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  • Kannst du dein Leben verlängern?
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • Kannst du dein Leben verlängern?

      DAS Leben ist etwas Kostbares. Wer unter den Millionen Menschen, die geistig und körperlich gesund sind, möchte das Jahr, den Monat, den Tag und die Stunde seines Todes festlegen? Bestimmt niemand. Wer eine sinnvolle Arbeit hat und weiß, daß er geschätzt und geliebt wird, möchte am Leben bleiben. Was kann man tun, damit man möglichst lange lebt und ein sinnvolles Leben führen kann?

      Man kann sein Leben dadurch, daß man sich Sorgen macht, bestimmt um keine einzige Minute verlängern. Im Gegenteil, übertriebene Sorgen sind unerfreulich und können das Leben sogar verkürzen.

      Natürlich gibt es im allgemeinen sehr wenig Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen, wenn unser Organismus zufolge ererbter Schwächen und Gebrechen nicht richtig funktioniert. Ferner können unvorhergesehene Geschehnisse — ein Unfall, eine Überschwemmung, ein Erdbeben oder ein Vulkanausbruch — unser Leben ganz schnell auslöschen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, unser Leben schon jetzt zu verlängern. Wir können es z. B. unterlassen, törichte Risiken einzugehen, und können darauf bedacht sein, uns richtig zu ernähren und uns genügend Ruhe zu gönnen. Am wichtigsten aber ist es, sich von weisen Grundsätzen leiten zu lassen.

      In dem Bibelbuch „Sprüche“ wird darauf hingewiesen, wie günstig sich angewandte Weisheit auf die Lebensdauer auswirken kann. Wir lesen: „Sie ist ein Baum des Lebens für die, die sie ergreifen, und die sie festhalten, sind glücklich zu nennen“ (Spr. 3:18). Ja, Weisheit, die Fähigkeit, Wissen erfolgreich anzuwenden, kann uns vor großem Kummer, auch vor einem vorzeitigen Tod, bewahren.

      Als Beispiel sei erwähnt, was in den Sprüchen über den Alkoholmißbrauch gesagt wird: „Wer hat Weh? Wer hat Unbehagen? Wer hat Streitigkeiten? Wer hat Besorgnis? Wer hat Wunden ohne Grund? Wer hat Trübung der Augen? Die sich lange Zeit beim Wein aufhalten, die einkehren, um Mischwein zu probieren. Schau den Wein nicht an, wenn er sich rot zeigt, wenn er im Becher funkelt, wenn er leicht hinuntergleitet. Am Ende beißt er so wie eine Schlange, und er sondert Gift ab so wie eine Viper“ (Spr. 23:29-32).

      Wie aus diesem Text hervorgeht, zanken sich Menschen, die viel trinken, oft ohne Grund wegen Kleinigkeiten und werden deshalb leicht in einen Streit verwickelt. Solchen Menschen erscheint der Wein ungebührlich verlockend, funkelnd. Der übermäßige Alkoholgenuß wirkt sich so schädlich auf sie aus wie das Gift einer Viper. Sie können sich dadurch eine organische Schädigung zuziehen, z. B. Leberzirrhose. Außerdem kann der Alkoholmißbrauch zu einer Störung der Gehirnfunktion und zum Delirium tremens führen. Wie das Gift einer Schlange, so kann auch er den Tod bewirken.

      In den Sprüchen wird außerdem geschildert, was einem Betrunkenen widerfahren mag. Es heißt: „Deine eigenen Augen werden fremdartige Dinge sehen, und dein eigenes Herz wird verkehrte Dinge reden. Und du wirst gewiß wie einer werden, der im Herzen des Meeres liegt [seine Sinne werden verwirrt wie die eines Ertrinkenden, schließlich verfällt er in Bewußtlosigkeit], ja wie einer, der auf der Spitze eines Mastes liegt [das Schaukeln eines Schiffes ist an dieser Stelle am stärksten zu verspüren; die größten Gefahren für das Leben eines Trinkers sind die Unfallgefahr, die Gefahr, einen Hirnschlag zu bekommen, und die Gefahr, in eine Schlägerei verwickelt zu werden]. ,Sie haben mich geschlagen, aber ich wurde nicht krank; sie haben mir Streiche versetzt, aber ich wußte es nicht [sagt der Betrunkene sozusagen im Selbstgespräch; seine Sinne sind gegenüber allem, was ihm widerfährt, abgestumpft]. Wann werde ich aufwachen? Ich werde noch mehr davon suchen [ja, wenn er seinen Rausch ausgeschlafen hat, wird er sich erneut betrinken]‘“ (Spr. 23:33-35).

      Ein Mensch, der es vermeidet, zuviel zu trinken, ist weise. Seine Weisheit ist ein „Baum des Lebens“, sie bewahrt ihn vor manchem Unheil und möglicherweise auch vor einem vorzeitigen Tod.

