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  • „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“
    Der Wachtturm 1957 | 15. Februar
    • sollten. Es gibt große Diktatoren und kleine Diktatoren. Beide handeln selbstsüchtig, ob sie nun eine ganze Nation oder ein kleines Geschäft leiten. Der Sinn eines Diktators richtet sich nur auf das, was ihn selbst betrifft, und auf all den Überfluß, den er ansammeln kann. Er erkennt nicht, daß das Leben nicht von den Dingen herkommt, die er besitzt. Alle Besitztümer der alten Welt, die eine Person haben mag, werden ihr kein ewiges Leben verschaffen.

      EINE VON GOTT VERLIEHENE GABE

      16. Weshalb erhalten Menschen von Gott das Leben?

      16 Gottes Wort erklärt deutlich, daß Leben eine Gabe Gottes ist. (Röm. 6:23; Off. 2:10, NW) Durch die unverdiente Güte Jehovas erhalten Geschöpfe das Leben, und zufolge seiner Güte sandte er seinen einziggezeugten Sohn auf die Erde. Der Mensch wurde zum Tode verurteilt, und während 4000 Jahren starben die Menschen bereits, bevor Jehovas Sohn auf den Schauplatz trat. Alle, die starben, blieben in ihren Gräbern, kein einziger kam in den Himmel oder in eine ‚Hölle‘ der ‚ewigen Qual‘, denn „die Toten wissen gar nichts“. (Pred. 9:5, 10) Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod, so daß der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist. (Röm. 5:12) Alle, die unter dieser Verurteilung standen, sind gestorben. Nun aber erhält der Mensch durch Jehovas unverdiente Güte eine Gelegenheit zum Leben. Leben wird ihm von Gott gegeben; es ergibt sich nicht aus den Dingen, die der Mensch besitzt. Wir lesen: „Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohne nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Joh. 3:36, NW) Gott fordert also Glauben und Gehorsam gegenüber dem Worte des wahren Gottes. Es muß ein Glaube sein, der zunimmt und dein ganzes Leben erfüllt, ein Glaube, der dich durch ein Studium des Wortes Jehovas zu einem tieferen Verständnis desselben führt, ein Glaube, der dich antreibt, Gott fortwährend ‚mit Geist und Wahrheit‘ zu dienen. (Joh. 4:23; Gal. 6:8, 9, NW) Paulus, der zitierte, was Jehova selbst schon früher gesagt hatte, schrieb: „Mein Gerechter wird auf Grund des Glaubens leben. Wenn er sich zurückzieht, so wird meine Seele kein Gefallen an ihm haben.“ (Heb. 10:38; Hab. 2:4, LXX) Christen sind nicht solche, die sich zurückziehen. Irgendwelche von ihnen aber, die sich zurückziehen, gehen mit diesem System der Dinge ins Verderben.

      17, 18. Wie werden Erkenntnis und Leben in der Bibel miteinander in Verbindung gebracht?

      17 Durch ein Studium des Wortes Gottes, durch die Erforschung der Schrift und die Beobachtung der sich unaufhörlich erfüllenden göttlichen Prophezeiungen wird der Glaube gestärkt. „Der Glaube ist die zuversichtliche [feste] Erwartung erhoffter Dinge, die Kundgebung von Wirklichkeiten, die man nicht sieht. Dieser gereichte den Menschen der alten Zeiten zum Zeugnis.“ (Heb. 11:1, 2, NW) Wer an Gott glaubt und ihn sowie den Nächsten liebt, wird seine Tage verlängern, denn Liebe räumt mit aller Habsucht auf. „Wer Habsucht haßt, wird seine Tage verlängern.“ (Spr. 28:16, AS, van Eß) Sein rechtes Denken, seine richtige Anwendung genauer Erkenntnis führt zum Leben. „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortwährend Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über Jesus Christus, den du ausgesandt hast.“ — Joh. 17:3, NW.

