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  • Das Leben in Korea
    Erwachet! 1973 | 8. August
    • Eine dicke Steppdecke dient als Unterlage, und eine weitere wird zum Zudecken verwendet.

      Koreanische Kleidung

      Koreanische Männer tragen gewöhnlich amerikanische oder europäische Kleidung. Die Frauen jedoch tragen immer noch ihre traditionelle Tracht. Der Unterteil ihres Gewandes wird chima genannt.

      Das ist ein langer, wallender Rock, der von oberhalb der Taille bis zu den Knöcheln hinabreicht. Er kann irgendeine Farbe und irgendein Muster haben, aber gewöhnlich hat er eine helle Farbe. Über diesem langen Rock wird eine hellfarbige kurze Jacke mit Ärmeln getragen, und statt daß sie zugeknöpft wird, werden die überstehenden Ränder zusammengebunden und mit einer dekorativen Brosche zusammengehalten. Mit ihrem zu einem festen Knoten gesteckten Haar und in ihrem hellen, wallenden traditionellen Kleid sehen koreanische Frauen sehr anmutig und weiblich aus.

      Was Koreaner essen

      Koreaner haben eine Vielfalt interessanter Speisen, die ganz einfach und natürlich und sehr gesund sind. Fleisch und Fisch sind zwar beliebt, aber man ißt nur kleine Mengen davon. Die Kost besteht hauptsächlich aus Gemüse und verschiedenen Früchten und Nüssen. Im allgemeinen ist das Essen scharf gewürzt. Gemüse wird meistens nicht gekocht, sondern nur gedämpft. Reis ist das Hauptnahrungsmittel, und er wird in großen Mengen mit Sojasoße oder mit Pfeffersoße gegessen. Einige typische Gerichte, die zusammen mit Reis gegessen werden, sind folgende:

      Kimchi ist ein scharf gewürztes Gericht. Es besteht aus Kohl, Gurken oder Rüben, die in eine Lake aus Pfeffersoße, Salz, Knoblauch und anderen Gewürzen eingelegt wurden, und aus stark gewürzten Stücken Fisch. Es kann auch gedämpften Spinat, Sojabohnenkeimlinge, in Öl gebratene Bohnengallerte, Seetangsuppe, rohe Austern, getrockneten Tintenfisch oder mit Zucker gebratenen Tintenfisch geben.

      Anläßlich einer besonderen Gelegenheit mag es auch „Feuerfleisch“ geben. Dieses Gericht wird direkt vor einem auf einem Holzkohlenrost, der auf dem Tisch steht, zubereitet. Wenn ein Stück gar ist, nimmt man es mit den Eßstäbchen herunter und tunkt es in Sojasoße, bevor man es ißt. Dieses Gericht ist nicht scharf gewürzt, und fast jeder ist von dem einzigartigen, unvergeßlichen Geschmack begeistert.

      Religion

      Religion spielt im Leben eines Koreaners eine große Rolle. Von einer Bevölkerung von 33 Millionen bekennen sich 19,6 Millionen Menschen zu einer Religion. 12 Millionen von diesen sind Buddhisten oder Konfuzianer. Ahnenverehrung, ein wesentlicher Bestandteil beider Religionen, wird von über 30 Prozent der Bevölkerung praktiziert. Aberglaube und Wahrsagerei sind allgemein verbreitet. In Städten kann man an jeder Straßenecke Wahrsager sehen, die gute Geschäfte machen.

      Viele fangen jetzt an zu erkennen, daß, ebenso wie der Buddhismus den Menschen in den vergangenen 2 000 Jahren keine wirkliche Hilfe gewesen ist, es auch nutzlos ist, der modernen Wissenschaft zu vertrauen. Als Beweis dafür wurde vor kurzem in der hiesigen Presse berichtet, daß Seoul (Korea) die am meisten verschmutzte Stadt der Welt sei. Viele Koreaner halten nach etwas Besserem Ausschau.

