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Ist es dir gleichgültig?Erwachet! 1971 | 22. Dezember
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denn deinen Kindern sagen, der Osterhase und die Ostereier stünden mit der Auferstehung Jesu in Verbindung, obwohl es eine solche Beziehung offensichtlich nicht gibt? Meinst du nicht, du hättest mehr Freude am Frühling, wenn du den Schöpfer aller Dinge dafür wirklich ehrtest? Der Frühling ist eine schöne Jahreszeit; warum die Frühlingsfreuden trüben durch ein Fest, das in unsittlichen heidnischen Riten wurzelt?
Wer Gott wirklich liebt, sollte aufhören, Weihnachten und Ostern, beides heidnische Feste, zu feiern. Wenn man diesen mutigen Schritt aus dem richtigen Beweggrund tut, wird man von Gott reich gesegnet werden. Bald wird er das gegenwärtige böse System der Dinge vernichten, aber alle, die durch Taten beweisen, daß ihnen der Wille Gottes nicht gleichgültig ist, wird er am Leben erhalten. — 1. Joh. 2:17.
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Die Zähigkeit des Lebens — Beweis für die Weisheit GottesErwachet! 1971 | 22. Dezember
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Die Zähigkeit des Lebens — Beweis für die Weisheit Gottes
DIE Erde war schon Jahrtausende vor der Erschaffung des Menschen mit Tieren bevölkert. In jener Zeit sind zahllose Tiergenerationen geboren und gestorben. Einige Arten oder Spielarten sind von der Erde verschwunden. Sehr viele haben jedoch bis heute überlebt, wahrscheinlich die meisten Tierarten der Zeit nach der Sintflut.
In dieser langen Zeit sind viele Gebiete von Katastrophen heimgesucht worden, und sowohl Pflanzen als Tiere und Menschen sind Krankheiten zum Opfer gefallen. Dennoch vermochte sich das Leben zu behaupten. Und die Fossilien, die man entdeckt hat, weisen fast genau die gleiche Form auf wie die heute lebenden Vertreter dieser Arten. Gelegentlich kommen geringfügige Abweichungen vor, ähnlich wie man das auch heute bei gewissen Tier- und Pflanzenarten, die jetzt nebeneinander existieren, beobachten kann.
Wieso vermag sich das Leben so zu behaupten, wenn es doch alles andere als zäh zu sein scheint und wenn man bedenkt, daß die Fortpflanzung von mikroskopisch kleinen Zellen abhängt und außerordentlich kompliziert ist? Der Fortpflanzungsprozeß, obwohl unglaublich verwickelt, ist doch so beständig, daß die Mehrzahl der Lebewesen vollständig ausgebildet ist und die Lebensvorgänge in ihnen sich reibungslos abwickeln. Die meisten Kinder, die geboren werden, bleiben am Leben, und fast alle sind körperlich und geistig völlig normal und in der Lage, von Körper und Geist guten Gebrauch zu machen.
Alles das bezeugt die Weisheit des Schöpfers und gereicht ihm zur Ehre. Die Zähigkeit, mit der sich das Leben durch alle Jahrhunderte hindurch und unter den verschiedensten Bedingungen erhalten hat, zeigt auch, daß das Leben auf der Erde in Ewigkeit nicht aussterben soll.
Widerstandsfähigkeit gegen Gifte entwickelt?
Jetzt weiß man, daß Insekten und Mikroorganismen mit der Zeit gegen Gifte, mit denen man sie bekämpft, anscheinend resistent werden. Insekten, gegen die man anfänglich mit gutem Erfolg DDT angewandt hat, sind jetzt offenbar dagegen immun geworden; gewisse Insekten sind sogar, wie es scheint, gegen tödliche Chemikalien wie Zyanwasserstoffsäure resistent geworden. Selbst die als „Wunderdrogen“ bezeichneten Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit gegen Mikroben, die im Menschen zu Krankheitserregern geworden sind. Gewisse Infektionskrankheiten wie Syphilis und andere müssen mit immer stärkeren Dosen bekämpft werden, und dennoch erzielt man keinen hundertprozentigen Erfolg. Die Resistenz bestimmter Bakterien gegen Penizillin soll um das 16 000fache gestiegen sein.
