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  • Wie kann dem Eiweißmangel abgeholfen werden?
    Erwachet! 1973 | 22. März
    • nicht? Weil eines der kennzeichnenden Merkmale dieses Systems selbstsüchtiges Gewinnstreben ist. Die Bibel zeigt, daß die Mißstände in diesem System andauern werden, bis das System selbst beseitigt werden wird. Und wie bereits erwähnt, werden alle Menschen in Gottes neuer Ordnung genügend zu essen haben. Gottes Prophet sagte das wie folgt voraus: „Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker ... ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von Hefenweinen, von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt ... Jehova selbst hat es geredet.“ — Jes. 25:6-8.

  • Die Sprachen der Menschheit
    Erwachet! 1973 | 22. März
    • Die Sprachen der Menschheit

      VOM „AWAKE!“-KORRESPONDENTEN IN LAOS

      WELCH große Kluft bewirken doch die Sprachen zwischen den einzelnen Völkern der Erde! Nach den Angaben von Gelehrten gibt es in der ganzen Welt etwa 3 000 Sprachen.a Zählte man alle Mundarten dazu, so ergäbe es wahrscheinlich eine weit höhere Zahl. Aber sogar die Fachleute sind sich nicht immer einig, was als Hochsprache und was als Mundart zu gelten hat. Warum nicht? Weil Personen mit verschiedenen Dialekten einander oft nicht verstehen, obwohl sie dem gleichen Sprachraum angehören.

      Doch gab es einmal eine Zeit, da alle Menschen nur eine Sprache hatten. Jehova Gott, der Schöpfer des Menschen, schuf verschiedene Sprachen, um die Menschen daran zu hindern, eine Gemeinschaftsarbeit zu einem unrechten Zweck durchzuführen. Sein Eingreifen machte dem Bauen des Gott entehrenden Turmes von Babel ein Ende und zwang die Erbauer, sich über die Erde zu zerstreuen. — 1. Mose 11:1-9.

      Die meisten Sprachen kann man in ungefähr zehn Sprachfamilien gruppieren (die Gelehrten geben auch diesbezüglich verschiedene Zahlen an). Alle Sprachen der gleichen Familie stammen von einer gemeinsamen Grundsprache ab (früher auch Ursprache genannt), doch in vielen Fällen ist diese Grundsprache ausgestorben.

      Es ist bekannt, daß Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und mehrere andere Sprachen stark veränderte Fortbildungen des Lateinischen sind. Nicht so allgemein bekannt ist jedoch, daß auch das Lateinische nur ein Glied einer Sprachfamilie ist. Wie viele andere europäische und indische Sprachen, so soll auch das Lateinische von einer ausgestorbenen Sprache, dem Indogermanischen, abstammen.

      Wir wissen nicht, wie viele Grundsprachen Jehova in Babel geschaffen hat, denn einige Sprachen, wie Japanisch und Baskisch, lassen sich keiner bekannten Familie zuordnen, und viele weitere Sprachen sind ausgestorben. Vermutlich war die Zahl der Grundsprachen verhältnismäßig klein. Mit der Zeit trennten sich einzelne Gruppen von einer Sprachgemeinschaft ab und hatten jahrhundertelang keine Berührung mehr miteinander; ihre Sprechweise entwickelte sich unterschiedlich, so daß dann da, wo es früher nur eine Sprache gegeben hatte, zwei oder mehrere Sprachen gesprochen wurden.

      Jede lebende Sprache verändert sich ständig; man braucht nur in einer alten Luther-Bibel zu lesen, so wird man feststellen, wie sich die deutsche Sprache in den vergangenen 450 Jahren trotz der stabilisierenden Wirkung des Buchdrucks und der guten Kommunikationsmöglichkeiten verändert hat. Die Sprachen der Gruppen, die geographisch voneinander getrennt lebten, entwickelten sich mit der Zeit so, daß eine Gruppe die andere nicht mehr verstand. Dennoch weisen die so entstandenen Sprachen noch genug gemeinsame Merkmale auf und lassen so ohne weiteres erkennen, daß sie miteinander verwandt sind.