      18 Daß wir ewiges Leben erlangen, hängt von unserer Erkenntnis ab, also davon, daß wir beständig Erkenntnis über Jehova Gott, den souveränen Herrscher des Universums, und über seinen Sohn, Christus Jesus, in uns aufnehmen. Dagegen möchte Satan, der Gott dieser Welt, uns immer zu der Ansicht bringen, Leben ergebe sich aus dem Besitz materieller Güter statt durch rechte Erkenntnis und ein Verständnis der Vorsätze Jehovas. (2. Kor. 4:3, 4, NW) Leben gibt es vor allem, weil Gott Liebe ist und sie durch seine unverdiente Güte geoffenbart hat. Er ist nicht verpflichtet, uns dieses Leben zu geben. Es ist eine Gabe von ihm für alle, die ‚ihm ungeteilten Herzens dienen‘.

      19, 20. Welche Erfordernisse zum Erlangen von Leben wurden von Jesus beschrieben?

      19 Einige denken, daß all der materielle Wohlstand, zu dem sie gelangen, dem Segen Gottes zuzuschreiben sei, der auf ihnen ruhe. Aber Paulus erklärte: „Die Geldliebe ist eine Wurzel von jeder Art schädigender Dinge.“ Wer Geld wegen der Dinge, die er sich damit beschaffen kann, voranstellt, wer es dem Worte Gottes und dem, was dieses ihm in Verbindung mit ewigem Leben einträgt, voranstellt, der gerät auf ein Nebengeleise; er wird nicht mehr in erster Linie nach den Interessen des Reiches Gottes trachten. Jesus erklärte sein eigenes Gleichnis vom Säemann, indem er sprach: „Das Bild hat folgende Bedeutung: Der Same ist das Wort Gottes … Was unter die Dornen fiel, das sind die, welche gehört haben, aber da sie fortgetragen werden von Sorgen und Wohlstand und Vergnügungen dieses Lebens, werden sie vollständig erstickt und bringen nichts zur Vollkommenheit.“ (Luk. 8:11-15, NW) Millionen und aber Millionen Menschen haben das Wort Gottes gehört. Sie haben sich sehr dafür interessiert, doch nur kurze Zeit; denn wenn sie auch dieses Wort Gottes studierten, ließen sie sich dennoch durch die Sorgen und den Wohlstand und die Vergnügungen dieses Lebens forttragen. So wurden also diese Personen vollständig erstickt. Ihrer Sorgen wegen konnte sie kein linder Hauch der Wahrheit erreichen. Die Saat der Wahrheit wurde aus ihrem Leben völlig verdrängt. Sie hatten die volle Gelegenheit, die Wahrheit zu hören, ließen sich aber von den Dingen dieser Welt fortreißen und wollten dies so haben. Sie trafen die Wahl dafür selbst.

      20 Dasselbe kann denen geschehen, die heute die Wahrheit besitzen. Sie können immer noch erstickt werden, wenn die Rettungsleine abgeschnitten wird. Wenn wir aufhören, uns von dem Worte Gottes zu ernähren, können wir Hungers sterben. Daher die Frage: Kannst du aus dir selbst die rechte Art von Boden machen, auf den der Same, das Wort Gottes, fällt? Das ist möglich, denn Jesus sagte: „Was jenes auf dem rechten Boden betrifft: diese sind es, die das Wort, nachdem sie es mit einem rechten und guten Herzen gehört haben, behalten und mit Ausharren Frucht tragen.“ (Luk. 8:15, NW) Ja, es muß ein rechtes, gutes Herz da sein. Wir müssen uns von dem Beweggründe treiben lassen, die Königreichsinteressen, nicht selbstische Vorteile, zu fördern. Wir müssen an der Gerechtigkeit interessiert sein, müssen dem Befehl Christi Jesu gehorchen und diese gute Botschaft vom Königreich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis predigen, und dies nicht nur für eine kurze Zeit und bloß zum Zeitvertreib und zur Zerstreuung für etwa ein oder zwei Jahre; denn Frucht tragen bedeutet, uns beständig daran zu halten und die Frucht zur Reife kommen zu lassen. Es bedeutet Ausharren.

