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  • Die Bibel und das darin gebrauchte Wort Gesetz
    Der Wachtturm 1958 | 1. Mai
    • Jehova Gott der König oder der Höherstehende war, während die Israeliten die Tieferstehenden, das heißt die Diener oder Sklaven Gottes waren.

      Durch diese Gesetzessammlung wurde das Volk Israel ungefähr 1500 Jahre lang als theokratische Gesellschaft zusammengehalten, bis Gott selbst im Jahre 33 n. Chr. dieses handgeschriebene Dokument oder diesen gesetzlichen Bund, zu dem die Zehn Gebote gehörten, durch den Tod Jesu am Marterpfahl gesetzlich beendete. „Er [Gott] vergab uns huldvoll all unsere Übertretungen und tilgte die aus Verordnungen bestehende, gegen uns gerichtete handschriftliche Urkunde, die wider uns war, und er hat sie weggeräumt, indem er sie an den Marterpfahl nagelte.“ Somit unterstehen Christen heutzutage diesem alten göttlichen Gesetz nicht mehr; es ist nicht mehr in Kraft, obwohl es eine Fülle von prophetischen Vorbildern und Grundsätzen aufweist, die auf die Neue-Welt-Gesellschaft anwendbar sind, welche seit dem Jahre 1919 im Entstehen begriffen ist. — Kol. 2:13, 14; Röm. 7:4, NW.

      4. Seit dem Jahre 33 n. Chr. haben sich die geistlichen Israeliten oder die gesalbten Christen freiwillig als „Tieferstehende“ oder Sklaven einem neuen, von Jehova erlassenen Gesetz unterstellt, das als der neue Bund bekannt ist, der durch Jesus Christus geschlossen wurde. „Denn wenn jener erste Bund [das Mosaische Gesetz] nicht mangelhaft gewesen wäre, so wäre nicht Raum für einen zweiten [den neuen Bund] gesucht worden. ‚Denn dies ist der Bund, den ich nach jenen Tagen mit dem [geistlichen] Hause Israel errichten werde‘, spricht Jehova: ‚Ich werde meine Gesetze in ihren Sinn legen und sie auf ihre Herzen schreiben, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.‘“ — Heb. 8:7, 10, NW.

      Aus diesem Grunde ging die Entwicklung und die Tätigkeit der Gesellschaft der Zeugen Jehovas seit den Tagen Jesu bis in unsere Zeit im gesetzlichen Rahmen des christlichen Systems der Dinge vor sich, das auf Richtlinien und Gebote aufgebaut ist, die durch Christus Jesus, den größeren Noah und größeren Mose, sowie durch seine inspirierten Apostel verkündigt wurden. Die „anderen Schafe“ oder Gefährten der gesalbten Christen unterziehen sich als „Tieferstehende“ diesen von Gott gegebenen christlichen Vorschriften ebenfalls freudig und willig, um in die „e i n e Herde“ aufgenommen zu werden. — Joh. 10:16.

      DAS GESETZ DER SÜNDE UND DAS GESETZ DES SINNES

      5. Außer dem eben erwähnten göttlichen Gesetz weist Paulus noch auf ein anderes Gesetzesgebiet hin, dem Christen ebenfalls — allerdings unfreiwillig — unterworfen sind. „So bin ich denn mit meinem Sinn ein Sklave [Tieferstehender] des Gesetzes Gottes [das durch den neuen Bund enthüllt wurde], mit meinem Fleische aber des Gesetzes der Sünde.“ (Röm. 7:25, NW) Dieses Gesetz, das die Menschen in Knechtschaft hält, ist als das „Gesetz der Sünde und des Todes“ bekannt. (Röm. 8:2) Wer sind in diesem Falle die Höherstehenden? Paulus beantwortet die Frage, indem er zeigt, daß ‚König Sünde‘ und ‚König Tod‘, unterstützt von Satan, die gestrengen Herren sind. (Röm. 5:21; Heb. 2:14) Da wir von Adam her die Sünde ererbt haben, sind wir ihr durch unser angeborenes, sündiges Fleisch sklavisch verkauft. — Röm. 7:24.

      6. Jehova kam uns aber zu Hilfe, indem er in seiner Liebe das Loskaufsopfer Jesu Christi beschaffte. Paulus zeigt, daß Christen, die Gott hingegeben sind, jetzt unter den Einfluß eines anderen Gesetzes, das als ‚das Gesetz des Sinnes‘ bekannt ist, gelangen können, da die Verurteilung durch das Gesetz Moses — das offenbar machte, daß ihr Fleisch der göttlichen Norm der Vollkommenheit bei weitem nicht entsprach — nun beseitigt ist. (Röm. 3:21-23) „Jetzt aber sind wir von dem ‚Gesetz‘ entbunden, weil wir dem gestorben sind, wodurch wir festgehalten wurden, damit wir Sklaven [Untergeordnete] seien in einem neuen Sinne nach dem Geist und nicht im alten Sinne nach den Gesetzesschriften [dem Mosaischen Gesetz].“ — Röm. 7:6, NW; Matth. 20:28.

