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  • Berichte aus verschiedenen Ländern (Teil 1)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970
    • Dieses in geistiger Hinsicht reiche Paar ist im Juni nach sechsmonatigem Studium getauft worden. Sie streben jetzt den Pionierdienst an.

      KOREA Bevölkerung: 31 139 000

      Verkündiger-Höchstzahl: 10 610 Verhältnis: 1 zu 2 935

      Das Dienstjahr 1969 ist in Korea ereignisreich gewesen. Die Zunahme war hervorragend. 2 226 haben sich in diesem Jahr taufen lassen. Wir hatten nacheinander 22 Höchstzahlen an Verkündigern. Wir haben während des Jahres keine Verkündiger aus der Organisation verloren, weil mehr Brüder wieder belebt wurden als untätig geworden sind. Die Aussichten auf Mehrung sind besser als je zuvor, wie dies die 23 796 Personen zeigen, die das Gedächtnismahl besuchten, und wie es die Höchstzahl von 14 818 Heimbibelstudien erkennen läßt, die im April berichtet worden sind.

      Die koreanische Ausgabe des Wahrheits-Buches haben wir Anfang Januar erhalten; die meisten Bücher der ersten beiden Auflagen sind bereits vergriffen. Wir spornen die Brüder an, sechs Monate mit Interessierten zu studieren und ihre Aufmerksamkeit auf die Organisation zu lenken. Das hat sich gut ausgewirkt.

      Es ist begeisternd, zu sehen, wie die Brüder im Dienst immer gewandter werden und die Werkzeuge, die uns Jehovas Organisation gegeben hat, benutzen. Eine Sonderpionierin bot einer bestimmten Dame Zeitschriften an. Sie lehnte sie jedoch ab. Die Verkündigerin verspürte aber ihr Interesse und bat die Dame, statt dessen gemeinsam einige Abschnitte in der Broschüre „Diese gute Botschaft ...“ zu lesen. Nach drei Tagen kam sie zum zweiten Mal, und bevor die Dame sich dessen bewußt war, studierte sie zweimal in der Woche. Anhand des Wahrheits-Buches zeigte ihr die Schwester, daß es wichtig ist, die Zusammenkünfte zu besuchen, und die Dame folgte diesem Rat. Am Ende jedes Kapitels wandte sie das, was sie neu gelernt hatte, in ihrem Leben an. Die Dame warf ein Standbild Buddhas fort, das ihr ihre Schwiegermutter gegeben hatte. Vier Monate lang mußte sie die heftige Feindschaft ihrer Familie ertragen, weil sie sich weigerte, die Ahnen zu verehren, und weil sie angefangen hatte zu predigen. Die Pionierin war erfolgreich, weil sie das Interesse einer Wohnungsinhaberin erkannt hatte, obwohl sie zuerst keine Literatur hatte abgeben können.

      Stell dir vor, was ein Traktat bewirkt hat! Ein Verkündiger, der sich taufen lassen wollte, erzählte auf dem Kreiskongreß, wie er ein Traktat erhalten hatte und es las. Er interessierte sich dafür und rief das Zweigbüro an, um sich nach der Anschrift des nächsten Königreichssaales zu erkundigen Die Brüder richteten bei ihm ein Bibelstudium ein. Er wollte jedoch zweimal in der Woche studieren; von Anfang an hat er keine Zusammenkünfte versäumt. Nach acht Wochen predigte er seinen Freunden, und jetzt studiert er mit seinem jüngeren Bruder die Bibel. Er erzählte, wie glücklich er sei, daß er ein Traktat erhalten habe, und wie dies sein Leben verändert habe.

      Interessierte vermögen die Dringlichkeit der Zeit zu erkennen, wenn der Verkündiger sie selbst widerspiegelt. Eine Schwester in Kangkyung erzählt, daß eine Interessierte, die sie gefunden hatte, sich gleich vom ersten Nachbesuch an so für die Wahrheit interessierte, daß sie ganz vergaß, das Abendessen für ihre Familie zu kochen. Man richtete bei ihr ein Studium ein; aber die Dame wollte dreimal wöchentlich studieren. Nach dem zweiten Studium besuchte sie die Zusammenkünfte. Nach vier Monaten predigte sie, und seit dem fünften Monat leitet sie ein Bibelstudium bei jemand anders. Die Dame ließ sich taufen, sobald sie die Bedingungen dafür erfüllte. Sie möchte Pionier werden.

      Jede Woche verwenden die Bezirksdiener einen Teil ihrer Zeit, um die Pioniere zu ermuntern. Doch dieses Mal wurden die Bezirksdiener ermuntert, als sie zuhörten, während über tausend Pioniere über auferbauende Erfahrungen berichteten. Ein Bezirksdiener fragte eine einundsiebzigjährige allgemeine Pionierin, wie sie es fertigbringe, so viele Interessierte zu den Zusammenkünften mitzubringen. Sie hatte zwanzig Bibelstudien, und siebzehn Interessierte von diesen Studien besuchten die Zusammenkünfte. Sie antwortete, sie ginge stets zwei Stunden vor Beginn der Zusammenkünfte los und besuche alle, die der Ermunterung bedürften. Sie ist keineswegs aufdringlich, sondern ist aufrichtig um das Wohl der schafähnlichen Menschen besorgt, und sie reagieren darauf. Diese Schwester bearbeitet wegen ihres hohen Alters nur ein kleines Gebiet in der Nähe ihrer Wohnung. Sie arbeitet es immer wieder durch. Kürzlich erfuhr man im Zweigbüro, daß die Zahl ihrer Studien auf 25 gestiegen war. Auch ihre Stunden waren während der letzten fünf Monate auf durchschnittlich 150 gestiegen. Sie hatte dies nicht beabsichtigt, sondern sie sagte, es sei notwendig gewesen, sich um die „Schafe“ zu kümmern.

