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Nach höherer Erkenntnis lebenDer Wachtturm 1950 | 15. Oktober
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widersetzt sich der Ausbreitung der lebengebenden Erkenntnis, auch wenn er in Eden vorgab, des Menschen Erkenntnis mehren zu wollen, indem er Eva zum Ungehorsam verführte, zum Essen vom „Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen“. Bösen, jawohl! Aber nie hat er der Menschheit zu einer Erkenntnis des Guten verholfen. Es ist der Gott dieser Einrichtung oder „dieses Systems der Dinge“, und auf dem ganzen Wege hat er „den Sinn der Ungläubigen verblendet, damit der Lichtglanz der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahlen möchte“. Mit der unwiderstehlichen Kraft Gottes aber ist das Licht durch den teuflischen Widerstand hindurchgedrungen und hat uns erreicht, und Er „hat auf unsere Herzen gestrahlt, um sie zu erleuchten mit der herrlichen Erkenntnis Gottes durch das Angesicht Christi“. (2. Kor. 4:4-6, Neue-Welt-Übers.) Lasset uns unserseits aufstehen und leuchten, indem wir das Licht auf andere widerstrahlen! Möge es nicht geschehen, dass die Menschen aus Mangel an Erkenntnis vertilgt werden, weil wir nachlässig gewesen sind und versagt haben. Wenn eine grosse Menge Gutwilliger jetzt der Rettung entgegengeführt wird, so möge sich Gott dazu unser durch seinen Hirten bedienen!
„SIE WERDEN WISSEN“
14, 15. a) Warum wird die Christenheit veranlasst werden, Jehova zu erkennen, und wie? b) Was wird Jehova Gog und seinen Streitkräften antun? Wie berührt es die Nationen?
14 Die Christenheit wird es weiterhin ablehnen, die Erkenntnis Jehovas Gottes aus dem Munde und den Händen seiner Zeugen anzunehmen. Aber die erschreckende Stunde rückt näher, da sie gezwungen werden wird, zu wissen, dass dies Gottes Zeugen gewesen sind, nämlich sein „Prophet unter ihnen“, und dass Gott Jehova ist, und dass seit 1914 sein König, Jesus Christus, im Königreich für die neue Welt herrscht. Dass sie aber GEZWUNGEN werden, Jehova zu jener Zeit zu kennen, wird weder für sie noch die übrigen dieser Welt Segen bedeuten. Vielmehr wird es ihr eigenes Verderben inmitten einer Welt-Vernichtung bedeuten! Zufolge ihres willentlichen Mangels an Erkenntnis bekämpft die Christenheit Jehovas Königreich, dem Christus vorsteht. Sie schaltet sich gleich mit all den Streitkräften Gogs und Magogs zum endgültigen Ansturm auf die sichtbare Theokratische Organisation des Volkes Jehovas auf Erden. Die von den Dämonen inspirierte Propaganda treibt all ihre Herrscher blindlings und wie toll der Kriegsfront von Harmagedon entgegen. (Off. 16:14-16) Binnen kurzem wird der Höchste Kämpfer für Wahrheit und Gerechtigkeit zu einer Stunde, die kommt wie ein Dieb, sich all seinen Gegnern in einer Sprache kundtun, welche sie verstehen werden, in der Sprache kosmischer Kräfte, die ihnen Vernichtung kündet. Nie zuvor gab es so etwas, ausser in der Sintflut der Tage Noahs. Auf Gog und all seine Streitkräfte hinweisend, sagt Jehova:
15 „Und ich werde nach allen meinen Bergen hin das Schwert über ihn herbeirufen, spricht der Herr, Jehova; das Schwert des einen wird wider den anderen sein. Und ich werde Gericht an ihm üben durch die Pest und durch Blut; und einen überschwemmenden Regen und Hagelsteine, Feuer und Schwefel werde ich regnen lassen auf ihn und auf seine Haufen und auf die vielen Völker, die mit ihm sind. Und ich werde mich gross und heilig erweisen und werde mich kundtun vor den Augen vieler Nationen. Und sie werden wissen, dass ich Jehova bin. Und ich werde Feuer senden unter Magog und unter die, welche auf den Inseln sicher wohnen. Und sie werden wissen, dass ich Jehova bin. . . . Und ich werde meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen. Und die Nationen werden wissen, dass ich Jehova bin, der Heilige in Israel. Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der Herr, Jehova. Das ist der Tag, von welchem ich geredet habe.“ — Hes. 38:21-23 und 39:6-8.
