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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1970
w70 1. 3. S. 159-160

Fragen von Lesern

● Kann das Wort „Engel“ mit Recht auf die auferweckten gesalbten Christen angewandt werden? — R. C., USA.

Die Bibel gebraucht das Wort „Engel“ in Verbindung mit gesalbten Christen, die zu himmlischem Leben auferweckt worden sind, nicht. Wenn man aber in Betracht zieht, wie die mit „Engel“ übersetzten hebräischen und griechischen Wörter in der Bibel gebraucht werden, kann man erkennen, daß es allem Anschein nach nicht verkehrt wäre, den Ausdruck „Engel“ in einem allgemeinen Sinn auf die Christen anzuwenden, die als Geistgeschöpfe im Himmel leben werden.

Das hebräische Wort mal‘ák und das griechische Wort ággelos, die in der Bibel beide mit „Engel“ wiedergegeben werden, bedeuten buchstäblich „Bote“. In der Bibel werden diese Wörter auf Geistgeschöpfe, die als Boten Jehovas dienten, angewandt. Sie werden aber auch für menschliche Boten gebraucht. (2. Sam. 5:11; 11:25; Jak. 2:25) Der Apostel Johannes wurde geheißen, den ‘Engeln der sieben Versammlungen’ zu schreiben. (Offb. 1:20) Selbstverständlich schrieb er nicht an Geistgeschöpfe im Himmel, sondern an die gesalbten irdischen Aufseher der sieben Versammlungen in Kleinasien. Daraus können wir ersehen, daß die Heilige Schrift die hebräischen und griechischen Wörter, die mit „Engel“ übersetzt werden können, nicht nur auf Geistgeschöpfe anwendet.

Der erhöhte Jesus Christus und die gesalbten Christen, die auferweckt werden, um mit ihm im Himmel zu herrschen, befinden sich eigentlich auf einer höheren Stufe als die Geistgeschöpfe, die normalerweise Engel genannt werden. Jesus und seine gesalbten Nachfolger im Himmel sind unsterblich. (1. Tim. 6:15, 16; 1. Kor. 15:51-54) Die Engel dagegen sind sterblich, was daraus zu ersehen ist, daß Satan und seine ungehorsamen Engel vernichtet werden. (Offb. 20:10, 14; Luk. 8:30, 31) Außerdem zeigt die Bibel, daß Christus über die Engel erhöht worden ist und daß seine gesalbten Nachfolger am Richten der Engel teilhaben werden. — Hebr. 1:4; Phil. 2:9-11; 1. Kor. 6:3.

Dessenungeachtet wird Jesus nach seiner Auferstehung weiterhin als der Erzengel Michael bezeichnet. (Jud. 9; Offb. 12:7) Auch mit dem in Offenbarung 20:1 erwähnten Engel ist allem Anschein nach Jesus gemeint, denn als Gottes König ist logischerweise er es, der Satan und die Dämonen bindet. Demnach bezieht sich der Ausdruck „Engel“ auf ein Amt und kann als Bezeichnung im allgemeinen Sinne auf alle Geistgeschöpfe im Himmel angewandt werden.

● Was ist mit der in Jesaja 19:18 erwähnten „Sprache Kanaans“ gemeint?

In seinem „Ausspruch über Ägypten“ sagte der Prophet Jesaja unter anderem folgendes voraus: „An jenem Tage werden fünf Städte im Lande Ägypten sein, welche die Sprache Kanaans reden und bei Jehova der Heerscharen schwören werden.“ — Jes. 19:1, 18.

Diese um das Jahr 732 v. u. Z. aufgezeichnete Prophezeiung wies auf das hin, was sich nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. abspielte. Die Babylonier unter Nebukadnezar hatten einen Überrest armer Juden im Land zurückgelassen. Nachdem einige Rebellen den Statthalter Gedalja erschlagen hatten, floh das Volk entgegen dem Rat Jeremias nach Ägypten. (Jer. 41:1-3; 42:9 bis 43:7) Der Bericht erwähnt besonders drei Städte, in denen sich die Juden ansiedelten: Migdol, Tachpanches und Noph. (Jer. 44:1) Es kann sein, daß die Juden, die nach Ägypten flohen, um Schutz zu suchen, sich bereits im Lande wohnenden Juden anschlossen. — Jer. 24:1, 8-10.