      21. Warum ist das Ausharren nun notwendig?

      21 Dieses Ausharren als ein Christ hat für viele Menschen Schwierigkeiten mit sich gebracht, nicht Schwierigkeiten, die sie nicht hätten ertragen können, aber Schwierigkeiten von seiten der alten Welt. Viele, die Jehovas Vorhaben kennengelernt haben, denken, daß jetzt, da sie zu einem Verständnis des Wortes Gottes und der neuen Welt gelangt seien, worum sie gebetet haben, die neue Welt sogleich aufgerichtet werden sollte. Sobald sie von der Wahrheit hören, oder vielleicht ein Jahr später, wollen sie schon alle Segnungen der neuen Welt der Gerechtigkeit sehen. Dies ist eine gewisse Art von Habsucht. Sie sind nicht gewillt, auf Jehova Gott zu warten, bis er bereit ist, die neue Welt aufzurichten. Durch die Art, wie sie leben, zeigen sie, daß sie nicht davon überzeugt sind, daß es sich lohnt, auf die von Gott dafür bestimmte Zeit zu warten. Sie sind nicht bereit, den Wettlauf aufzunehmen und bis zum Ende durchzuhalten, um den Segen ewigen Lebens zu empfangen. Andererseits sehen wir solche, die willens sind, alle Arten von Beschwerden zu ertragen, so zum Beispiel Jehovas Zeugen in Rußland, die in Konzentrations- und Arbeitslager gegangen sind und sich nach Sibirien verbannen ließen. Sie machen nicht kehrt; sie trachten weder nach dem Kommunismus noch nach den Dingen dieser Welt anstelle geistiger Segnungen, die sie von Jehova Gott empfangen. Sie wissen, daß Leben nicht von den materiellen Gütern dieser Welt herkommt, die sie besitzen mögen. Sie bewahren ihre Lauterkeit. Indem sie Jehova Gott gegenüber treu und wahrhaft ergeben bleiben, nehmen sie die Leiden auf sich, die über sie kommen, weil sie an ihrer Lauterkeit festhalten. So ergeht es Jehovas Zeugen in Polen, in der Tschechoslowakei, in Rumänien, Ungarn und in vielen anderen Gebieten der Erde. Sie haben dem größten Druck standgehalten, dem Christen je ausgesetzt worden sind, um ihren Glauben zu zertrümmern. Sie sind all ihres Besitzes beraubt worden. Männer wurden von ihren Frauen getrennt, Familien auseinandergerissen. Satan möchte ihren Glauben und ihre Lauterkeit zerstören. Er möchte sie zu der Auffassung bringen, Leben ergebe sich aus den materiellen Dingen, die sie besitzen können. Aber Jehovas Zeugen in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang sowie in allen anderen Teilen der Welt haben völlig verstanden, daß ihnen Leben durch die unverdiente Güte Gottes und durch die Vorkehrungen zukommt, die er jetzt für sie trifft, damit sie weiterhin Erkenntnis über ihn aufnehmen und fortfahren können, die gute Botschaft von seinem aufgerichteten Königreich zu predigen.

      22, 23. (a) Was bedeutet es, wenn jemand gewillt ist, ‚seine Seele zu verlieren‘? (b) Wie vermeiden es gottesfürchtige Menschen, sich selbst zu schaden, um ihre Zufriedenheit zu bewahren?

      22 Diese treuen Christen, die Prüfungen durchmachten, welche jene der katholischen Inquisition, die vor vielen Jahrhunderten herrschte, noch übertreffen, sind nicht daran interessiert, ihr Leben zu retten, damit sie sich der Vergnügungen und Annehmlichkeiten der alten Welt erfreuen könnten. Sie haben die Worte Jesu gelesen: „Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden. Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt? Oder was wird ein Mensch zum Tausch für seine Seele geben?“ (Matth. 16:25, 26, NW) In dieser Welt gibt es Personen, denen eine Mahlzeit und ihr Genuß mehr gilt als ihr eigenes Leben. Dasselbe war bei Esau der Fall, „der seine Rechte als Erstgeborener im Tausch gegen ein Mahl weggab“. (Heb. 12:16; 1. Mose 25:34, NW) Jesus erklärte: „In der Tat — welchen Nutzen erwirbt sich ein Mensch, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder Schaden erleidet?“ — Luk. 9:25, NW.

