-
„Wort der Wahrheit“ — Kongreß der Zeugen JehovasDer Wachtturm 1966 | 1. Januar
-
-
schließlich konnte trotz energischer Proteste der Tolka-Park, ein Fußballfeld der Stadt, gemietet werden. Mit der Zeit äußerten sich immer mehr ehrlichgesinnte Katholiken öffentlich zugunsten der Religionsfreiheit. Der Kongreß war ein schönes Zeugnis, und die Zeitungen brachten viele günstige Berichte darüber. Bestimmt ein Beweis der Führung und Leitung Jehovas!
Auch der reibungslose Ablauf dieser Kongresse, der durch die liebevolle Arbeit vieler Freiwilliger möglich gemacht wurde, war ein Beweis für die Wirksamkeit des Geistes Jehovas. Die Edinburgher Zeitung Evening News schrieb: „Wer ein organisatorisches Problem zu lösen hat, sehe einmal, wie Jehovas Zeugen solche Probleme lösen. Sie stellen durch ihre präzise Arbeit selbst die Armee in den Schatten.“ In Brandon (Manitoba, Kanada) sagte der Verwalter des Sportfeldes: „So, wie Sie organisiert sind, könnten Sie die ganze Stadt, das ganze Land, ja sogar die ganze Welt verwalten, und das wäre für uns alle weit besser.“
Die göttliche Führung und Leitung zeigte sich ferner in der Ruhe, dem Anstand und der Rücksicht der Besucher. Welch ein Gegensatz zu weltlichen Veranstaltungen! In Rotterdam sprach ein Polizeioffizier den Leiter des Ordnungsdienstes des Kongresses an und fragte ihn, wie sie es machten, daß sie das Gelände vor der Bühne nur mit einem dünnen Seil absperren könnten; sie selbst brauchten stets zwanzig Polizisten, um die Leute zurückzuhalten. In Luxemburg war der Verwalter der Kongreßhalle sprachlos vor Staunen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, rief er aus. „Die Kinder sind so schön still. Wie bringen Sie das nur fertig?“
Die Antwort lautet natürlich: durch die Anwendung der Grundsätze des göttlichen Wortes der Wahrheit. Jehovas Zeugen glauben an die Bibel, sie lesen sie regelmäßig und leben auch danach. Die Kongresse „Wort der Wahrheit“ waren für viele Menschen in den verschiedenen Ländern ein eindeutiger Beweis für die wunderbare Atmosphäre des Friedens, die unter Christen herrscht, wenn sie dieses Wort anwenden.
-
-
Fragen von LesernDer Wachtturm 1966 | 1. Januar
-
-
Fragen von Lesern
● Von welchem „Strom“ ist in Psalm 72:8 die Rede? — V. B., USA.
In diesem Psalm über die ausgedehnte friedliche Herrschaft König Salomos finden wir die Verheißung: „Er wird herrschen von Meer zu Meer, und vom Strome bis an die Enden der Erde.“ — Ps. 72:8.
Wir können erkennen, welche Grenze mit dem Ausdruck „Strom“ gemeint ist, wenn wir uns an die Verheißung erinnern, die Jehova Abraham gegeben hat. Abraham hatte einst „jenseits“ des Euphrat gewohnt, und dort hatte sein Vater anderen Göttern gedient. (Josua 24:2, 15, Lu) Als Abraham jedoch nach Kanaan kam, verhieß ihm Gott, daß seine Nachkommen das Land „vom Strome Ägyptens“, südlich von Kanaan, „bis an den großen Strom, den Strom Phrath [den Euphratstrom, Me]“, erhalten würden. (1. Mose 15:18) Der Euphrat galt somit als eine der Grenzen des Verheißenen Landes. (Man vergleiche 2. Mose 23:31 und 5. Mose 11:24.) Unter König Salomo erstreckte sich das von Israel beherrschte Gebiet bis an den Euphrat. — 2. Chron. 9:26.
Interessanterweise verwenden die jüdischen Targume (Umschreibungen oder auslegende Übersetzungen gewisser Teile der Hebräischen Schriften in aramäisch) in Psalm 72:8 anstelle von „Strom“ die Bezeichnung „Euphrat“. (Siehe auch die Übersetzung von Menge und die Zürcher Bibel.)
Von Meer zu Meer und vom Euphrat bis an die Enden der Erde zu herrschen deutete im Falle der Könige von Israel auf eine ausgedehnte Herrschaft hin. Die Herrschaft des größeren Salomo, Jesu Christi, unter der sich dieser prophetische Psalm wunderbar erfüllen wird, wird allumfassend sein oder die ganze Erde umspannen.
● Kann man aufgrund des neuen Buches „Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt“ mit Bestimmtheit sagen, daß es auf anderen Planeten lebende Geschöpfe gibt? — R. B., USA.