Die Sprache, die wir heute als Althebräisch bezeichnen, wird in den hebräischen Schriften nicht so genannt. Sie wird unter anderem als „Sprache der Juden“ oder „jüdisch“ bezeichnet. (2. Kö. 18:26; Neh. 13:24, NW) Sie gehört zu der semitischen Sprachgruppe, und die Sprache, die zur Zeit Abrahams im Lande Kanaan gebräuchlich war, scheint mit dem Hebräischen verwandt gewesen zu sein. Nachdem die Israeliten das Verheißene Land oder das Land Kanaan eingenommen hatten, konnte ihre Sprache in doppeltem Sinne als die „Sprache Kanaans“ bezeichnet werden: Zum einen hatte sie mit der Sprache der kanaanitischen Bewohner des Landes, die getötet worden waren, Ähnlichkeit, und zum anderen war sie die Sprache des Volkes, das damals das Gebiet von Kanaan beherrschte.

Folglich ist mit der „Sprache Kanaans“, die die in Jesaja 19:18 erwähnten Städte in Ägypten redeten, die hebräische Sprache gemeint, die in den ägyptischen Städten von Juden gesprochen wurde, die dorthin geflohen waren.

● Wie wurde der in 2. Könige 6:25 erwähnte „Taubenmist“ verwendet? — H. F., USA.

In diesem Vers werden die Zustände in der Stadt Samaria beschrieben, als sie in den Tagen Elisas von den Syrern belagert wurde. Wir lesen: „Und es entstand eine große Hungersnot in Samaria; und siehe, sie belagerten es, bis ein Eselskopf achtzig Sekel Silber und ein Viertel Kab Taubenmist fünf Sekel Silber galt.“ — 2. Kö. 6:25.

Demnach waren etwa 0,3 Liter Taubenmist ungefähr 2.38 Dollar wert. Die Frage, wie der Käufer den Mist verwendete, ist schon von verschiedener Seite erörtert worden.

Einige sind der Meinung, unter diesem „Taubenmist“ sei eine Pflanze zu verstehen. Sie berufen sich darauf, daß die Araber eine Pflanze, die Minderbemittelten als Nahrung dient, „Taubenmist“ nennen und daß im Gebiet von Samaria eine Pflanze wächst, deren lateinischer Name „Vogelmilch“ bedeutet. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, daß diese Pflanzen je als „Taubenmist“ bekannt gewesen wären oder daß die Bevölkerung der belagerten Stadt Samaria Vorräte davon gehabt hätte.

Wenn der Ausdruck buchstäblich zu verstehen ist, dann erhebt sich die Frage, wozu Taubenmist gebraucht wurde. Eine Annahme geht dahin, daß man ihn im Nahen Osten lange Zeit als Düngemittel gebrauchte. Es ist aber unwahrscheinlich, daß Personen, die am Verhungern waren, daran interessiert gewesen wären, ihre Felder zu düngen, die sie erst einige Monate später hätten abernten können.

Möglich wäre dagegen, daß Taubenmist als Nahrung verwendet wurde. Um die Bewohner Jerusalems einzuschüchtern, drohte ihnen der Rabsake einmal damit, daß eine assyrische Belagerung sie zwingen werde, „ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken“. (2. Kö. 18:27) Der Gedanke, Mist als Nahrung zu sich zu nehmen, ist widerlich. Wenn aber der Hunger so groß war, daß Frauen ihre eigenen Kinder kochten und aßen, dann kann man sich vorstellen, daß sie bereit waren, alles zu verzehren, was erhältlich war. (2. Kö. 6:26-29) Mist hat keinen großen Nährwert, aber Hungernde essen manchmal irgend etwas, um das quälende Hungergefühl zu stillen. Nach dem Bericht des Josephus aßen die von den Römern belagerten Juden im Jahre 70 u. Z. den Mist von „alten Misthaufen“. Und nach einem Bericht über eine Hungersnot in England im Jahre 1316 u. Z. aßen die Leute „ihre eigenen Kinder, Hunde, Mäuse und Taubenmist“.

Wahrscheinlich die zutreffendste Annahme ist die, daß der Mist als Brennmaterial verwendet wurde. Der Prophet Hesekiel wurde angewiesen, die furchtbaren Verhältnisse, die durch eine Belagerung Jerusalems entstehen sollten, zu veranschaulichen, indem er bei der Zubereitung seines Essens Rindermist als Brennmaterial verwenden sollte. (Hes. 4:12-17) Noch heute dient getrockneter Rindermist — von einigen „Kuhchips“ genannt — in gewissen Teilen der Erde als Brennmaterial. Wenn diese Ansicht richtig ist, dann wird in diesem Bericht lediglich gesagt, wie hoch die Nahrungskosten (in diesem Fall ein Eselskopf) und die Kosten für das Brennmaterial zum Kochen waren. Den nachfolgenden Versen ist zu entnehmen, daß man damals noch kein rohes Fleisch aß.

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