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Die verschiedenen Bedeutungen Jerusalems in der BibelDer Wachtturm 1976 | 1. Dezember
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derer haben, die heute das „himmlische Jerusalem“ vertreten, der Überrestglieder des Leibes Christi, die noch auf der Erde sind. Diese erfreuen sich heute gemeinsam mit ihren Gefährten, der aus „anderen Schafen“ bestehenden „großen Volksmenge“, eines geistigen Paradieses. Alle aufrichtigen Anbeter des Schöpfers, Jehovas, haben das Vorrecht und die Pflicht, sich mit dem „Überrest“, der das „Jerusalem droben“ vertritt, zu verbinden und mit ihm Gott heiligen Dienst darzubringen (Joh. 10:16; Offb. 7:9, 15).
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Biblischer Geschichtsbericht untermauertDer Wachtturm 1976 | 1. Dezember
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Biblischer Geschichtsbericht untermauert
● Zwei neuerliche archäologische Funde untermauern interessanterweise den biblischen Geschichtsbericht. Wie die New York Times berichtet, fand man in einer alten jüdischen Festung, die in der Wüste Sinai entdeckt wurde, hebräische und phönizische Inschriften, die man als „höchst bedeutsam betrachtet, weil auf mehreren ,Jehova‘, der althergebrachte Name Gottes, erwähnt wird“.
Außerdem wurden in der alten Kanaaniterstadt Ebla im heutigen Nordsyrien ungefähr 15 000 Tontafeln gefunden. Man schätzt, daß sie aus einer Zeit vor dem Jahre 2000 v. u. Z. stammen. Auf den Tafeln stehen viele biblische Namen und Orte der damaligen Zeit, unter anderem „Urusalima“ (Jerusalem) — Hinweise, die um Hunderte von Jahren älter sein sollen als andere Bezugnahmen auf Jerusalem. Die Forscher staunen über die Ähnlichkeit der Tafeln mit dem alten Hebräisch.
Die Gelehrten hoffen auch, daß die Berichte etwas darüber aussagen, weshalb die Religion des Volkes Israel so ganz anders war als die sittlich verderbten polytheistischen Religionen seiner Nachbarvölker. Der Archäologe David Freedman von der University of Michigan bezeichnete die hebräische Form der Anbetung als eine „bedeutende Mutation aller ihr vorangegangenen Religionen“. Die richtige Erklärung kann man aber nicht dadurch finden, daß man die Geschichte polytheistischer Kanaaniter erforscht. Israels Religion war nicht irgendeine Naturreligion. Nur eine Religion, die aus einer Quelle außerhalb des menschlichen Bereichs stammte, konnte so ganz anders sein. Die Bibel zeigt, daß diese Quelle Gott war (Josua 24:14, 15).
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Sie ‘sehen Gutes wegen ihrer harten Arbeit’Der Wachtturm 1976 | 1. Dezember
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Sie ‘sehen Gutes wegen ihrer harten Arbeit’
PUSAN (Korea) ist eine Stadt, in der es von Menschen wimmelt. In weniger als dreißig Jahren ist die Einwohnerzahl von einer viertel Million auf eineinhalb Millionen gestiegen, und sie steigt noch immer. Pusan wurde bekannt, als es im Koreakrieg zeitweilig als provisorische Hauptstadt und für viele Tausende, die vor der kommunistischen Invasion flohen, als Flüchtlingslager diente.
Unter diesen Flüchtlingen befanden sich auch einige, die an die biblischen Verheißungen über Gottes Königreich glaubten, und sie handelten genauso wie die ersten Christen, als sie „zerstreut worden waren“. Sie „verkündeten die gute Botschaft des Wortes“, was in Pusan zur Gründung einer Versammlung der Zeugen Jehovas führte. Das war im Jahre 1950. Aber bis 1976 waren aus dieser ersten Versammlung im Gebiet von Pusan vierundfünfzig Versammlungen entstanden (Apg. 8:4).
Diese Ausdehnung und die Bevölkerungszunahme haben Probleme mit sich gebracht. In einer übervölkerten Stadt wie Pusan wurde es für Jehovas Zeugen so gut wie unmöglich, Räumlichkeiten für ihre halbjährlichen Kreiskongresse zu mieten. Was konnte man tun? In vielen westlichen Ländern bauen Jehovas Zeugen für diesen Zweck eigene Hallen. Wenn das in Amerika und Europa möglich ist, warum dann nicht auch in Asien? Und die koreanischen Zeugen machten sich an die Arbeit.
Wie konnten sie in einem Land, das so sehr von wirtschaftlichen Problemen geplagt wird, ein so großes Projekt finanzieren? Einer der Zeugen verkaufte sein Geschäft und spendete den Großteil des Erlöses für diesen Zweck. Das brachte das Bauvorhaben in Schwung. Die notwendigen Spenden gingen ein, so daß der Saal bis zu seiner Fertigstellung fast bezahlt war. Zweifellos regte der Geist Jehovas die Glieder seines Volkes an, dieses Vorhaben ganzherzig zu unterstützen, das schließlich für sie wunderbare geistige Segnungen mit sich bringen würde.
Die Arbeit mußte schnell getan werden, und zwar in der Zeit zwischen dem Ende des Winters und dem Beginn der Frühjahrs-Kreiskongresse. In nur zwei Monaten stand das Gebäude! Die meiste Arbeit wurde von freiwilligen Helfern verrichtet, und die Zeugen arbeiteten so schnell, daß die erstaunten Nachbarn nicht glauben konnten, daß sie die vier Sperrstunden um Mitternacht eingehalten hatten. Aber sie hatten es getan. Das Ergebnis ihrer Bemühungen war ein stattlicher Betonbau mit Sitzplätzen für ungefähr 1 200 Personen.
„Sitzplätze“ — ja, nach koreanischem Brauch auf den hübschen Holzfliesen des Fußbodens. Am 5. April, dem Tag der Einweihung des Saals, fand auf dieser Sitzfläche eine begrenzte Zuhörerschaft von 1 300 Personen Platz. Jeder einzelne erhielt beim Betreten des Saals eine Vinyltasche für Schuhe und das im Orient übliche Souvenir — in diesem Fall einen Kugelschreiber mit einer Aufschrift zur Einweihung. Alle waren von der hellen Bühne, von der ausgezeichneten Lautsprecheranlage, von dem Taufbecken im ersten Stock und von dem orientalischen Garten, der vor dem Gebäude Form annahm, begeistert.
Die Einweihungsansprache hielt Milton Hamilton, einer der fleißigen Missionare, die unmittelbar nach dem Koreakrieg mitgeholfen hatten, das Werk Jehovas in Pusan in Gang zu bringen. Fünfundzwanzig Missionare waren im Laufe der Jahre in Pusan tätig, und sie freuen sich nun alle mit den einheimischen Zeugen, ‘Gutes zu sehen wegen ihrer harten Arbeit’. Jehovas Zeugen in Pusan sind glücklich, diesen ersten Kongreßsaal im Orient zu haben, und Freudentränen bezeugten ihre Dankbarkeit (Pred. 2:24).
[Bild auf Seite 733]
Kongreßsaal in Pusan (Korea)
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