16. Wer wird als Gottes Urteilsvollstrecker amten? Wie wird den Gehorsamen vergolten, und den willentlich Unwissenden?
16 Christus Jesus, der König, wird als Jehovas Urteilsvollstrecker in jener Weltvernichtung amten, und die Tatsache, dass er nun in seinem Reiche gegenwärtig ist und die Erde als seinen Herrschaftsbereich besitzt, wird all seinen Gegnern gewaltsam offenbart werden. Ihre Vernichtung wird allen von uns, die es sich erwählen, Gott zu erkennen und zu gehorchen, die ersehnte Erlösung bringen. So steht geschrieben: „[Es ist] bei Gott gerecht, Drangsal zu vergelten denen, die euch bedrängen, und euch, die ihr bedrängt werdet, Ruhe mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel, mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung [gebührende Strafe, Neue-Welt-Übers.] gibt denen, die Gott nicht kennen, und denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorchen; welche Strafe leiden werden, ewiges Verderben hinweg vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommen wird, um . . . verherrlicht zu werden.“ (2. Thess. 1:6-10, Fussnote) Welch ein UNHERRLICHES Ende für ihren Ungehorsam, ihr Versagen, jetzt Erkenntnis des allein wahren Gottes und Jesu Christi anzunehmen, den er nun als König ausgesandt hat!
ÜBERLEBEN
17. Was erwarten wir für uns selbst in Harmagedon? Was müssen wir daher hinsichtlich Erkenntnis tun?
17 Dies ist jedoch nicht der Weg, auf dem WIR Jehova Gott und seinen Christus kennenlernen wollen. Wir wollen sie auf eine Weise erkennen, die ewiges Leben und nicht Vernichtung bedeutet. Gott hat uns seinen heiligen Geist gegeben, und er hat seinen treuen Überrest von Königreichserben mit seinem Geist gesalbt und sie durch die tiefen Dinge erleuchtet, die dieser Geist im Worte Gottes offenbart. Die Christenheit aber wird binnen kurzem mit Feuer getauft werden, mit dem Feuer der Vernichtung in Harmagedon. (Matth. 3:11, 12) Wir erwarten nicht Vernichtung in der Schlacht von Harmagedon, sondern erwarten vertrauensvoll, durch diese feurige Zeit hindurch- und in die neue Welt hineinzuleben. Dennoch müssen wir, um am Ende dieser Welt bewahrt zu werden, der Erkenntnis gemäss leben, gleichwie Noah und seine Archengefährten am Ende der früheren Welt, die durch Wasser unterging, bewahrt wurden. Die Erkenntnis, die Gott uns durch seinen Geist in diesen letzten Tagen geoffenbart hat, vermittelt uns hohe Lebensgrundsätze. Wir müssen diesen Grundsätzen gemäss leben und müssen an dieser Erkenntnis festhalten, indem wir ihr entsprechend leben und sie an andere weitergeben. Im Einklang mit der Voraussage einer Mehrung der Erkenntnis müssen wir an Erkenntnis zunehmen, damit wir stark werden, um all dem Druck dieser gefahrvollen Zeiten standzuhalten, „Ein weiser Mann ist stark, und ein Mann von Erkenntnis befestigt seine Kraft.“ (Spr. 24:5) Lasst uns denn weislich fortfahren, Erkenntnis von oben anzunehmen.
18. Wissen wir die Zeit für Harmagedon? Wie denn müssen wir leben?
18 Wir mögen den Tag oder die Stunde, da die Schlacht von Harmagedon ausbricht und da die bösen Himmel und die Erde der Welt des Teufels aufgelöst werden, um den neuen Himmeln und der Erde der kostbaren neuen Welt Platz zu machen, jetzt nicht wissen. Wir brauchen dies auch nicht zu wissen, sondern jeden Tag können wir in dem Bewusstsein leben, dass es nahe ist. Wir können ein Leben führen, das im Einklang steht mit unserer standhaften Hoffnung, bald in die herrlichen neuen Dinge einzugehen, die Jehova Gott schaffen wird. Für uns daher kein Leben mehr für die alte Welt!
19. Was für Menschen sollten wir sein gemäss den Worten des Petrus?
19 Der Apostel Petrus blickte dieser neuen Welt entgegen und suchte so zu leben, dass er des Eingangs in sie würdig war. Und besonders zum Nutzen für uns, die wir an diesem Höhepunkt der Welt leben, schrieb er und sagte uns, wie er zu leben suchte und wie wir zu leben suchen sollten. Nachdem er die weltweite Flut der Tage Noahs beschrieben hatte und darauf sagte, wie Jehovas Vernichtungstag für die Himmel und die Erde des Teufels wie ein Dieb käme, schrieb Petrus: „Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Taten des Wandels und in Handlungen gottgefälliger Hingabe, indem ihr erwartet und fest im Sinn behaltet die Gegenwart des Tages Jehovas, wodurch die Himmel, in Feuer geraten, aufgelöst und die Elemente in Gluthitze zerschmelzen werden. Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir nach seiner Verheissung erwarten, und in diesen soll Gerechtigkeit wohnen. Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äusserstes, um schliesslich von ihm ohne Flecken und Makel und in Frieden erfunden zu werden. Erachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung.“ — 2. Pet. 3:11-15, Neue-Welt-übers., engl.