Die Evolutionisten sehen darin einen Beweis für die Evolution. Haben sie recht? Bedeutet die jetzige Immunität der Insekten und Mikroorganismen, daß sie eine Unempfindlichkeit gegen die Gifte entwickelt haben? Nein. Denn entweder tötete das Gift die Organismen, gegen die es angewandt wurde, oder es war unwirksam. Die Organismen, die durch das Gift getötet wurden, konnten weder eine Resistenz entwickeln noch Nachkommen hervorbringen, die dagegen immun waren, denn sie waren ja tot. Die Tatsache, daß einige der Organismen am Leben blieben, bedeutet, daß diese von Anfang an gegen das Gift immun gewesen waren. Diese Immunität war eine Erbanlage, mit der die Art bei der Erschaffung ausgestattet worden war, eine Erbanlage, die bei gewissen Nachkommen erkennbar werden konnte, bei anderen aber nicht. Diese Erscheinung beobachtet man auch beim Menschen.
Man könnte das mit dem musikalischen Talent in einer Familie vergleichen. Vater und Mutter mögen nicht talentiert sein, aber ihr Kind mag ein Musikgenie sein. Die Erforschung der Familiengeschichte mag ergeben, daß der Ururgroßvater schon eine hohe musikalische Begabung aufgewiesen hatte. Diese Musikalität zeigte sich aber erst wieder bei dem Ururenkel dieses Mannes. Der eine oder andere mag dies als „Mutation“ bezeichnen, in Wirklichkeit war diese hohe Musikalität in der Erbanlage vorhanden.
Den Beweis für dieses Prinzip erbrachten vor einigen Jahren die Versuche, die der Genetiker Milislav Demerec am Carnegie-Institut in Cold Spring Harbor (New York) durchführte. Er benutzte für seine Versuche Darmbakterien, die man in einer Nährlösung oder in Nähragar kultivieren kann. Bei einer Temperatur von etwa 36 ° Celsius teilen sich diese Bakterienzellen ungefähr alle zwanzig Minuten einmal. Aus einer Zelle können täglich Millionen von Zellen entstehen.
Mit dem Antibiotikum Streptomyzin verhinderte man die Weiterentwicklung dieser Bakterien. Doch dann entdeckte man, daß unter mehreren Milliarden Zellen einige wenige überlebten. Evolutionisten behaupten, eine Mutation (eine plötzliche Abweichung vom Elterntypus) sei eingetreten und das käme einer Weiterentwicklung gleich. Aber diese Auffassung wurde durch die tatsächlichen Ergebnisse dieser Versuche widerlegt. Sie zeigten nämlich, daß die Behandlung mit Streptomyzin keine Veränderung des Erbgutes bewirkt hatte. Durch das Streptomyzin waren lediglich die nichtresistenten Bakterien getötet worden, während die resistenten Bakterien am Leben geblieben waren.
Demerec entdeckte, daß bei allen großen Kulturen einige wenige resistente Bakterien vorhanden waren, selbst wenn die Kultur zuvor nicht mit Streptomyzin behandelt worden war. Bei jeder Generation gab es auf eine Milliarde Zellen etwa eine, die von Natur aus resistent war. Das Streptomyzin hatte demnach keine „Mutationen“ hervorgerufen.
