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Mein Entschluß, ‘standhaft und unbeweglich’ zu seinDer Wachtturm 1985 | 1. November
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Nachdem ich mit den Brüdern am Ort gesprochen hatte, entschieden wir, die Angelegenheit nicht auf sich beruhen zu lassen. Daher standen wir in der nächsten Woche mit 30 anderen Brüdern auf den Straßen von Nylstroom, und in der darauffolgenden Woche befanden wir uns in Warmbad, das etwa 30 km südlich liegt. Entgegen den Erwartungen wurden wir von niemand gehindert. Nach beträchtlichen Schwierigkeiten wurden uns später die Publikationen zurückgegeben, die nicht unter das Verbot fielen.
‘Standhaft und unbeweglich’ trotz Alter
Meine Frau Anna unterstützte mich loyal bis zu ihrem Tod im Jahre 1949. Seit 1954, als ich wieder heiratete, steht mir meine liebe Frau Maud genauso ergeben zur Seite. Von frühster Kindheit an begleiteten mich meine Kinder, Paul und Anelise, in allen Dienstzweigen. Als sie von zu Hause weggingen, nahmen beide den Pionierdienst auf. Anelise und ihr Mann, Jannie Muller, stehen immer noch im Vollzeitdienst. Paul entfernte sich später von der Wahrheit und strebte eine akademische Laufbahn an. In den letzten Jahren ist er jedoch in die Gemeinschaft zurückgekehrt. Meine fünf Enkel sind ebenfalls Zeugen Jehovas; zwei von ihnen dienen zusammen mit ihrem Ehepartner im Vollzeitdienst. Ich kann Eltern nur nachdrücklich empfehlen, ein enges Verhältnis zu ihren Kindern zu haben und sie durch Unterweisung sowie durch das eigene Beispiel zu schulen, Jehova zu lieben und ihm ganzherzig zu dienen (5. Mose 6:6, 7).
In den 69 Jahren, die ich jetzt im theokratischen Dienst stehe, habe ich eine begeisternde Ausdehnung des Werkes gesehen. Im Jahre 1931 gab es in Pretoria und Umgebung nur fünf Verkündiger des Königreiches. Heute sind es mehr als 1 500, die mit 26 Versammlungen verbunden sind. Alles Lob und alle Ehre dafür gebühren Jehova. Ich bin jetzt 86 Jahre alt und freue mich, immer noch — sofern es die Gesundheit erlaubt — am Zeugnisgeben von Haus zu Haus teilnehmen und die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! auf der Straße anbieten zu können. Maud und ich sind entschlossen, treu, ‘standhaft und unbeweglich’ zu bleiben und Jehovas Namen in alle Ewigkeit zu preisen.
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„Ich möchte ein kompromißloser Christ sein“Der Wachtturm 1985 | 1. November
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„Ich möchte ein kompromißloser Christ sein“
Nachdem ein junger Mann aus Simbabwe das von der Wachtturm-Gesellschaft herausgegebene Buch „Dein Königreich komme“ gelesen hatte, fühlte er sich gedrängt, folgendes zu schreiben:
„Ich habe im Verlauf der letzten Jahre beobachtet, daß die Zeugen Jehovas hier in Simbabwe wirklich bemüht sind, dem Beispiel Christi zu folgen. Ich gehöre zu den Siebenten-Tags-Adventisten, aber mir scheint, daß meine Kirche in diesem Land nicht mehr vom heiligen Geist inspiriert wird. Wir schließen Kompromisse mit der Welt. Wir glauben zum Beispiel wie Ihr, daß Christus nicht am 25. Dezember geboren wurde, aber unsere Pfarrer sagen, wir könnten trotzdem Weihnachten feiern, solange wir daran dächten, daß Christus für unsere Sünden gestorben ist. ...
Ich meinerseits habe es satt, mich Christ zu nennen, während meine Lebensweise dem Beispiel Jesu nicht entspricht. Ich möchte ein kompromißloser Christ sein ... Ihr seid bis jetzt die einzige Gruppe, der es gelungen ist, mich von Gottes Liebe und der Macht seines Evangeliums zu überzeugen, und zwar durch Eure Lebensweise, nicht nur durch das, was Ihr redet und schreibt. Ihr predigt das Evangelium und lebt auch entsprechend, während sehr viele es nur predigen, aber nicht danach leben.“
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