      23 Wenn wir das Gebet des Herrn sprechen, bitten wir lediglich um Brot für den heutigen Tag. Damit kann die Mehrheit der Erdbevölkerung zufrieden sein. Doch stelle man sich die Zufriedenheit desjenigen vor, der dabei von Gottergebenheit beseelt ist! „Sicherlich, sie ist ein Mittel zu großem Gewinn, diese Gottergebenheit, wenn verbunden mit Genügsamkeit am Eigenen. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht und können auch nichts mit hinausnehmen. Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, so werden wir damit zufrieden sein.“ (1. Tim. 6:6-8, NW) Die Menschen in der Christenheit lieben heute Gottes Wort nicht, noch wünschen sie, seinen Geboten gemäß zu leben. Sie wollen ihren eigenen, selbstischen Weg weiter verfolgen, wobei sie sich selbst schaden. Auch wenn einer von Jehovas Zeugen sich derart in die Angelegenheiten dieser Welt, in seine weltliche Arbeit verwickeln ließe und sich seinen Besitztümern oder dem Ansammeln derselben hingeben würde, könnte er schließlich aus der Neuen-Welt-Gesellschaft hinaus- und in jene böse Organisation hineingeschleust werden, die zur Vernichtung in Harmagedon verurteilt ist. Warum? Weil er versucht hätte, sein Leben auf seine eigene Weise zu retten.

      24. Welche rechten Bräuche schließt es ein, sich der geistigen Bedürfnisse bewußt zu bleiben?

      24 Verliert jemand die unverdiente Güte Jehovas aus den Augen, so dauert es nicht mehr lange, und er hört auf, mit Gottes Volk zusammenzukommen. Möglicherweise kann er dadurch, daß er einer Zusammenkunft fernbleibt, viel mehr verdienen und eine Hypothek abzahlen oder sich ein neues Möbelstück anschaffen oder Zahlung für ein Auto leisten. Doch was ist mehr wert — die Aufnahme von Erkenntnis in Versammlungen und die Gemeinschaft mit Jehovas Zeugen oder der Verdienst in Form einiger Extrabeträge, der auf Kosten seiner Kraft geht, so daß er um so größere Müdigkeit verspürt und dann nach diesen Überstunden keine andere Arbeit mehr im Dienste Jehovas leisten kann? Warum sollte jemand Tag und Nacht, also in doppelter Schicht, arbeiten, oder warum sollte seine ganze Familie in Doppelschicht arbeiten? Solche gehen der Gelegenheit verlustig, sich mit Gottes Volk zu versammeln und Gemeinschaft mit ihm zu pflegen, und daneben lassen sie die Kinder die Straßen beherrschen. Vielleicht erlangen sie die materiellen Dinge, die sie haben wollen. Doch wenn du es solchen gleichtust, so halte einmal inne und frage dich: Werde ich dadurch glücklich? (Matth. 5:3, NW) Genieße ich auch das, was ich mir beschaffe, oder gehe ich der größeren Dinge im Leben verlustig? Verliere ich vielleicht meinen Mann (oder meine Frau), meine Angehörigen? Ja, mehr als das, verliere ich die Wahrheit? Verliere ich das Leben selbst? Verliere ich Gott und seinen geliebten Sohn? Gehe ich der neuen Welt verlustig? Läßt du dir all dies entgehen, nur damit du einen größeren Fernsehapparat, einen größeren Wagen, ein größeres Heim, größere Scheunen haben kannst? Gibt es in deinem Leben Dinge, die dich vom echten Christentum wegziehen, von der wahren Anbetung des Souveräns und Herrschers des Weltalls und von der ausschließlichen Ergebenheit ihm gegenüber?