Darauf wurde die umgekehrte Situation untersucht. In der mit Streptomyzin behandelten Lösung starben die nichtresistenten Zellen aus, aber die resistenten Zellen blieben am Leben, vermehrten sich und „übernahmen“ das Populationswachstum. Dennoch gab es unter dieser Nachkommenschaft auf je eine Milliarde etwa siebenunddreißig der ursprünglichen Art, also Zellen, die gegenüber dem Streptomyzin empfindlich waren. Dann wurde die überlebende Population aus der mit Streptomyzin behandelten Nährlösung entfernt und in eine unbehandelte Nährlösung getan. Was geschah? Der nichtresistente Stamm gedieh und „übernahm“ die Population. Dem resistenten Stamm erging es nicht so gut, doch wie zu Anfang gab es von diesen Zellen auf je eine Milliarde etwa eine.
Die Erde soll immer von Lebewesen bevölkert sein
Alles das zeigt, wie zäh das Leben ist. Es erklärt, warum fast eine ganze Bevölkerung Epidemien zum Opfer fallen kann, während einige, die eine natürliche Resistenz gegen diese Krankheitskeime haben, davon unberührt bleiben. Und wenn man die Menschheit betrachtet, so muß man sagen, daß es heute immer noch gut aussehende und intelligente Männer und Frauen gibt, obschon die Sünde seit bald 6 000 Jahren herrscht.
Doch heute sehen wir, daß der Mensch seine eigene Umwelt zerstört. Seiner Gesundheit drohen alle möglichen Gefahren durch vergiftete Nahrung, verschmutztes Wasser und verunreinigte Luft, und die Gefahr, einem Verbrechen oder Krieg zum Opfer zu fallen, wächst täglich. Der Mensch zerstört die Erde buchstäblich, und wenn er genügend Zeit hätte, würde er es so weit treiben, daß die Erde unbewohnbar würde.
Aber nach dem Vorhaben des Schöpfers soll die Erde für immer von Menschen und Tieren bewohnt werden. Gott sagt, er werde einschreiten, wenn eine erdenweite Verwüstung drohe, und er werde die „verderben, welche die Erde verderben“. — Offb. 11:18.
Da Jehova, der Quell des Lebens, von Ewigkeit her ist, hat es immer Leben gegeben, und es ist sein Wille, daß das Leben auch auf der Erde in Ewigkeit nicht aussterben wird. — Ps. 90:2; 36:9.
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Was bekommt man, wenn man Wein kauft?Erwachet! 1971 | 22. Dezember
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Was bekommt man, wenn man Wein kauft?
VIELLEICHT hast du noch nie eine Flasche Wein gekauft. Doch es gibt viele Leute, die verhältnismäßig häufig Wein kaufen. Die Mehrzahl von ihnen trinkt gerne etwas Wein, häufig zu den Mahlzeiten. Doch Alkoholiker sind sie deswegen nicht. Aber was erhalten viele Personen, die Wein kaufen?
Weinsorten
Wein ist im engeren Sinne das durch die alkoholische Gärung aus dem Saft frischer Weintrauben hergestellte Getränk. Es gibt die sogenannten Tischweine und die Süd-, Süß- oder Dessertweine. Tischweine gewinnt man, indem man den größten Teil des Traubenzuckers durch Gärung zu Alkohol abbauen läßt, während man bei den Süßweinen den Gärungsprozeß unterbricht, wenn noch eine bemerkenswerte Menge Traubenzucker darin vorhanden ist. Es gibt Süßweine, denen nach der Gärung Zucker zugesetzt wird.
Bei der Gewinnung von Süßweinen wird der Gärungsvorgang gewöhnlich unterbrochen, indem man eine kleine Menge Branntwein zusetzt. Weine, denen Branntwein zugesetzt worden ist, sind auch als „Dessertweine“ bekannt. Der Branntwein dient dazu, den restlichen Traubenzucker zu erhalten, und vermehrt auch den Alkoholgehalt des Weines. Der Alkoholgehalt des Tafelweines übersteigt 14 Prozent nicht, der Alkoholgehalt der Dessertweine beträgt ungefähr 20 Prozent.
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