      Der durch Mose geschlossene, nun veraltete Gesetzesbund befaßte sich mit dem gefallenen Fleisch und sollte dazu dienen, den Werken des Fleisches Einhalt zu tun. (Gal. 5:19-21) Die Kraft, die diesem Gesetzesbund zugrunde lag, bestand in seinen Strafbestimmungen, die den Juden schließlich eine strenge Verurteilung oder einen Fluch eintrugen, weil sie das Gesetz fortwährend übertraten. (2. Kor. 3:9) Der neue Bund dagegen, der von Jesus Christus ins Leben gerufen wurde, steht unter der leitenden Kraft des Geistes Gottes. (2. Kor. 3:6) Somit wird unser Sinn durch den Geist Gottes auf die Pfade der Gerechtigkeit geleitet, wodurch das erreicht wird, was durch den alten Gesetzesbund mit seinen Zehn Geboten und anderen Gesetzen nicht erreicht wurde. „Wenn ihr durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter Gesetz.“ — Gal. 5:18, NW.

      Jehovas Vorkehrung ermöglicht es Christen auch, die abwärtsführenden Neigungen des Fleisches, das dem ‚König Sünde‘ unterworfen ist, zu bekämpfen. „Somit finde ich folgendes Gesetz in meinem Fall: daß, wenn ich das Rechte zu tun wünsche, das Schlechte bei mir vorhanden ist. Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes [das durch den neuen Bund enthüllt wurde] gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, aber ich erblicke in meinen Gliedern ein anderes Gesetz [das des Fleisches, das dem ‚König Sünde‘ unterworfen ist], das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.“ (Röm. 7:21-23, NW) Alle Christen müssen diesen großen Kampf zwischen den „Dingen des Fleisches“ und den „Dingen des Geistes“ kämpfen. — Röm. 8:4-8, NW.

      In seiner Großmut ließ aber Jehova die unverdiente Güte auf dem christlichen Schauplatz walten, damit sie „als König herrsche durch Gerechtigkeit“ und auf unsere Herzen einen machtvollen Einfluß ausübe, wenn wir uns diese liebende Vorkehrung, die Gott durch Christus getroffen hat, eifrig zunutze machen. (Röm. 5:21, NW) Wir werden „Sklaven der Gerechtigkeit [stehen unter ihr]“, und das macht es uns möglich, hart zu kämpfen, um ein reines christliches Leben zu führen und unsere Lauterkeit trotz des starken Dranges unseres Fleisches, der uns nach unten ziehen will, zu bewahren. Mit Jehovas Hilfe können wir durch Christus Jesus und unseren starken Glauben aus diesem Kampfe gegen unser Fleisch siegreich hervorgehen. Auch können wir unter dieser neuen Einrichtung eine Fülle von Früchten des Geistes zur Ehre Jehovas hervorbringen. — Röm. 6:17-20; Gal. 5:22-24.

      Ist dir dieses kurze Studium über die Anwendung des Wortes „Gesetz“ in der Bibel eine Hilfe gewesen, deine Stellung als ergebener christlicher Sklave Gottes, Jehovas, besser zu erkennen? Wir hoffen es.

  • Predigttätigkeit in Gefängnissen trägt Frucht
    Der Wachtturm 1958 | 1. Mai
    • Predigttätigkeit in Gefängnissen trägt Frucht

      Da Jehovas Zeugen jede Gelegenheit, die gute Botschaft zu verkündigen, ausnutzen, führen sie auch in Gefängnissen Bibelstudien mit ehrlichgesinnten Menschen durch. Ein Ehepaar, das sich im Staate New Jersey dieser Tätigkeit widmet, schreibt: „Wir führen im Gefängnis in B. mit einem Gefangenen nun schon seit über einem Jahr ein Bibelstudium durch. Einer von ihnen ist vor kurzem entlassen worden und hat uns kurz danach einen schönen Brief geschrieben. Er teilte uns darin seine neue Adresse mit und brachte seine Dankbarkeit Jehova und uns gegenüber zum Ausdruck, weil wir mit ihm die Bibel studiert hatten. Er sagte, sein Gefängnisaufenthalt sei nicht umsonst gewesen, denn er habe dadurch sich selbst und seinen Schöpfer, Jehova Gott, gefunden. Er freut sich auf die Zeit, da er ebenfalls von Haus zu Haus gehen und sich zu den Zeugen Jehovas zählen kann. Unsere Studien mit den Gefangenen müssen stets in Anwesenheit eines Wärters durchgeführt werden. Und da jedesmal ein anderer Wärter dem Studium beiwohnt, empfangen auch sie die geistige Speise und werden mit den Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! bedient. Einer der Insassen, mit dem wir studieren, ist Redakteur der Gefängniszeitung geworden und veröffentlicht darin nun Artikel über Jehovas Königreich. Ungefähr 650 Gefangene lesen diese Zeitung, außerdem wird sie vielen Angehörigen der Gefangenen zugestellt. Somit tragen unsere Studien im Gefängnis auch auf diese Weise zu einem guten Zeugnis bei.“

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