      25. Wie können „moderne Bequemlichkeiten“ richtig genutzt werden?

      25 Jehova Gott kennt unsere Bedürfnisse, also das, was wir im Leben an Obdach, Nahrung und Kleidung brauchen; aber er weiß auch, daß wir sonst nichts wirklich benötigen. Sieh einmal, was Adam im Garten Eden hatte: einfach einen Garten, kein großes Herrschaftshaus, keine der heutigen „modernen Bequemlichkeiten“. Aber Adam besaß die günstige Gelegenheit, ewiges Leben zu erlangen, wenn er Jehova Gott treu bliebe. Wenn auch „moderne Bequemlichkeiten“ die Lasten des Menschen nur vorübergehend erleichtern können, sollten sie uns doch, wenn richtig benutzt, instand setzen, mehr Stunden im Dienste Jehovas zu verbringen, um seinen Namen zu verherrlichen, und sollten uns mehr Freiheit geben, die gute Botschaft seines Königreiches zu predigen. Sie sollten Zeitsparer, statt Zeiträuber sein.

      26, 27. Zu welchem Zwecke nehmen Nachfolger Christi weiterhin genaue Erkenntnis in sich auf?

      26 Haltet inne und denkt nach, ihr Christen! Bringt ihr Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit dar? Sprecht ihr zu euren Nächsten und Freunden oder zu Leuten, die ihr nie zuvor getroffen habt, von den guten Dingen, die ihr im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes kennenlerntet? Bringt ihr die Zehnten in sein Vorratshaus, indem ihr alle Versammlungen besucht und euch daran beteiligt? Helft ihr mit, die Auslagen für euren Königreichssaal zu bestreiten? Beweist ihr durch eure Werke, daß ihr eurem Hingabegelübde gemäß lebt, das ihr Jehova abgelegt habt? Beweist du selbst, daß du ein Zeuge Jehovas bist, indem du dich mit der großen Menge Menschen, die in der ganzen Welt verstreut leben, verbindest und Jehovas Königreich verkündest? Beanspruchst du, ein Prediger Gottes, Jehovas, zu sein, und wenn ja, wie ist es um deinen Predigtdienst bestellt? Wächst du zur Reife heran? Erlangst du eine genaue Erkenntnis der Wahrheit? Bist du fähig, das Wort Gottes den Menschen im Laufe der Zeit immer besser zu erklären? Erziehst du deine Kinder in der Zucht, der Disziplin und im autoritativen Rate Jehovas? Zollst du ihnen die Aufmerksamkeit, deren sie bedürfen? Studierst du mit ihnen? Spielst du mit ihnen? Nimmst du sie in die Versammlungen mit? Sorgst du in geistiger Hinsicht für sie? Lieben sie dich so, wie Kinder Eltern lieben sollten? Ist es dir daran gelegen, daß deine Jungen und Mädchen zu Missionaren heranwachsen? Und freust du dich, so wie viele glückliche Eltern sich heute freuen, über die Tatsache, daß deine Kinder sich ins Ausland in den Missionardienst begeben haben? Fährst du fort, sie zu ermutigen, in diesem Wirkungsfeld zu bleiben und das große Werk zu tun, das nach Jesu Worten in diesen letzten Tagen getan würde, indem die gute Botschaft vom Königreich bis an die Enden der Erde getragen wird und Menschen von allen Arten zu Jüngern gemacht werden?

      27 Diese Fragen sollten sich Christen stellen. Sie sollten imstande sein, sie vor den Augen Gottes richtig zu beantworten, nicht mit Worten, sondern mit der Tat, und zwar in ihrem täglichen Leben, um zu beweisen, wo ihr Herz ist, weil dort auch ihr Schatz sein wird.

      28. Weshalb erzählen wahre Anbeter des lebendigen Gottes täglich die gute Botschaft der von ihm bewirkten Rettung?

      28 Erfüllst du als einer von Jehovas Zeugen das, was nach den Worten des Psalmisten in diesen letzten Tagen von uns getan werden sollte, indem du „Tag für Tag die gute Botschaft der von ihm bewirkten Rettung“ erzählst? (Ps. 96:2, NW) Nur Jehova Gott kann Menschengeschöpfe erretten. Verbreitest du als einer, der sich dem Dienste Jehovas widmet, seine gute Botschaft der Rettung, wie Jehova dies vorgesehen hat? Tust du es Tag für Tag? Sprichst du zu allen Menschen, mit denen du sprechen kannst, über diese gute Botschaft? Wenn du dies tust, dann sammelst du sicherlich Schätze im Himmel, und du weißt auch bestimmt, wo dein Herz ist: im Dienste Jehovas.