20. Was bedeutet es für uns, am Ende der Welt so zu leben? Was werden wir daher tun?
20 Lasst uns denn in Gerechtigkeit leben, da wir in die neue Welt, in der Gerechtigkeit wohnen soll, einzugehen erwarten. Wir wissen, dass der Tag Gottes des Herrn kommt zur Vernichtung all derer, die befleckt und besudelt sind mit dieser Welt und mit Gott nicht Frieden haben. Er wird nur jene billigen, die er ohne Flecken und Makel und in Frieden vorfindet. Diese wird er durch das Ende der Welt hindurch bewahren. Und wenn wir täglich unser Äusserstes tun, um schliesslich an diesem letzten Tage der Welt in einem unbefleckten, makellosen und friedvollen Zustande gefunden zu werden, was anders könnte dies bedeuten, als dass wir seine Billigung und seinen Schutz gewinnen und das feurige Ende überleben, um in die helle neue Welt mit ihren Herrlichkeiten einzugehen? Welch wunderbare Möglichkeit! Welche Gelegenheit aller Gelegenheiten! Durch die unverdiente Güte von oben werden wir sie uns zunutze machen, indem wir treulich die Erkenntnis des wahren Gottes und Jesu Christi annehmen, denn „dies bedeutet ewiges Leben“. — Joh. 17:7, Neue-Welt-Übers.
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Name und Zweck der Zeitschrift „Der Wachtturm“Der Wachtturm 1950 | 15. Oktober
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Name und Zweck der Zeitschrift „Der Wachtturm“
WARUM wird diese Zeitschrift „Der Wachtturm“ genannt? Hat der Name eine biblische Grundlage und Bedeutung? Welchen Zweck hat die Zeitschrift? Stillt sie ein Bedürfnis, das irgendeine der Hunderte anderer Zeitschriften, die sich beständig in die öffentlichen Zeitungsstände ergiessen, nicht befriedigt? Der Wachtturm steht in seinem Gebiet allein da. Sein Wert kann nicht in Geld gemessen werden. Welche Tatsachen beweisen dies?
Die Bibel erwähnt häufig Türme. Es waren hohe Bauwerke, viel höher als breit, und sie wurden an verschiedenen Orten errichtet, so dass sie im Bauwesen des alten Israel ein hervorragendes Merkmal bildeten. Oft befanden sie sich in Weinbergen, wie dies Jesus in seinem Gleichnis von den Weingärtnern zeigt. (Jes. 5:2; Matth. 21:33; Mark. 12:1) Türme als Späherposten wurden ausserhalb der Mauern befestigter Städte erbaut und auch oben auf den Mauern, um als Beobachtungsposten und Bollwerke zu dienen. (2. Kön. 17:9; 18:8; 2. Chron. 20:24; 26:9, 10, 15; Neh. 3:1; Ps. 48:12) Da buchstäbliche Türme als Zufluchtsstätten gebraucht wurden, wird Jehova Gott im Bilde als ein starker Turm für jene bezeichnet, die auf ihn vertrauen. — Richt. 9:51, 52; Ps. 18:2; 61:3; 144:2; Spr. 18:10.
Wächter wurden auf die Türme postiert, damit sie als Späher dienten, um irgendwelchen überraschenden Angriffen der Feinde zuvorzukommen oder irgendwelche bedeutsame Nachricht auszuposaunen, welche sie durch ihre Beobachtungen sammeln konnten, handle es sich nun um eine gute oder schlechte. (2. Kön. 9:17) Es war ihre Aufgabe, wach zu bleiben, aufmerksam zu beobachten und zu warnen. Indes galt in jener Vorbild-Theokratie das Wort, dass „wenn Jehova die Stadt nicht bewacht, vergeblich wacht der Wächter.“ — Ps. 127:1.
Diese Verbindung zwischen Jehova Gott und den Wächtern in den Wachttürmen war noch wichtiger im Falle jener Männer, die dazu bestimmt waren, nach Botschaften vom Herrn auszublicken und vor Gefahren zu warnen, welche das geistige Wohl der Nation Israel gefährdeten. Wertschätzung für die Aufgaben der Wächter, die in buchstäblichen Türmen postiert waren, hilft uns, die Dienstverantwortlichkeiten jener zu erfassen, die als Wächter über die noch wichtigere geistige Front bestellt sind. Habakuk war ein solcher, und er sagte: „Auf meine Warte will ich treten und auf den Wachtturm mich aufstellen und will ausspähen, um zu erfahren, was er zu mir sagen wird und welche Antwort ich auf meine Beschwerde erhalte.“ — Hab. 2:1, Menge.
AUFTRAG DER WÄCHTER
Der Auftrag solcher Wächter wird uns im Fall Hesekiels deutlicher erklärt. Obwohl er nicht auf
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