      Die indogermanische Familie

      Wir wollen nun eine der Sprachfamilien näher betrachten. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung spricht Sprachen, die der indogermanischen Sprachfamilie zugeordnet werden. Es ist kein Zufall, daß das Zahlwort „drei“ im Russischen (tri), im Deutschen (drei), im Französischen (trois), im Dänischen (tre), im Niederländischen (drie) im Irischen (trí), im Griechischen (treĩs), im Litauischen (trys), in Sanskrit (trí), im Albanischen (tre) usw. so ähnlich lautet. Alle diese Sprachen sollen von der indogermanischen Sprache, die jedoch ausgestorben ist, abstammen.

      Viele dieser Sprachen sind eher als Enkelkinder denn als Kinder jener indogermanischen Sprache zu bezeichnen, denn sie sollen von ausgestorbenen Sprachen herrühren, die selbst Sprößlinge der indogermanischen Sprache waren. Walisisch, Bretonisch, Gälisch usw. stammen zum Beispiel von einer alten keltischen Sprache ab, die dem Indogermanischen entsprang. Russisch, Polnisch, Serbisch, Tschechisch usw. sind Abkömmlinge einer alten slawischen Sprache. Englisch, Niederländisch, Deutsch usw. haben sich aus einer germanischen Sprache entwickelt.

      Die Klassifizierung der Sprachen

      Erst etwa am Ende des 18. Jahrhunderts haben, die Sprachforscher begonnen, die Geschichte der lebenden Sprachen und ihre Verwandtschaft zu ergründen. Früher verglichen sie lediglich die Wörter in den verschiedenen Sprachen miteinander, aber zu den Verwandtschaftsverhältnissen gehört viel mehr als das. In zwei Sprachen mögen nur wenige Wörter übereinstimmen, doch mag der Satzbau eine Verwandtschaft zwischen den beiden Sprachen verraten.

      Ein Beispiel ist das Laotische und das Chinesische. In beiden Sprachen gibt es nur wenige Wörter, die übereinstimmen, doch in drei anderen wichtigen Beziehungen sind sie einander gleich: 1. In beiden Sprachen kann ein Wort je nach der Tonhöhe verschiedene Bedeutungen haben. Wenn im Laotischen das Wort mu in einer tiefen Tonlage gesprochen wird, bedeutet es Freund, wird es in einer höheren Tonlage gesprochen, bedeutet es Schwein. 2. Die meisten Wörter sind einsilbig oder bestehen aus mehreren einsilbigen Wörtern, die zusammengesetzt werden. 3. Wenn man von mehreren Dingen spricht, muß man stets ein Wort gebrauchen, das als Klassifizierer bekannt ist, um anzudeuten, zu welcher Klasse der Gegenstand, um den es geht, gehört. Ein Laote kann zum Beispiel nicht einfach sagen „drei Mädchen“, sondern er muß sagen „Mädchen drei Personen“, um anzuzeigen, daß die Mädchen zu der Klasse „Leute“ gehören. Da sich Chinesisch und Laotisch in diesen drei Merkmalen ähnlich sind, läßt dies den Schluß zu, daß sie miteinander verwandt sind und zur gleichen Sprachfamilie gehören.

      Wenig Bedeutung wird jedoch der Schrift beigemessen, die für eine Sprache verwendet wird. Sowohl für das Deutsche als auch für das Vietnamesische wird das lateinische Alphabet benutzt — die Vietnamesen haben es im 17. Jahrhundert angenommen —, doch die Sprachen sind ganz verschieden. Auch das Japanische und das Chinesische verwenden eine ähnliche Schrift; deshalb glaubt der eine oder andere, die beiden Sprachen seien miteinander verwandt, doch sie werden ganz verschiedenen Sprachfamilien zugeordnet. Deutsch und Russisch dagegen, entfernte Verwandte innerhalb der gleichen Familie, verwenden verschiedene Schriften.