      29, 30. Wie können wir Habsucht vermeiden und dauernden Wohlstand erlangen?

      29 Paulus wünschte, daß ihn jeder den rechten Weg einhalten sehe. Darum schrieb er: „Ich gebiete dir, das Gebot auf makellose und untadelige Weise bis zum Kundwerden unseres Herrn Jesus Christus zu beobachten.“ (1. Tim. 6:13, 14, NW) Man erinnere sich auch, wie er sagte, daß einige sich ‚überall mit vielen Schmerzen durchstechen‘ würden, indem sie sich selbst schaden, da sie sich vom Glauben wegziehen lassen. Um diesem entgegenzuwirken, so daß sie sich nicht selbst schaden würden, sagte Paulus: „Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge. Strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottergebenheit, Glauben, Liebe, Ausharren, Mildgestimmtheit. Kämpfe um den Sieg im rechten Kampf des Glaubens; fest ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen worden bist und das rechte Bekenntnis öffentlich abgelegt hast vor vielen Zeugen.“ — 1. Tim. 6:11, 12, NW.

      30 Mit dem Verlangen, das wirkliche Leben fest zu ergreifen, werden wir bestimmt aufhören wollen, uns ‚Schätze auf Erden anzuhäufen, wo Motte und Rost verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen‘. „Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo [sie] weder Motte noch Rost verzehren und wo keine Diebe einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ — Matth. 6:19-21, NW.

  • Wie Kinder auf Zucht reagieren
    Der Wachtturm 1957 | 15. Februar
    • Wie Kinder auf Zucht reagieren

      ● Eine Mutter schreibt von der Mühe, die sie mit der Erziehung von vier Kindern hatte: „Ich dachte, ich hätte alles getan — wie man etwa sagt —, um meine Kinder zu veranlassen, sich richtig zu benehmen, und dennoch waren sie im Alltagsleben rebellisch und widerspenstig. Ich war schon fünf Jahre lang eine Zeugin Jehovas gewesen, aber mein Mann war der Sache sehr feind und verbot mir, den Kindern aus irgendwelchen Wachtturm-Schriften vorzulesen. Als nun so betont wurde, die Eltern trügen die Verantwortung, darauf zu achten, daß die Kinder täglich biblische Unterweisung empfangen, beschloß ich, etwas Zeit für tägliches Bibellesen zu reservieren. Dies rief ein Protestgeheul von seiten meiner Knaben im Alter von 7, 5 und 3 Jahren hervor, da die Unterweisung stets in die Zeit zu fallen schien, in der sie am Spiel die meiste Freude hatten. Nach dem Studium über den Schöpfungsbericht verloren sie das Interesse, und das Geheul wurde noch lauter, als ich jeden Abend den Fernsehapparat ausschaltete und ihnen sagte, es sei Zeit zum Bibellesen. Oft saß ich da, die Bibel in der einen und die Zuchtrute in der anderen Hand. Allmählich aber legte sich der Widerspruchsgeist, und jetzt, drei Jahre später, sind die Kinder nicht nur willige Zuhörer, sondern bitten, daß ihnen aus der Bibel vorgelesen werde, und sie lesen selbst darin. Ja, sie wünschen, daß ich ihnen Rätsel über das Gelesene aufgebe. Diese Gewohnheit ist in der Tat von weitreichender Wirkung gewesen. Nicht nur haben sie sich eine gute Erkenntnis des Inhalts der Bibel erworben, sondern unsere familiären Verhältnisse haben sich auch sehr gebessert, und die Notwendigkeit der Züchtigung ist geringer geworden. Auch sind sie, zufolge dieser Belehrung, in ihren Schulklassen an die erste Stelle gerückt, weil sie es nun gewohnt waren, laut zu lesen und schwierige Wörter auszusprechen.“

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