Nein, das sagt das Buch nicht. Auf den Seiten 384 und 385, Abschnitt 24, heißt es in diesem Buch: „Bis in alle Ewigkeit wird unsere Erde vor jedem anderen Planeten im endlosen Weltraum ausgezeichnet sein. Bis in alle Ewigkeit wird sie in der ganzen Schöpfung ein herrliches Schaustück zum Preise Jehovas sein. Nicht daß sie der einzige Planet sein wird, der je bewohnt werden wird, sondern sie wird der einzige Planet sein, auf den der Schöpfer aller guten Dinge seinen einziggezeugten Sohn sandte, damit dieser Mensch werde und eines Opfertodes sterbe, um die Bewohner des Planeten von der Sünde und ihrer Strafe, dem Tod, zurückzugewinnen. Sie wird der einzige Planet sein, auf dem Jehova durch seinen Sohn Jesus Christus den ‚Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen‘, gekämpft haben wird, um seine Macht über alle seine Feinde im Himmel und auf der Erde zu zeigen und sich als der Souverän des Universums zu rechtfertigen. — Jeremia 50:25; Psalm 140:7; Apostelgeschichte 4:24.“
Was hier hervorgehoben werden will, ist der Gedanke, daß Gottes Sohn nie mehr eines Opfertodes zu sterben braucht, um lebende Geschöpfe von Sünde und Tod zu befreien. Es wird nie mehr nötig sein, daß sich Jehova Gott als Souverän des Universums rechtfertigt. Das wird ein für allemal auf der Erde geschehen sein. Selbst wenn der Schöpfer irgendwann in der Zukunft andere Planeten bevölkern lassen sollte — was wir nicht wissen —, würde sich eine Wiederholung des Opfers Jesu und der Rechtfertigung der Oberhoheit Jehovas erübrigen. Die damit verbundenen Streitfragen werden dann bereits für immer entschieden sein. — Hebr. 9:28; 10:12.
Man hat in wissenschaftlichen und anderen Kreisen schon viele Mutmaßungen darüber angestellt, ob es zur Zeit auf anderen Planeten auch Leben gebe. Man weiß jedoch sehr wenig mit Bestimmtheit. Die Bibel zeigt unmißverständlich, daß es unzählige Geistgeschöpfe gibt; sie sagt aber nichts davon, daß es auf anderen Planeten auch physische Geschöpfe gebe. — Offb. 5:11; Matth. 26:53.
Christen brauchen sich von Mutmaßungen über gegenwärtiges oder künftiges Leben auf anderen Planeten nicht beunruhigen zu lassen. Die Erde wurde dem Menschen als Wohnstätte gegeben, und die Bibel sagt uns, daß gerechte Menschen in alle Ewigkeit auf der Erde leben werden. (Ps. 37:29, NW; 115:16; Pred. 1:4) Dessen können wir gewiß sein, ganz gleich, was Gott in der Zukunft vielleicht noch über Leben auf anderen Planeten offenbaren mag. — Siehe Das Photo-Drama der Schöpfung (1914), Seite 192.
-
-
BekanntmachungenDer Wachtturm 1966 | 1. Januar
-
-
Bekanntmachungen
PREDIGTDIENST
In seiner denkwürdigen Rede, die der Apostel Paulus auf dem Areopag oder Marshügel in Athen hielt, sagte er unter anderem, der „Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist“, gemacht habe, gebe uns allen „Leben und Odem und alle Dinge“. (Apg. 17:24, 25) Er ist daher würdig, angebetet zu werden. Als Satan, der Teufel, Jesus Christus veranlassen wollte, vor ihm niederzufallen und ihm einen Akt der Anbetung zu erweisen, wies ihn der Sohn Gottes deshalb mit den Worten zurück: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.“ (Matth. 4:8-11) Diesem Beispiel folgten wahre Christen zu allen Zeiten. Auch die christlichen Zeugen Jehovas von heute stellen die Anbetung des wahren Gottes allem voran. Sie tun das nicht nur selbst, sondern helfen auch anderen, den wahren Gott zu erkennen und seiner Anbetung den ersten Platz in ihrem Leben einzuräumen. Ihnen persönlich ist die Zeitschrift Der Wachtturm dabei eine große Hilfe gewesen. Im Januar bieten sie darum bei ihrer Predigttätigkeit überall ein Jahresabonnement auf dieses wertvolle Hilfsmittel zum Bibelstudium und drei Broschüren gegen einen Beitrag von 5 DM (Österreich S 26; Schweiz 5 Fr.; Luxemburg 50 lfrs) an.
„WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM
6. Februar: Antwort auf die Frage des römischen Statthalters: „Was ist Wahrheit?“, ¶ 1—27. Seite 5.
13. Februar: Antwort auf die Frage des römischen Statthalters: „Was ist Wahrheit?“, ¶ 28—57. Seite 12.
-