      In den Sprüchen werden noch weitere Ratschläge gegeben, die, wenn man sie anwendet, ebenfalls dazu beitragen, daß man länger lebt. So werden wir darin ermuntert, einen verständigen Rat zu beherzigen, uns nicht mit verbrecherischen Elementen einzulassen und uns vor geschlechtlicher Unmoral zu hüten. Wir lesen: „Ein Weiser wird zuhören und mehr Unterweisung in sich aufnehmen“ (Spr. 1:5). „Wenn Sünder dich zu verführen suchen, so willige nicht ein. Wenn sie ständig sprechen: ,Geh doch mit uns. Laß uns doch auf Blut lauern ...‘ ... geh nicht des Weges mit ihnen“ (Spr. 1:10-15). „Warum also solltest du, mein Sohn, mit einer Fremden im Taumel sein oder den Busen einer Ausländerin umarmen? ... Seine eigenen Vergehungen werden den Bösen fangen, und in den Stricken seiner eigenen Sünde wird er gefaßt werden. Er wird es sein, der sterben wird, weil keine Zucht da ist“ (Spr. 5:20-23).

      Eine Handlungsweise, die in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift ist, trägt offensichtlich dazu bei, daß man länger und glücklicher lebt. Der Nutzen eines gottgefälligen Wandels beschränkt sich indessen nicht nur auf die heutige Zeit. Der christliche Apostel Paulus schrieb: „Gottergebenheit aber ist für alle Dinge nützlich, da sie eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben hat“ (1. Tim. 4:8).

      In der Bibel wird die Zukunft des Menschen, wie Gott, der Höchste, sie gestalten wird, folgendermaßen beschrieben: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offb. 21:3, 4).

      Ein Mensch kann somit jetzt sein Leben um Jahre verlängern und die Aussicht auf eine großartige Zukunft haben, wenn er im Einklang mit den Forderungen Gottes lebt. Aber heute sind nicht alle Menschen bereit, sich nach der Bibel auszurichten. Sie leben lieber so, wie es ihnen gefällt. Zu diesen Leuten gehören auch Personen, die Gottes Diener verfolgen.

      Manchmal kommt es vor, daß ein Mensch, der Gott wohlgefällig lebt, durch Verfolgung in Lebensgefahr gerät. Was dann? Sollte er sich in einem solchen Fall den Forderungen seiner Verfolger beugen, um einem vorzeitigen Tod zu entgehen? Der eine oder andere mag denken, wenn er in einem solchen Fall nachgebe, könne er sein Leben verlängern. Aber dem ist nicht so. Jesus Christus sagte: „Wer irgend seine Seele [Leben] retten will, wird sie verlieren; wer irgend aber seine Seele um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verliert, wird sie retten“ (Mark. 8:35). „Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt [wer sein Leben nicht allzu teuer einschätzt], wird sie zum ewigen Leben bewahren“ (Joh. 12:25).

      Wieso kann der vorzeitige Tod durch die Hand von Verfolgern die Seele zum ewigen Leben bewahren?

      Weil der Mensch, der wegen seiner Treue zu Gott stirbt, sicher sein kann, von ihm mit der Aussicht auf ewiges Leben auferweckt zu werden. Der Mensch dagegen, der Kompromisse schließt, mag zwar sein Leben um einige wenige Jahre verlängern, aber durch sein Nachgeben gefährdet er die Aussicht auf ewiges Leben. Wenn er so handelt, daß er sein gutes Verhältnis zu Gott zerstört, tauscht er die Aussicht auf ein glückliches ewiges Leben gegen einige wenige kurze Jahre in einer gottlosen Welt ein. Welch törichte Entscheidung!

      Wenn du somit den aufrichtigen Wunsch hast, dein Leben zu verlängern, bemühe dich, die vernünftigen Normen der Bibel kennenzulernen und anzuwenden. Handle so, auch wenn man dich deswegen unter Druck setzt. Denke immer daran, daß dir kein Mensch, sondern nur Gott ewiges Leben zu geben vermag.

  • Erdbebenwarnung! — Was sollte man tun?
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • Erdbebenwarnung! — Was sollte man tun?

      MÖGLICHERWEISE verloren allein im Jahre 1976 mehr als 686 800 Personen zufolge der weltweiten Erdbebentätigkeit ihr Leben. Tausende verloren materielle Besitztümer, ihre Häuser eingeschlossen. Wenn diese mächtigen Erdstöße „rütteln“, ist wirklich alles möglich — der Verlust von Besitz und Leben sowie die Gefahr, schwere Verletzungen davonzutragen.

      Mäßige Erdbeben haben auf der Richter-Skala die Stärke 6 bis 6,9. Bei größeren Erdstößen werden auf der Richter-Skala Werte von 7 bis 7,9 registriert und bei starken Beben 8 oder mehr. In Guatemala, an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien, auf den Kurilen, in der Türkei, auf Sumatra und Neuguinea war jeweils ein größeres Beben; in der Sowjetunion waren zwei und in China drei. Zwei starke ereigneten sich auf den Kermadecinseln im Südpazifik und eines auf Mindanao (Philippinen). Allerdings beschränkte sich die weltweite Erdbebentätigkeit während des Jahres 1976 nicht auf diese Beben.

      Da Erdbeben so gefährlich und todbringend sein können, erheben sich folgende Fragen: Was solltest du tun, wenn du durch Rundfunk oder Fernsehen vor einem Erdbeben gewarnt würdest, das sich morgen oder übermorgen an deinem Wohnort ereignen soll? Können denn Wissenschaftler wirklich Erdbeben voraussagen?

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