      So kommt es, daß Koreaner Interesse zeigen, wenn Jehovas Zeugen vorsprechen, um zu erklären, was die Bibel über die Zukunft des Menschen sagt. Interessanterweise ist ihnen jedoch die Verheißung der Bibel auf „ewiges Leben“ nicht willkommen. (Joh. 3:16) „O nein!“ mag ein Koreaner antworten. „Wir alle müssen sterben. Es müssen neue Menschen geboren werden, und wir älteren müssen sterben.“ Die Koreaner sagen dies, weil ihre Religion sie von Geburt an gelehrt hat, daß das Alter und der Tod etwas Wünschenswertes seien, besonders weil ihre Nachkommen ihnen dann Anbetung und Opfer darbringen würden.

      Wenn ein Prediger der Zeugen Jehovas mit Koreanern über die Bibel spricht, wird er an ihre Sorge um ihre Familie appellieren und etwa folgendes sagen: „Wäre es nicht ein wirklicher Segen, sich eines langen und erfüllten Lebens zu erfreuen und zu sehen, wie unsere Nachkommen in einer friedlichen Umgebung aufwachsen und vortreffliche junge Männer und Frauen werden, die immer Achtung vor ihren älteren Familienangehörigen haben?“ Wenn man ihnen zeigt, daß Gott dies in der Bibel verheißt, dann möchten viele aufrichtiggesinnte Koreaner mehr darüber erfahren.

      Jede Woche führen Jehovas Zeugen über 20 000 Bibelstudien in koreanischen Wohnungen durch, und viele Menschen nehmen die biblischen Wahrheiten an und werden eifrige Prediger. Mehr als 16 700 Zeugen Jehovas predigen heute in Korea, im Vergleich dazu waren es vor nur fünf Jahren weniger als 8 000. In diesem Sommer wird vom 1. bis 5. August ein internationaler Kongreß der Zeugen Jehovas hier in Seoul stattfinden, und jeden Morgen wird es ein Programm in Englisch geben, das die Besucher mit den Bräuchen und der Vergangenheit des Landes vertraut machen soll.

      Korea ist eine der sich am schnellsten entwickelnden Nationen der Welt: Das Bruttosozialprodukt steigt pro Jahr um mehr als 10 Prozent. Und der Durchschnittskoreaner hat eine sehr gute Schulbildung. Gleichzeitig ist hier eine charakteristische orientalische Lebensweise zu finden, die für viele Abendländer faszinierend ist.

  • Vulkanausbruch bedroht Heimaey
    Erwachet! 1973 | 8. August
    • Vulkanausbruch bedroht Heimaey

      VOM „AWAKE!“-KORRESPONDENTEN AUF ISLAND

      KURZ vor Mitternacht — am 22. Januar dieses Jahres — spürten Einwohner Heimaeys, einer kleinen Insel, die sechzehn Kilometer vor der Südküste Islands liegt, zwei leichte Erdbeben. Aber keiner brachte die Beben mit Helgafell, dem lange untätigen Vulkan der Insel, in Verbindung.

      Dann, um 2 Uhr nachts, rief eine Frau die Feuerwehr an und meldete ein gewaltiges Feuer. Sie glaubte, ein Haus sei in Brand geraten. Eine nähere Überprüfung enthüllte jedoch die erschütternden Tatsachen.

      Die Erde war aufgerissen und schleuderte Feuer und Dampf empor! Es „sah aus, als würde die Erde explodieren“, sagte der Schulinspektor der Insel, Jonas Sigurdsson. Die Spalte hatte sich am Ostabhang des Helgafell geöffnet, nur ein paar Meter von den nächsten Häusern entfernt.

      Bald war die ganze Stadt in Bewegung. Menschen liefen hin und her, einige liefen zum Hafen, andere wollten sich das Schauspiel aus der Nähe ansehen. Fontänen von Lava schossen über hundert Meter in die Luft.

      Augenzeugenbericht

      Heimaey ist nur fünf Kilometer lang und hat nur eine Stadt. Einer seiner 5 000 Einwohner berichtet:

      „Ich wurde durch lautes Klopfen an der Tür geweckt und hörte, wie Leute umherliefen

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