      Eine Schwester erzählte, wie ihre ungläubigen Eltern versuchten, sie vom Pionierdienst abzuhalten. Eines Tages vernichteten sie ihre Bücher, auch ihre Bibel. Sie borgte sich von einer Schwester eine Bibel und setzte ihren Dienst fort. Nun schnitten sie ihr das Haar ab, denn sie dachten, sie schäme sich dann. Sie band sich ein Kopftuch um und predigte weiter. Aber sie vernachlässigte auch nicht ihre Pflichten zu Hause. Sie berichtete, wie sehr die Brüder sie in dieser Zeit ermuntert hätten. Es stärkte sie ebenfalls, wenn sie sah, wie ihre Interessierten an Erkenntnis zunahmen. Jetzt hat sie ihr Ziel erreicht und ist Sonderpionier geworden. Durch ihre Treue hat sie nun ihre Eltern gewonnen. Sie ist jetzt weit von zu Hause weg, und es tut ihnen leid, daß sie sie so schlecht behandelt haben. Der Vater liest regelmäßig die Veröffentlichungen der Gesellschaft. Durch ihr Ausharren hat sie andere ermuntert.

      Alle zehn Missionare in Korea konnten den internationalen Kongreß „Friede auf Erden“ in Nordamerika besuchen. Sie sind dadurch sehr erfrischt worden. Sie sind den Brüdern, die ihnen diese Reise ermöglichten, wirklich für ihre Großzügigkeit dankbar. Alles deutet darauf hin, daß der Kongreß im Oktober in Seoul hervorragend sein wird. Die koreanischen Brüder warten auf Bruder Knorr und Bruder Franz und auf die über dreihundert ausländischen Delegierten, die diesen Kongreß besuchen werden.

  • Berichte aus verschiedenen Ländern (Teil 2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970
    • Berichte aus verschiedenen Ländern (Teil 2)

      LIBANON Bevölkerung: 2 520 000

      Verkündiger-Höchstzahl: 1 130 Verhältnis: 1 zu 2 230

      Wir haben vieles, wofür wir dankbar sein können. Zum erstenmal seit dem Jahre 1963 haben wir eine 10prozentige Zunahme an Verkündigern gehabt. Vierunddreißig Versammlungsaufseher, Hilfsversammlungsdiener und Bibelstudiendiener besuchten den zweiwöchigen Kurs der Königreichsdienstschule. Dies hat das Werk belebt. Vierzig Brüder aus dem Libanon haben die Kongresse „Friede auf Erden“ besucht.

      Trotz des Widerstandes finden wir immer noch schafähnliche Menschen; sie hören auf die gute Botschaft. Ein Sonderpionier schreibt: „Ich predigte gerade einer interessierten Wohnungsinhaberin. Plötzlich kam ein Nachbar in die Wohnung, unterbrach uns barsch und sprach abfällig über Jehovas Zeugen. Dann riß er mir die Bibel aus der Hand, zerriß sie und stampfte aus dem Haus. Die Wohnungsinhaberin ließ sich nicht einschüchtern, doch wir hatten jetzt keine Bibel. Ihr Bruder besaß eine. Sie schickte ihre Tochter hinüber, um sie zu holen. Statt dessen kam der Bruder selbst und lud uns in seine Wohnung ein. Wir konnten ihm anhand seiner eigenen Bibel ein gutes Zeugnis geben und vereinbarten einen Nachbesuch; wir wollten dann über die Dreieinigkeit sprechen. Er wünschte, daß Angehörige der Katholischen Aktion dabei seien, wenn wir dieses Thema besprächen. Nach der Diskussion war er überzeugt, daß diese Lehre falsch ist. Er wollte nicht bis zu unserem nächsten Besuch warten. Deshalb suchte er uns zu Hause auf. Dann mußten wir in sein Haus kommen. Doch Angehörige der Katholischen Aktion drohten uns, uns etwas anzutun, wenn wir dies täten. Wir besuchten ihn, und es gab keine Schwierigkeiten. In jener Woche besuchte der Interessierte eine Zusammenkunft in unserem Königreichssaal. Wir studierten zweimal mit ihm in der Woche. Er wollte mit uns in der Wohnung seines Bruders studieren, weil das für ihn einfacher sei. Wir taten dies, obwohl sein Bruder ein eifriger Kirchgänger war. Jetzt besucht er jedoch eifrig die Zusammenkünfte im Königreichssaal, obwohl dieser viele

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