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  • Wie sollte man auf die Wechselfälle des Lebens reagieren?
    Erwachet! 1977 | 22. Januar
    • Wie sollte man auf die Wechselfälle des Lebens reagieren?

      DAS Leben ist voller Überraschungen. Der Mensch merkt bald, daß er nicht immer voraussehen kann, wie sich etwas entwickelt. König Salomo, der die Fähigkeit hatte, scharf zu beobachten, sagte: „Nicht den Schnellen [gehört] der Wettlauf ... noch den Starken die Schlacht, noch auch den Weisen die Speise, noch auch den Verständigen der Reichtum, noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst, denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle“ (Pred. 9:11).

      Ja, häufig geschieht das Unerwartete. Man rechnet damit, daß der beste Läufer das Rennen gewinnt, aber das ist nicht immer der Fall. Es mag ihm ein Unfall zustoßen, so daß er nicht mehr sein Bestes geben kann, oder er mag sich so sicher fühlen, daß er sich nicht bemüht, sein Äußerstes zu geben. Eine Armee kann noch so groß und gut gerüstet sein, wenn sie überraschend angegriffen wird, mag sie eine demütigende Niederlage erleiden. Die klügsten Leute mögen keine Gelegenheit erhalten, ihr Wissen anzuwenden, und bleiben deshalb bis an ihr Lebensende arm. Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten mögen durch irgendwelche Umstände in einen üblen Ruf kommen und von da an ihr Leben lang ein Schattendasein führen. Außerdem weiß keiner, wie lange er lebt. In der Bibel, einem der ältesten Bücher, wird darüber folgendes gesagt: „Ihr [wißt] nicht ..., was euer Leben morgen sein wird. Denn ihr seid ein Dunst, der für eine kleine Weile erscheint und dann verschwindet“ (Jak. 4:14).

      Was für ein Verhalten ist in Anbetracht dieser Situation am vernünftigsten? Sollten wir danach trachten, Erfolg im Leben zu haben?

      Das tun viele Leute. Ihr ganzes Leben dreht sich nur um materielle Dinge. Ein Mann z. B. mag alles daransetzen, in der Welt vorwärtszukommen, und schließlich erreicht er auch sein Ziel: eine führende Position und ein hohes Einkommen. Aber für welchen Preis? Er mag sich seiner Familie kaum noch widmen können. Wenn er Erfolg haben und seine Position sichern will, bleibt ihm für Frau und Kinder nur noch wenig Zeit. Schließlich kommt es soweit, daß er in seiner eigenen Familie ein Fremder ist und keinen Kontakt mehr mit den Kindern hat. Die Kinder mögen für den Luxus, den er ihnen zu bieten vermag, nur wenig Wertschätzung haben. Da ihnen die väterliche Führung fehlt, werden sie emotionell labil. Anstatt für das einzutreten, was recht ist, erliegen sie leicht dem Einfluß Gleichalteriger. Währenddessen ruiniert ihr Vater seine Gesundheit, so daß er außerstande ist, all die Dinge, die er sich nun leisten könnte, zu genießen. Er mag sogar unter Schlaflosigkeit leiden. Schließlich setzt der Tod all seinem Streben ein Ende. Und was er hinterläßt, wird von seinen Erben vergeudet.

      Für einen materiellen Menschen ist das Leben enttäuschend und inhaltslos. Eine solche Einstellung trägt nicht dazu bei, mit den Wechselfällen des Lebens fertig zu werden. Sollte der Mensch vielleicht nach dem Motto leben: „Laßt uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben.“ (1. Kor. 15:32)? Vermag ein Mensch, der so lebt, als gäbe es kein Morgen, die Wechselfälle des Lebens leichter zu bewältigen?

      Man denke an die Folgen eines Lebens, das nur auf Genuß ausgerichtet ist. Haben dadurch nicht viele Leute, insbesondere junge, ihr Leben zerstört? Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Geschlechtskrankheiten, unerwünschte Schwangerschaften und viele andere Übel sind Begleiterscheinungen einer ungezügelten Genußsucht. Wenn man nur für die Gegenwart lebt, wird man mit den Wechselfällen des Lebens noch weniger fertig, weil man sich dann zusätzliche Probleme schafft.

      Was können wir tun, um mit den Wechselfällen des Lebens fertig zu werden? Vor allem dürfen wir sie nicht ignorieren, nicht so tun, als gäbe es sie nicht. Wir können sie nur bewältigen, wenn wir anerkennen, daß sie vorhanden sind. Weil sich alles schnell ändern kann, ist es vernünftig, weder Leiden noch Freuden, noch weltlichen Verbindungen oder weltlichem Besitz eine allzu große Bedeutung beizumessen. Die Bibel gibt den Rat: „Die Weinenden seien wie solche, die nicht weinen, und die sich Freuenden wie solche, die sich nicht freuen, und die Kaufenden wie solche, die nicht besitzen, und die, die von der Welt Gebrauch machen, wie solche, die nicht vollen Gebrauch von ihr machen“ (1. Kor. 7:30, 31).

      Das ist eine realistische Auffassung vom Lauf der Dinge in der Welt. Nichts ist von Dauer, nichts ist unveränderlich. Die Welt gleicht einer Bühne, auf der die Szene rasch wechselt. Deshalb sollten wir nicht zulassen, daß Freuden, Leiden, Besitz oder menschliche Beziehungen unser ganzes Leben beherrschen. Wir wissen, daß übermäßige Traurigkeit uns schaden kann, ebenso schädlich kann es für uns sein, wenn wir uns zu sehr an einen Menschen klammern. Für jemand, der einen Freund zum Mittelpunkt seines Lebens gemacht hat, wäre es z. B. ein schwerer Schock, wenn er den Freund durch den Tod oder durch andere Umstände verlieren würde. Er hätte dann das Gefühl, die ganze Welt bräche zusammen.

