagen, in der Absicht, viele zu vernichten?

      72 Der König des Nordens wird ausziehen, um viele zu vernichten und zu vertilgen, aber wie weit wird sein vernichtendes Vorhaben glücken? Wo errichtet er seine Operationsbasis? Jehovas Engel prophezeite, daß der König seine palastartigen Feldzugszelte „zwischen den Meeren und dem Berge der heiligen Zierde“ aufschlagen werde.

      73. Was wäre, gemäß dieser Operationsbasis, das Hauptangriffsziel des Königs des Nordens, und wer wird sich ihm schließlich in seinem Angriff anschließen?

      73 Von Daniels Gesichtspunkt aus lag dieser Zelt-Standplatz zwischen dem Mittelmeer oder dem Großen Meer und dem heiligen Berge des Heiligtums oder Tempels Jehovas. Im Hebräischen konnte vom Mittelmeer als von „Meeren“ gesprochen werden, wenn man daran denkt, daß es weit größer ist als das Tote Meer und das Galiläische Meer in Palästina. Das Lager des Königs befände sich also in dem Land des Jehova hingegebenen Volkes, dem „Land der Zierde“, und der Hauptangriff des Königs würde gegen den „Berg der heiligen Zierde“ gerichtet sein, wo sich Jehovas Heiligtum befindet und wo ihn seine „heilige Nation“ im Verein mit Fremdlingen guten Willens anbetet. Offensichtlich geht der König des Nordens darauf aus, die Anbetung Jehovas auszurotten, dessen Heiligtum der König des Nordens schon in vergangenen Zeiten entweiht und zertreten hatte. Daß es beharrlich weiterexistiert und selbst auf unkontrollierbare Weise untergründig wächst, reizt den „König“. Die „Berichte“, die die Glieder der Heiligtumsklasse und die Anbetung darbringenden „anderen Schafe“ von Haus zu Haus und öffentlich und auch nichtöffentlich, untergründig, erstatten, beunruhigen die kommunistische, diktatorische Macht. Ein Feldzug gegen diese Königreichsverkündiger wird für sie als wichtiger erachtet als der Angriffsfeldzug des Königs des Nordens gegen den König des Südens. Das Verhältnis zwischen dem König des Nordens und dem König des Südens ist nicht so ernst und bedrohlich. Ja der unsichtbare Initiator, der symbolische Gog von Magog, manövriert beide Könige in eine Lage hinein, in der sie mit ihm in einem letzten, totalen Angriff auf Jehovas „Land der Zierde“ mitmachen.

      74. Warum ist der „Berg der heiligen Zierde“ sein Angriffsziel, und was sagt die Prophezeiung über den Erfolg seines Angriffs?

      74 Der Berg, auf dem bis zum Jahre 70 n. Chr. Jehovas buchstäblicher Tempel stand und der dem Königreich Jordanien blieb, weil der mohammedanische Felsendom dort gestanden hat, ist für Jehova Gott nicht mehr heilig. Folglich ist dieser irdische Berg im Nahen Osten nicht das eigentliche Ziel des ergrimmten Königs des Nordens. Sein Ziel ist Jehovas Überrest der Heiligtumsklasse und die große Menge „anderer Schafe“. Diese beten Jehova an und weigern sich, das „Bild des Tieres“ oder den König des Nordens, der sich selbst zu einem Gott gemacht hat, oder den politischen Staat oder den „Gott der Festungen“ anzubeten. Wird der König des Nordens Gelingen haben? Wird er der mißbilligten, verurteilten, verbotenen Anbetung ein Ende bereiten? Die Stimme der Prophezeiung antwortet: „Und er wird zu seinem Ende kommen, und niemand wird ihm helfen.“ Er erreicht seine „Zeit des Endes“, und es kommt zur „bestimmten Zeit“.

      75. Wieso geht er in seinem Kampf zu weit, und warum wird er niemanden haben, der ihm hilft?

      75 Er hat den „Berichten von Osten und Norden her“, der warnenden Ankündigung, daß er vernichtet werde, weil er gegen Jehova Gott und sein Königreich kämpfe, nicht geglaubt. Er geht in seinem Kampf zu weit, da er seinen Angriff unter Gogs Führung auf Jehovas Heiligtum richtet, das sich auf seinem „Berge der heiligen Zierde“ befindet. Sein Ende, sein Harmagedon, erreicht ihn, wenn Jehovas bestimmte Zeit dafür gekommen ist. Niemand wird ihm helfen, nicht einmal der König des Südens, denn dieser König wird in Harmagedon ebenfalls vernichtet, ja „ohne Menschenhand zerschmettert werden“. (Dan. 8:25) Der dämonische Gog von Magog, Satan, der Teufel, wird sich, zusammen mit all seinen Dämonen, als unfähig erweisen, dem König des Nordens in seinem letzten Kampf zu helfen, denn Gog wird selbst eine Niederlage erleiden und zermalmt werden.

