Leserbriefe
Vor dem Selbstmord bewahrt
Ich sprach bei einer jungen Frau vor, die schon einmal ein Exemplar der Zeitschrift Erwachet! entgegengenommen hatte. Sie sagte: „Ich nehme diese Zeitschriften wieder, denn eine davon [8. November 1981] hat mich davor bewahrt, Selbstmord zu begehen. Ich las darin einen Artikel über dieses Thema, und das bewog mich, meinen Entschluß, mir das Leben zu nehmen, nicht auszuführen.“ Sie erzählte, daß sie zu Hause ausgezogen war, dann schwanger wurde und keinen anderen Ausweg mehr als den Freitod gesehen hatte. Nachdem sie sich entschlossen hatte, nicht Hand an sich zu legen, nahm sie sich außerdem vor, das Kind auszutragen und es auch nicht zur Adoption freizugeben, sondern zu behalten.
J. R., Brasilien
Haushaltsplan
Im Oktober [1983] übergab mir mein Mann die Familienkasse und bat mich, das Geld zu verwalten. Anfänglich fürchtete ich mich vor der Aufgabe. Doch nachdem ich alles etwas organisiert hatte, ging es ganz gut. Eine große Hilfe jedoch war mir dann der Artikel „Gibst du mehr Geld aus, als du verdienst?“, der in Awake! vom 8. April 1984 [dt. 8. Juli 1984] erschien. Er legte dar, wie man sparsamer sein kann; auch erleichterte er mir meine Aufgabe dadurch, daß er zeigte, wie man einen Haushaltsplan aufstellt.
M. B., Washington, USA
Der Papst auf Reisen
Ihre Ausgabe vom 8. Dezember 1983 [dt. 8. März 1984] war wieder äußerst ansprechend, fesselnd und feinsinnig. Ihre kritische Analyse der päpstlichen Aktivitäten auf dem religiösen, politischen, moralischen und sozialen Sektor war sachkundig, ausgewogen und vernünftig und wurde durch eine Reihe unwiderlegbarer biblischer Tatsachen gestützt. Sie zeigte überzeugend die Irrtümer und Gefahren des modernen Katholizismus. Erwachet! ist erneut der Aufgabe nachgekommen, das wahre Licht der ganzen Familie zu sein, ganz gleich, welche religiösen Anschauungen diese vertritt.
C. N., Ghana
Ich beklage mit Ihnen die Mißstände in unserer katholischen Kirche, ziehe aber mit vielen anderen katholischen Christen einen völlig anderen Schluß. Wir versuchen, diese Mißstände anzugehen, anstatt nach Schwachstellen der Zeugen Jehovas zu suchen. Mit Ihrer überheblichen Kritik an Christi Stellvertretung in dieser Welt erreichen Sie wohl das Gegenteil von dem, was Sie eigentlich erreichen wollen.
H. J. S., Bundesrepublik Deutschland
Das hat Ihnen richtig Spaß gemacht, nicht wahr? Sie konnten der Versuchung, der katholischen Kirche ein paar Hiebe zu versetzen, nicht widerstehen. Ich werde Ihnen niemals verzeihen, daß Sie den Papst so unbarmherzig kritisiert haben. Wenn Jehovas Zeugen es nötig haben, andere Religionen auf so billige Weise schlechtzumachen, sind sie in größeren Schwierigkeiten als die Katholiken.
M. C., Florida, USA
Wir haben ganz gewiß nicht versucht, den Papst oder die katholische Kirche schlechtzumachen, noch haben wir die Katholiken kritisiert. Die katholische Kirche nimmt in der Welt eine sehr bedeutsame Stellung ein, denn sie beansprucht, für Hunderte von Millionen Menschen der Weg zum Heil zu sein. Eine Organisation, die diesen Standpunkt einnimmt, sollte bereit sein, sich einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Jeder, der kritisiert, ist verpflichtet, die Tatsachen wahrheitsgetreu zu unterbreiten und sie gerecht und sachlich zu bewerten. Wir sind bemüht, dieser Verpflichtung nachzukommen. (Red.)