      Schwierigkeiten beim Erlernen einer Fremdsprache

      Vielleicht verstehst du jetzt, warum man einige Fremdsprachen leichter erlernt als andere. Eine Fremdsprache, die der gleichen Sprachfamilie angehört wie unsere Muttersprache, mag viele ähnliche Laute oder Wörter oder einen ähnlichen Satzbau haben wie unsere Sprache. Je geringer die verwandtschaftliche Beziehung der Fremdsprache zu unserer Muttersprache ist, desto fremdartiger erscheint sie uns. Anfänglich mögen wir gar nicht imstande sein, die Laute auszusprechen, und die Wortfolge im Satz mag uns fremd anmuten.

      Vergleicht man die deutschen Zahlwörter eins bis zehn mit den englischen: one, two, three, four, five, six, seven, eight, nine, ten, so fällt sofort ihre Ähnlichkeit auf. Nun vergleiche man diese Zahlwörter mit den entsprechenden Wörtern im Laotischen: neung, sohng, sahm, si, ha, hok, chet, bpaat, gow, sip. Kein einziger Laut ist den Zahlwörtern im Deutschen ähnlich. Sie würden dir noch unterschiedlicher erscheinen, wenn man durch Schriftzeichen die Tonhöhe, die man sich zusammen mit dem Wort selbst einprägen muß, darstellen könnte, in der jede der laotischen Zahlen gesprochen wird.

      Betrachte einmal die Wortfolge. Im Deutschen sagt man: „Wie viele Töchter haben Sie?“ Im Englischen würde die entsprechende Frage lauten: „How many daughters have you?“ Bei diesen beiden Sprachen ist die Wortfolge Wort für Wort dieselbe. Aber der Laote sagt: „Chow mi luk sow chag kon?“ Das bedeutet buchstäblich: „Sie haben Kind weiblich wie viele Personen?“ Die Wortfolge ist also ganz anders als im Deutschen.

      Manchmal gibt es in einer Sprache Wörter, für die es in den Sprachen einer anderen Familie nichts Entsprechendes gibt. Deshalb ist es schwierig, in eine Sprache zu übersetzen, die einer anderen Sprachfamilie angehört. Beim Übersetzen der englischen Ausgabe der Zeitschrift Der Wachtturm in das Siamesische wird für die drei englischen Wörter sympathy, empathy und consideration immer das gleiche Wort benutzt. Im Siamesischen (oder Laotischen, das eng damit verwandt ist) gibt es keine Wörter, um die feinen Unterschiede zwischen den englischen Ausdrücken wiederzugeben. Im Englischen dagegen sagt man für „tragen“ nur carry, während man im Laotischen und im Siamesischen je ein Wort hat für „mit der Hand tragen“, „auf den Schultern tragen“, „mit der Achseltragstange tragen“, „auf dem Arm tragen“ und „auf dem Rücken tragen“.

      Um Personen, die eine Fremdsprache lernen möchten, zu helfen, sind neue Lehrmethoden entwickelt worden. Eine dieser Lehrmethoden wird manchmal als die direkte Methode bezeichnet. Der Lernende beginnt vom ersten Tag an mit leichten Sätzen und Satzgruppen. Er lernt die Sprachregeln in Verbindung mit den Sätzen, die er bereits kennt, und muß sich nicht, wenn er anfängt, eine Fremdsprache zu lernen, erst mit der Grammatik auseinandersetzen und lange Reihen von Wörtern lernen, ohne den einfachsten Satz sprechen oder verstehen zu können.

      Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung schenkte Gott einigen Menschen durch ein Wunder die Fähigkeit, in fremden Sprachen zu sprechen, ohne sie erlernt zu haben. Heute gibt es niemand, der eine solche Gabe von Gott empfangen hätte. Aber ein solches Wunder ist auch nicht notwendig. Menschen, die die gute Botschaft von Gottes Königreich in fremde Länder tragen möchten, bemühen sich, die Sprachen, die dort gesprochen werden, zu erlernen. Doch bald beginnen rechtgesinnte Bewohner dieser Länder, die die Botschaft annehmen, die Hauptlast der Predigttätigkeit in ihrem Land zu tragen. Es sind Männer und Frauen jeder Sprachfamilie der Erde. So triumphiert das einigende Wort der Wahrheit über die trennende Wirkung der verschiedenen Sprachen unter denen, die gemeinsam Jehova, der dem Menschen die Gabe der Sprache geschenkt hat, lobpreisen möchten.