      76. Wie erfahren wir, warum er in Harmagedon in vollständiger Hilflosigkeit „zu seinem Ende kommen“ muß?

      76 Warum wird dieser zweitausend Jahre alte „König des Nordens“ auf diese Weise, in äußerster Hilflosigkeit, „zu seinem Ende kommen“? Die weitere Prophezeiung des Engels gibt die großartige, begeisternde Antwort.

      (Fortsetzung folgt)

  • Mein Lebensziel verfolgend
    Der Wachtturm 1960 | 1. Mai
    • Mein Lebensziel verfolgend

      Von G. B. Garrard erzählt

      DAS Leben ist so überreich an Erfahrungen, daß ich in diesem kurzen Bericht, der zeigen soll, wie ich ein erstrebenswertes Lebensziel verfolgt habe, nur einige erwähnen kann. Ich möchte immerhin einen Teil der fünfunddreißig Jahre, in denen ich die Freuden und Segnungen des Dienstes Jehovas genoß, mit dir zusammen nochmals erleben.

      Zuerst möchte ich jedoch eine Frage stellen. Hast du schon so lange in einer Stadt gewohnt, daß du das Gefühl hast, zu ihr zu gehören? Du hast vielleicht gesehen, wie alte Gebäude durch neue ersetzt und enge Straßen verbreitert wurden. Du hast gesehen, wie sich die Stadt entwickelt und mit der Zeit Schritt gehalten hat, ja du hast sogar selber dazu beigetragen und fühlst deshalb, daß du zu ihr gehörst.

      Genauso ergeht es mir. Statt daß ich aber zu einer buchstäblichen Stadt gehöre, bin ich mit einer stadtähnlichen Organisation verbunden gewesen. Diese Organisation ist auch nicht nur auf einen Ort in einem bestimmten Land beschränkt, sondern wirkt heute in 175 Ländern und auf Inseln des Meeres und dient ausschließlich der Förderung der Anbetung Jehovas, Gottes. Seitdem ich mit dieser glücklichen Organisation verbunden bin, habe ich mich bemüht, durch meine Mitarbeit ihrem großen Schöpfer und Baumeister zu dienen und ihre Ausdehnung zu fördern.

      In meinen jungen Jahren hatte ich oft den brennenden Wunsch zu erfahren, wer der Schöpfer ist, und ihm, wenn möglich, näher zu kommen. Mit einundzwanzig Jahren erhielt ich Aufschluß durch einen Freund, der mir Einblick in die Bibel verschaffte. (Zwei Jahre später starb dieser Freund als ein treuer Diener Gottes, Jehovas.) In London (England) trat ich im Spätherbst des Jahres 1924 mit Jehovas Zeugen in Verbindung, deren Organisation diesen Aufschluß vermittelte. Ich erkannte in ihnen sogleich Gottes Volk und entschloß mich unverzüglich, ‚ihren Gott zu meinem Gott‘ zu machen und mich ihnen auf ihrem Wege anzuschließen. (Ruth 1:16, 17) Nach meiner ersten Begegnung mit ihnen ließ ich mich taufen und begann zu wirken. Ich erkannte, daß die Zeit drängte und ein Aufschub gefährlich wäre. Am liebsten wäre ich gleich in den Vollzeit-Pionierdienst eingetreten, aber ich mußte noch fünf Jahre warten, bis mein Herzenswunsch erfüllt wurde.

      Trotz meiner Jugend bekleidete ich damals einen einflußreichen Posten in einem weltbekannten Transportunternehmen und war auch Teilhaber dieser Firma. Mein Arbeitgeber, ein alter Herr, wollte, daß ich das Geschäft übernehme. Sollte ich das tun, was bedeutet hätte, daß ich keine Zeit mehr für meine Religion gehabt hätte, oder sollte ich darauf verzichten? Ich zog es vor, auf das Geschäft zu verzichten. Danach kamen für mich wirklich schwere Zeiten. Ich suchte eine Stelle als Büroangestellter, damit ich die für das Studium und den Dienst nötige Freizeit hätte, aber ich konnte keine solche Stelle finden, da ich vorher einen zu hohen Posten innehatte, um für Büroarbeit in Frage zu kommen. Ich

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