      Es wäre nicht gut, wenn eine einzige Sache oder ein einziger Mensch unser ganzes Glück wäre. Ein weitgefächertes Interessengebiet kann viel dazu beitragen, daß wir mit den Wechselfällen des Lebens besser fertig werden. Wer ein großes Interessengebiet hat, läuft nicht Gefahr, daß all seine Hoffnungen und Träume auf einmal zerstört werden. Gewöhnlich wendet sich nicht alles gleichzeitig zum Schlechten. Etwas bleibt immer übrig.

      Das Bewußtsein, daß das Leben kurz ist, sollte uns außerdem veranlassen, nüchtern darüber nachzudenken, was wir mit unserem Leben anfangen möchten. Halten wir uns entschieden von allem fern, was uns geistig, seelisch und körperlich schaden könnte? Handeln wir wirklich weise? Bestimmt möchtest du nun wissen, was es bedeutet, weise zu handeln.

      Der weise König Salomo sagte mahnend, nachdem er das Leben der Menschen in einer unvollkommenen Welt geschildert hatte: „Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote“ (Pred. 12:13). Auf diese Weise wird man am besten mit den Wechselfällen des Lebens fertig. Wenn wir eine gesunde Furcht oder eine Hochachtung vor dem Schöpfer haben, werden wir uns bemühen, seine Gebote zu halten. Das dient uns zum Guten, denn die Gebote Gottes haben den Zweck, uns zu helfen, schon jetzt das Beste aus dem Leben zu machen. Wer so handelt, ‘entfernt Verdruß aus seinem Herzen und hält sich Unglück vom Fleische fern’, wie die Bibel sagt (Pred. 11:10).

      Ein Mann, der die vorzüglichen Richtlinien, die Jehova Gott den Menschen gegeben hat, wertschätzte, sagte darüber: „Die richterlichen Entscheidungen Jehovas sind wahr; sie haben sich allesamt als gerecht erwiesen. Sie sind begehrenswerter als Gold, ja als viel geläutertes Gold, und süßer als Honig und der fließende Honig der Waben. Auch wird dein eigener Knecht durch sie gewarnt; sie zu halten bringt große Belohnung“ (Ps. 19:9-11).

      Ein Mensch, der ‘Gott fürchtet und seine Gebote hält’, wird nicht einmal durch den Tod des Segens beraubt, den ein solches Verhalten mit sich bringt, weil Gott vorhat, die Toten aufzuerwecken. Die Bibel sagt, daß Gott „die Toten lebendig macht und die nicht vorhandenen Dinge ruft, als ob sie vorhanden wären“ (Röm. 4:17).

      Somit macht der Mensch, der seine Zeit dazu verwendet, ein gutes Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, das Beste aus seinem Leben, es mag noch so wechselvoll sein. Strebst du dieses Ziel an? Läßt du dir von der Bibel helfen, jetzt das Beste aus deinem Leben zu machen und schließlich ewiges Leben zu erlangen?

  • Die Jugend stellt Fragen
    Erwachet! 1977 | 22. Januar
    • Die Jugend stellt Fragen

      IN DEN meisten Ländern wird der Glaube nur noch von einer Minderheit praktiziert. Die Teilnahme am sonntäglichen Gottesdienst geht immer mehr zurück. Die Bindung an die Kirchen mit ihrem traditionellen Kultus nimmt bei jung und alt ab, ja die Zahl derer, die den Glauben an Gott verlieren, wächst ständig.

      Und natürlich ist sattsam bekannt, daß in der kommunistischen Gesellschaftsordnung die Religion seit Jahren bekämpft wird und als „Opium für das Volk“ gilt. In den kommunistischen Ländern wird der Atheismus mit allen Mitteln gefördert. Aber auch in den „christlichen“ Ländern gibt es immer mehr Atheisten und Agnostiker.

      Die Ursache des Problems besteht zum Teil darin, daß die Kirchen seit Jahrhunderten durch ihre unlogischen Dogmen und ihr unchristliches Verhalten kritikwürdig sind. Es überrascht daher nicht, daß viele denkende Menschen in dem formalistischen Kultus der Kirchen keinen Sinn sehen.

      Ein Beispiel dafür ist ein vom Stern — der bekannten in Hamburg erscheinenden deutschen Zeitschrift — veröffentlichter kritisch gehaltener Artikel mit dem Titel: „Die Vermarktung der Jungfrau Maria“. Es handelt sich um einen Bericht über den bayerischen Wallfahrtsort Altötting.

      Dieser Artikel, in dem der Stern die in Altötting geübten religiösen Praktiken anprangerte, wurde in einer vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus herausgegebenen Zeitschrift (Schule und wir, Nr. 6, 1975) wie folgt kommentiert: „Sie [unsere Zeit] ist erfolgreich dabei, Religion zu vermiesen, Frömmigkeit, Gebet und Andacht zu demontieren und Gläubige zum Clown zu stempeln.“

      Ist die Jugend interessiert?

      Ferner hieß es in dem erwähnten Artikel der Zeitschrift Schule und wir: „Täglich lesen, hören, sehen wir, wie Frömmigkeit als Dummheit verlacht, die zehn Gebote auf die letzte Bank geschickt werden. Ist es ein Wunder, wenn Gott und Christentum für viele Zeitgenossen Begriffe ohne Bedeutung, Silben ohne Sinn, Leer-Stellen im Leben geworden sind? Wenn viele Familien religiöse Gespräche peinlich vermeiden, wenn das Schulfach Religion einen schweren Stand hat?“

      Wenn die Erwachsenen der Religion den Rücken kehren oder nur dem Namen nach

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