      [Fußnote]

      a World Book Encyclopedia, Ausgabe 1970, Band 12, Seite 62.

      [Übersicht auf Seite 13]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      INDOGERMANISCH

      INDISCH

      SANSKRIT

      PERSISCH

      ALTPERSISCH

      IRANISCH

      ARMENISCH

      ALBANISCH

      BALTOSLAWISCH

      BALTISCH

      LITAUISCH

      SLOWAKISCH

      SLAVISCH

      POLNISCH

      BULGARISCH

      RUSSISCH

      GERMANISCH

      GRIECHISCH

      NEUGRIECHISCH

      OSKISCH

      LATEINISCH ITALISCH

      RUMÄNISCH

      ITALIENISCH

      PORTUGIESISCH

      SPANISCH

      FRANZÖSISCH

      KELTISCH

      BRITANNISCH

      BRETONISCH

      WALISISCH

      SCHOTTISCH

      IRISCH

      GOTISCH

      ALTDEUTSCH

      ALTNORDISCH

      ISLÄNDISCH

      DÄNISCH

      NORWEGISCH

      SCHWEDISCH

      ANGELSÄCHSISCH

      ENGLISCH

      DEUTSCH

      NIEDERLÄNDISCH

  • Ich diente einem von Menschenhänden verfertigten Gott
    Erwachet! 1973 | 22. März
    • Ich diente einem von Menschenhänden verfertigten Gott

      EIN BERICHT, WIE ER DEM „AWAKE!“-KORRESPONDENTEN IN INDIEN ERZÄHLT WURDE

      IN DER Nähe der Wohnung meines Onkels war ein kleiner Tempel des Gottes Birappa. Er war ganz vernachlässigt, denn niemand kümmerte sich um den Gott. Da dachte ich: „Wenn ich den Tempeldienst übernehme und mich um den Gott kümmere, werde ich vielleicht glücklich und finde den Frieden, nach dem ich mich schon lange sehne.“

      So begann ein neuer Lebensabschnitt für mich. Jeden Tag, nachdem ich mich gebadet hatte, holte ich Wasser aus dem Brunnen und badete auch den Gott. Wenigstens einmal wöchentlich begab ich mich an den 8 Kilometer weit entfernten Fluß, wo ich mich in dem fließenden Wasser badete; auch nahm ich einen Eimer voll von diesem Wasser für den Gott Birappa mit zurück. Es war jeweils eine weite Strecke, aber ich hatte dabei das befriedigende Gefühl, meinem Gott zu dienen.

      Täglich brachten die Dorfbewohner ihre Prasad (Gabe) für Birappa; manchmal war es eine Kokosnuß, und manchmal waren es Blumen. Ich machte ein Zeichen, Bandkar genannt, an ihrer Stirn (indem ich die Finger in Asche tauchte und an ihrer Stirn drei waagrechte Linien zog) und gab ihnen dann eine Prasad zurück. So empfingen sie etwas von den Gaben, die man Birappa gegeben hatte, und zwar von ihren eigenen oder von den Gaben eines anderen Verehrers dieses Gottes.

      Mein Gott Birappa war nicht dargestellt durch eine männliche oder weibliche Figur oder gar durch eine Tierfigur wie die meisten Hindugötter und -göttinnen. Birappa war in einer Form dargestellt, die einem großen gerundeten Stein glich. Während ich meinem Gott diente, dachte ich manchmal insgeheim: „Es gibt so viele Götter, die angebetet werden. Gibt es vielleicht nur einen einzigen wahren Gott? Kennt jemand diesen Gott?“ Ich hatte das ersehnte Glück und den ersehnten Frieden immer noch nicht gefunden, daher fragte ich mich: „Gibt es in dieser Welt überhaupt jemand, der Glück und Frieden finden kann?“

      Meine Vergangenheit

      Ich habe keine schöne Kindheit gehabt. Mein Vater hatte zwei Frauen. Ich war das

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